Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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@_killy_
Ob ein(e) Sachbearbeiter(in) sanktioniert - liegt teils im Ermessen dieser Person, so was meinte ich.
Das ist nicht bedarfsorientiert, sondern ein willkürliches Machtspielchen, besser: Durchsetzen von Dorfrecht.

@Lübke
Eigentlich ist es einfach, dass was der Steuerzahler entsprechende abgibt, fließt auch den Hilfebedürftigen zu, im vollem Umfang und als Geldleistung. Ich muss meine Steuern auch in "Geldform" abgeben, mit Sachleistungen kann ich hier nicht kompensieren. Und Steuern sind auch keine "Kann-" oder "Ermessensabgabe", Spielraum habe ich hier keinen... ohne mich strafbar zu machen.
 
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Onkelhitman schrieb:
Das ist ja Unsinn. Deswegen schreib ich mir die Hände ja wuselig indem ich sage, dass eine Enteignung weder von der einen, noch von der anderen Seite in Ordnung ist. Ich kann es nur nicht ausführen und berechnen, weil es einfach vom jetzigen in das BGE System viel zu viele Änderungen gibt, die ich nicht vorausberechnen kann. Auch fehlen dazu ganz einfach die Zahlen. Ich brauche die Zahlen der jetzigen Krankenkassen, Pflegekassen, Arbeitslosenversicherung, Rentner, Pensionäre, der Steuerausgaben für das alles, und und und. Aber du kannst mir ein wenig Arbeit abnehmen (ohohoho) und ein wenig suchen.
Du bist meiner Frage ausgewichen:
Nach deinem Prinzip wird mehr Geld ausgegeben als bisher und weniger eingenommen (erst ab ca. 15000€ pro Monat ist man auf dem Einnahmeniveau des aktuellen Systems).
Woher nimmst du die enstandene Differenz?

Das ist jetzt jemand nach 13 Monaten auch. Nur dass es eben 13 Monate sind.
Je nach Alter und Arbeitsdauer geht es übrigens hoch bis 24 Monaten (aber das nur am Rande).
Alleine, dass du diese Aussage so lapidar tätigst, zeigt einfach deutlich, dass du dir der Grundproblematik nicht bewusst bist...
Wenn wir das Jahr 2011 nehmen und uns die Leute anschauen, die nach 12 Monaten oder kürzer aus der Arbeitslosigkeit eine neue Stelle angetreten sind, so liegt die Zahl bei 2,18 Mio. Genau für diese, ist das ALG1. Davon haben 814000 Menschen, erst nach 3-12 Monaten eine neue Stelle erhalten.
Erwartest du von jedem, dass er einen Jahreslohn auf die hohe Kante liegen hat damit er bei einem Jobwechsel, welcher nicht nahtlos von statten geht, nicht Haus und Hof verliert? Und ich dachte, du willst die Leute zum Geldausgeben bewegen...
Nach welcher Zeit erwartest du eigentlich eine solche Ansparung?
Und jetzt schau dir nochmals die Zahlen an und werde dir bewusst, dass es sich hierbei um keine Einzelfälle handelt (die hier ja so gerne hervorbebracht werden), sondern davon jährlich über 2 Mio Menschen (was mehr als 5% der Erwerbstätigen in Deutschland sind) betroffen sind.

Und heute verliert niemand Hab und Gut, wenn er nicht enteignet wird.
Was ist dann eine Zwangsversteigerung in deinen Augen oder gibt es die nicht mehr?
 
Es ist ein systembedingtes und menschliches Problem, da die Grundlage für eine derartige Verfahrensweise rechtlich abgesichert ist (man kann es als Ausführender jedenfalls so auslegen), entsprechende Personen habe diesen Spielraum, so steht es im Gesetzbuch - wie andere fragwürdige Paragraphen. Einzig und allein schon die Möglichkeit in zwei Richtungen zu entscheiden, macht ein menschliches, soziales Fehlverhalten erst möglich.

EDIT:
Wir hatte 2012 allein 14 Milliarden € Steuereinnahme aus der Tabaksteuer (Steuergelder zur Deckung des Staatshaushaltes). Für die Raucher: Wenn man sich seit Januar 2013 eine Schachtel Zigaretten (19 Stück) für 5,00 Euro kauft, so werden insgesamt 3,68 Euro als Steuern abgeführt (2,88 Euro Tabaksteuer + 0,80 Euro Mehrwertsteuer). Dies entspricht einem Anteil von rund 74% des Kaufpreises. Da Teile der Steuern pro Zigarette berechnet werden, ist dieser Steueranteil pro Schachtel variabel und erreicht bei Discounter-Zigaretten bis zu 90%.

Zahlen 2012:

- Arbeitslosengeld II ohne Kosten der Unterkunft und Heizung (inkl. Sozialgeld) 18,95 Milliarden €
- Beteiligung an den Leistungen für Unterkunft und Heizung 4,84 Milliarden €

Ich behaupte, wenn da die Aufstocken raus fallen kann man rein aus den Einnahmen der Tabaksteuer finanzieren. Bei rund 600 Milliarden Steuereinnahmen finde ich unter 25 Milliarden € für ALG2 angemessen und tragbar, Gemeinschaftsteuern 2012 insgesamt 426 Milliarden €.

Was man nicht vergessen sollte, ein solches Sozialsystem bringt auf der anderen Seite auch Geld ein, ein AL2-Bezieher zahlt auch Steuern, kauft Lebensmittel oder Sachgüter. Es schafft Arbeitsplätze (mit über 100.000 einer der größten Arbeitgeber des Bundes) was wiederum Einnahme generiert.

Summiert man ALLE Kosten und rechnet nur die Steuereinnahmen gegen, würde mich das Ergebnis interessieren, sprich die tatsächlichen Kosten. Der ALG2 Bezieher führt ja allein 7% auf Lebensmittel und 19% auf Getränke an Steuer wieder zurück. Und auch Steuern und Abgaben für Strom machen heute über 40% des Strompreises für einen Haushaltskunden aus.

Der Staat geniert also aus schon eingenommenen Steuermitteln, logischerweise erneut Steuereinnahmen... wie man das umverteilt oder gegenrechnet, bleibt nur eine Rechenaufgabe.
 
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@ Zwenner

Dir ist aber hoffentlich bewusst, dass der Volkswirtschaftliche Schaden durch das Rauchen enorm hoch ist.
Noch gibt es keine vernünftige Studie (auf Grund der enormen Komplexität und der enormen Anzahl an Variablen), die einen finanziellen Ausgleich an entstehenden Kosten und Einnahmen des Rauchens aufzeigt.
Wenn sich also mit aller größter Wahrscheinlichkeit nicht einmal das Rauchen selbst trägt, woher kommt dann das Geld für den durch das Rauchen entstandenen Schaden?
 
Ja das ist mir bewusst, es war nur einen Gegendarstellung, vielleicht eine ungünstige. Ich wollte damit sagen, dass man das derzeitige System gar nicht gravierend verändern kann, Anpassung sind aber grundlegend möglich. Die gesamte Reform wurde m.M.n. sehr bewusst so ausgelegt... das ändern niemand mehr in den Grundfesten.

So wie das Sozialsystem dargestellt ist bzw funktioniert, kann man es nicht mal mehr abschaffen.

Finanziellen Schaden durch das Rauchen, ja sicherlich. - Würde ich nie abstreiten.
Wir richten europaweit auch extrem große, finanzielle Schäden an, aufgrund unsere Innenpolitik.
Mal sehen wie lange es noch dauert, bis wir dafür die Konsequenzen tragen werden...

Ein Veränderung wäre, man schafft bis 2017 zusätzlich 5 bis 6 Million (?) Vollzeitarbeitsplätze, die dann mit mindestens 8,50€/h entlohnt werden und unbefristet sind. Dann kann ich den Arbeitslosen unterstellen sie sind faul, zu bequem, nicht kompromissbereit oder schlicht weg zu unqualifiziert. Bei uns bewerben sich fähige Menschen, wir können sie einfach nicht einstellen.

Ich freue mich über den kommenden Mindestlohn, spätestens dann wird die Ausbeuter-Konkurrenz hier verschwinden. Wie man einer gut ausgebildeten Facharbeiter mit Berufserfahrung einen Hungerlohn anbieten kann und dann mit ortsüblich argumentiert, dass finde ich eine bodenlose Frechheit. Bei der Angebotsvorlage ist dieser Rattenverein nicht mal günstiger als wir, dass weiß ich aber eigentlich gar nicht... Wenn solch eine Kuchenbude zu macht (am liebsten schnellst möglich, also gestern) interessiert das Niemanden, die GF eventuell.
 
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Ich drehe das jetzt einfach um, weil es müßig ist ;)

@Lübke
hier haben wir jetzt ein sozialsystem, und das ist auch gut so. ich sehe keinen grund das abzuschaffen.
Das Sozialsystem wird momentan abgeschafft. Was möchtest du dagegen tun?

ja, aber jetzt eben um sie denen zu geben, die sie wirklich BRAUCHEN
und nicht um herrn ackermann eine tankfüllung für seinen maibach von meinem monatslohn zu bezahlen.
Das bedeutet: Es hat keine Bankenrettung gegeben, es hat keine Abwrackprämie gegeben, es gab kein Kartoffel-Kartell, es gibt keine Preisabsprachen bei den Benzinpreisen, es gibt keine Subventionen der Atomstromindustrie, es gibt keine Grundstücke zu pauschalen Freundschaftspreise, es gibt keine Ausgaben für die Eintreibung der Kirchensteuer, es gibt keine Eintreibung der Gebühren für Rundfunk und Fernsehen, es gibt keine Verbrennung von Hausmüll durch Ankauf von Altpapier, es gibt keine Einsätze der Polizei bei Sportveranstaltung wegen randalierenden Menschen, es gibt keinen Eurofighter, es gibt keine vermurksten Bauprojekte und es werden NICHT dieselben Ingenieure wiedergeholt um das neu zu bauen, es gibt keine Subventionen von Unternehmen, es gibt keine niedrigeren Strafen für reichere Bürger, ......

Den ganzen Quatsch GIBT ES DOCH SCHON. Du bezahlst dem blöden Ackermann jetzt schon sein Lächeln im Gesicht. Der lacht uns aus. Und zu Recht. Immerhin bekommt er 10% Strafe: Passt schon.

@Seppuku
Woher nimmst du die enstandene Differenz?
Ich weiss es nicht, hast du ne Idee wo ichs hernehmen könnte?

Alleine, dass du diese Aussage so lapidar tätigst, zeigt einfach deutlich, dass du dir der Grundproblematik nicht bewusst bist...
Ich kenne das Problem der Finanzierbarkeit eines BGE. Das ist ein Grund, warum ich gegen das BGE bin, und warum das BGE jetzt so in unserem System nicht anpassbar ist. Das ist aber kein Ausspruch das: "Ich halte das BGE ansich für unmöglich." Ich halte das BGE nicht für unmöglich, sondern ich halte es jetzt für unmöglich. Um zu einem BGE zu kommen müssen eben Rahmenbedingungen vorliegen. Und diese können nur durch Schrittweise Änderungen erfolgen. Der erste Schritt wäre doch wohl dafür zu sorgen, dass tatsächlich alle Menschen in Deutschland nach dem Gesetz gleich sind. Und dass sie vor dem Gesetz gleich behandelt werden. Dann sollte man das jetzige System umformen. Erst indem das jetzige durchgeführt wird, kann man in was Neues wechseln, aber es wird ja noch nichtmals das jetzige durchgeführt.

Erwartest du von jedem, dass er einen Jahreslohn auf die hohe Kante liegen hat damit er bei einem Jobwechsel, welcher nicht nahtlos von statten geht, nicht Haus und Hof verliert? Und ich dachte, du willst die Leute zum Geldausgeben bewegen...
Nein, denn das WIRD bereits von denen verlangt, die mit 55 Arbeitslos geworden sind, und eben NICHT nahtlos dann wieder arbeiten gehen. Diese Menschen stehen vor dem Ruin, denn sie werden nicht von mir, sondern sie werden vom Staat mit der Auflage "Du hast doch Rücklagen, brauch sie erstmal auf" enteignet. Die können auch vorher 40 Jahre geknüppelt haben, das ist völlig wurst, in dem Alter, je nach Bereuf, bekommst du nunmal keine Arbeit. Jetzt kannst du natürlich sagen: "Pech gehabt, hättest mal lieber nen richtigen Beruf gehabt." Aber kannst du für die nächsten 40 Jahre einen Beruf prognostizieren? Das ist doch blanker Hohn den Leuten das wegzunehmen, und mir dann das Geldausgeben der Menschen ans Herz zu legen. Am besten die Leute kaufen sich nur noch das, was sie brauch. Ich will nicht dass die Leute Geldausgeben, sondern ich will dass die Menschen LEBEN KÖNNEN.

@Zwenner
So wie das Sozialsystem dargestellt ist bzw funktioniert, kann man es nicht mal mehr abschaffen.
Es wird doch abgeschafft. Aber nicht mit einem Hauruck, sondern mit einem Trörö. Keiner bekommt es mit. Nein das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist ganz einfach Fakt. Wer sie von mir noch einmal möchte bekommt sie gerne. Wir schaffen momentan das Sozialsystem in Deutschland ab. Die Rentner stehen auf wackeligen Füßen, denn wer wird überhaupt noch Rentner sein, wenn eben die Arbeitslosen Niedriglohnjobs machen? Wer wird alles aufgestockt werden durch Steuergelder, sodass das Geld nicht aus der Rentenkasse kommt, sondern aus den Steuergeldern? Es werden immer mehr werden und dadurch wird sich auch die Rentenkasse als solche auflösen. Die braucht man ja auch nicht, solange die Pensionen sicher sind. Jaha, solange...

Ein Veränderung wäre, man schafft bis 2017 zusätzlich 5 bis 6 Million (?) Vollzeitarbeitsplätze, die dann mit mindestens 8,50€/h entlohnt werden und unbefristet sind. Dann kann ich den Arbeitslosen unterstellen sie sind faul, zu bequem, nicht kompromissbereit oder schlicht weg zu unqualifiziert. Bei uns bewerben sich fähige Menschen, wir können sie einfach nicht einstellen.
Selbst wenn die Stellen existieren würden, rechne es doch hoch. Man hat es doch getan: 35 Jahre lang arbeiten für 2500€ Brutto im Monat ergibt eine Mindestrente. Diese beträgt 700€. Wenn aber jetzt noch 5 Millionen in eine Vollzeitstelle kämen, die 8,50€ * 160h = 1360€ Brutto bedeuten, dann ändert sich für später bei diesen Personen gar nichts. Die bekommen immer noch nur 700€ Mindestrente. Aber sie bekommen dann 300€ Rente und 400€ Aufstockung durch Steuergelder. Wenn sie jetzt von ihrem knackigen Lohn von 1000€ netto über die Jahre etwas angespart haben, sagen wir 100€, dann bekommen sie später 150€ zusätzlich. Nein, moment, Stopp. Bekommen sie nicht. Sie bekommen weiterhin 700€. Und zwar 300€ Rente + 150€ aus ihrer privat gesparten + 250€ Aufstockung durch Steuern.

Das Sparen für Niedriglöhner für später ist eine Nullnummer. Nein noch schlimmer, es ist ein klares Minus. Und bitte nicht argumentieren mit: "Aber sie entlasten damit doch alle, uns Steuerzahler." Würde man so argumentieren könnte man auch die Sterbehilfe einführen mit dem Hinweis auf die Steuerentlastung der Steuerzahler in Deutschland. Rein freiwillig natürlich.....
 
Ich kenne das Problem der Finanzierbarkeit eines BGE. Das ist ein Grund, warum ich gegen das BGE bin, und warum das BGE jetzt so in unserem System nicht anpassbar ist. Das ist aber kein Ausspruch das: "Ich halte das BGE ansich für unmöglich." Ich halte das BGE nicht für unmöglich, sondern ich halte es jetzt für unmöglich. Um zu einem BGE zu kommen müssen eben Rahmenbedingungen vorliegen. Und diese können nur durch Schrittweise Änderungen erfolgen. Der erste Schritt wäre doch wohl dafür zu sorgen, dass tatsächlich alle Menschen in Deutschland nach dem Gesetz gleich sind. Und dass sie vor dem Gesetz gleich behandelt werden. Dann sollte man das jetzige System umformen. Erst indem das jetzige durchgeführt wird, kann man in was Neues wechseln, aber es wird ja noch nichtmals das jetzige durchgeführt.

So sehe ich das auch. Das Problem ist ja auch, dass es erstmal ein Umdenken geben muss, aber wie soll das von statten gehen bei der Macht des Kapitals. Man sieht doch hier in dem Thread, dass Menschen weniger Wert sind als Wirtschaftskraft.

Es wird doch abgeschafft. Aber nicht mit einem Hauruck, sondern mit einem Trörö. Keiner bekommt es mit. Nein das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist ganz einfach Fakt. Wer sie von mir noch einmal möchte bekommt sie gerne. Wir schaffen momentan das Sozialsystem in Deutschland ab. Die Rentner stehen auf wackeligen Füßen, denn wer wird überhaupt noch Rentner sein, wenn eben die Arbeitslosen Niedriglohnjobs machen? Wer wird alles aufgestockt werden durch Steuergelder, sodass das Geld nicht aus der Rentenkasse kommt, sondern aus den Steuergeldern? Es werden immer mehr werden und dadurch wird sich auch die Rentenkasse als solche auflösen. Die braucht man ja auch nicht, solange die Pensionen sicher sind. Jaha, solange...


Genauso ist das. Gestern abend war bei Lanz die Sarah Wiener und verkündete, sie würde keinem jungen Menschen Arbeitslosenhilfe zahlen und der Saal klatschte. Auf die Frage hin, was sie denn ihren Tellerwäschern bezahle, meinte sie nur, sie wisse es nicht aber auf jeden Fall weniger als 8,50€. Darauf hin meinte sie nur, naja man soll es so sehen, dass man stolz ist auf seine Arbeit, dann könne man auch auf Geld verzichten. Und der Saal klatschte wieder.
Da sieht man wie weit wir doch sind in diesem Land. Ich finde das beschämend Leute auszubeuten und ihnen dann zu sagen sie hätten ja ihren Stolz...wäre ich dort gewesen, hätte es Ärger gegeben und wäre aus der Sendung geflogen.
 
@ Godde

Noch viel schlimmer als das (geht das?) finde ich, dass solche Leute wie Sarah Wiener bei uns als Vorzeigepersonen gehandelt und vom TV hochgejubelt werden. Dass die Leute im Publikum geklatscht haben, finde ich garnicht mal verwunderlich. Wer geht schon in ne Sendung der MSM. Wir sollten uns durch´s TV nicht verunsichern lassen und immer bedenken, dass das TV wie ne riesige Lupe wirkt. Sprich, es wirkt so, als wäre es repräsentativ. Wenn ich mich aber so in meinem Umfeld umschaue, kenne ich eigentlich garkeinen, der die aktuellen Verhältnisse gutheißt. Nichtsdestotrotz liegt da noch ne Menge Arbeit vor "uns". Bis hier ein vernünftiges BGE eingeführt wird, dauert es sicher noch ein paar Jährchen. Es sei denn, es kommt bald der große Knall und wir schaffen es, danach sofort andere Leute in die Verantwortungspositionen zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Sozialsystem wird momentan abgeschafft. Was möchtest du dagegen tun?
etwas für das sozialsystem. es wieder stärken. das bge hilft da nicht, es wäre nur eine willkommene ausrede, das sozialsystem noch schneller abzuschaffen. und du hast es doch selbst gesagt: ohne sozialsystem geht es nicht.

Den ganzen Quatsch GIBT ES DOCH SCHON. Du bezahlst dem blöden Ackermann jetzt schon sein Lächeln im Gesicht.
achso, na dann können wir ihm ja ruhig noch mehr geben. wenn er sowieso von anderen dingen profitiert, dann lasst uns doch die arbeiter noch stärker belasten, damit er noch mehr von uns bekommt. wenn anderswo mist gemacht wird, warum sollten wir dann ausgerechnet beim sozialen vernünftig sein? gutes argument :freak:
 
Mit der kommenden vollen Freizügigkeit für Bulgarien und Co ist die Diskussion über die Abschaffung der Sozialsysteme doch auch eh schon überflüssig. Im Gegensatz zur Schweiz oder Österreich ist in Deutschland alles was rechts der Mitte (!) ist an Politik sowieso untragbar und damit die Sozialkassen der pleite vorherbestimmt.
 
Komischerweise haben doch hier gerade die "Rechten" die Sozialkassen geplündert. Und du kommst hier an mit einer neuen Panikmache der Einwanderer in unsere Sozialsysteme.
Und komm mir bloss nicht mit der Schröder wäre ein Linker gewesen. Die wahren Schmarotzer sitzen wo ganz anders, das kapiert ihr obrigkeitshörigen, guten Deutschen aber nicht, dann nämlich immer schön auf Minderheiten hauen.
 
Ich will auch mal wieder mein Senf dazugeben. ;)

Meine These: Mit Einführung des BGEs wird noch mehr Armut geschaffen.

Begründung:
-> heute können immer weniger Menschen von ihrer Arbeit leben und müssen deshalb auf das Sozialsystem zurückgreifen um somit ihr Einkommen zu erhöhen -> sog. "Aufstocker"
-> Problem hierbei: die Unternehmen verlagern die Lohnkosten auf den Staat, die Arbeitskraft wird am Markt zu normalen Preisen verkauft jedoch unterdurchschnittlich vergütet
-> im BGE System gibt es kein Schutz vor Umverteilung der Lohnkosten auf den Staat
-> Menschen die heute "Aufstocker" sind, werden durch das BGE keine Änderung / Erhöhung des Einkommens erzielen

=> Schlussfolgerung:
- es lässt sich nicht regulieren, dass Unternehmen auch zukünftig die Lohnkosten auf den Staat abwälzen
- nach Einführung des BGEs werden Unternehmen die bisher das Sozialsystem ausgenutzt haben dann zukünftig auch die Löhne nach "bisheriger Lohn - BGE => zukünftiger Lohn" ausrechnen

Das BGE hilft somit letztlich alleine nur Unternehmen welche per heute schon die Arbeitnehmer ausbeuten.

Grundsätzliche Prämisse:
-> es gehen gleich viele Menschen Arbeiten
Eine Erhöhung der Erwerblosen kann nicht das Ziel sein, da ein System wo keiner arbeiten geht sich auch nicht finanzieren kann.
 
_killy_ schrieb:
...
-> im BGE System gibt es kein Schutz vor Umverteilung der Lohnkosten auf den Staat
...
Ich würde sagen, gerade an dem Punkt liefert ein BGE-System Vorteile gegenüber unserem aktuellen System. Der Arbeitnehmer wäre ja eben nicht mehr gezwungen bei "Ausbeuter X" arbeiten zu gehen. ;) Dadurch würden dann auch nicht zwangsläufig weniger Leute "arbeiten", denn die meisten menschen haben einen Drang sich sinnvol zu beschäftigen. Das gilt sogar für Heroinsüchtige - die kämpfen ja für eine legale heroinapplikation bei der Suchttherapie, weil sie dann arbeiten gehen könnten.

P.S.
In unserem aktuellen System bestimmen Arbeitgeber und JobCenter allein, welche Arbeit sinnvoll ist. In einem BGE-System würde sich eine Synthese aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmermeinung ergeben. Findet ein Arbeitnehmer eine Beschäftigung unsinnig, muss der Arbeitgeber ihm mehr bezahlen, wenn er ihn dennoch derart beschäftigen will. Eine sinnvolle Beschäftigung müsste dann weniger bezahlt werden, da der Arbeiter den Sinn seiner Beschftigung erntet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hierbei unterstellst du aber, dass jemand eine Präferenz hat, von wem er Einkommen bezieht.

Ich unterstelle, dass es keine Präferenzen gibt, von welcher Stelle das Gehalt gezahlt wird, hauptsache die Höhe stimmt.

Bsp.
-> Sachbearbeiter bekommt heute 2.000 € Brutto p.M.
-> im BGE System mit angenommenen 800 BGE würde der Sachbearbeiter vom Staat 800 € BGE p.M. bekommen und 1.200 € p.M. Lohn vom Arbeitgeber
=> es gibt somit keine Präferenzen, Hauptsache der Sachbearbeiter findet die 2.000 € p.M. angemessen

=> Begründung für diese Präferenzordnung:
-> das heutige Hartz IV stellt eine Form des BGEs dar, hier gehen auch Menschen arbeiten und beziehen neben den Lohn noch Transferleistungen (keine Präferenzordnung)
-> ich unterstelle dabei, dass jeder Hartz IV Empfänger auch weiß, wie man bei einem Bewerbungsgespräch so abschneidet, dass man ungünstige Position nicht annehmen muss
 
JEDEN Menschen den ich kenne (auch flüchtiger) hat die Präferenz, dass sein Arbeitgeber den Lohn zahlen sollte, es ist niemanden gleichgültig den Staat auf der Tasche zu liegen. Wenn ich in der freien Wirtschaft beschäftigt bin, dann hat mein AG mich entsprechend zu vergüten und nicht der Steuerzahler.

Würde mir mein Chef das Gehalt um X€ kürzen und dann meinen: "Geh doch zum Jobcenter..." - würde er am selben Tag meine Kündigung erhalten.

EDIT: Das ist das sinnlose an dieser Form eines BGE, dass man das BGE trotz anständigem Gehalt/Lohn zusätzlich bekommt... sagte ich hier aber bereits. Mit einem Mindestlohn bzw. einer Lohnuntergrenze hast du keine Aufstocker in Vollzeit mehr. Und ALG2 ist nach dem was ich lese alles andere als bedingungslos, kann aber sein das ich da was falsch verstanden habe... (…).
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann bist du und auch alle Leute die du kennst ja auch gegen das BGE ... da sie alle dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollen.
 
Genau so sieht das aus.

Natürlich ist das bei Persönlichkeiten im öffentlichem Dienst oder Angehörigen der Bundeswehr ein bisschen anders... im Bezug auf dem Staat auf der Tasche liegen - nicht in Richtung BGE.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die sind ja aber auch dort angestellt. Sie schulden Arbeit und bekommen Lohn. Wie effektiv der Dientherr hier die Arbeitskraft einsetzt steht aber auf ein anderen Blatt. Egal - es geht zu weit weg vom eigentlichen Thema.
 
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