AMD Radeon RX 7900 XT - LiveKernelEvent 141 - vor allem im Browser

@Schinken42
Dann haben wir wohl aneinander vorbeigeredet. Mit „Delta“ meinte ich die Differenz zwischen dem Hotspot (102 °C) und dem GPU-Kern (81 °C) da sind die rund 20 °C völlig in Ordnung. Der Kühler liegt also vernünftig auf und es gibt scheinbar keinen PumpOut Effekt.

Ich finde allerdings die verbleibenden 8 °C bis zum Throttling verdammt knapp. Das ist für mich persönlich schon in einem Bereich, wo man über Optimierungen nachdenken kann. Vor allem die knapp 100 °C auf dem VRAM sind einfach viel, wenn man bedenkt, dass das offizielle Limit für den GDDR6 bei 105 °C liegt. Da bleibt bei der Referenzkarte kaum Puffer.

Aber ja, dass das vermutlich nicht der primäre Grund für die Timeouts ist, geb ich dir recht. Völlig ausgeschlossen ist es bei den abrupten Wechseln der Powerstates aber eben auch nicht. Stichwort: Elektromigration.
 
Schwobaseggl schrieb:
Ich finde allerdings die verbleibenden 8 °C bis zum Throttling verdammt knapp. Das ist für mich persönlich schon in einem Bereich, wo man über Optimierungen nachdenken kann. Vor allem die knapp 100 °C auf dem VRAM sind einfach viel, wenn man bedenkt, dass das offizielle Limit für den GDDR6 bei 105 °C liegt. Da bleibt bei der Referenzkarte kaum Puffer.
Schon, geht mir ähnlich 😉.
Aber ursächlich für das hier besprochene Problem werden die Temps nicht sein. Und sind wir ehrlich, die allermeisten Karten laufen in ähnlichen Regionen weil sich die Benutzer keine Gedanken machen und die Temps nicht ansehen 🙂.
Schwobaseggl schrieb:
Aber ja, dass das vermutlich nicht der primäre Grund für die Timeouts ist, geb ich dir recht. Völlig ausgeschlossen ist es bei den abrupten Wechseln der Powerstates aber eben auch nicht. Stichwort: Elektromigration.
Hmhm, bei Hufgetrappel denk ich halt eher an Pferde, nicht an Zebras 😉. Aber ausschliessen kann man es nicht, ja.
 
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Zu den Temperaturen will ich mich jetzt nicht mehr grossartig äussern, die wurden ausreichend bemängelt. Eigentlich traurig, daß die Hersteller sowas auf die Kunden loslassen. Und daß es besser gekühlt auch geht mit angenehmen RAM-und Hotspot-Temps und sogar recht leise beweisen Karten wie z.b. xfx mercury (bin gerade bei meiner 9070xt).



Zu Problemen allg, möchte ich kurz aus eigenem Nähkästchen beitragen: manchmal übersieht man was.

Problem war hier z.b. lange Zeit ein völlig anderes: S.A.M. (resizable bar) wollte (häufig, nicht immer, aber doch reproduzierbar) nicht stabil laufen. Games abgeschmiert, Grafikglitches, Katastrophe. Sah aus wie gpu-defekt, wenn sam aktiv. Und: war nicht immer so. Hat sich irgendwie eingeschlichen.
Halt (letztendlich vorerst) zähneknirschend abgeschaltet...sam verflucht, mein board/cpu verflucht... damalige gpu (6800xt) konnte ich ausschliessen, die war es nicht, lief woanders. lösung nicht in Sicht.

Inzwischen ist der Übeltäter entlarvt. sam aktiv, passt alles:
meine SAT-Karte (DVBSKY s950 V3), bzw. deren allerletzter Treiber (bestunar) von 2018, also der bugfgix vom bugfix vom bugfix. der hatte es verursacht. Die Karte hatte ich seit "Ewigkeiten" im Rechner, die letzten Jahre nichtmal mehr grossartig benutzt, total unauffälliges Mistviech. Lange nicht drauf gekommen, habe ich vielleicht mal irgendwann den Treiber aktualisiert, oder so. Die Karte ist ja schon lange eol, Herstellerwebseite schon lange offline.

Als dann so grundsätzlich klar war, wo die Reise hingeht, war auch die Lösung schnell greifbar.
Die Sat-Karte im Geräte-Manager zu deaktivieren war schon ausreichend für stabilen sam-betrieb.
Naja, aber nicht so schön, der vorletzte dvb-Treiber (oder jeder noch ältere) funktionieren aber bestens.. und die lassen mein s.a.m. in Ruhe. auch heute noch. Die Konfig ist grundsätzlich noch aktuell. SAT-Karte noch in Betrieb. "Ihr" Glück, sonst wäre sie raus :)

Das hat jetzt direkt mit Deinem Rechner oder Problem nichts zu tun.. aber Du hast ja ein paar schicke Sachen drin, ecc-RAM z.b., sieht man nicht sooo oft.
Vielleicht haste ja, wie ich, auch noch "irgendwo 'ne Leiche im Keller"?

Was lange da war, noch nie auffällig.. irgendwas Besonderes vielleicht?
Irgendwelche Treiber dabei, die Windows von sich aus nicht einpflegen könnte?

(Nicht den ecc-ram, den schliesse ich mal aus, der wird es nicht sein, sind ja hoffentlich nur zwei Riegel bei 3200. Meine übliche Prozedur, die Leute von ihren OC-/UV-Geschichten inkl. RAM jenseits der CPU-Spezifikation zu betreiben ("Sweetspot") abzubringen und zumindest für die Fehlersuche darauf zu verzichten, weil sowas ja bekannterweise immer 100% stabil ist und nie Schuld sein kann und auch schon x Jahre so funktioniert hat, ist bei Dir anscheinend auch nicht nötig. Normal sind mind. 95% aller gemeldeten Fehler hier im Forum hausgemacht und die Anfragen wiederholen sich quasi täglich..seit Jahrzehnten )

Also was könnte es sein..?
Temp als Ursache hätteste längst gemerkt:
Gehäuse auf, GPU-Lüfter volle Pulle..Fehler weg. (Karte zurückschicken, eine mit besserer Kühlung kaufen)..
So einfach wird es ja nicht sein.
 
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Vielen Dank für eure Antworten!

Ja, die Grafikkarte läuft tatsächlich zu warm. Mir war das ehrlich gesagt gar nicht so bewusst, weil ich als inzwischen zweifacher Vater nicht mehr viel zum Spielen und noch weniger zum Schrauben komme.

Die 2D-Temperaturen sind zwar relativ hoch, dürften aber nicht die eigentliche Ursache für die Abstürze im 2D-Betrieb sein. Aktuell liege ich im Idle bzw. Desktopbetrieb bei etwa:
  • GPU: 48 °C
  • Hotspot: 53 °C
  • VRAM: 70 °C
Unter 3D-Last sieht es aber anders aus. Dort habe ich teilweise Differenzen zwischen Hotspot und allgemeinem GPU-Sensor von rund 30 °C gesehen. In The Last of Us lag der Hotspot mit dem Standard-Lüfterprofil zeitweise bei 110 °C, was ich zunächst kaum glauben konnte.

Im Gehäuse sind immerhin 3× 140-mm-Lüfter verbaut (3× BlackSilent Pro Fan PK-PS, 140 mm), ein gewisser Luftdurchsatz ist also vorhanden. Die Karte habe ich im Juni 2025 gekauft, um für die nächsten Jahre Ruhe zu haben. Ich hatte damals lange hin und her überlegt, weil ich im Gehäuse ohne Umbau nur Grafikkarten bis etwa 300 mm unterbringe und 12VHPWR möglichst vermeiden wollte. Drei Jahre(!) vorher hatte ich bereits einen Anlauf mit einer RX 6900 XT unternommen, die allerdings DOA ankam. Wegen des CPU-Kühlers ist jeder Umbau in diesem System relativ aufwendig.

Vorgestern habe ich folgende Änderungen vorgenommen:

BIOS-Update von Version 5002 auf die aktuelle Version 5302.

Danach Optimized Defaults geladen und anschließend folgende Einstellungen geändert:

  • SVM Mode: [Disabled] → [Enabled]
  • USB Power Delivery in Soft Off State (S5): [Enabled] → [Disabled]
  • Fast Boot: [Enabled] → [Disabled]
  • Setup Mode: [EZ Mode] → [Advanced Mode]
  • ErP Ready: [Disabled] → [Enabled S4+S5]
  • Download & Install Armoury Crate App: [Enabled] → [Disabled]

Zusätzlich habe ich die Lüftersteuerung wieder so angepasst, wie ich es ohnehin immer mache. Die Gehäuselüfter (3× BlackSilent Pro Fan PK-PS, 140 mm) laufen dauerhaft mit 60 %, weil mich die ASUS-Lüftersteuerung sonst wahnsinnig macht. Die CPU darf ab 80 °C aber die vollen 100 % der Drehzahl ihres Lüfters abrufen.

Das System läuft damit insgesamt eher konservativ. ECC wird von Windows erkannt und soweit ich das überprüfen konnte, wird es auch verwendet.

Seit dem letzten Absturz wurden also folgende Änderungen vorgenommen bzw. folgende Rahmenbedingungen gesetzt:

  • BIOS-Update auf Version 5302
  • PCIe-Energiesparmodus in den Windows-Energieoptionen komplett deaktiviert
  • Autostart deutlich entschlackt
  • Hardwarebeschleunigung ist in allen Browsern wieder aktiviert, damit der ursprüngliche Fehlerpfad bewusst wieder getestet wird
  • MPO bleibt per Registry deaktiviert; das war allerdings bereits vor dem letzten Absturz so und scheint daher nicht die alleinige Ursache gewesen zu sein

Im Autostart deaktiviert sind aktuell:
  • AMDNoiseSuppression.exe
  • msedge.exe
  • Microsoft 365 Copilot
  • WhatsApp
  • Spotify
  • Luminar Neo.exe
  • CCXProcess.exe
  • Creative Cloud.exe
  • LCore.exe
  • EALauncher.exe
  • EpicGamesLauncher.exe
  • steam.exe
  • Microsoft Teams
  • Xbox
  • Smartphone-Link
  • Terminal

Und jetzt kommt der etwas unbefriedigende Teil: Ich bekomme den Fehler im Moment nicht mehr reproduziert.
 
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emulbetsup schrieb:
Und jetzt kommt der etwas unbefriedigende Teil: Ich bekomme den Fehler im Moment nicht mehr reproduziert.
Wieso unbefriedigend? Wenn die GPU-Temperaturen jetzt deutlich niedriger sind und alles läuft, dann hast Du das Problem doch entlarvt und gelöst.

Solltest Du Zweifel haben, ob es nicht doch an den neuen UEFI-Einstellungen (eher nicht an der neuen Version) liegt: würde das bedeuten, daß Deine Aussage:
emulbetsup schrieb:
Die Hardware läuft komplett auf Default.
vielleicht nicht korrekt war und damit wären wir wieder bei:

fritz.boks schrieb:
95% aller gemeldeten Fehler hier im Forum hausgemacht

:-)

"Komplett" default ist auch nicht nötig. Spricht z.Bsp. nichts dagegen den RAM mit xmp und 3200 laufen zu lassen, wenn CPU und RAM das offz. unterstützen. Muss funktionieren.

Ja, Du hast auch jede Menge Müll aus dem Autostart entfernt. Gute Idee, bleib dabei. Kannste natürlich zum Testen rückgängig machen, ob nicht doch eins der pauschal geladenen Prg stört.
So auf den ersten Blick nicht.. aber ich kenne nicht jedes einzelne PRG in Deiner Liste.

Als Latenzfreak (SimRacing) ist mein Autostart z.B. sehr leer..
Bsp: steam, ea und epic alles automatisch starten..wozu? Kannst eh nur auf einer Plattform gleichzeitig spielen, aeh also ich zumindest, habe nur eine Maus :-) Und manchmal will ich auch einfach gar nichts spielen, sondern mach was anderes..
 
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Jein. Die Einstellungen die ich jetzt in der 5302 gesetzt habe, entsprachen denen aus der 5002. Habe vor dem Update alle Screens einmal fotografiert, damit ich möglichst genau weiß, was verändert wurde. Aber ja, ein CMOS Reset kann ganz grundsätzlich nicht schaden.

An den Temperaturen habe ich in dem Sinne nichts verändert. Die Temperaturen aus dem ersten Post waren unter Furmark 2, nicht die Temperaturen im Idle.

emulbetsup schrieb:
  • FurMark 2 getestet:
    Vulkan bei 3440 × 1440 lief mit hoher Last ohne Artefakte. Artifact Scanner zeigte über 30 Minuten 0 Artefakte.

    Werte mit Standardlüfterkurve (66% maximale Drehzahl) waren ungefähr:
    GPU ca. 81 °C
    Hotspot ca. 102 °C
    VRAM ca. 99 °C
    Power ca. 309 W
    Lüfter ca. 67 %

    Mit angehobener Lüfterkurve (80% maximale Drehzahl):
    GPU ca. 73 °C
    Hotspot ca. 94 °C
    VRAM ca. 92 °C
    Power ca. 310 W
    Lüfter ca. 82 %
    weiterhin 0 Artefakte

    Thermisch wirkt die Karte unter FurMark daher für mich nicht offensichtlich defekt. Der Kühler scheint auf höhere Lüfterdrehzahl normal zu reagieren.

Die werden immer ungefähr denen entsprochen haben, die ich jetzt im Idle ausgelesen habe.

emulbetsup schrieb:
Aktuell liege ich im Idle bzw. Desktopbetrieb bei etwa:
  • GPU: 48 °C
  • Hotspot: 53 °C
  • VRAM: 70 °C

Da der Fehler ja immer im Desktopbetrieb aufgetreten ist, werden die Temperaturen damit wenig zu tun haben können. Das wäre natürlich bei Problemen unter Volllast komplett anders.

Sollte es das gewesen sein - was ich jetzt hoffe - dann waren es entweder die PCIe Energiespareinstellungen im Windows oder eine der Apps im Autostart.

Ich bin jetzt mal vorsichtig optimistisch, dass die Karte keinen wie auch immer gearteten Defekt hat.
 
emulbetsup schrieb:
Da der Fehler ja immer im Desktopbetrieb aufgetreten ist, werden die Temperaturen damit wenig zu tun haben können. Das wäre natürlich bei Problemen unter Volllast komplett anders.
Hatte ich nicht so ganz auf dem Schirm, aber: stimme 100% zu.
emulbetsup schrieb:
dann waren es entweder die PCIe Energiespareinstellungen im Windows oder eine der Apps im Autostart.
die Std-Energiespareinstellungen DÜRFEN es einfach nicht sein, das MUSS funktionieren. Und wird auch, wenn nichts anderswo manipuliert wurde, beispielsweise für die cpu ein theoretisches pauschal-undervolting durchgeführt wurde, o.ä. ..was vielleicht nur unter Vollast stabil läuft. "Alltag" ist halt meist nicht Vollast..
 
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