Bauingenieurwesen...eure Meinungen!

cooling down

Lt. Junior Grade
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März 2007
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369
Hi @ all

Also ich hab auch bald mein Abi und will dann anfangen zu studieren. Interessiere
mich sehr für den Studiengang Bauingenieurwesen und würde am liebsten an der TFH
oder TH in Berlin studieren.

Hoffe, es gibt hier welche, die sich auch für diese Branche entschieden haben oder ihr kennt
Leute, die das studieren.

Ich würde gern mal eure Meinungen zu dem Studiengang hören und hoffe, ihr könnt mir noch ein bischen was darüber
erzählen, ob ihr zufrieden seit, wie die Anforderungen sind und wo es sich am besten studieren lässt.

Bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen!
________________
MfG cooling down ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
naja wer auf TM, statik&co steht..... bitte studieren da dland eh die ings ausgehen ...
ne also des isn studiengang der bei dem du schon ein gewisses interesse an physik und mathematik mitbringen solltest. und nicht zu vergessen an werkstoffkunde solltest au interressiert sein
 
Ich seh, dass du auch studierst. Darf man fragen was?
kennst du leute in deinem Umfeld, die Bauingenieurwesen studieren?

Mit Mathe und Physik hab ich kein Problem. Genau das reizt mich ja an diesem Beruf!:D
 
Warum eigentlich gerade Bauing?

Ich kenne einen Bauing und der macht jetzt in Papierverarbeitung.
 
Weil mich Statik...Konstruktionen berechnen und das Verwirklichen von Ideen im Bau schon immer interessiert hat.

Schade, es scheint hier niemanden zu gegeben, der genau diesen Weg eingeschlagen hat.
Na mal abwarten... :p
Würde nämlich gern mal aus erster Hand was zu Studium erfahren, und natürlich.
Wo kann man Bauing. am besten studieren?
 
Fahr doch einfach hin, suche die Fachschaft auf und frage die Studierenden dort vor Ort. Frage nach dem Vorlesungsverzeichnis und setze Dich einfach mal in eine Vorlesung (z. B. Mathe). Oder gehe in die Buchläden und wirf einen Blick in die Literatur für das Grundstudium. Wenn das immer noch nicht genügt, kannst Du sogar zur Sprechstunde bei einem Assistenten gehen und den befragen. Keine Scheu! Die freuen sich über jeden, der sich für das Studium interessiert.
 
Grundsätzlich solltest du es so angehen, wie keshkau sagte. So findest du am meisten und am realitätsnahesten raus, was das Studium bedeutet.

Hab hier mal ne kleine Übersicht gefunden, was das Bauingenieursstudium z.B. an der RWTH Aachen bedeutet: http://www.ibb.rwth-aachen.de/PM/index.php/lehre

Zu der Wahl des Studienstandortes spielt sicherlich auch die Attraktivität des Standortes eine Rolle und wieweit du dich von zu Hause entfernen wolltest. Wo man dann, von der Wirtschaft am angesehensten studiert, da gibt es glaube ich jedes jahr neue Artikel und Tabellen zu. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube im Spiegel war das zu finden?!
 
cooling down schrieb:
Mit Mathe und Physik hab ich kein Problem. Genau das reizt mich ja an diesem Beruf!:D

Kleiner Ausschnitt aus Bauing. -> Mathe (2. Sem.):

- Taylorentwicklung
- Extremwerte von Funktionen mit mehreren Veränderlichen
- Extremwerte mit Nebenbedingungen
- Lineares Ausgleichen
- Kurven im R(n)
- Exakte DGL. (mit integrierendem Faktor)
- Mehrfachintegrale
- Beliebige Integrationsbereiche
- Koordinatentransformation
- Fourierreihen

Je nachdem, wie intensiv man Mathe in der Schule genossen hat, waren die Aufgaben schwerer oder leichter zu bewältigen. Aber trotz Matheleistungskurs sind mehr als 50% im Vordiplom an Mathe gescheitert (was auch Sinn der Sache war, um einen nicht-beschränkten Studiengang auf ein gesundes Maß an Studierenden zu schrumpfen).

Und kaum war das Vordiplom nach 3 Semestern vorbei, ward auch Mathe in diesem Ausmaß nicht mehr gesehen. Wer Mathe und Physik liebt, sollte Mathe studieren. Bauingenieurwesen hat damit so gut wie nichts zu tun (außer du bezeichnest stupides Formelanwenden als reizvolle Mathematik).

... das Verwirklichen von Ideen im Bau schon immer interessiert hat ...
Ideale sind etwas Schönes ... die Realität sieht bedeutend anders aus.
So, wie du dich anhörst, hast du gar keine Verbindungen in die Baubranche - schon ein Praktikum gemacht? Ich glaube, es sind immer noch 3 Monate vorgeschrieben (die man bis zum Vordipolm absolvieren muß, je nach Uni).
Wenn du deine Ideen verwirklichen willst (im großen Stil), dann mußt du Architekt werden - aber diesen Studiengang würde ich mir an deiner Stelle genauestens ansehen, denn dort ist eine "künstlerische" Ader gefragt, die mich endgültig Bauingenieurwesen studieren ließ.

Mein Tip für das Studium (wenn du dich dazu entschieden hast):
Ab dem Vordiplom so häufig wie möglich langfristige Praktika in (verschiedenen) Baufirmen und Ingenieurbüros machen - die Jobs sind vielleicht schlechter bezahlt als Pizzabote, aber du brauchst den Kontakt in die Wirtschaft - und die Erfahrung, was wirklich wichtig ist in diesem Berufsfeld. Forme so schnell wie möglich (spätestens bis zum Abschluß des Hauptstudiums und dem Anfang der Vertiefung) dein endgültiges Berufsfeld (Forschung im universitären Bereich, Hochbau, Tiefbau, Statik oder übergreifende Sonderbereiche wie Sanierung oder Bauphysik) und konzentriere deine Anstrengungen darauf. Es verkürzt deine Studienzeit, zielstrebiges Arbeiten ist einfacher und der Einstieg ins Berufsleben kann leichter sein.

Zum Thema Baubranche an sich und Bauingenieurwesen im Speziellen: Dieses Arbeitsfeld ist geprägt von extremen Termin- und Zeitdruck, Organisationsmangel und "Finanz"-problemen. Wer gerne Feuerwehr spielt, jeden Tag unnötige Probleme lösen und sich mit der mangelhaften Zahlungsmoral vieler Bauherren herumschlagen möchte, ist hier genau richtig. Improvisation und schnelle Auffassungsgabe sind meist wichtiger als eine gute Note in irgendeinem Studienfach.
 
also als für Bau Ing. sieht es ja nicht soooo dolle aus. studiere lieber maschinenbau, elktrotechnik oder sowas. ich schreib grad meine diplomarbeit. studiere Produktentwicklung fachrichtung maschinen, fahrzeuge und geräte. ich hab mich noch nicht off. beworben, aber hab schon aus der firma in der ich die dipl. abreit schreibe anfragen aus 3 verschiedenen abteilungen wie ich mir meine zukunft vorstelle.

nen komilitione ist grad fertig geworden und der ist zu vielen vorstellungsgespächen schon garnich mehr hin gegangen weil der hier vor der austür schon mit angeboten zugeschmissen wurde und das wird in den nächsten jahren noch schlimmer. wir haben in etwa den gleichen notenschnitt und die haben den sogar zuhause angerufen warum er denn nicht mehr kommen möche. es studieren zu wenig leute diese "klasischen" sachen. so ist der bedarf höher als die abgänger. dementsprechend kann man verhandeln bei ne einstellung. als architekt oder bauing. ist das ganz anders weil das nich grad wenig studieren.
 
Hi, also ich wollte auch Bauing. studieren, mich haben dann aber doch die ehr schlechten Arbeitsplatzaussichten abgeschreckt!

Hab mich jetzt an der TU Hamburg-Harburg für Engerie und Umwelttechnik und an der RWTH Aachen für Maschbau beworben.
 
Danke an alle, besonderes aber an Tunguska!

Sehr ausführlich und interessant, und ich werde mir alle Hinweise zu Herzen nehmen.
Versuchen werde ich es aber auf jeden Fall. Zu Beginn schon zu sagen, "kann ich nicht,
kommt für mich nicht in Frage.

Die Idee, sich einfach einmal in eine Vorlesung hineinzusetzen, find ich gut...werd mich mal erkundigen.

Also, vielen lieben Dank. Ihr habt mir echt geholfen!


Edit:
[...]oder bauing. ist das ganz anders weil das nich grad wenig studieren.
Ich hör ständig von allen Seiten, das Bauning. immer unbeliebter wird. Selbst auf Studienmessen wurde
mir gesagt, dass nicht mehr genug Studenten
sind und es deßhalb auch teilweise keinen NC mehr gibt. Absolventen sind also gefragt!

Na was denn nun?
 
Zuletzt bearbeitet: (@tochan01 / jaytea18)
cooling down schrieb:
Edit:
Ich hör ständig von allen Seiten, das Bauning. immer unbeliebter wird. Selbst auf Studienmessen wurde
mir gesagt, dass nicht mehr genug Studenten
sind und es deßhalb auch teilweise keinen NC mehr gibt. Absolventen sind also gefragt!

Na was denn nun?

...ich weiss da jetzt grade nicht genaueres, aber nur weil es keine Absolventen gibt ( wobei ich nicht glaube, dass es so krass ist, wie du denkst ) heisst das ja nicht automatisch im Umkehrschluss, dass man dadurch gut nen Arbeitsplatz findet!
Ich denke bei Bauing. ists ähnlich wie bei den Architekten, dass ziemlich viele ältere, erfahrenere Leute die Jobs haben und die jungen Absolventen auf der Straße sitzen ( wobei bei Architektur ja auch die Absolventenzahl ungebrochen hoch ist )
 
Das liegt vielleicht daran, das zum einen anspruchsvollere Fächer immer unbeliebter werden und zum anderen das Image der Baubranche doch erheblich gelitten hat. Soweit ich weiß, ist der Bau jetzt aber auch wieder im Aufschwung, was aber nichts nutzt, da die Situation, wenn man fertig ist, schon wieder ganz anders aussehen kann.

Zu Mathe, Physik und co.

Meiner Meinung nach braucht man keins dieser Fächer in der Schule gehört zu haben. Die Vorlesungen drücken einen allen möglichen Stoff rein.
 
fandre schrieb:
Meiner Meinung nach braucht man keins dieser Fächer in der Schule gehört zu haben. Die Vorlesungen drücken einen allen möglichen Stoff rein.


also ein gewisses grundwissen ist doch sehr vorteilhaft. ich mein ursprünglich nen dummer hauptschüler, der sich nach oben gebissen hat. die leute mit physik oder mahte LK durch vollabi hatten es doch erhenblich leichter als die die nur ein fachabi gemacht haben. klar, ist alles neues zeug, aber das baut viel auf dem grundwissen auf. bei uns war / ist mathe und physik das Siebfach. wurden schon einige dadruch rausgekebelt.
 
Bei uns wurde alles haarklein durch zeigen/beweisen erklärt (:rolleyes:). In den Übungen war dann auch nur zeigen sie dieses und jenes. Rechnungen nur mit Variabeln. Es war auch anders strukturiert.

-> Inhalt der Oberstufe absolut nutzlos. Vielleicht auch eine Frage an wen man gerät.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also als ich 1997 mit meinem Wirtschaftsingenieur (Bau) Studium begonnen habe, hieß es "Sie fangen nun genau richtig an, es kann nur noch aufwärts gehen". Pustekuchen. Bei Ende des Studiums 2003 ging es der Baubranche immer noch sehr schlecht. Ich bin aber der Meinung, dass jeder das studieren sollte, was ihm Spaß macht - denn nur eine Freude an dem, was er tut, lässt einen auch nachher einen guten Job machen. Deswegen habe ich mich auch im Studium immer mehr von den Baufächern entfernt - Wi-Ing sei Dank :).

Ich kenne allerdings reine Bauingenieure, die mit mir studiert haben, die nach dem Studium weniger verdienen als noch in ihrer Lehre als technische Zeichner. So viel also zu den Berufsaussichten...
 
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