Anfängerfragen zu Fritzbox

anywish

Lt. Commander
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Hallo! Ich überlege mir, eine gebrauchte Fritzbox 7390 zuzulegen. Bisher habe ich meinen TV durch WLAN-Verbindung über einen einfachen und billige WLAN-Router gemacht, was gerade für Youtube-Videos zu langsam ist (ruckeln, Aussetzer).

Ich hab schon bei AVM nachgefragt, und mir das "okay" geholt, dass mein Surfstick Huawei E3131 von der Fritzbox unterstützt wird und direkt (kompletten Stick inkl. der eingeschobenen Sim-Karte) am USB-Port angesteckt werden kann.

Meine Vorstellung wäre nun die: die Fritzbox in 2m Abstand zum Fernseher zu platzieren und dann von einem der 4 LAN-Anschlüsse mit einem Kabel zum LAN-Anschluss des TV zu verbinden, von einem anderen LAN-Anschluss eine LAN-Verbindung zu meinem Linux-Sat-Receiver.

In der Hoffnung, dass sowohl TV, als auch Sat-Receiver dann auf das Internet mit voller Geschwindigkeit (also schneller wie das lahme WLAN) zugreifen können.

Frage1: Könnte das so funktionieren?

Frage2: Die WLAN-Einwahlmöglichkeiten werden sowohl beim TV, als auch beim Sat-Receiver (wie auch beim Handy) über WLAN-Verbindungen angezeigt. Werden LAN-Verbindungen auch wie WLAN-Verbindungen angezeigt oder wo finde ich die?

Frage3: Können auf so ein Internet-Konstrukt mehrere Geräte gleichzeitig zugreifen (bei meinem WLAN-Router ging das nicht - war ich mit dem Smartphone im WLAN und hab mein Tablet angemeldet, war das WLAN beim Handy nicht mehr verbunden), also dass ich zB. am Fernseher Youtube-Videos schaue, während mein Smartphone die Apps im Google-Play aktualisiert.

Frage4: Gibts es empfehlenswerte Seiten/Videos für absolute Fritzbox-Neulinge, die (im Moment noch) keine Ahnung haben?

Danke schon mal im Voraus!
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurz und knapp:

zu 1) TV und Receiver kannst Du so per LAN anschliessen, je nachdem was diese beiden dann im Internet so an Daten laden

zu 2) das hängt jetzt von den Geräten ab, aber per LAN, ohne besonderen Einstellungen getroffen zu haben, beziehen die Geräte ihre IP per DHCP der Fritzbox automatisch und haben Verbindung

zu 3) dafür ist der Router ja eigentlich da, wenn Deine Internetverbindung allerdings zu geringe Datenraten bietet, wird es immer Schwierigkeiten geben

zu 4) bei AVM direkt, dort gibt es zu nahezu allen Fragen auch Antworten und Hilfestellung
 
Wieso eine 7390? Dieses Modell hat schon 2 direkte Nachfolger und ist schon recht betagt.
Benötigst du alle Features des (ehemaligen) Top-Modells? Du scheinst ja keine ganze (ISDN-) Telefonanlage zu benötigen
 
anywish schrieb:
Hallo! Ich überlege mir, eine gebrauchte Fritzbox 7390 zuzulegen.

Das solltest du dir gut überlegen. Die FB 7390 war als sie Ende 2009 erschien zwar das damalige Topmodel, aber mittlerweile ist sie veraltet und läuft aus dem Herstellersupport aus. Sie hat z.B nur WLAN-n und noch kein WLAN-ac. Und auch die MESH-Funktion wird sie niemals erhalten. Es erscheinen dafür auch keine Firmware-Updates mit neuen Funktionen mehr. Es wird dafür höchsten noch für 1/2-Jahr noch Wartungs-Updates geben um Fehler bzw. Sicherheitslücken zu beheben. Danach ist Schluß mit dem Support.
Kaufe dir besser ein 74-ger oder 75-ger Modell.
 
anywish schrieb:
Ich hab schon bei AVM nachgefragt, und mir das "okay" geholt, dass mein Surfstick Huawei E3131 von der Fritzbox unterstützt wird und direkt (kompletten Stick inkl. der eingeschobenen Sim-Karte) am USB-Port angesteckt werden kann.
Als backup oder gehst du tatächlich per UMTS online? Also nichtmal LTE?

gforce4711 schrieb:
Kaufe dir besser ein 74-ger oder 75-ger Modell.
Oder ein 34er oder ein 33er.
Keine 7390 mehr. Irgendwann sind alle DSL Anschlüsse auf Vectoring und das ist mit der 7390 zwar möglich, aber alles andere als ideal.
 
Grundsätzlich kannst Du eine 7390 in gebrauchtem Zustand nehmen. Klar, es gibt neuere Geräte, aber man muss auch schauen, was man damit machen will und das vergessen die freundlichen Ratgeber mit ihren Hinweisen von wegen Support, Mesh, WLAN AC etc. pp. - Die sehen nur ihre eigene Welt und denken, das sei das allgemeingültige Nutzungsverhalten.

Wenn Du die Box bekommst, achte darauf, dass die Firmware aktuell ist. Man kann das Update selbst "anschieben". Sollten in der Gebrauchten noch Daten des Vorbesitzers drin sein, setze die Box spätestens nach dem Firmware-Check/Update auf Werkseinstellungen zurück. Und stelle die Oberfläche auf Erweitert um (unten). Dann kannst Du viel mehr einsehen, allerdings möglicherweise auch mehr, was einen verwirren könnte. Stelle aber nur ein, womit Du was anfangen kannst.

Mit einer FritzBox macht man eigentlich nie etwas falsch. Schließe Deine Geräte wie gewünscht an. Alle Geräte werden gleichzeitig bedient, wenn es nötig ist. Das was Du mit Deinem alten Router erlebt hast, kenne ich nicht, ist auch schwer vorstellbar, aber wenn's so ist... Ich bin seit der 7170 dabei und bin seit den vielen Jahren sehr zufrieden. Auch früher noch zu ISDN-Zeiten gab es nichts auszusetzen.
Was die gleichzeitige Nutzung aller Geräte limitieren kann, ist die zur Verfügung stehende DSL-Bandbreite.

Hilfestellung gibt's entweder auf AVM.de oder in Foren wie diesem hier. Aber bitte immer daran denken, die Suchmaschine Deines Vertrauens könnte Antworten auch bereithalten.
 
Laut AVM ist die 7390 seit September 2018 aus dem Support raus.
Somit wird sie auch bei Entdecken von Sicherheitslücken keine Updates mehr erhalten.
Ich halte es somit für grob fahrlässig ein solches Gerät noch am Internet zu betreiben oder ein solches noch zu empfehlen.
 
Für mich scheint für deinen Anwendungsfall sowas wie der GigaCube das perfekte Gerät zu sein: https://www.vodafone.de/privat/mobiles-internet-dsl/gigacube.html
Wenn Du mehr Ethernetanschlüsse benötigst, einfach nen unmanaged Gigabit Switch dahinter hängen und fertig. Wobei die WLAN Performance für deine Anwendungszwecke wahrscheinlich schon ausreichen ist.
Uralt Fritzbox mit UMTS Stick ist einfach nicht mehr zeitgemäß.
 
Hallo! Danke erstmal für eure Antworten.

Zuerst wollt ich eine gebrauchte Fritzbox 4020 um € 20,- kaufen, aber dann hab ich gesehen, dass das ehemalige Topmodell 7390 gebraucht auch schon um 70 Euro zu bekommen ist. Und die hat halt viele Extras wie auch 2 USB-Anschlüsse (wenn man doch mal eine ext. Festplatte oder ein USB-Stick dranhängen möchte) oder später vielleicht mal von Fritz so ein Smart-Heizungsventil kaufen... keine Ahnung.

In einem PC-Welt-Sonderheft zur Fritzbox steht nämlich, dass die 7390, obwohl sie schon einige Jahre alt ist, immer noch top ist und durch die Updates in ihrer Funktion den neuen Boxen um nichts nachsteht.

Eigentlich wär mein Limit für so eine Fritzbox 50 Euro, aber eben für die 7390 würd ich sogar auf 70 Euro gehen.
 
Die 7362SL ist / war zwar nicht das Topmodell, hat allerdings die aktuellste Firmwareversion bekommen, Einschränkung wäre hier nur 2 x GBit-LAN. ansonsten evtl. eine Alternative für Dich
 
Ach herrje, ich Vollidiot! Ich hab die Modellbezeichnungen durcheinandergebracht, das Modell, das ich gemeint hatte, ist die 7490 - nicht die 7390. Das fängt ja gut an.
 
Ich lese grade die über 300 Seiten dicke Anleitung zur Fritzbox 7490 (obwohl ich die Box noch gar nicht habe).

Zu einem Satz hätte ich eine Frage. Im Handbuch steht:

Ihr iPhone oder Android-Smartphone können Sie mithilfe von FRITZ!App Fon per WLAN an der FRITZ!Box anmelden. Dann können Sie mit dem Smartphone zu Hause über Ihre in der FRITZ!Box eingerichteten Rufnummern telefonieren. Vorteil: Bei ausgehenden Gesprächen fallen keine Mobilfunkgebühren an.

Versteh ich das richtig: Dann kann ich kostenlos mit dem Handy telefonieren? Ich kann mir das nicht vorstellen, denn sonst hätte doch jeder Haushalt eine Fritzbox stehen und würde kostenlos telefonieren.
 
ja über Festnetz quasi als DECT-Ersatz. Geht auch mit Tablets und auch über eine VPN-Verbindung. Man muss nur in Internet sein. Ich mache das immer im Urlaub. Wenn jemand bei mir zu Hause auf Festnetz anruft klingt die App auf dem Smartphone.
 
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anywish schrieb:
sonst hätte doch jeder Haushalt eine Fritzbox stehen und würde kostenlos telefonieren.

Kostenlos heißt, dass keine zusätzlichen Kosten anfallen, wenn man schon einen Telefonanschluss hat. In der Fritzbox muss bereits Telefonie eingerichtet sein, was dann über die App genutzt wird. Das Smartphone wird damit zum Festnetztelefon, ersetzt nur ein herkömmliches. Die Fritzbox ist also auf einen bestehenden Telefonanschluss angewiesen, den sie weitergibt. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass man mit dem Erwerb einer Fritzbox auch Telefonie geschenkt bekommt.
 
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Ach so - einen Festnetzanschluss hab ich nicht! Ich hatte insgeheim gehofft, das würde wie bei Skype laufen.

Die Fritzbox 7490 soll kommende Woche geliefert werden - was mich aber sehr verwundert hat (vielleicht hab ich es auch nur nicht gefunden): Ein so tolles Gerät, das neu ca. € 180,- kostet, hat keinen Ein-/Ausschaltknopf???

Mein Billig-WLAN-Router hat auch keinen, aber der hat neu 25 Euro gekostet, da erwarte ich mir sowas nicht. Oder muss ich eine best. Taste lang drücken, um die Fritzbox auszuschalten?

Ich frag deshalb, weil den Netzstecker zu ziehen, umständlich ist (der Netzstecker befindet sich in einem Spalt zwischen Sideboard und Wand).

Wenn die 7490 echt keinen Ein-/Ausschalter haben sollte, muss ich nämlich noch eine abschaltbare Steckerleiste kaufen. :-(
 
So Du hast also keinen Festnetzanschluss. Klar dann kann man auch nicht über die Fritzbox telefonieren. Dein Internet kommt also über einen Sufstick. Klar die funkitonieren auch an einer 7490, aber nicht alle Sticks. Mit AVM abklären ob Deiner funzt. Einen Ein/Ausschalter hat die Fritte nicht. Da muss eine Steckdosenleiste her. Die 7490 hat keinen Netzstecker, sondern ein Netzteil, das in der Schuko-Steckdose steckt. Wenn da also wenig Platz ist muss eh eine Steckdosen-Leiste her.
Übrigens einen TV über einen Surfstick ins Internet zu bringen ist nicht ratsam, da alle TV x Verbindungen ins Netz aufbauen und massenhaft Daten übermitteln. Da wird Dein Datenvolumen rasch aufgebraucht sein, auch wenn Du gar keine Youtube-Videos ansiehst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum sollte man seinen Router Ein-/Ausschalten?
Du kannst aber den Stromstecker aus der Fritzbox ziehen, bleibt aber das Netzteil am Strom.
 
Bei meinem Internet (das ich mit dem Surfstick nutze) hab ich keine Download-Beschränkung. Ich würde dann gerne, wenn die Fritzbox eingerichtet ist und testweise am Notebook läuft, die 7490 mittels LAN-Kabel mit dem Fernseher verbinden.

Die Fritzbox würde bei mir nur laufen, wenn sie benötigt wird (also wenn ich zB. mit dem TV oder SatReceiver ins Internet will oder am Tablet online sein möchte). Ansonsten würde ich die Steckerleiste abschalten (Strom sparen).

Als Surfstick hab ich einen Huawei E3131 und bei AVM die Antwort bekommen, dass er funktioniert. Ich zähle darauf, sonst hab ich eine Fritzbox, die ich nicht nutzen kann (und da ich sie gebraucht gekauft habe auch nicht zurückschicken kann).

Noch eine Frage (ich hab mir das Handbuch der 7490 schon durchgelesen, aber nicht eindeutig herauslesen können, wie man am besten vorgeht).

Wenn ich die 7490 das erste Mal ausprobiere, soll ich zuerst nur die 7490 ans Stromnetz hängen und dann erst Surfstick einstecken bzw. Notebook über LAN dranhängen oder soll ich vor dem ersten Verbinden der Fritzbox mit dem Stromnetz schon den Surfstick sowie den Notebook mit der Fritzbox verbinden?

Oder kennt ihr eine empfehlenswerte Seite für Fritzbox-Neulinge, wo die ersten Schritte für "komplette Neulinge" erklärt werden?
 
Die Ruckler und Aussetzer wird die Fritzbox höchstwahrscheinlich nicht beheben. Der Flaschenhals deiner Internetverbindung ist zuerst der 15€ Surfstick. Mit maximal 21MBit/s brutto down im UMTS Netz ist da schnell Essig. Das ist für stabiles Videostreaming einfach zu wenig.
Welchen Mobilfunkvertrag mit welchen Leistungen nutzt Du? Nur wenn wir das wissen können wir vernünftig beraten. Bis dahin bleibe ich bei der Empfehlung Gigacube.
 
Mein Internet hat eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 10 MBit/s. Auf dem PC hab ich damit keine Ruckler, wenn ich mir HD-Videos von Youtube ansehe. Deshalb hab ich gehofft, wenn ich den TV mit LAN (anstatt WLAN) verbinde, dass ich dann genauso keine Ruckler mehr habe.

Hat niemand eine Antwort zu meiner Frage oben, ob man beim ersten Start zuerst nur die Fritzbox ans Stromnetz hängen soll bzw. darf oder gleich schon mit verbundenem Surfstick und Notebook?
 
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