Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Trotz allem: Sie wussten es vorher. Wenn man, in den USA ist es "english major", wählt, dann weiß man vorher, dass man damit miese Chancen hat. Für Germanisten gibt es nun einmal überraschend wenige Einsatzmöglichkeiten, vor allem keine, die auch noch einem Studienabschluss angemessen bezahlt werden. Mit Lehramt gehts noch, aber ohne?
Und spätestens bei Philosophie hörts auf. Dafür gibt es einfach gar keinen praktischen Nutzen. Man schreibt im Zweifel nur Bücher, damit die nächste Generation Philosophen etwas hat, über dass sie streiten und neue Bücher schreiben kann.

Was das jetzt mit der puren, nüchternen Finanzierbarkeit eines BGE zu tun haben soll, das musst du jetzt noch erklären. Schön, dass auch der neue Walther von der Vogelweide über ein BGE geschützt wäre, aber wovon es finanziert werden soll und wie diese Finanzierung auch nur ansatzweise in einer globalen Wirtschaft funktionieren soll, darüber sagt ihr gar nichts.
 
Es ging mir auch eher darum, dass und warum Philosophen, Germanisten u.Ä. sehr wohl einen Beitrag zur Gesellschaft leisten - er wird nur nicht honoriert. Diese Leistung lohnt sich nicht, jedenfalls nicht für den, der sie "wider besseres Wissen" bringt. Für den Rest der Gesellschaft schon, denn es würden wohl mehr Leute echt am Stock gehen, wenn nicht ein paar Spinner völlig weltfremd TROTZDEM eine Ausbildung in diese Richtung bestreiten würden.
Und ein zwar prekäres Leben mit musikalischer und künstlerischer Betätigung ist mir lieber, als ein gesicherter Job und dafür keine Ahnung von all dem.
Gäbe es diese Menschen nicht, die z.B. Soziologie oder Philosophie studieren, wer sollte sich dann noch Spinnern wie einem Sarazin mit ordentlichen Argumenten entgegenstellen? Wirtschaftswissenschaftler? MINT-Spezialisten? Die haben nur Interesse daran zu haben, wie man ein Buch druckt, digitalisiert, veröffentlicht oder anderweitig möglichst wirtschaftlich verwertet. Der Inhalt ist dazu scheißegal.

An der Finanzierbarkeit des BGE ändert diese Einsicht natürlich nichts - das war aber auch nicht meine Intention, denn von meinen diktatorischen Vorschlägen abgesehen, sehe ich da kaum Alternativen, die nicht in ein noch befreiteres Ausbeutungssystem münden könnten.

Meiner Meinung nach braucht man über die Fnanzierung von BGE ganz allgemein nicht nachzudenken, solange eine Mentalität so weit verbreitet ist, nach der die Leute nur möglichst billig ihren eigenen Arsch ins Trockene bringen wollen. Denn die ist ja letztlich auch dafür verantwortlich, wenn Leute ein solches System dann ausnutzen - es ist ja eigentlich "nur logisch" in dieser Weise zu reagieren, wenn einem schon das Überleben geschenkt wird.
Übrigens hat die Schmarotzer-Argumentation einen kleinen Haken - scheinbar ist kein Mensch auf Dauer mit dem zufrieden, was er ohnehin schon hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Daaron

Quereinstieg daher, da hier die Möglichkeit besteht aus der Eigeninitiative heraus nicht im Call-Center sitzen zu müssen. Zwei praxisgerechte Beispiele. KFZ-Elektriker, hier arbeitslos geworden... Bewerbungen ohne Erfolg. Dann ins Lager geschickt... jetzt eine Bürostelle (in der KFZ-Branche, nicht regional) macht derzeit seinen Techniker. 2. Tischler, hier nur Hungerlöhne möglich. Arbeiten nun bei einem Regionalem-AG in einem technischen Beruf, in Richtung Mechatroniker. Beide sind derzeit sehr zufrieden und beschweren sich nicht.

Zum Thema, "zum Lebensunterhalt beitragen", das ist doch Schwachsinn. Ich spreche hier von Löhnen die anschließend über H4 subventioniert werden. Die Solidargemeinschaft bezahlt solche Menschen so oder so. Thema: "Speed-Kasse - IKEA". Bei uns gibt es sowas auch, da stehen hinter der Vollautomatik, zwei Geräten, zwei Menschen die prüfen ob alles mit rechten Dingen zugeht.

Zum BGE: Ich verstehe nicht, wie man zu der Annahme kommen kann, dass die Menschen mit BGE aufhören sollten zu arbeiten. Die Menschen die in Arbeit sind, bekommen dann Lohn + BGE - also eigentlich eine Gehaltssteigerung und müssen dafür nichts tun. Beispiel: Lebensgemeinschaft, beide gehen für niedrige Löhne arbeiten, sagen wir beide 1200€ Brutto. Ergibt für den Haushalt circa 1800€ Netto, BGE wären 800€. Wenn sie aufhören zu arbeiten haben sie 1600€, gehen sie weiter arbeiten sind das 3400€ Netto. Gerade als Single würde sich BGE + ein geringes Einkommen extrem lohnen. Bei 800€ BGE müsste ich hier nur 800€ dazuverdienen, um finanziell ein sehr gutes Leben führen zu können, da bleibe ich nicht für 800€ zuhause sitzen. Ein ALG2er bekommt schon heute fast 800€. Regelsatz sind aktuell doch 382€, ich kenne den Mietspiegel nicht, aber je nach Region bleibt die Differenz zu 800€ wohl doch klein.

Weiterhin:
Mir fällt nicht ein Grund ein, warum beide die Arbeit niederlegen sollten. Und ich glaube auch nicht, dass das viele Menschen machen würden. Denkbar wäre es, das einer Vollzeit, der andere Halbzeit arbeiten geht, dass wäre in Ordnung, somit könnte eine Halbtagsstelle entstehen. Und jemand anderes aus dem BGE heraus, eventuell diese Halbtagsstelle annehmen.

Mit BGE verschiebt sich "Arbeit muss sich lohnen": Verdiene ich nur 800€ Netto, rechnet sich das aktuell (mit Fahrtkosten, KFZ-Verschleiß, etc., nicht) bekomme ich nun 800€ BGE dazu, lohnt sich das in Summe. Ich habe eben 1600€ Netto. Mir kann niemand erzählen, dass jemand (da die Möglichkeit schon da ist) freiwillig auf 800€/Monat verzichtet.

Das ist auch ein Problem des BGE, Arbeit an sich - muss sich nicht mehr rechnen. Das BGE bekommt man ja auch als Rentner zusätzlich zur Rente?

Zu den Löhnen mit BGE. Ich denke du hast da eine realistische Einstellung, dass lese ich heraus. Beispiel: Wir als UN unterliegen keinem Tarif. Wir sagen, bei uns fängt keiner unter 1600€ Brutto an (160h). Du sagst ja auch, dass 1200€ Netto in einigen Regionen schon ordentlich sein kann, 1600€ Brutto sind für einen Single rund 1150€ Netto. So... wir haben (geschlossen) die Ansicht, dass uns eine qualifizierte Fachkraft sehr viel Nutzen hinterlässt, das muss bezahlt werden. Gibt es 800€ BGE, fällt das nicht wie ALG2 weg. Es wäre also nicht verwerflich, wenn wir das Einstiegsgehalt somit anpassen würden? (Mal ganz ehrlich.) Der sozial-gerechte Gedanke, wäre in der Hinsicht einfach nicht mehr nötig.

Gäbe es ein BGE von 800€, warum sollte ich dann nicht für zusätzliche 800€ arbeiten gehen, dass erkläre mir mal bitte jemand. Ich würde das machen. Nur würde ich eben nicht JEDEN Job für 800€ machen... weil ich nicht muss. Nicht weil ich von 800€ BGE leben will, sondern es sich mit Sicherheit eine Alternative finden lässt und wenn es ein 400€ Job ist. Da komme ich auf die genannten 1200€, geh arbeiten, kann hier gut leben und habe viel Freizeit.

@DerOlf (#3295)
Zum ersten Abschnitt, genau so ist das. Und Lohndumping funktioniert in Deutschland nur, weil es eine gewisse Art von Arbeitszwang gibt und praxisgerecht (für die Unternehmen) umgesetzt wird. Einige Unternehmen nutzen genau das aus, primär Leih/Zeitarbeitsfirmen. Gibt es keinen Arbeitszwang, entscheidet allein der AN ob er für 2,50€ arbeiten möchte oder nicht.

Ein Punkt der mir absolut nicht in der Kopf möchte, ich frage mich wie ein Mensch - dem es doch sehr gut geht, etwas in der Art formulieren kann: Der faule H4er kann gefälligst für das H4 auch arbeiten und wenn es Schnee schippen in der Arktis ist. Ich verstehe es aus einem Grund nicht, der H4er wird so oder so von Steuermitteln finanziert. Es macht (in der Hinsicht!) keinen Unterschied ob er dafür etwas "leistet" oder nicht.

Ich finanziere lieber einen ALG2er der sich der aktuellen Situation bewusst ist aber Möglichkeiten finden, nicht jeden Job ausführen zu müssen. Wenn er sich bemüht wieder in seinen Beruf zu kommen oder Alternativen (Quereinstieg, 2. Ausbildung, Weiterbildungen, Umschulung, etc.) erörtert, bezahle ich so jemanden lieber mit, als wie den - der für 2,50€ arbeiten geht. Menschen die grundlegend arbeitsscheu sind, gibt es, gab es und sie wird es auch immer geben (auch in der DDR gab es Nichtstuer). Auch um diese Menschen muss man sich kümmern, in welcher Form (sozial), ist ein andere Frage.

Einen Arbeitslosen in Arbeit zu zwingen, ist das leichteste, primitivste und für die Wirtschaft das beste Instrument - für neumodische Sklavenarbeit, auch im Sinne von Befristung und Niedriglöhnen. Die Entwicklung in Deutschland zeigt und belegt genau das, eindeutig. Die Reallöhne steigen nicht, die Zahl der Beschäftigten nach Tarifbindung steigt nicht, unbefristete Arbeitsverträge werden quasi nicht mehr vergeben, dass einzige was steigt, ist der Niedriglohnsektor. Als Deutscher schäme ich mich dafür.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke ein BGE wird zu realen Einkommensverlusten bei großen Teilen der Bevölkerung führen. Wenn in Strukturschwachen Regionen durch das BGE die verfügbaren Einkommen zunächst steigen wird das zu Inflation führen. Dann ist die Frage ob diejenigen die vorher mehr als BGE verdient haben auch höhere Löhne durchsetzen könnten. Ich denke real wird das vermutlich nicht hinhauen. Dazu kommt dass man noch denen was zahlt die es nicht brauchen. Ich denke man entwertet damit halt einfach bisher vorhandenes Geld. (Das Problem hätte natürlich auch die negative Einkommenssteuer und auch unser jetziges System macht das)
 
Da stimme ich zu. In Deutschland darf nach allen verständlichen Rechnungen zum BGE genau eins nicht passieren, dass die Lohnstruktur nach unteren korrigiert wird. Aus deren Versteuerung wird nämlich alles finanziert.

Und wenn ich höre, wie eben bei Jauch, ein Single mit 4000€ Brutto... würde im Jahr um die 300€ mehr Steuern zahlen... und? Sagen wir 360€, im Monat 30€, juckt mich überhaupt nicht! Ich würde auch 100€ mehr / Monat abdrücken, wenn es was bringt - anderen!

Steuererhöhungen? Sofort, für die - die es ohne Problem tragen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwenner schrieb:
Die Menschen die in Arbeit sind, bekommen dann Lohn + BGE - also eigentlich eine Gehaltssteigerung und müssen dafür nichts tun. Beispiel: Lebensgemeinschaft, beide gehen für niedrige Löhne arbeiten, sagen wir beide 1200€ Brutto. Ergibt für den Haushalt circa 1800€ Netto, BGE wären 800€. Wenn sie aufhören zu arbeiten haben sie 1600€, gehen sie weiter arbeiten sind das 3400€ Netto.
Das ist eines der beiden möglichen Modelle. Jeder kriegt BGE, aber jeder darf ZUSÄTZLICH noch behalten, was er erbeutet. Resultat: Alle haben mehr Geld -> Geld zu haben ist weniger Wert -> Inflation. Außerdem muss das Mehr an Geld irgendwo her kommen. Wenn alle aktuell meinetwegen 1000€ haben, wie willst du dafür sorgen, dass morgen alle 1500€ haben? Wem willst du es wegnehmen? Der Oberschicht? Die zieht ins Ausland, lässt uns hier verrotten.
Andere Nationen haben bereits solche Systeme, dort über exorbitante Mindestlöhne gesteuert. Es mag zwar toll klingen, wenn ein Frisör 12€/h kriegt... erkauft wurde das dann darüber, dass der einfache Männerhaarschnitt 30€ statt 15 kostet. Das Brötchen kostet das Dreifache, weil der Bäckergeselle auch nicht unter 10€/h aufsteht.

Und nochmal: Was hindert EU-Bürger daran, von ihrer Freizügigkeit Gebrauch zu machen? Die Reichen, denen du es wohl wegnehmen willst, wandern einfach nach Österreich aus. Die ärmeren Nationen wandern alle hierher, um das BGE abzugreifen.

Ich sage nicht, dass es nciht schön wäre, zusätzlich zum Lohn noch einige Hundert € BGE zu erhalten. Ich fände es aber auch schön, wenn die junge Pam Anderson jeden Samstag gratis für mich strippen würde. Ich fände es auch toll, wenn ich für 18jährigen Single Malt Scotch nur 5€ zahlen müsste. Und der Weltfriede... Hey, der wäre super. Der Treibhauseffekt kann auch gleich mit weg.
Du siehst, eine Reihe Utopien, eine unrealistischer als die nächste. Eher find ich n Pam Anderson - Lookalike, als dass mir jemand einfach so grundlos 800€ im Monat in die Hand drückt.

...der H4er wird so oder so von Steuermitteln finanziert. Es macht (in der Hinsicht!) keinen Unterschied ob er dafür etwas "leistet" oder nicht.
Du kannst...
a) jemanden dafür bezahlen, dass er Gehwege streut UND jemand anderem H4 geben
oder
b) jemandem H4 geben und ihn dafür die Gehwege streuen lassen

Was ist billiger und somit effizientere Ausnutzung von Steuergeldern?


Zwenner schrieb:
Da stimme ich zu. In Deutschland darf nach allen verständlichen Rechnungen zum BGE genau eins nicht passieren, dass die Lohnstruktur nach unteren korrigiert wird. Aus deren Versteuerung wird nämlich alles finanziert.
Selbst der flüchtigste und blauäugiste Blick auf die Kosten zeigt, wie viel nur 800€ BGE kosten würden.
Wie viele sind wir jetzt? ~80Mio Bundesbürger? Rechne noch EU-Bürger mit Freizügigkeit dazu, die haben AUCH Anspruch, sobald sie deutschen Boden betreten. Aber seien wir großzügig, nehmen wir nru die 80 Mio.
80Mio * 800€, jeden Monat. Dämmerts dir? Das jährliche Steueraufkommen in Deutschland 2013 beträgt 640Mrd. €. Du hingegen willst jeden MONAT 64Mrd. in ein BGE buttern, also insgesamt 768Mrd pro Jahr.... nur für Deutsche, noch keine EU-Wanderer inklusive.
Und jetzt zähl nach: Wie weit müsstest du alle Steuern anheben, um nicht nur das BGE zu bezahlen (20% mehr, grob), sondern auch noch all die anderen Lächerlichkeiten zu finanzieren: Verwaltung, Gerichte, andere Sozialleistungen, Straßenbau, Militär, Bildung, Rückzahlung unserer Schulden, Hilfe für andere Nationen, interne Katastrophenhilfe,....

Was willst du machen? Steuern vervierfachen oder so? Das wird dem Wirtschaftsstandort Deutschland sicher gut tun. Da werden voll viele internationale Handelspartner mit uns spielen wollen...

Und wenn ich höre, wie eben bei Jauch, ein Single mit 4000€ Brutto... würde im Jahr um die 300€ mehr Steuern zahlen... und? Sagen wir 360€, im Monat 30€, juckt mich überhaupt nicht! Ich würde auch 100€ mehr / Monat abdrücken, wenn es was bringt - anderen!
Weißt du was toll ist? Du KANNST das bereits. Wenn dein Verdienst es zulässt und du weit mehr hast als du brauchst, und wenn du zusätzlich noch deine soziale Ader entdeckt hast, was hindert dich? Diakonie & Co freuen sich über jeden Cent. Spenden kannst du sogar steuerlich absetzen, macht noch mehr zum Spenden.

Warum tust du es also nicht?

Edit:
Steuererhöhungen? Sofort, für die - die es ohne Problem tragen können.
Genau diese Leute zahlen bereits den Spitzensteuersatz, gut die Hälfte ihres Einkommens.

Treib es noch doller, und sie wandern ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Meine Ausführung zu dem (diesem) BGE + Lohn war an die gerichtet - die meinen, zum Beispiel im Osten würden die Leute nicht mehr arbeiten oder ihre Arbeit aufgeben (wegen dem BGE), würden sie nicht.
2. Es gib keine effizientere Ausnutzung von Steuergeldern?
3. Du hast gelesen das ich gegen eine solche Form eines BGE bin? Ein GE also ohne B davor wäre interessant.

Man schaffe eine Lohnuntergrenze, für ALLE.
Man zwinge Menschen nicht, in vor allem Fremd-Arbeit, auf oder leicht über H4-Niveau.

Gibt es einen Fachkräftemangel in unattraktiven Tätigkeiten, hat der Auftraggeber (der AG) die Aufgabe sich Arbeiter zu beschaffen (diverse Jobs attraktiver zu gestalten, ausbilden) , nicht der Staat über Subventionen auch noch Löhne zu finanzieren und somit freiwillig auf Steuereinnahmen zu verzichten.

Daher eine weitere Ausführung zu 2.: Gehwege/Straßen müssen gestreut werden? Super. Das ist eine wichtige Aufgabe? Entweder ein Unternehmen bezahlt diese Angestellten oder die Kommune, in Form eines Arbeitsverhältnisses im öffentlichen oder angegliedertem Dienst. Warum? Schicke ich einen H4er zum Streuen, ist der Arbeitgeber eines der schlimmsten Schmarotzer in unserem System (da er das Sozialsystem ausnutzt) oder die Agentur zieht das übliche Machtspielchen nach gängigem Dorfrecht durch. Mit Einführung des ALG2 wurde ein Grundstein für den Niedriglohnsektor gelegt, da ALG2 eigentlich ein Grundsicherungsleistung sein soll, es aber und das konsequent eher als ergänzende Leistung zu anderen Einkommen ausgelegt wird.

Ein Mensch in einem Vollzeitjob sollte soviel verdienen, dass er Geld in das System bringt (Steuern und Sozialabgaben) und kein Steuergeld verbraucht. In der freien Wirtschaft - Arbeitsplätze aus Streumitteln zu finanzieren... ist bekloppt.

Und zum Thema, ich weiß nicht was an knicken-lochen-heften wichtiger wäre, als sichere Straßen und oder Gehwege, daher mein Gedanke in Richtung öffentliche Hand. Sicherlich ich könnte sagen, Hans ist dumm und Frau Schmidt nicht so... ich sehe das einfach sozial-gerecht, Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz. Die Würde und der Wert eines Menschen wird nicht durch den Bildungsgrad gesichert. Weiterhin wird diese Würde auch nicht durch die Arbeit an sich, sondern die Entlohnung beschnitten, frei nach dem Motto: Friss oder Stirb. - Besser: H4er! Streu die Straße oder du wirst Sanktioniert.

Wenn ich schon subventioniere, warum nicht gleich richtig? Der H4er muss arbeiten, okay. Warum zahlt das Jobcenter dann für eine Arbeit keinen ortsüblichen Lohn, sondern H4? Und das obwohl bereits Jobcenter-Leiter öffentlich das Lohngefüge und die Befristungen in Deutschland kritisieren?
Ergänzung ()

Daaron schrieb:
Genau diese Leute zahlen bereits den Spitzensteuersatz, gut die Hälfte ihres Einkommens.
Treib es noch doller, und sie wandern ab.
Achso, Menschen die wegen "zu hoher Steuern" das Land verlassen möchte, dass ist in Ordnung. Die Menschen für ein Gehalt arbeiten zu schicken wovon man nicht leben und nicht sterben kann, dass ist auch legitim?

Derzeit greift der Spitzensteuersatz von 44,3% ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von über 50k€ (Single). Oberhalb von 250k€ kommen noch die drei Prozent Reichensteuer hinzu. Und den Spitzensteuersatz zahlt man nur auf die Spitze des Einkommens, also nur auf die Beträge, die über diese Grenzen hinausgehen.

Also aktuell (korrigiere mich) nichtmal 50% ab 250k€/Jahr?

Aber nicht jeder, der überdurchschnittlich gut verdient, muss auch tatsächlich den Spitzensteuersatz zahlen, denn das zu versteuernde Einkommen ist nicht mit dem Bruttoeinkommen eines Steuerzahlers gleichzusetzen. Wer beispielsweise ein Bruttoeinkommen von 60k€ im Jahr hat, kann davon in der Regel zahlreiche Ausgaben und Freibeträge abziehen.

Das hat den Effekt, dass das zu versteuernde Einkommen am Ende deutlich unter dem Bruttoeinkommen liegt und auch die Steuerhöhe entsprechend geringer ausfällt. So hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Anfang 2008 ergeben, dass die reichsten 450 Steuerpflichtigen nur 34,3% Einkommensteuer zahlen.

Der Spitzensteuersatz wurde in der Vergangenheit mehrfach angepasst. In den 80er Jahren lag er noch bei 56%, in der 90er Jahren bei 53%. Seither wurde er mehrfach in kürzeren Abständen gesenkt. Von 51% im Jahr 2000 auf 48,5& im Jahr 2001. Die so genannte Reichensteuer wurde erst im Jahr 2007 eingeführt.

QUELLE: http://srbg.de/was-ist-der-spitzensteuersatz.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwenner schrieb:
Ein Mensch in einem Vollzeitjob sollte soviel verdienen, dass er Geld in das System bringt (Steuern und Sozialabgaben) und kein Steuergeld verbraucht. In der freien Wirtschaft - Arbeitsplätze aus Streumitteln zu finanzieren... ist bekloppt.

Nicht für Aktionäre und Ausbeuter! Die "noch" aktuelle Gesetzgebung fördert genau das.
 
@ Polishdynamite

Dann kauf dir doch Aktien. Die "Deutsche Bank" Aktie gibt es aktuell schon für ca. 33 €. Für den Einstieg echt bezahlbar!!! ;)
 
Polishdynamite schrieb:
Nicht für Aktionäre und Ausbeuter! Die "noch" aktuelle Gesetzgebung fördert genau das.
So ist es und ich schrieb es bereits, nur umständlicher in der Formulierung. Ein weiteres Problem dabei ist, dass das den Wettbewerb verzerrt und die Mittelständler die noch Anstand/Moral haben damit auch zu kämpfen haben, will nur auch keiner wahrhaben.
 
@Zwenner

Wenn man schon gnadenlos 1zu1 aus einer Quelle zitiert ohne sie anzugeben, sollte man nicht auch noch den Fehler begehen, nur das zu zitieren, was einem passt. Deine Quelle geht weiter:

http://srbg.de/was-ist-der-spitzensteuersatz.html

Selbst wenn die reichsten nicht auf 45% Steuer kommen, bezahlen dennoch die obersten 5% der Steuerpflichtigen 40% des gesamten Einkommensteueraufkommens. die oberen 10% zahlen dann sogar schon über 50% in den Einkommensteuertopg ein. Ich würde mal behaupten, dass sich diese Bevölkerungsschicht also durchaus massiv am Steueraufkommen beteiligt...

Es ist schon ziemlich frech, genau den Absatz aus der Quelle beim zitat zu entfernen, die deine Zahlen deutlich revidiert. Aber dieses vorgehen ist ja in diesem Thread hier nicht grade selten...
 
Habe ich geschrieben, dass Menschen die darunter fallen nicht ihren "Teil" beitragen? Ich habe veranschaulicht wann und in welcher Form der Spitzensteuersatz greift, nicht mehr und nicht weniger. Zu deiner Information, ich habe die Quelle editiert... Ziemlich frech ist es, wenn man ständig nur nach unter tritt und die Welt als Disneyland verkaufen möchte, m.M.n.

EDIT: Wo werden Zahlen revidiert?

Und ständig diese Behauptungen, dass Arbeitslose faul und dumm sind und das jeder der gut ist auch immer einen guten Job findet. - Frech ist es, wenn man Menschen unterstellen möchte (die heute fleißig arbeiten) sie würden, wenn es ein BGE geben würde zum Assi mutieren. Fernab jeder Realität ist es, zu glauben - man könnte für jeden in Deutschland einen Arbeitsplatz schaffen. Die die eben keine Arbeit haben (weil es keine gibt), schicken wir in den Wald... das ist nicht nur frech, sondern eine menschenverachtende Argumentation/Darstellung. Das ist viel schlimmer als einen Quellennachweis mal nicht zu bringen, wenngleich ich die Kritik annehme.

Und das mit dem Leistungslohn, ich werde heute nicht mehr viel arbeiten müssen (es ist 13Uhr), bekomme also weniger Geld am Monatsende.... sicherlich nicht.

Meine Frage, speziell an die Kandidaten die meiner Meinung nach frech argumentieren. Es gib in Deutschland deutlich weniger Stellen als Arbeitssuchende. Was machen wir mit den Arbeitslosen die übrig bleiben? Wir gehen mal davon aus, dass alle freien Stellen morgen besetzt sind.

Es kann ja wohl nicht euer Ernst sein, dass man den "Rest" dann verhungern lässt? Oder ist es dann so, dass man ja nicht nur in Deutschland arbeiten muss? Flexibilität und so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwenner schrieb:
Und ständig diese Behauptungen, dass Arbeitslose faul und dumm sind und das jeder der gut ist auch immer einen guten Job findet.
...die du hier schön selbst aufstellst. Zeig mir eine Stelle, wo jemand so verallgemeinert hat. Nein, du verstehst nur, was du verstehen willst, genau wie beim Steuersatz.

Frech ist es, wenn man Menschen unterstellen möchte (die heute fleißig arbeiten) sie würden, wenn es ein BGE geben würde zum Assi mutieren.
Je nachdem, welche Form des BGE du planst. Planst du BGE + Lohn -> Inflation, BGE reicht nicht zum Leben, Status Quo erhalten. Denkst du hingegen an "nur Lohn, aber wenn der nicht reicht noch BGE dazu", dann lohnt sich Arbeit für die, die nur ein paar Prozent über dem BGE sind, nicht. Alle anderen kommen sich hingegen veräppelt vor. Sie arbeiten hart, haben schwere Ausbildungen hinter sich... und fürs Nixtun würden sie halb so viel bekommen.

Die die eben keine haben, schicken wir in den Wald...
Wenn sie in selbigen Wald gehen, um die Waldwege zu pflegen und somit den Tourismus der Region zu fördern? WARUM NICHT?
 
@Zwenner

habe ich oder irgendwer hier geschrieben, dass man gegen jegliches Sozialsystem ist? Nö, sehe ich nicht. Ich spreche mich lediglich gegen ein BGE aus, weil es auch jenen Geld gibt, die keines benötigen. Unser heutiges Sozialsystem mag Ecken und Kanten und Fehler haben, dennoch gibt es denjenigen Geld, die es benötigen und nicht auch noch denen, die es nicht benötigen. Es wäre viel intelligenter und zweckgebundener, das bestehende System zu verfeinern, z.b. weniger Fehler anfällig zu machen, statt einen kompletten Neuversuch, bei dem weder geklärt ist, wie er genau finanziert werden kann (und ja ich rede davon, dass sowas bis ins Detail geklärt ist, denn eine grobe Überschlagung oder ein ca. Berechnung reichen hier einfach nicht bei einem solchen Vorhaben) noch welche Auswirkungen er auf internationaler Ebene und vorallem für den EU Raum und den Euro hat.

Bei deiner Quelle werden durch den von dir bewusst weggelassenen Absatz natürlich deine Aussage revidiert. NAch dem was du zitiert hast, muss man davon ausgehen, dass diese Bevölkerungsschicht das Steuersystem weitestgehend untergräbt und sich der sozialen Verantwortung entzieht. Zudem hast du mehrfach betont, dass man diese Schicht durchaus weiter belasten kann. Du kommst immer mit dem Schlagwort fair. Ist es fair, denjenigen,die das Einkommenssteuersystem massiv stützen noch mehr zu nehmen? 8 Millionen Bürger tragen über 50% zu diesem Topf bei und sorgen dafür, das 72 Millionen andere Bürger davon profitieren und das lässt du weg und erklärst, dass revidiere deine Aussage nicht? Davon abgesehen, gehört es sich in einer fachlichen Diskussion, bei solchen 1 zu1 Zitaten einfach, die Quelle mitanzugeben wenn man schon wichtige Absätze weglässt. Denn ansonsten ist deine Aussage schlicht verfälschend.

Und es tritt hier keiner nach unten. Ich halte meinen Standpunkt für weitaus sozialer, als die der Befürworter. Ich lebe auch nicht grade fett. Vermutlich habe ich weniger, als viele Mitdiskutanten hier. Ich würde von einem BGE massiv profitieren. Nur ich sehe, dass ich für meinen Lebensunterhalt durchaus allein aufkommen kann. Warum soll ich das Sozialsystem dann belasten? Die Freiheit, zu entscheiden, ob ich arbeiten gehe und wo habe ich jederzeit. Einen Ausbeuterjob muss ich niemals annehmen. Zudem habe ich jederzeit die Wahl, mich frei im EU Raum zu bewegen und mir auch dort Arbeit zu suchen oder darüber hinaus global. Ja, das bedeutet Kompromisse. Natürlich tut es das. Es gab und wird niemals nur Traumjobs für jeden geben. Tut doch bitte nicht so, als sei es irgendwann in der Geschichte der Menschheit der Fall gewesen, dass jeder in Brot und Lohn stand und keine Kompromisse eingehen musste, wenn er seinen Zustand verbessern wollte.

Und es kann niemals das erstrebenswerte Ziel sein ein soziales System zu etablieren, was es Menschen ermöglicht, sich auf die faule Haut zu legen. Das ist nicht fair. Ja es wird nicht jeder und alles seine Arbeit stehen und liegen lassen wenn er nicht mehr arbeiten muss. Das steht überhaupt nicht zur Debatte, dass es viele geben wird, die weiterhin arbeiten, weil es ihnen Spass macht und ihnen etwas gibt. Aber zu glauben, dass ALLE es so machen, ist einfach nur blauäugig. Es werden jede Menge Menschen die Entscheidung treffen, dass sie nicht mehr arbeiten gehen werden, wenn sie dies nicht müssen. Diese Entscheidung treffen selbst Menschen im heutigen System mit all seinen Auflagen und Zwängen. Warum sollte das in einem System ohne Zwang auf einmal anders sein?

Ein BGE ist und bleibt in einem hohen Maße unsozial und ungerecht. Es hilft Bedürftigen in den meisten Fällen überhaupt nicht weiter, denn mehr als sie jetzt bekommen, bekommen sie auch dann nicht. Wie auch, es müssen ja Millionen weitere Bürger mit durchgefüttert werden, die aus dem heutigen Topf nichts erhalten, weil sie es schlicht nicht benötigen. Bewussten Schmarotzern dagegen hilft es enorm weiter.
Warum also zu einem System wechseln, was denen, die es benötigen keine Vorteile gewährt, den Mißbrauch aber massiv erleichtert? Diese Aufwand sollte man lieber in das bestehende System investieren, damit dieses System seine Aufgabe noch besser nachkommen kann, als es das bisher tut. Ein System, dass den Bedürftigen hilft und vom Rest gestützt wird, das ist sozial.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Daaron schrieb:
Unyu, mir ist es nur zu blöde geworden dir zu erklären, dass man einfach das "Alters" aus "Altersvorsorge" streicht, und somit alles Sinn macht. Du zahlst auch keine RV, damit DU sie dann kassierst, du zahlst HEUTE RV, damit Renter HEUTE von etwas leben. Andernfalls würden Leute, dei aktuell Rentner sind, gar nichts bekommen. Schließlich war in der Nachkriegszeit nicht viel mit "in RV einzahlen".
Dir ist es zu blöd mir zu erklären, warum der Ü50 Jährige einen Rentenanspruch unter H4 Niveau hat.
NACHDEM er mehrere 100.000€ Scheine eingezahlt hat.

4.) die Maximalsätze sind signifikant höher als das, was du hier erzählst. Du hast nur 300 bekommen? Wie schade... Evtl. hast du noch Guthaben, das du aufbrauchen sollst?
Höchsatz sind 335€ + Kredit.

Ich habe nichts bekommen, sondern musste EINZAHLEN. Nannte sich Studentenwerksbeitrag. Ergo MINUS 100€ im Semester.

3.) Das Wort "Studentische Aushilfe" ist kein Hexenwerk. Wenn man natürlich in der SpraLiKuWi hängt, dann ist man maximal Barista oder Sandwich Artist. Ein guter MINT'ler hingegen... n paar Hunderter sind da jeden Monat durchaus drin, inklusive Fuß in der Tür für später.
Die Hälfte deiner Wörter kenne ich nicht (z.b. Barista), aber danke für die Blumen, ich komme aus dem MINT Bereich. Nur beantwortet das nicht die Frage, wo der Unterschied liegt.

Erklär lieber mal, woher das BGE kommen soll.
Der Staat nimmt jedes Jahr mehr Steuern ein. Das musst du doch gemerkt haben. Darum würde ich die Ausgaben zum Ersten Mal senken. Drastische Verringerung des BGE Satzes, aber konstante Zahlung ohne Wohnungsspielchen, z.B. 500€.
Fristlose Kündigung von 200.000 Beschäftigten der Sozial, Arbeits, ... ämter.
Abschaffung von Zahlungen wie H4, Kindergeld, Betreuungsgeld.
Weniger Geld für marode US Banken. Geordneter Rückzug aus dem Euro oder andere rauswerfen.


Alternativ als Versuch 50€. Ist natürlich zu wenig zum Leben, aber ein Anfang. In dem Fall parallel zu anderen Sozialleistungen

2.) Du hättest ein BA-Studium machen können, das ist dual und bringt Zaster
Besser einen auf bedürftig. Das würde sich mit dem BGE Modell nicht mehr lohnen, denn dann könnte die Zeit genauso sinnvoll genutz werden, z.b. zum studieren, ausbilden, ...
 
Den Renter will ich sehen, der mehrere 100.000 Euro eingezahlt hat und dann rente auf Hartz4 Niveau erhält. Hier hat wohl jemand ne ganz verzerrte Warhnehmung von dem was er in die Rentenkasse einzahlt...

Wenn du kein Bafög bekommen hast, dann hat dein familiärer Background wohl mehr als genug Kohle gehabt...

Fällt mir zudem grad noch so auf. Is ne absolut grandiose und vorallem soziale Lösung Sachen wie Kindergeld zu streichen, damit jeder Geld bekommt in einem Land, wo die Geburtenrate niedriger ist als nahezu überall auf dem Globus sonst, weil es so dermaßen unattraktiv bzw. teuer ist Kinder zu bekommen und großzuziehen. Machen wir es einfach noch unattraktiver, indem wir jedem das gleiche geben, egal ob er Kinder hat oder nicht. Grandios!

Die Menschen, die dann keine Kinder haben, privat nicht vorsorgen und überhaupt sich einen Scheissdreck um irgendwas kümmern leben wie die Maden im Speck und alle anderen haben mehr Belastung. Denn wenn alle das BGE bekommen, dann muss eine Familie, die Kinder hat oder haben will auf jedenfall sich das Geld dafür verdienen, jemand der keine Kinder hat muss jedoch keine finazielle Mehrbelastung ausgleichen. Das selbe Spielchen fängt übrigens auch bei Familien mit Pflegefall an, ich gehe mal davon aus, dass Pflegegeld aus der gesetzlichen Pflegekasse dann auch nicht mehr existiert. Da werden Familien mit Kindern und Pflegefall richtig Spass haben!

Also ehrlich, sowas kann man doch nicht allen Ernstes mit einem gesunden Menschenverstand als fairer bzw. sozialer bezeichnen als das jetztige System....

Btw: Deutschland hat für morade US Banken kein Geld ausgegeben. Deutschland hat Geld für marode Banken im EU Raum und vorallem deutsche Banken ausgegeben, die sich für ein Casino hielten statt für eine Bank und sich verzockt haben. Aber für US Banken haben wir kein Geld gezahlt...

Ebenso stellt sich mir die Frage, was mit den 200.000 Mitarbeitern passiert, die du da mal eben so entlässt. Die Kosten dann über das BGE kein Geld oder wie? Das ist doch ne Milchmädchenrechnung zu sagen, ich fianziere das System dadurch, dass ich erstmal 200.000 Mitarbeiter entlasse und deren Lohn dann ins BGE stelle. Und wo fliesst dass dann hin? Genau, zu diesen 200.000 erstmal, vll kann man dann noch 20.-30.000 aus den Überschüssen mit finazieren, weil diese 200.000 Menschen dann deutlich weniger haben als bisher. bedeutet aber auch, dass diese 200.000 auch weniger Steuer zahlen...

Sorry, aber ich greife mir hier grade echt an den Kopf, mit welchen hanebüchenen Argumenten hier gehandhabt wird...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mustis schrieb:
Den Renter will ich sehen, der mehrere 100.000 Euro eingezahlt hat und dann rente auf Hartz4 Niveau erhält. Hier hat wohl jemand ne ganz verzerrte Warhnehmung von dem was er in die Rentenkasse einzahlt...
Haus gekauft für Altervorsorge (weil Rente ja soo sicher ist) und dann mit Ü50 pünkltich geschmissen. Arbeitsplatz ist nun in China, Intelligenz kauft man wo sie günstig ist.
So jetzt bekommt er NULL, weil er die private Vorsorge = Haus auffressen muss. Niemand kümmert sich wie er die Wohnung warm hält oder Essen besorgt.
Pech wenn du mir die 100.000€ Scheine nicht glauben willst. Die Scheine sind jetzt im System und sollen dem jetzt Bedürftigen nicht zu gute kommen, sondern immer nur den Anderen.

Fällt mir zudem grad noch so auf. Is ne absolut grandiose und vorallem soziale Lösung Sachen wie Kindergeld zu streichen,
Das Kindergeld ist ein Witz, das BGE wäre höher.

Btw: Deutschland hat für morade US Banken kein Geld ausgegeben.
USA exportieren Schulden, Deutschland exportiert Waren.
Glaubst du 2008 ist die Welt aus Zufall oder wegen den USA zusammengebrochen?

Ebenso stellt sich mir die Frage, was mit den 200.000 Mitarbeitern passiert, die du da mal eben so entlässt. Die Kosten dann über das BGE kein Geld oder wie?
Die stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, so wie die 6 Millionen Arbeitslose. Wir können uns keine Vollbeschäftigung mit sinnlosen Arbeiten leisten! Wir sind bei der jetztigen Staatsquote schon nicht konkurrenzfähig und jetzt willst du jeden im Amt Arbeit geben. Oder doch nur der Verwandschaft?
 
Zuletzt bearbeitet:
Aha, derjenige hat ein Haus gekauft und NICHT in die Rente eingezahlt. Da kommen wir doch schonmal weiter. So und nun soll der Staat und die Gemeinschaft dafür haften, das derjenige auf eine EINZIGE Art der Vorsorge gesetzt und damit alles auf eine Karte gesetzt hat? Er hat gezockt, er hat verloren. Sowas nennt man privates Risiko und jeder, der sich mit dem Thema ein wenig auskennt, wird dir sagen, dass ein HAus allein als Altersvorsorge ne ganz dumme Idee ist, denn es heizt sich und renoviert sich nicht von allein. Oder auch gesagt, der Herr in deinem Beispiel hat über seine Verhältnisse gelebt und keinerlei Absicherung für den Moment zurückgelegt z.b. für den Fall der Arbeitslosigkeit. Warum soll solch ein Mensch nicht erstmal sein Vermögen abbauen bevor die Gemeinschaft hilft? Als es darum ging, seinen Besitz nur für sich allein zu sichern, is er doch auch ohne die Gemeinschaft ausgekommen? Sowas nenn ich Schmarotzern. Wenn es einem gut geht, fett auf die Kacke hauen, Eigenheim um jeden Preis, kein Gedanke daran, was ist wenn mal wenige Geld zur Verfügung steht und dann nach sozialer Hilfe ohne Vermögensabbau schreien, wenn es schief geht. Den das Haus wäre auch nur demjenigen selbst zu gute gekommen, niemandem sonst.

Das BGE bekommt aber jeder, das Kindergeld nur derjenige der Kinder hat. Das Kind kostet aber weiterhin Geld... Da das BGE auch nicht nur das Kindergeld ersetzt sondern alle sonstigen Gelder, die man heute bekommen kann, wenn man sie den braucht, ist es am Ende eben nicht mehr sondern weniger. Schwer ist das nicht zu verstehen und fair ist es schonmal gar nicht, dass ich trotz finazieller Mehrbelastung für die Allgemeinheit (ja Kinder sind nicht nur ein persönlicher Wunsch, Kinder sind Vorsorge in die Rente aller und die Sysetme von Morgen) nicht mehr bekomme, als derjenige, der sich einen Dreck um dergleichen kümmert.

Es erhärtet sich zunehmend der Eindruck in mir, dass nicht wenige Befürwörter mit dem Argument der sozialen Verbesserung und der besseren Fairness einfach nur kaschieren wollen, das sie selbst höchstpersönlich schlicht Nutznießer eines BGEs wären, obwohl eine bedürftigkeit überhaupt ncht vorliegt und die Verschlechterung anderen, Bedürftigen, ihnen scheissegal ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Unyu schrieb:
Die Hälfte deiner Wörter kenne ich nicht (z.b. Barista)
Google hilft... Bildung heißt eben auch, seinen Horizont zu erweitern.

Der Staat nimmt jedes Jahr mehr Steuern ein. ...
Fristlose Kündigung von 200.000 Beschäftigten der Sozial, Arbeits, ... ämter.
Du willst Leuten KÜNDIGEN, um SOZIAL zu sein? Du würdest auch im Robbenpelzmantel fürn PETA-Plakat posieren, hm?

Wenn du den ganzen Leuten in den Ämtern kündigst, wer verwaltet dann das BGE? Denn BEDINUNGSLOS ist es trotzdem nie. Es muss immer beantragt werden, jemand muss bei Unstimmigkeiten als Ansprechpartner dienen, jemand muss die Steuerfragen klären....

Und hast du oben mal meine ZAHLEN gesehen? Ganz nüchterne Zahlen? 800€ BGE sind sogar schon knapp, denn BGE soll ja zum Leben reichen, sonst machts keinen Sinn -> BGE reicht für Wohnung, Essen und Krankenversicherung, sowie Teilnahme am kulturellen & gesellschaftlicehn Leben. H4 beinhaltet z.B. einen Farbfernseher sowie einen PC mit Internetzugang.
Lies die Rechnung oben nach.

Abschaffung von Zahlungen wie H4, Kindergeld, Betreuungsgeld.
...und BGE soll für all das aufkommen? Da brauchste weit mehr als 800€.

Weniger Geld für marode US Banken. Geordneter Rückzug aus dem Euro oder andere rauswerfen.
Ach SO einer bist du...
Wie oft muss man Typen wie dir erklären, dass die Weltwirtschaft um einiges komplexer ist als "steigen wir einfach aus dem Euro aus"?

Alternativ als Versuch 50€. Ist natürlich zu wenig zum Leben, aber ein Anfang. In dem Fall parallel zu anderen Sozialleistungen
50€ * 80Mio Bürger * 12 Monate => 48Mrd pro Jahr. Applaus, Applaus! Sind ja nur knappe 8% des gesamten Steueraufkommens der Bundesrepublik.

Oder sind in deiner Traumwelt etwa doch NICHT alle bezugsberechtigt? Muss man etwa Student sein, um die 50€ im Monat zu bekommen? Oder ALG II - Empfänger? Oder arbeitslos ohne Anrecht auf ALG II? Oder Mutter/Vater im Erziehungsurlaub? Na? Was muss man sein?

Besser einen auf bedürftig. Das würde sich mit dem BGE Modell nicht mehr lohnen, denn dann könnte die Zeit genauso sinnvoll genutz werden, z.b. zum studieren, ausbilden, ...
Moment. Du könntest mit einem dualen Studium an einer Berufsakademie dein Studium & deinen Lebensunterhalt erwirtschaften udn GLEICHZEITIG noch einen international anerkannten Studienabschluss erlangen... und das reicht dir nicht? Du willst lieber schön an ner TU hocken und dich darüber aufregen, dass dir keiner Geld schenkt.

So langsam zeichnet sich ein Bild deiner Einstellung ab, meinst du nicht?

Unyu schrieb:
Arbeitsplatz ist nun in China, Intelligenz kauft man wo sie günstig ist.
...blöd nur, dass der Trend gerade im Handwerk dahin geht, händeringend auch ältere & erfahrene Mitarbeiter zu erhalten, die den Jungspunden zeigen, wo der Hammer hängt, und wie man ihn zu schwingen hat.

Glaubst du 2008 ist die Welt aus Zufall oder wegen den USA zusammengebrochen?
Ich sehe mich nicht arbeitslos auf dem Boden herumkriechen und nach Almosen betteln. Soviel zu "Welt ist zusammengebrochen".
Du bist wohl auch so einer, bei dem der Euro schon zusammengebrochen ist, es die Bevölkerung nur noch nicht gehört hat.
 
Daaron schrieb:
...blöd nur, dass der Trend gerade im Handwerk dahin geht, händeringend auch ältere & erfahrene Mitarbeiter zu erhalten, die den Jungspunden zeigen, wo der Hammer hängt, und wie man ihn zu schwingen hat.
Wo?
Ich weiß aktuell von einem großen Industrieunternehmen, dass das da gerade nicht so der Fall ist.

Auch @Mustis

Ja ich habe zwei Ansätze, entweder man besteuert Gutverdiener noch höher oder man sorgt dafür, dass es mehr Gutverdiener gibt, letzteres wäre mir dabei lieber. Ganz ehrlich, aus diesem Thread liest sich offensichtlich heraus, welche Einstellungen so einige Menschen in unserer Gesellschaft haben, diese finde ich alles andere als tragbar. Ich habe ja erklärt und erfragt.

Bevor es den Anschien erweckt: Nein, hier spielt kein Neid-Faktor mit rein. Mit geht es finanziell gut (sehr gut möchte ich nicht sagen, könnte überheblich wirken). Jemand der gutes Geld verdient, soll es auch bekommen. Nebenei habe ich dann auch gegen saftige Manager-Gehälter nichts.

Desto mehr Menschen gut verdienen, umso mehr fließt davon in die Steuer- und Sozialkassen, dass kann ja nicht schlecht sein. Mir schmeckt es aber überhaupt nicht, wenn man in diversen Zusammenhängen mit geringqualifiziert oder nur Facharbeiter argumentiert, zum Beispiel.

Nochmal zu dem Langzeitarbeitslosen, wieso sollte er auf Teufel komm raus, zwangsweise für H4 arbeiten, mir erschließt sich das nicht. Nur weil er für seine Zuwendung etwas machen muss. Dann müsste jeder Arbeitgeber auch meinen, dass ein AN für jede Minute die er nicht arbeitet, auch nicht bezahlt wird... er macht nämlich nichts für sein Geld.

Zu der Zwangsarbeit... es macht für mich keinen Unterschied ob der H4er zuhause sitzt oder arbeitet - solange er rein aus Steuermitteln getragen wird. Geht er arbeiten, egal welche Tätigkeit das auch immer sein mag, hat er dafür nach einer Lohnuntergrenze auf Stundenbasis bezahlt zu werden. Prinzipiell erarbeitet er sich seinen Lebensunterhalt nämlich nicht.

Nochmal meine Frage, warum wäre es nicht denkbar, dass ein H4er in der gezwungenen Tätigkeit mit ortsüblich entlohnt wird und nicht mit H4? Euch geht es doch nicht um den Regelsatz, sondern darum, dass er arbeiten muss. Wenn er denn arbeiten muss und es gibt für jenen sogar einen Stelle, warum dann auf H4-Basis?

Was ist mit Menschen die nur halbtags arbeiten? Sind das auch Sozialschmarotzer?
Sie arbeiten und beziehen H4.

Warum kann ich jemanden der die Waldwege sauber hält, nicht anständig entlohnen? Gerade dann, wenn es den Tourismus in der Region fördert? Davon haben dann ja zum Beispiel: Hotels, Restaurants, Kneipen, Theater, Museen, Freibäder, Souvenirgeschäfte, wahrscheinlich die gesamte Regionale-Wirtschaft etwas. Nur der auch dafür verantwortlich ist, dass es sauber und attraktiver gestaltet wird, hat finanziell nichts davon. Es spielt (für mich) keine Rolle ob Hans mit Hauptschulabschluss und ohne Ausbildung sich bemüht, er trägt seinen Teil dazu bei, eigentlich einen recht wichtigen. Für viele ist (so scheint es mir) nicht die gute Arbeit, sondern der Mensch (Bildungsgrad) das Kriterium und das finde ich nicht nur falsch, sondern auch unschön.

Die Menschen die bei Mercedes, BMW oder VW am Fließband stehen und dafür zu Recht gutes Geld verdienen sind auch keine Akademiker. Es geht nicht darum keine interessante Lohnstaffelung nach Arbeit und Bildungsgrad zu definieren, dass ist nach meinem Empfinden genauso wichtig, wie eine Lohnuntergrenze, für Tätigkeiten die (je nach Einstellung und oder Definition) unattraktiv sind, von der Gesellschaft verspotten werden, oder dafür keine besondere Qualifikation notwendig ist... what ever voraussetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben