News Auch Arcor wird bestreikt

Sasan

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#1
Auch bei Arcor wird dieser Tage gestreikt. Auch wenn es hier um weitaus weniger essentielle Streitpunkte geht und auch die Menge der Streikenden nicht mit den aktuellen Geschehnissen bei der Telekom zu vergleichen ist, zeigt sich: Der Streik ist ein offenbar beliebtes Mittel in der Telekommunikationsbranche.

Zur News: Auch Arcor wird bestreikt
 

azurlord

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#2
Sorry wenn ich das schreibe, aber was werden jetzt wieder die Streikgegner sagen?

Und denkt dran, hier geht es um mehr Geld und nicht um eine Besitzstandswahrung wie bei der DTAG.

@Topic

"Auch wenn es hier um weitaus weniger essentielle Streitpunkte geht und auch die Menge der Streikenden nicht mit den aktuellen Geschehnissen bei der Telekom zu vergleichen ist, zeigt sich: Der Streik ist ein offenbar beliebtes Mittel in der Telekommunikationsbranche."

Der letzte Satz ist wertend und in meinen Augen absolut überflüssig!
 
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#3
Wenn ich mich recht erinnere ist der Streik das letzte Mittel des Arbeitnehmers bzw der Gewerkschaften um Änderungen heribeizuführen.
Das hat mit der Telekommunikatinosbranche nix zu tun (bestes Beispiel: IG-Metall)
 

BadMadMax

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#4
@ 1
@ 2

"Der Streik ist ein offenbar beliebtes Mittel in der Telekommunikationsbranche."

-> das ist bestimmt nicht so gemeint wie es klingt! ;)
 
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#5
Zu Recht. Und es wird weiter viel zu wenig gestreikt in Deutschland. "Nur die allerdümmsten Kälber ... ."

Entweder ich bin Kapitaleigner - oder ich bin es nicht.

Und bin ich Arbeitnehmer, dann erwerbe ich kein Eigentum durch meine Arbeit - an nix. Werde jeden Monat entlohnt für die Überlassung meiner Arbeitskraft. Und das wars. Und schon daher gilt (zu Recht!) für die Überlassung von Arbeitskraft gegen Geld "Pacta sunt servanda".

Und bleibt: Wir haben weiter zu viele Managernieten, die erst, wenn es zu spät ist, handeln, und die sehr wohl alles schleifen lassen bis dahin, weil nämlich bis dahin ja auch ihre Bezüge problemlos weiterlaufen. Und ist der Schaden dann erst sehr groß (in der Bilanz ihres Unternehmens nämlich) - dann ist es ja um so leichter mit der großen Pauschalkeule auf die ("allein schuldigen" - Ekel!) Arbeitnehmer ein- und runterzuprügeln.

50.000 Leute ausgründen? Nicht schlecht. Mancher mittelständische Unternehmer kriegt (insgeheim?) mal wieder das Kotzen über so viel Unverfrorenheit. Und auch die mittelständischen Unternehmer haben jahrzehnte lang die Telekom mit subventioniert - gerade so wie EON und andere heute noch mitsubventioniert werden... .

Marktwirtschaft ist was anderes.

Und Hund darf weiter die einzigen beiden Platten spielen, die er kann "Die Lohnenebenkosten müssen runter" und "Mindestlohn kostet nur Arbeitsplätze". Dabei ist das nur bei Blödmännern wie Hund wahr. (Waren das etwa die Slogans von Bill und Google, von Yahoo und den anderen?)

Weltmarktgängige Produkte/Dienstleistungen müssen her. Und Arbeitgeber, die ihre Leute zu Höchstleistungen mitreissen. Und auch dafür streikt man bei Arcor und Telekom. Hoffentlich mit Erfolg.

.
 
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wHiTeCaP

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#6
@BadMadMax
Wenn es nicht so gemeint ist, wie es klingt, dann schreib ich es anders oder gar nicht.
Streik ist nunmal das einzige Mittel gegen Veränderungen die niemand nachvollziehen kann. Die Unternehmen verschleiern doch bewusst die angestrebte Zukunft und die damit zusammenhängenden Folgen für die Belegschaft, weil sonst schon längst der Vorstand brennen würde und nicht nur Fahnen oder Mülltonnen.

Wenn man sich mal anschaut, wieviele Leute bei einem Unternehmen innerhalb von 10 Jahren entlassen werden, sieht man das ganze auch ein wenig anders.

Mal hier ein paar, mal da ein paar fällt da natürlich weniger auf und ist auch für die Belegschaft leichter zu "verkraften"...
 
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#7
@5 grundsätzlich richtig. jedoch sollte man bedenken, dass zwar der satz immer noch gültigkeit hat, der da lautet "alle räder stehen still, wenn dein starker arm es will" - im zuge der globalisierung aber die jeweiligen arbeitgeber irgendwann sagen werden: FU, wir gehn ins ausland.

das ist auch ein "erfolg" der gewerkschaften. mehr geld, weniger arbeitszeit (die 35h-woche bei vollem lohnausgleich ist für den arbeitnehmer sicherlich angenehm, für den arbeitgeber stellt das aber einen nicht unerheblichen kostenfaktor dar). warum wohl werden soviele leute entlassen? na? danke :)

gewerkschaften waren mal eine gute idee, aber seit ca. 20 jahren übertreibens auch viele (wobei ich aktionen wie vor einiger zeit bei den klinikärzten gutfinde)... und hinterher wird rumgejammert und auf die bösen konzerne geschimpft (zum teil mit recht, aber beileibe nicht überall!)

eigentlich sollte eine balance gefunden werden zwischen den interessen der arbeitgeber und arbeitnehmer. die gewerkschaften rufen fröhlich zu streiks auf, die unternehmen halten mit outsourcing dagegen -> kindergarten. das schlimme ist, dass im schlimmsten fall auch die drunter leiden müssen, die NICHT in einer gewerkschaft sind und/oder mitstreiken.

das erkennt man, wenn man mal über den tellerrand schaut, oder im wirtschaftsunterricht/vorlesung aufpasst.
 

keshkau

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#8
Die IG-Metall führte für das Jahr 2002 eine Branchenanalyse der ITK-Industrie durch, bei der die Entwicklung im Vergleich zu 1995 gesetzt wurde. Hier einige Ergebnisse:

Teilbereich „Hersteller von Informationstechnik“:

a) IT-Hardwarehersteller
1995: 39.645 Beschäftigte
2002: 22.247 Beschäftigte

b) Anbieter von Software und Dienstleistungen
1995: 194.000 Beschäftigte
2002: 380.000 Beschäftigte

Teilbereich: Hersteller von Kommunikationstechnik“

a) Hersteller nachrichtentechnischer Geräte
1995: 55,291 Beschäftigte
2002: 72.900 Beschäftigte

b) Fernmeldetechnik
1995: 246.000 Beschäftigte
2002: 290.000 Beschäftigte

Teilbereich „Zulieferer“ (geschätzt)
1995: 20.000
2002: 35.000

Gesamtsumme
1995: 554.936 Beschäftigte
2002: 749.147 Beschäftigte

Über 80 % der Beschäftigten in der IHK-Industrie arbeiten in Dienstleistungssparten. Schwierigkeiten bereitet die zunehmende Marktsättigung. So profitierte die Branche gut zehn Jahre lang weltweit von einer 20-prozentigen Zuwachsrate beim PC-Absatz, die im Jahr 2000 aber nur noch bei 15 % lag. Die hohen Ausgaben für die UMTS-Lizenzen haben den TK-Unternehmen sehr viel Kapital entzogen. Die Umsätze bei mobilen Anwendungen halten bisher nicht mit. Auch der Crash an Neuen Markt ging an den TK-Unternehmen nicht spurlos vorbei. Das alles sind wichtige Einflussfaktoren, da helfen Pauschalisierungen nicht weiter, wenn sie so klingen:

Wenn man sich mal anschaut, wieviele Leute bei einem Unternehmen innerhalb von 10 Jahren entlassen werden, sieht man das ganze auch ein wenig anders.
 
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MountWalker

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#9
@... jedoch sollte man bedenken, ... aber die jeweiligen arbeitgeber irgendwann sagen werden: FU, wir gehn ins ausland. ...
Ja, das kommt immer als erstes Argument vopn der Arbeitgeberseite, nur kann man so eben durch Streikverzicht auch die Löhne ewig und unendlich weitersinken lassen. Bei Arcvor kann man kaum noch "Outsourcen", das einzige, was in der Branche überhaupt ins AUsland gedrängt werden könnte, wäre die beratung und das die heute noch nicht wie bei den großen US-Unternehmen nach Indien gewandert ist, zeigt doch, dass die löhne bei Arcor im Weltvergleich so hoch nicht sein können. ;)
 

azurlord

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#10
@ HereticNovalis

Wie immer ist das nur nachgeplappert. Mit der Einführung der Mindestlöhne in GB z.B. hat sich die Arbeitsmarktlage sogar erheblich verbessert, seit dem wurde der Mindestsatz sogar noch mal erhöht. Auf jeden Fall hat es der positiven Entwicklung der Wirtschaftslage keinen einzigen Abbruch getan... Und so geht das immer weiter fortzusetzen.

Die Reallöhne sind in den letzen 10 Jahren gesunken, wer also vor 10 Jahren die Arbeit macht, die er heute macht, bekommt sogar weniger Geld dafür. Die "Lohnanpassungen" in den letzten 10 Jahren lagen weit hinter der Inflation zurück.

Der Streik der niedergelassen Ärzte z.B. war dagegen eine Fars, einfach deshalb weil das Problem hausgemacht ist. Heute haben weit mehr Ärzte eine kassenärztliche Zulassung als es der "Versorgungsplan" vorsieht. Weit mehr Ärzte pro Kopf in Deutschland als noch vor 20 Jahren. Und was passiert wenn sich immer mehr Ärzte ein Budget teilen müssen (das im Übrigen sogar angestiegen ist)? Es kommt weniger pro Arzt dabei raus. Dieser Streik war also ein Witz.

usw. usw.

Hört doch endlich auf den Blödsinn nachzulabern den Ihr von Euren Arbeitgebern eingetrichtert bekommt. Die Formel "Höheres Gehalt=Verlust von Arbeitsplätzen" geht genauso wenig auf, wie die Formel "Niedrigeres Gehalt= Mehr Arbeitsplätze". Das müsste doch aus der Vergangenheit endlich mal aufgefallen sein.

Und gerade im Zuge der Globalisierung brauchen wir die Gewerkschaften mehr denn je.

Über den Tellerrand zu schauen bedeutet was ganz Anderes!
 

Purple

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#11
ooohhhhhh azurlord :D

Da hängst du dich aber sehr weit aus dem Fenster. Hinter dem Ärztestreik steck weit mehr als du dir denken kannst. So primitiv zu urteilen in dieser hinsicht ist schlichtweg falsch. Kannst du dir z.B. vorstellen das alle Ärzte mittlerweile bei bestimmten Behandlungspraktiken draufzahlen ? Nur so als kleiner Denkanstoß das du dich etwas besser informieren solltest bevor du solche Behauptungen aufstellst und alle andere als "Nachplapperer" darstellst. Ich mein so schöne Theorien aufstellen kann jeder :-)

Ich weiss zwar nicht wie du auf das Thema Mindestlöhne kommst, aber jedes Land ist verschieden. Die MwSt erhöhung hat bei uns der Wirtschaft auch nicht wehgetan weil die Auftragslage entsprechend ist in einigen Branchen (leider noch nicht in allen). Die komplette Wirtschaft ist momentan im Aufschwung(EU) und das Mindestlöhnen zuzusprechen halte ich schon sehr gewagt.

Gewerkschaften gehören komplett reformiert oder es gehören neue Arbeitnehmergesellschaften gegründet. Gewerkschaften machen bei uns momentan mehr kaputt als das sie nutzen. Gewerkschaften stehen meist nur auf Kriegsfuß mit den Unternehmen und das ist nicht gut.
Neue Mentalität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer(gesellschaft) gehören erarbeitet für die Zukunft.

Wie das ganze konkret bei diesem Beispiel aussieht weiss ich nicht, da ich absolut keine Ahnung über Arcor und deren Lage momentanen habe. Zudem weiss ich nicht wieviele Stunde und wieviel Lohn dazu die Arcor-Angestellten haben. Ich denke das wird benötigt um einigermaßen einschätzen zu können. Ich hoffe zumindest auf eine akzeptables Ergebnis für Unternehmen und Arbeitnehmer.

Mfg
 
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MountWalker

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#12

Purple

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#13
@MountWalker wo werfe ich "nachgeplappert" vor ? Ausserdem weiss ich generell nicht was der Begriff hier soll. Das ist meine Meinung und nichts davon ist "nachgeplappert".

Warum das nicht gut ist ? Weil sich Unternehmen in dieser Größenordnung ungern unter Druck setzen lassen und die Schlussfolgerung einfach "Krieg" ist. Die Unternehmen sind natürlich auch mit daran Schuld aber es muss einfach neue und bessere Kommunikationsebene geschaffen werden.
 

keshkau

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#14
Gewerkschaften machen bei uns momentan mehr kaputt als das sie nutzen. Gewerkschaften stehen meist nur auf Kriegsfuß mit den Unternehmen und das ist nicht gut.
Ich kann mir vorstellen, dass Purple auf den Realitätsverlust anspielt, unter dem der eine oder andere Gewerkschaftsfunktionär zu leiden scheint. Wenn Herr Bsirske von ver.di in der Sendung „Hart aber fair“ http://www.wdr.de/themen/politik/1/hart_aber_fair/faktencheck_070502/index.jhtml (inkl. Video) das Beispiel Großbritannien herauspickt, um die Einführung von Mindestlöhnen in Deutschland zu fordern (so wie es azurlord auch vorgeschlagen hat), denkt man gleich, auch hier die umgerechnet 7,38 Euro zahlen zu müssen.

Aber wie sieht es mit den übrigen Rahmenbedingungen aus? In GB gelten flexible und frei ausgehandelte Arbeitsverträge mit bis zu 48 Arbeitsstunden wöchentlich. Von gesetzlicher Seite existiert kein Kündigungsschutz und die Anzahl der Betriebsräte ist gering. Ist der Aufschwung in GB nun auf die Mindestlöhne zurückzuführen oder auf diese Rahmenbedingungen?
 
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azurlord

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#15
@ Purple
Zum Thema Ärztestreik ist als Informationsquelle in dem Fall "WiSo" sicherlich keine schlechte, aber ich warte gern auf Deine Gegenargumentation, wenn diese nicht wieder folgende belanglose Aussage beinhaltet:

"Hinter dem Ärztestreik steck weit mehr als du dir denken kannst."

Ich sagte es Dir nämlich schon in einem anderen Thread, es ist immer einfach große Reden zu schwingen, untermauere Sie.

Und erzählst immer das Gleiche, schön wäre es, wenn Du am eigenen Leib zu spüren bekommen würdest, wie die Welt aussieht in der Du arbeitest wenn es keine Gewerkschaften gäbe. Aber ehrlich bin ich es leid immer und immer wieder Fakten aufzuschreiben, mir die Zeit dazu zu nehmen, wenn nur dumme und sinnentleerte Antworten zurückkommen.

Du hast absolut Recht mein großer Meister.


@ Purple und keshkau
Bitte meinen Beitrag richtig lesen, ich meinte das Mindestlöhne nicht zu einem Abbruch des Aufschwungs geführt haben, nicht dass sie ihn erst gefördert haben. Mir geht es darum, dass bei allen Diskussionen immer wieder gern das Ausland und die tollen Beispiele von dort von Firmen und Arbeitgeberverbänden wiederholt werden. Warum dass Gleiche dann nicht auf auch auf die Sachen anwenden, die den Firmen nicht schmecken werden? Warum macht es da einen Unterschied.

Und nein, ich habe die Sendung nicht gesehen.
 

Blutschlumpf

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#16
Sorry, aber der Sinn von Gehaltserhöhungen geht mir nicht in den Kopf.
Ist echt die ganze Welt so hohl im Kopf zu glauben dass das was bringt ?
Was passiert wenn ich 4% mehr Lohn bekomme ?
Richtig, alle anderen wollen auch mehr Lohn.
Was passiert wenn alle mehr Lohn bekommen ?
Richtig, Inflation heißt das Zauberwort. Im End effekt wird dann alles um die 4 % teurer.
-> Wenn alles teurer wird brauch ich mehr Lohn ;)

Imo sollte es mehr Geld nur geben wenn man mehr leistet, sprich mehr arbeitet oder Skills erlangt die die Arbeit wertvoller machen.
6,5% sind imo nur ein schlechter Witz.
 
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#17
Wenn aber über Jahre die Inflation sagen wir 2% beträgt. Willst du keine Erhöhung? Meinst du nicht, dass du nach 10 Jahre etwas dumm aus der Wäsche schauen wirst, wenn du feststellst dass mittlerweile doch alles verdammt teuer geworden ist, und du es dir nicht mehr leisten kannst, weil dein Gehalt das gleiche ist wie vor 10 Jahren?
Denk nochmal drüber nach ;)
 
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cab.by

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#18
6,5% sind dennoch bei den (letztens von irgendwem erwähnten) 20.000 € jährlich immerhin 1.200€ , also 100 Euro pro Monat.

Wenn Arcor und Co mit den Löhnen hochgeht und die Telekom runter, treffen die sich vielleicht bald irgendwo inner Mitte.

Okay, das wird eh nie passieren, aber wär halt schön, oder nicht?

Dann würde ein Arbeiter bei jeder Firma den gleichen Lohn bekommen, da er auch die ungefähr gleiche Arbeit erledigt.
 
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#19
um es ganz klar zu machen: wenn kein streikrisiko besteht, macht es sich der vorstand zu recht so leicht wie möglich. wie auch sonst? denn wer es sich schwerer macht, als er muss, ist nun mal ein trottel, ist unprofessionell - gerade dann, wenn er für den job bezahlt wird.

von daher sind vorstände, die es sich so leicht wie möglich machen, nicht einmal zu kritisieren - es sei, denn ganz grundsätzlich. eben weil der, der mehr kann, auch mehr leisten sollte, eben auch, was seine ganze persönlichen moralvorstellungen angeht.


mir kam es nur so vor, als wäre da in der meldung so eine gewisse kritik an oder verrachtung für streiks/streikende:

das kann nicht sein. eigentlich immer laufen "wir starken männer" ohne gegenkontrolle und (sozialen) widerspruch eher früher als später in die irre.

gier allein mag für vorstände gut sein. aber auf dauer nicht mal fürs unternehmen.

kuck hier:http://www.faz.net/s/RubBB54EA6E094...71B13C8195231A3D2E~ATpl~Ecommon~Scontent.html


"... Genauer gesagt: zwischen der Größe der Anwesen von Vorstandschefs und dem Aktienkurs der von ihnen geführten Unternehmen. Der provokante Titel: „Wo sind die Villen der Aktionäre?“ Die Antwort auf diese Frage: Für Aktionäre amerikanischer Unternehmen, deren Vorstandschefs die größten Villen kaufen, stehen die Chancen schlecht, selbst zu einem herrschaftlichen Anwesen zu kommen. (...denn wer auf Kosten des ihm anvertrauten unternehmens reich wird, macht alle anderen arm, logo; p.)

Studie über Erstwohnsitze und Immobilienkäufe

Einzelbeispiele belegen diesen Trend, auch wenn die Autoren in der Studie keine Namen nennen. Der Investor Warren Buffett, nach Bill Gates zweitreichster Mann der Welt und Vorstandsvorsitzender der Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway, lebt weiterhin in Omaha in dem bescheidenen Haus, das er im Jahr 1958 für 31.000 Dollar gekauft hatte. Bernard Ebbers dagegen, der wegen Bilanzbetrugs zu 25 Jahren Haft verurteilte langjährige Vorstandschef des früheren Telekommunikationskonzerns Worldcom, residierte in einer weitläufigen Villa in Mississippi. Während Buffett seine frühen Aktionäre reich machte, verloren die Anteilseigner von Worldcom den Großteil ihres Besitzes. ... "


Klare Sache: Buffet ist gut für alle. Der andere nur für sich selbst. Das also auch bei ARCOR gestreikt wird, ist gut. Gerade auch für ARCOR. Denn ARCOR (und auch 1&1) haben inzwischen für D eine Größe, Marktmacht und Marktbedeutung erlangt, wo es auch ein gesellschaftliches Desaster wäre, käme es bei ihnen zu unkontrolliertem Missmanagement ... .
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Blutschlumpf

Fleet Admiral
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