Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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@Mustis,

Suche ein Haar in der Suppe und du wirst es finden. Ich finde deine Kritik unberechtigt, da sich der Sinn eines BGE erstmal als grundsätzlich gut darstellt, wenn man es im Kontext sieht, dass jeder Mensch nur des Menschseins wegen, bestimmte Bedürfnisse hat, die um in unserer Gesellschaft auch gesitig frei zu existieren abgedeckt werden wollen.
Und Diejenigen als Heuchler abzustempeln oder mundtot zu machen, die solch eine Utopie denken können, Faschos bedienen sich dem Begriff Gutmensch gerne, ist erstmal geistig begrenzt.
Dehalb bezieht sich auch die Aussage auf Bedürftigkeit ganz klar, erstmal auf unsere Republik. Und da jeder bedürftig ist in dieser Republik, weil er Mensch ist, erübrigt sich der Rest auf deine Kritk. Inwiefern es Probleme mit einer Finanzierung oder auch nur vorstellungshalber gäbe, ist demnach nebensächlich.

@Daaron,

Dein grundsätzliches Handeln bezieht sich doch nur auf diesen einen Satz:
"Ein BGE würde die belohnen, die sich nicht bemühen, sondern lieber schön schmarotzen. Es würde genau die bestrafen, die sich bemühen. Du würdest deren ehrliche Mühen nicht honorieren."

Das ist deine größte Angst. Woher willst du wissen, da du dir ja nocht nichtmal vorstellen kannst, dass es in Zukunft ein BGE geben könnte, dem so ist?
Es wurde doch hier schon etliche Male dargestellt, das Menschen arbeiten wollen, du reitest aber immer wieder auf dieser Floskel rum.
 
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Daaron schrieb:
...
...statt dessen nehmen sich Menschen wie du das Recht heraus, ihre moralischen Vorstellungen auf alle Anderen zu projizieren. ...
Nein, Menschen wie ich fordern nur eines: Denkt bitte ausführlich, wenn ihr schon denkt, und erstickt nicht in Vorurteilen. Ich schreibe nicht Moralvorstellungen vor - du tust das, indem du wieder wiederholt auf deiner Stelle hocken bleibst, die Menschen seien nunmal alle egoistisch und deshalb sollten alle egoistisch handeln. Du versuchst also uns hier deine Moralnorm aufzudiktieren und sagst, das BGE wäre ein verbrechnen gegen die Menschheit, weil es deiner Moralnorm widerspricht.

P.S.
Ich verweise nochmal auf morgen 11:15 vormittags Phoenix im Dialog. Und mal als Denkanstoß für alle, die meinen ohne Antischmarotzerkontrolle wäre das unfinanzierbar: Der dm-Gründer, der da spricht, hat ein Unternehmen aufgestellt, das heute prosperiert. Die Kontrollwahnalternative Schlecker ist vom Markt verschwunden....
 
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Ich sage nur: Das BGE wäre eine Einladung für alle mit Mitnahme-Mentalität.
Wie der Fall Wulff gezeigt hat, zieht sich diese Mentalität durch alle Schichten der Gesellschaft.

Muss man hier echt noch sehenden Auges in den Untergang rennen? Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs' noch Esel auf....
 
Wie kann man nur so merkbefreit sein, dass man nicht verstehen will, dass antidemokratische Planwirtschaft und demokratische Marktwirtschaft mit BGE zwei völlig unterschiedliche Systemkonzepte sind....
 
Man muss dann aber auch die "demokratische Marktwirtschaft" mal genau unter die Lupe nehmen, ob sie denn wirklich so demokratisch ist. Oder wie man so schön sagt:"Geld regiert die Welt".
 
Spielt es eine Rolle, ob man als Planwirtschaft oder Marktwirtschaft sehenden Auges in den Untergang rennt?

Gesetzliche Mindestlöhne erhöhen die Preise -> der Außenhandel leidet
BGE belastet gerade den Mittelstand enorm -> Kaufkraft sinkt global -> mehr Firmenpleiten & Kündigungen -> mehr Bedürftige, statt weniger

Ihr denkt immer, das BGE finanziere sich aus gutem Willen und Liebe heraus, genau wie dieser unsägliche Mindestlohn.
 
Daaron, dein Argument funktioniert ganz einfach nicht, wenn du sagst, die Erfahrung aus der DDR habe uns gezeigt, dass das nicht funktioniere, wenn die DDR mit unseren Konzeptideen absolut nicht das geringste zu tun hat.
 
@Godde
Das is nicht Haare in der Suppe suchen, dass sind ganz praktische Fragen die geklärt sein MÜSSEN wenn man ein das bestehende Sozialsystem durch ein System ersetzen möchte, dass den NAchweis der Bedürftigkeit als solche nicht mehr verlangt und zudem bedingungslos sein soll. Denn dann hat jeder Mensch, der sich auf deutschen Boden aufhält Anspruch aus diesem System, uneingeschränkt.

Wenn nicht, dann stellst du Bedingungen auf, wer wann und weshalb aus diesem System den Vorzug ziehen darf und wer nicht. Es ist dann keinesfalls bedingungslos. Und ich verstehe nicht, welchen Sinn ein "BGE" System haben soll, wenn nur der deutsche Staatsbürger davon profitieren soll und Ausländer, die wirklich bedürftig sind nicht. Warum Menschen Hilfe geben, die gar keine benötigen und dafür Menschen Hilfe verwehren, die diese benötigen. Das ist nicht nur moralischen und ethischen Sichtweisen höchst fragwürdig.

Das BGE ist nix anderes als eine Entlastung von nicht hilfebdürftigen Menschen auf Kosten Hilfsbedürftiger. Nix anderes wird dadurch erreicht.

Denn eines ist klar, selbst wenn dadurch Hilfsbedürftigen eine höhere Zahl auf ihrem Papier steht, sie bekommen effektiv weniger, denn bedingt durch die unvermeidlich dadurch in gang gebrachte Inflation ist das Geld als Tauschmittel anschließend weniger wert als vorher und man bekommt schlciht weniger als man es heute für den selben Betrag bekäme. Und wir reden hier nicht von 2-6% Inflation die man ohnehin hat. Wir reden hier von Inflationsraten im 2 stelligen Bereich.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mustis schrieb:
Das BGE ist nix anderes als eine Entlastung von nicht hilfebdürftigen Menschen auf Kosten Hilfsbedürftiger. Nix anderes wird dadurch erreicht.
In der jetztigen Situation profitieren Empfänger auf Kosten Hilfsbedürftiger Nichtemfänger. Durchs BGE wird dieser verachtenswerte Zustand beseitigt.
 
Nein, das geld ist nicht weniger wert, es wird nicht weniger umverteilt als heute. Ich habs doch vor fünf Seiten oder so schonmal geschrieben, die BGE-Systeme haben alle soetwas wie die negative Einkommenssteuer als Finanzierung. Es gibt zwei unterschiedliche BGE-Ideen, wann gezahlt wird. Entweder, jeder Bürger bekommt den gleichen betrag, dann bekommt er aber entsprechend des Anteils BGE weniger Erwerbseinkommen, oder wir haben ein Aufstockersystem. Das BGE-System ändert nicht, dass umverteilt wird, sondern es schafft ein paar (nicht alle) Bedingungen ab.

Grundeinkommen der Film (2010)
 
Unyu schrieb:
In der jetztigen Situation profitieren Empfänger auf Kosten Hilfsbedürftiger Nichtemfänger. Durchs BGE wird dieser verachtenswerte Zustand beseitigt.
Und wer sind diese Nichtempfänger. WARUM sind sie Nichtempfänger?
Sontan seh ich da 3 Guppen:
- die, die selbst noch Guthaben besitzen, dass sei doch bitte aufbrauchen sollen, bevor sie das Sozialsystem belasten. Dazu gehören auch Bedarfsgemeinschaften. Mann bringt 40k/Jahr heim, aber Frau will dann H4?
- die, die sich mutwillig aus dem System ausgeschlossen haben. die, die berechtigt sanktioniert wurden.... warum sollte man denen Geld geben? Sie verweigern die Teilnahme am System, halten aber dann die TAschen auf? DAS ist verachtenswert!
- die vernachlässigbar Wenigen, bei denen tatsächlich zu Unrecht Sanktionen verhängt wurden. Aber mal ehrlich: Mehr als eine Sanktion handelt man sich nicht zu Unrecht ein. Spätes da geht man den Weg zum Sozialgericht und sieht zu, dass scih was dreht.... und es dreht sich.

Ja, aktuell profitieren diejenigen Bedürftigen, die sich an die festgelegten Regeln halten. Und? Ist es etwa FALSCH, dass man profitiert, wenn man sich an die Regeln hält? Muss man deiner Ansicht nach etwa Regelverstöße auch noch belohnen?

MountWalker schrieb:
Entweder, jeder Bürger bekommt den gleichen betrag, dann bekommt er aber entsprechend des Anteils BGE weniger Erwerbseinkommen
Ich mach also dasselbe wie heute, kriege dasselbe wie heute.
Der Penner da drüben, der sich absichtlich aus dem System ausklinkt, macht genauso wenig wie vorher, kriegt aber jetzt ordentlich was?

Das fühlt sich verdammt falsch an....

oder wir haben ein Aufstockersystem.
Also ich kriege mehr für dieselbe Arbeit. Klingt erst einmal fein.... Aber insgesamt muss das Mehr an Geld irgendwo her kommen. Woher, nochmal? Erklärs mir.
Eine höhere im Umlauf befindliche Geldmenge nennt man... INFLATION. Sowas ist SCHLECHT.

Oder kriege ich zwar mehr, bezahl aber jetzt durch astronomische MwSt. solche Unsummen, dass ich mir trotz mehr Geld nciht mehr kaufen kann? Gut, das wäre keine Inflation... dafür hätte der, der nur das BGE hat, nicht genug zum Leben. Die Preise sind einfach zu hoch. Das BGE müsste steigen -> die Steuern müssten steigen

Und was ist mit denen, die das Steuersystem einfach aushebeln? Hey, statt im Ort einzukaufen und für mein bisschen Kram plötzlich das Doppelte zu zahlen fahr ich lieber ab und zu über die Grenze, plündere den Tesco.
Das Einzige, was Deutsche in Grenzregionen aktuell davon abhält, ihre Tageseinkäufe im Ausland zu tätigen ist: Unsere Preise sind noch erträglich niedrig. Die Tschechen haben z.B. eine höhere Mehrwertsteuer. In Kombination mit der starken Krone heißt das für die: Zum Lebensmittel-Kauf nach Dresden. Drehst du unsere Steuer für das BGE dreht sich der Spieß, dann heißt es: Zum Shopping nach Decin.
Was das für die Steuereinnahmen der jeweiligen Grenzregionen bedeutet sollte klar sein. Einzelhändler gehen pleite, die Arbeitslosigkeit steigt, es werden MEHR Bedürftige.


Das, was ihr hier plant, könnte mir viel Glück tatsächlich gelingen. Ja, es gibt noch keine 100% verlässlichen Daten.
Aber mal ganz ehrlich: Würdet ihr Russisch Roulett spielen? Immerhin ist die Chance, dass euer Kopf zu blutigem Brei wird, bei nur 16%...
Nichts anderes wäre BGE, nur mit 5 geladenen Kammern und dem Kopf der ganzen Nation vor der Mündung.

Es läuft doch alles, wozu solche Experimente starten? Es gibt mehr zu verlieren als zu gewinnen. Wenn es glückt, wer gewinnt? Die, die jetzt von H4 leben? Nein, die haben dann auch nicht mehr Kaufkraft. Die, die aktuell über der Bemessungsgrenze liegen? Auch nicht. Die, die aktuell unter der Bemessungsgrenze liegen, aber trotzdem nichts kriegen? Genau... nur die.
Wer verliert, wenns schief geht? ALLE. Die gesamte Republik, und mit ihr der gesamte Euro-Raum. Unsere Zahlungsunfähigkeit würde z.B. auch die Hilfsprojekte in anderen Ländern, z.B. dem Sudan, beenden.

Deutschland ist zu wichtig, um es für solche Kaspereien zu riskieren. Gründet irgendwo in Sibirien eure eigene Republik, in der könnt ihr das dann ausprobieren. Aber bitte nicht hier, wo es um was geht.
 
Ich hab einen Film gepostet, da wirds erklärt, dann muss ich mir nicht die Finger fusselig schreiben.

Du hast das mit dem Aufstocken falsch verstanen, in der Aufstockervariante wird nur bis zu einem Betrag aufgestockt.

Finanziert wird das ganze aus der Steuer - in moderneren Varianten gibt es nur noch Mehrwertsteuer, aber wie gesagt, schau den Film, der dauert nur 1,5 Stunden und klärt vermutlich mehr Fragen, als wir in den ettlichen Stunden geklärt haben, die wir hier schreiben....
 
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Nein, lass das mal schön weiter ausführen. Du finanzierst das also mit einer Steuer... und wer zahlt diese ominöse Steuer? Und wovon? Von seinem BGE? Oder kriegt er das BGE steuerfrei und oben drauf noch einen Bonus, den er für die Steuer abgeben soll?

Und dieser Spaß mit der Märchensteuer: Das trifft auch garantiert nicht die, die es gerade nicht treffen sollte: Unter- und Mittelschicht. Wenn ich 90k im Jahr einfahre, dann ist es mir egal, ob das Brot 50% mehr kostet. Meinen Neuwagen, meine HiFi-Anlage, meinen Kaminofen,... kauf ich mir hingegen in "hier Schengen-Land einsetzen" billig und lass es mir liefern. Ist billiger, als Mondsteuern zu bezahlen.

Ist dir z.B. noch nie aufgefallen, dass es billiger ist, ein Computerspiel bei Amazon.co.uk zu bestellen und Porto zu zahlen, als dass du es hier portofrei kaufst?
Multipliziere diesen Effekt mit 1000, dann kommen wir wohl langsam dahin, was eine drastische Mehrwertsteuer-Erhöhung auslösen würde.
 
Wird alles in dem Film erklärt.....

P.S.
Wenn dir, wovon ich extrem stark ausgehe, 1,5 Stunden einfach zu lang ist, dann schau halt nur die letzte halbe Stunde - da wird das mit der Steuer erklärt - dir fehlt dann zwar einiges, aber da hättest du deine Antwort auf deinen "Märchensteuer"-Vorwurf - und das in einem drei Jahre alten Film.
 
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An Leuten wie @Daaron kann man gut sehen, warum das BGE noch lange nicht als Idee ausgereift ist ... der würde nämlich bei ausreichendem BGE wahrscheinlich nur Schmarotzen ;) Denn er fragt ja auch immer wieder, wozu denn jemand arbeiten gehen sollte (oder sich auch nur um ein Stelle bemühen), wenn er doch von BGE (oder H4) wunderbar leben kann.

Genau an dieser "Leistung muss sich auch lohnen"-Mentalität a la FDP würde ein BGE in Deutschland ganz sicher scheitern. Solche Leute bekommt man unter Umständen tatsächlich nur mit der Androhung massiver Sanktionen zum Arbeiten.

@Daaron:
Es tut mir zwar irgendwie ein bisschen Leid, aber ich habe diese "nagelt die Vernunft ins Volk"- Mentalität in deinen Posts schon ein paar mal zu oft gesehen. Die Argumente sind teilweise nichtmal schlecht, können aber in der gleichen Weise auch von der "Gegenseite" benutzt werden, was letztlich zeigt, dass sie die Tinte nicht wert sind.

Wozu soll ich denn 8 Stunden am Tag arbeiten, wenn mir das gegenüber H4 (oder BGE) nur geringe Vorteile bringt?
Diese Frage ist tatsächlich für viele schon heute berechtigt - Vollzeitjob, und trotzdem noch Stütze beziehen (müssen), dahin hat uns das Lohndumping und die gescheiterte Arbeitsmarktpolitik seit der Agenda 2010 gebracht.
Ich kann die Frage mittlerweile ganz easy beantworten:
WEIL MIR SONST EINFACH LANGWEILIG IST! Ausserdem fällt einem irgendwann die Decke auf den Kopf.

Wenn ich Argumentationen gegen das BGE so lese, denke ich nur in eine Richtung: Wenn ein überwiegender Teil der Bevölkerung so denkt, dann darf das BGE tatsächlich nicht weit über "Brot und Wasser" liegen, damit diese Leute für ihr Auto, den Fernseher, den PC und andere liebgewonnen alltägliche Luxusgegenstände auch tatsächlich arbeiten gehen.

Ich hoffe inständig, dass es genügend Menschen in DE gibt, die nicht nur deswegen arbeiten gehen, weil sie es nicht gebacken bekommen würden, unter H4 Sanktionen aus dem weg zu gehen.

Inflation halte ich ebenfalls für ein Schreckgespenst. Es müsste für ein BGE nicht mehr Geld in Umlauf sein, der Umlauf müsste nur ein tatsächlicher Umlauf sein, anstatt nur immer mehr Geld in die immer gleichen Taschen zu spülen. Es geht nicht um die, die heute €2000-3000 verdienen, und damit ihre Familie "einigermaßen" gut ernähren können. Es geht um die, die monatlich 10-20.000 Euro mehr verdienen, als sie bräuchten um ihren mehr als fetten Lebensstandard zu halten, diese Geld NICHT reinvestieren, sondern es vor den deutschen "Sozialschmarotzern" möglichst schnell in Sicherheit bringen (in die Schweiz, auf die Caimans oder in irgendeine andere Steuer-Oase).

Geld gibt es genug für ein BGE, es ist und bleibt nur in den falschen Händen. Und an einer sozialverträglichen Umverteilung haben diese Hände (verständlicher weise - zuviel ist allemal besser als genug) nicht das geringste Interesse.

Ich glaube eigentlich nicht, dass das BGE irgendwann kommen wird, dafür ist die Schatzbildnermentalität (laut Marx einer der schlimmsten Feinde des Kapitalismus) in Deutschland einfach zu weit verbreitet.
Momentan will ich für meinen Teil arbeiten - im Idealfall in einem Bereich, in dem meine Ausbildung nicht ganz pupsegal ist - aber ich muss definitiv nicht tausende verdienen, wenn ich meine Beschäftigung in irgendeiner Weise für sinnvoll halten, und vom Lohn einigermaßen Leben kann. Ich muss davon nichtmal viel besser Leben, als im Moment von H4 (Miete + Krankenkasse + €300-400 reichen mir locker, und ich habe momentan den ganzen Tag zeit, die Kohle auszugeben).
Aber meine Kompetenzen habe ich mir auch ganz sicher nicht angeeignet, damit ich mit Folgeanträgen keine Probleme habe. Ich will sie einsetzen, um damit Projekte voranzubringen - qualitativ. Leider gibt es da ein dickes Problem - ohne Berufserfahrung komme ich in diesen Bereich nicht hinein, und ausserhalb dieses Beeiches kann man genau diese Erfahrung nicht sammeln. Dumm gelaufen irgendwie.

Ganz sicher bin ich NICHT auf Arbeitssuche, um Sanktionen zu vermeiden - ICH bewege mich auch ohne die Androhung von Strafe - aber scheinbar ist das nicht selbstverständlich.
 
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DerOlf schrieb:
.... Denn er fragt ja auch immer wieder, wozu denn jemand arbeiten gehen sollte (oder sich auch nur um ein Stelle bemühen), wenn er doch von BGE (oder H4) wunderbar leben kann. ...
Komischerweise geht er, wie alle, die in ähnlicherweise meckern, arbeiten. Warum geht er arbeiten, wo er doch so wunderbar von Hartz IV leben könnte, ohne arbeiten zu müssen? Warum macht er das?

Das wird ja auch im Film deutlich - nur ein geringer Teil der bevölkerung würde nach Umfragen dann tatsächlich "erstmal ausschlafen und dann gucken", aber 80% glauben, dass die meisten dann nur faulenzen würden - das passt nicht zusammen.
 
Daaron schrieb:
Und wer sind diese Nichtempfänger. WARUM sind sie Nichtempfänger?
Hast du doch im anderen Thread selbst bemängelt.

Arbeitslose über 50. Haben ihr Lebenlang ins Sozialsystem EINGEZAHLT. Sehr arrogant es als "BELASTUNG" zu bezeichnen. Die müssen jetzt frierend in der Bude sitzen während die H4ler, deren Satz sie die letzten 30 Jahre bezahlt haben im T-Shirt und offenen Fenster BioBio Fressen reinschaufeln kann.

Studenten. Bekommen mit 100 Formularen nicht einmal die Häfte des H4 Satzes. Vorrausgesetzt die Eltern haben seit Jahren kein Geld. Seit heute kein Geld zählt nicht. Merke: H4 Satz inkl. Wohnung und Heizung ist erheblich höher als Bafög, wovon die Hälfte Kredit ist.

Praktikanten. Übliche "Arbeitsform". Kein oder wenig Lohn, die Leute stehen Schlange, die Betriebe können machen was sie wollen.

Obdachtslose. Gut, die sind für dich eh unwürdig.

Ja, aktuell profitieren diejenigen Bedürftigen, die sich an die festgelegten Regeln halten. Und? Ist es etwa FALSCH, dass man profitiert, wenn man sich an die Regeln hält? Muss man deiner Ansicht nach etwa Regelverstöße auch noch belohnen?
Natürlich nicht. Den Profiteuren würde ich als Letztes die Schuld geben. So wie der Arbeiter, der die Arbeit niederlegt weil sie sich nicht lohnt. Das ist richtig so.
 
MountWalker schrieb:
Warum geht er arbeiten, wo er doch so wunderbar von Hartz IV leben könnte, ohne arbeiten zu müssen? Warum macht er das?

Spontan fällt mir da nur eins ein. ANGST. Zum Beispiel vor H4-Sanktionen oder allein schon diesem Status, den man ja fast mit Schmarotzertum gleichsetzen MUSS.

Im Prinzip sicht er mir ja sogar aus der Vernunft. 8 Stunden arbeiten, und am ende des Monats nur €150 mehr haben, als mein Nachbar, der den ganzen Tag fernsehen und saufen kann, und nur ab und zu mal ein paar Bewerbungen schreibt? Vernünftig (im sinne einer Kosten-Nutzen-Rechnung) ist sowas tatsächlich nicht. Aber reine Vernunft ist eben nicht alles.
 
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MountWalker schrieb:
Wenn dir, wovon ich extrem stark ausgehe, 1,5 Stunden einfach zu lang ist...
Der Typ hat Duktus, da rollen sich einem die Fußnägel auf.
Ich hab ne Menge langweiliger Vorlesungen und -träge hinter mir, aber das schlägt alles. Evtl setz ich mich morgen mit nem großen Cappuccino und nem Stück Stollen noch einmal hin, aber aktuell haben mich gute 20 Minuten bereits halb ins Koma versetzt.

Aber eins ist mir aufgefallen: Es werden so manche Schweizer befragt. Seit wann haben die da ein Mitspracherecht? Oder anders: Die Schweiz ist endlos reich. Kein Wunder, ich will nicht wissen, was die noch an Nazigold haben... Warum macht die Schweiz nicht die Modellstudie? Die Schweiz produziert, außer Schoki nichts, auf das die Weltwirtschaft nicht verzichten kann. Die Schweiz ist nicht in der EU, nicht im Euro-Raum, und auch mit Schengen haben sie's nicht so.
Wenn die Schweiz bei dem Versuch scheitert: Tja, die kriegen wir auch noch aufgepeppelt, wenn sie lieb fragt. Wenn sie hingegen Erfolg hätte....

DerOlf schrieb:
An Leuten wie @Daaron kann man gut sehen, warum das BGE noch lange nicht als Idee ausgereift ist ... der würde nämlich bei ausreichendem BGE wahrscheinlich nur Schmarotzen
Tatsächlich stelle ich mir die Frage: Wenn ich bedingungslos 80% meines aktuellen Gehaltes einfach so erhalten würde, warum sollte ich dann täglich 70km pendeln? Warum sollte ich meinen PKW verschleißen?
Du siehst, es geht tatsächlich am Ende nur ums Geld. Auf wie viel kann ich verzichten, bevor ich mich in ein Beschäftigungsverhältnis begebe? Wie gut muss ein Job bezahlt sein, damit er sich rentiert? Einfach nur Arbeit der Arbeit willen kanns auch nicht sein.
Ich könnte genauso gut vom BGE zuhause abmatten und ab und zu aus Langeweile als Berater/Betreuer auftauchen.

Solche Leute bekommt man unter Umständen tatsächlich nur mit der Androhung massiver Sanktionen zum Arbeiten.
Tatsächlich kannst du mich bereits damit zu Arbeit überreden, wenn sich die Aktion für mich rechnet. Es geht nicht um Sanktionen, es geht um Rentabilität. Von einem "guten Gefühl" oder einem warmen Händedruck kann ich mir nichts kaufen.

Ich hoffe inständig, dass es genügend Menschen in DE gibt, die nicht nur deswegen arbeiten gehen, weil sie es nicht gebacken bekommen würden, unter H4 Sanktionen aus dem weg zu gehen.
Hoffnung stirbt zuletzt? Es geht nicht um "Sanktionen aus dem Weg gehen".
Es geht darum, dass Arbeit sich eben tatsächlich in der einen oder anderen Form lohnen muss.
Hausnummer-Spielchen:
1000€ BGE vs. 1200€ Netto... Was wählst du, wenn du für die 1200€ dich tagtäglich 8h mit Kunden herumschlagen musst, die du am liebsten auf offener Straße mit der Paintballkanone wegpusten würdest?
1000€ BGE vs. 1200€ Netto. Der Job ist toll, aber du verbrennst 150€ Sprit im Monat, zzgl. Verschleiß. Was wählst du?
1000€ BGE vs. 1200€ Netto. Der Job ist toll, du kannst mit der Straßenbahn dank Jobticket für n Äppel und n Ei hin, du musst aber deinen Sohn allein zur Grundschule und zurück gehen/fahren lassen und der kleine hockt nachmittags 3-4 Stunden allein zuhause rum, bis du nach Hause kommst. Was wählst du?

Diese Liste ließe sich beliebig erweitern, mit vielen möglichen Situationen wo "zuhause mit BGE" immer die offensichtliche Wahl ist.
400€ Hartz vs. 1200€ Netto, das ist keine Option, da gehst du arbeiten. Da verkaufst du auch Seife an aufgetakelte Russinen, die wie ein ganzer Douglas riechen.


Es geht um die, die monatlich 10-20.000 Euro mehr verdienen, als sie bräuchten um ihren mehr als fetten Lebensstandard zu halten, diese Geld NICHT reinvestieren, sondern es vor den deutschen "Sozialschmarotzern" möglichst schnell in Sicherheit bringen
Genau dafür gibt es Gesetze. Genau dafür gibt es die Steuerfahndung. Genau dafür kauft der Staat (meiner Meinung nach gesetzeswidrig) Steuer-CDs.
Aber was du dabei wohl ignorierst: Was hindert ein BGE mit geändertem Steuersystem den 20k/Monat-Menschen daran, auch dieses System zu umgehen? Wenn du jetzt schon genügend kriminelle Energie für Caimans hast, dann hast du sie mit einem BGE erst recht. Du hast dann die Mittel und Wege, um z.B. eine drastisch erhöhte Mehrwertsteuer zu umgehen. Großes Kühlhaus + Transporter, der alle 2 Monate von den Tschechen, Polen, Österreichern, Franzosen,... rüber kommt... fertig. Oder einfach Amazon.co.uk.

Geld gibt es genug für ein BGE, es ist und bleibt nur in den falschen Händen.
Genau das isser, der springende Punkt.
Menschen sind Drecksäcke, die Armen wie die Reichen.

Selbst temporäre Ausbrüche von Altruismus und Gemeinsinn, z.B. nach einer Flut, flauen gaaanz schnell wieder ab. Was kratzt mich ne Flut in Deggendorf, wenn mein Haus ne neue Fassadendämmung braucht? Und was kratzt mich ne Flut in Bangladesh, wenn es ne Flut in Deggendorf gab.

Momentan will ich für meinen Teil arbeiten - im Idealfall in einem Bereich, in dem meine Ausbildung nicht ganz pupsegal ist - aber ich muss definitiv nicht tausende verdienen, wenn ich meine Beschäftigung in irgendeiner Weise für sinnvoll halten, und vom Lohn einigermaßen Leben kann.
Es steht jedem frei, alles was er nicht braucht zu spenden. Tatsächlich kann er mit den Spendenquittungen sogar bei der nächsten Einkommenssteuer wedeln.
Reichtum um des Reichtums willen ist zwar ein weit verbreitetes Motto (wie hieß nochmal das Wort? "Wulffen"?), aber es ist kein Muss. Es steht dir frei, etwas zu geben. Guck dir Bill Gates an. Er könnte problemlos der reichste Mann der Welt sein, so wie früher. Aber irgendwas, evtl. die Schandtat namens Vista, hat bei ihm den Schalter umgelegt. Er lebt immer noch die die Made im Speck, aber er lässt Bedürftige Teil haben.

Dass sich Arbeit lohnen muss, auf die eine oder andere Weise, ist so tief im Bewusstsein der Industrienationen verwurzelt, das kriegst du nicht raus.

Ganz sicher bin ich NICHT auf Arbeitssuche, um Sanktionen zu vermeiden - ICH bewege mich auch ohne die Androhung von Strafe - scheionbar ist das nicht selbstverständlich.
Wie ich im geschlossenen Thread schon sagte: Arbeit kann durchaus Selbstzweck sein. Arbeit kann Spaß machen. Arbeit kann glücklich machen.
Aber wie oft ist das so? Und müssen wir wirklich 40h/Wo. malochen, um uns toll zu fühlen? Ich hatte zeitweilig ne 20h-Stelle und muss sagen: Es war GEIL! Es kam signifikant mehr rum als bei H4, das Amt konnte mcih mal am Arsch lecken und ich konnte trotzdem ausschlafen, abends gemütlich ne Runde daddeln oder fernsehen, von mir hat man nie gehört "geht nicht, ich muss arbeiten". Ich bin irgendwann nach Sonnenaufgang aufgestanden, gemütlich zur Arbeit erschienen, hab 4h chillig am PC geklimpert und Daten analysiert und mich wieder verpisst, bevor es Zeit für Kaffee&Kuchen wäre.

Man hat was gemacht, aber man hat sich nicht kaputt gespielt dabei. Nix mit Burn Out, nix mit Stress. Wenns mal einen Tag nicht lief, warens am nächsten Tag eben 5h. Und?

Die Anzahl solcher Tätigkeiten geht aber gegen Null. Arbeit läuft weitestgehend auf 40h/Wo raus. (für euch Wessis: das sind 5 Werktage mit je 8h, Pausen nicht eingerechnet. Weiß, is schwer zu verstehen.... Stellt euch einfach vor, ihr würdet jede Woche 5-6 Überstunden machen, und trotzdem viel weniger Geld bekommen)

Selbst wenn man den psychologischen Makel im Land hinsichtlich eines BGE außer Acht lässt, was denken Ausländer dazu? Man denke nur an die Freizügigkeit. Jeder Ost-EU-Bürger würde sich nach 1-1.2k BGE alle Finger lecken. 1200€ ohne n Finger krumm zu machen? Heyho, Freizügigkeit! Auf nach Germanien, das Land der gebratenen Tauben!
Für einen Wessi mögen 1200€ wenig klingen, aber für n Ossi ist das schon viel. Für einen Polen... der ernährt davon die ganze Familie inklusive Oma und Opa.

Womit ich wieder einen lustigen Aspekt angeschnitten habe: Lohngefälle
Mag ja fetzig sein, wenn Wessis nach Wessi-Aspekten ein BGE festlegen, das gerade so noch zur Arbeit (zu Wessi-Gehältern) motiviert. Blöd nur, dass dasselbe BGE nem Ossi auch zusteht, der aber für denselben Job im Osten eben nur 80% bekommen würde. Weg war der "Zuverdienst", her mit "Aufstockung durch BGE".
In den neuen Bundesländern würde keiner mehr auch nur einen Finger rühren. Statt Hungerlohn (hey, wir kriegen im Monat für 40h/Wo. weniger als der Wessi für 35h...) hättest du dann 4 Bundesländer, in denen sich jeder mit nem halben Hirn denkt: Leckt mich, ihr habt uns ausgeblutet, jetzt zahlt ihr Wessi-Pack!
 
@ Daaron

Hast du mal auf die Uhr geschaut, wie lange du für das verfassen von Beitrag #3279 gebraucht hast? Setz mal alle deine "Ich weiß ja eh schon alles" Beiträge in Relation zu 1,5h Film.
 
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