Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
@Anonstar, es ist unglaublkich welche Lügen hier verbreitet werden und anderen Unwissen vorgeworfen wird. Die 23 Cent für den Liter Milch war der absolute Tiefpunkt, der 2009 im Sommer erreicht wurde. Der durchschnittliche Liter Milch in den letzten 5 Jahren hat deutlich über 30 Cent gekostet.
Derzeit kostet er 40 Cent und mehr, Tendenz steigend und damit fast das doppelte von dem, was du hier als aktuellen Preis ausgibst.
Ich entschuldige mich für meine unglaubliche Unwissenheit, aber wie viel zahlste im Supermarkt dafür? Macht das jetzt ein Utnerschied, ob'S 40 Cent sind oder 23? Hat der Preis im Supermarkt geschwankt, als der Preis von 23 ct wieder auf 40ct angestiegen ist? Nein. Und das ist genau der Beweis, dass gerade hier ein Mindestlohn überhaupt keine Veränderung an den Verbraucherpreisen verursachen würde. Danke für den Beweis, der hatte mir noch gefehlt.
@Daaron:
Es geht hier eben genau um VWL.. Was nun VWL mit Volk zu tun hat oder das Volk mit VWL ist hie rndciht das Thema. Natürlich bezieht sich die VWL grundsätzlich auf die internationale Wirtschaft.
Da sich der Preis des Brötchens nicht zu gleichen Teilen erhöht wie das Einkommen, kann er sich natürlich mehr Brötchen leisten.
Daaron schrieb:
Eine Preissteigerung zieht sich durch weite Teile des Marktes und betrifft alle Schichten, aber VOR ALLEM die unteren.
You Don't say? Natürlich betreffen Preissteigerungen vor allem die Armen. Was hat das mit unserem Bäckerei-Gesellen zu tun? Oder überhaupt mit all dem, worum es hier geht?
Daaron schrieb:
Blöd nur, dass genau diese Produkte in Südostasien hergestellt werden, von einem deutschen Mindestlohn also nicht betroffen sind.
Ja ach, genau deswegen habe ich das Beispiel ja gebracht. So ist Elektronik billig -> Mehr Kapital fließt ins Ausland ab, es werden weniger Brötchen gekauft, weil man für ein Brötchen schon eine Festplatte bekommt (ja, übertrieben). Daher sinkt der Preis des Brötchens.. Angebot-Nachfrage-Kurve... Mein Gott.. so schwer ist das doch gar nciht zu verstehen!
Daaron schrieb:
Andererseits sorgen höhere Mindestlöhne, oder allgemein Produktionskosten, für eine deutliche Verschlechterung der Konkurrenzfähigkeit im internationalen Markt.
Das ist natürlich korrekt, hat aber hier nichts mit unserem Beispiel zu tun - dazu habe ich auch überhaupt nichts gesagt, ich habe nur den Dienstleistungsfall richtig gestellt.
Aber insbesondere zu dieser Problematik muss man sagen, dass es in der Exportreichsten Industrie Tarifverträge gibt, die einen so hohen Lohn vorschreiben, dass diese Industrie gar nicht von einem Mindestlohn betroffen ist.
Natürlich gibt es Sparten, die sehr stark davon betroffen sein könnten. Dazu gibt es bestimmt Studien, ich kenne keine dazu - das muss beachtet werden.
Nochmal abschließend: Nur durch einen Mindestlohn haben wir KEINE ansteigende Realinflation! Das funktioniert in unserem Geldsystem überhaupt gar nicht!
You Don't say? Natürlich betreffen Preissteigerungen vor allem die Armen. Was hat das mit unserem Bäckerei-Gesellen zu tun? Oder überhaupt mit all dem, worum es hier geht?
Du weißt es wirklich nicht, oder?
Die unteren Schichten, die Geringverdiener, leiden am stärksten unter Preissteigerungen, die du genau dadurch auslöst, dass du ihnen mehr Geld geben willst.
Mehr Kapital fließt ins Ausland ab, es werden weniger Brötchen gekauft, weil man für ein Brötchen schon eine Festplatte bekommt (ja, übertrieben). Daher sinkt der Preis des Brötchens.. Angebot-Nachfrage-Kurve...
Blöd nur, dass gewisse Preise unabhängig von Angebot/Nachfrage sind, oder anders: die Nachfrage ist weitestgehend unabhängig vom Preis. Du kaufst nicht mehr Brötchen, bloß weil sie billiger werden. Warum solltest du, du kannst nur soundso viele essen. Andererseits kannst du auch nicht plötzlich weniger kaufen, denn irgendwo ist dein Grundbedarf an Brötchen.
Deine Aussagen sind eine Schande für das deutsche Bildungswesen.
Das ist natürlich korrekt, hat aber hier nichts mit unserem Beispiel zu tun - dazu habe ich auch überhaupt nichts gesagt, ich habe nur den Dienstleistungsfall richtig gestellt.
Blöd nur, dass es sich hier immer um das Big Picture dreht. Jegliche Form von Mindestlohn, BGE oder sonstwas muss im internationalen Kontext gesehen werden, und NUR in diesem.
Nochmal abschließend: Nur durch einen Mindestlohn haben wir KEINE ansteigende Realinflation! Das funktioniert in unserem Geldsystem überhaupt gar nicht!
Das ist deine Behauptung. Empirische Daten aus vielen anderen Nationen, die einen Mindestlohn eingeführt haben, beweisen das Gegenteil.
Im Zweifel gewinnen immer empirische Daten. Willkommen in der Wissenschaft.
Doch der Preis hat geschwankt, kann man im Warenkrob nachvollziehen, dass die Milch damals auch im Supermarkt günstiger war als er es heute ist.
Und ja es macht einen Unterschied ob man sich bei seiner Argumentation um ziemlich exakt 100% irrt...
Und du meinst das wirklich ernst, dass sich der Brötchen Preis reguliert wenn die Festplatten und Unterhaltungselektronik günstig sind? Oo Wusste nicht, dass du Plastik, Silizium und Metall als Nahrung verwerten kannst. Gratuliere dir dazu.
... also so langsam.. wieso hat man bitte einen Grundbedarf an Brötchen? Die werden einfach substituiert. Sogar Reis wurde in Südkorea substituiert.
Zeig mir mal Deine empirischen Daten. Und bring die dann auch mal in Verbindung zu der Exportwirtschaft in Deutschland..
Du weißt genau, was ich meine. Ersetze Brötchen mit "beliebiges grundsätzliches Nahrungsmittel"... oder denk nur an Benzin. Es ist mir SCHEISS egal, was Benzin kostet. Weißt du, warum? Weil ich keine Wahl habe. Will ich zur Arbeit fahren, dann muss ich mein Auto füttern.
Genauso habe ich beim Brot-Preis keine Wahl. Wenn ich morgen Frühstück will, dann muss ich heute den geforderten Preis zahlen. Ich kann nicht plötzlich weniger Lebensmittel kaufen.
Die empirischen Daten stehen unter anderem in dem Link zu Wikipedia zum Thema Mindestlohn. Einmal ausgewertet und natürlich wie bei Wikipedia auch die Quellen dazu an sich.
Wozu verlinkt man hier eigentlich was? -.-
Wenn das Brötchen teurer wird, weil Getreide teurer wird, dann wird auch Brot und jede Menge andere Lebensmittel teurer. Und wie du Backwaren in Deutschland substituieren willst, dass erklär mal bitte. Und ne Quelle, aus der deine Aussage belegt wird, dass Reis in Südkorea substituiert wurde, hätte ich auch gern. Wäre mir neu, dass Reis dort nicht mehr als Grundnahrungsmittel dient...
Das einzige Info die mir ansatzweise dazu bekannt ist, bezieht sich auf die Vulkaninsel Cheju, auf der schlicht kein Nassreisanbau möglich ist und daher dort vornehmlich Süßkartoffeln angebaut werden. In ganz Rest Südkorea ist Reis DAS Lebensmittel.
Ihr überschlagt euch... kommt wieder runter. Nochmal meine (so wie ich finde) wichtige Frage, wieviel muss zum Beispiel das Brötchen teurer werden und wie stehen die gesamten Preiserhöhungen im Verhältnis zum mehr an Einkommen.
Sind wir ehrlich und relativistisch, genau das ist die entscheidende Frage. Wird am Ende alles teurer und die Menschen habe effektiv dennoch mehr Geld übrig, dann kann das nur positiv sein.
Und vergesst nicht, der Endverbraucher zahlt auf Lebensmittel - Steuern. Wenn die Bürger mehr Geld verdienen, dann kann das nur positive Auswirkungen haben, er zahlt mehr Steuern und Sozialabgaben, da er mehr verdient - gibt mehr Geld aus (da einige Sachen ja teurer werden!) und zahl somit auch auf einfache Verbrauchsgüter einen höheren Steueranteil. Wird das Brötchen verhältnismäßig nicht überproportional teurer, dann werden auch nicht weniger Brötchen verkauft (das ist doch Fakt) und somit steigt auch der Umsatz des Unternehmens.
Das Steuerplus aus den steigenden Löhnen, die rein von der Wirtschaft getragen werden, für was könnte man das verwenden? Kann man die höheren Steuereinnahmen (Lohnsteuer) dafür einsetzen um einige Branchen zu subventionieren? Ich nutze mal das Wort subventionieren, was ich damit meine, ist euch klar. Ich höre immer nur negative Aspekte, wenn die Löhne (speziell die geringen) steigen, hat das auch positive Nebenwirkungen. Ich habe noch in keiner Diskussion vernommen, wo man das Steuerpuls verbucht, es wird teils verschwiegen bzw. bleibt unberücksichtigt.
Beim Thema Mindestlohn beziehungsweise einer Lohnuntergrenze höre und lese ich fast ausschließlich von den Experten, das dass primär problematisch für die schwachen am Arbeitsmarkt sein soll, hier werden wohl Beschäftigungshürden für Menschen ohne Schulabschluss, Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte aufgebaut. Und gerade in Ostdeutschland sollen die 8,50€ Gift für den Arbeitsmarkt sein.
Haben es die schwachen heute leicht am Arbeitsmarkt? Und was sucht die Wirtschaft? Sucht sie nicht Fachkräfte oder doch nur möglichst billiges Personal. Positiv bleibt nämlich auch festzuhalten das es durchaus Unternehmen in Deutschland gib, die sehr anständige Löhne zahlen. Auch Unternehmen die nicht im Exportgeschäft stecken oder Internationaler Konkurrenz unterliegen.
Weiterhin eben bei Lanz vernommen, diese Einstellung teile ich 100%, H4 darf natürlich nur eine Übergangslösung sein UND man muss Löhne schaffen von denen man leben kann, genau in diesem Zusammenhang sollte/muss man das betrachten UND nicht für H4 arbeiten ist legitim, dass ist es nicht.
Ich wiederhole es gerne nochma. Die negative Auslegung eines Mindestlohn ist nicht nur theoretischer Natur. Viele Länder haben dies versucht und empirisch gesehen überwiegen die negativen Erfahrungen den positiven über 2:1 hinaus.
Nimmt man nun noch die oft geforderte Höhe des Mindestlohnes hinzu und die Tatsache, dass dieser allgemein gelten soll zeigt sich auf den empirischen Daten heraus, dass dies eine negative Folge auf das Preis Niveau haben wird.
Dies lässt sich unter anderem im Wikipedia Link nachlesen oder in spezieller Fachliteratur. Auch die OECD hat sich diesem Thema ausführlich und wiederholt gewidmet und stellt entsprechende Studien und Ergebnisse zur Verfügung.
Es mag am Stammtisch immer wieder aufkommen, dass ein Midnestlohn toll ist und alles verbessert. Fakt ist natürlich auch, dass er unter Gewissen Umständen sich positiv auswirken kann. Beispielsweise eben Branchen abhängig, wie es in Deutschland größtenteils durch Tarifverträge bewerkstelligt wird. Aber ein genereller Mindestlohn und vorallem die geforderte Höhe sind hier das Problem. Den diese Art und Weise hilft nicht, sie schädigt. Das ist empirisch belegt, da brauch man an sich nicht allzuviel diskutieren. Die Daten dazu liegen vor und müssen nicht erhoben werden. Diskutieren sollte man da eher, wie man die positiven Aspekte weiter ausbauen kann. In Deutschland wäre das unter anderem, wie man dafür sorgen kann, dass der prozentuale Anteil an tarifgebunden Löhnen in einigen Branchen seit ein paar Jahren leicht rückläufig sind. An diesem Punkt kann man durchaus dann auch die Wirtschaft verpflichten und beispielsweise gesetzliche VErankerungen schaffen, die einen Tariflohn attraktiver machen für die Unternehmen oder ggf. einfach verpflichten.
Das ist letzlich das selbe Prinzip wie beim BGE. Es macht keinen Sinn, einen branchenunabhängigen Mindestlohn zu etablieren und alle Besonderheiten einzelner Branchen zu vernachlässigen. Es ist sinnvoller, Tariflöhne, die den entsprechenden Branchen angepasst sind, zu fördern. Genau so ist es sinnvoller, die Sozialsysteme so auszurichten, dass die Bedürftigen davon profitieren und nicht ein BGE einzuführen, dass allen das selbe gibt und keinerlei Besonderheiten berücksichtigt. Nur so kann Geld gzeielt zu denjenigen Menschen fließen, die es auch wirklich benötigen.
Und warum ist für H4 arbeiten nicht legitim? H4 stellt doch den Grundstandard dar oder? Warum sollte man für diesen nicht arbeiten müssen, wenn man es kann und Jobs dafür auch vorhanden sind? Kann man von H4 nicht leben? Wäre mir neu, denn dann wäre die gesamte Prämisse von H4 und den Sozialleistungen fraglich, sollen diese eben doch ein soziales Netz bilden und einen Mindeststandard garantieren. Und bevor jetzt wieder einer mit den Sanktionen ankommt und diese als Grund nimmt, H4 abschaffen zu wollen: berechtigte Sanktionen sind notwendig. Wenn jemand absolut unkooperativ ist, braucht man ein Instrument um die Kooperation zu steuern. Gibt es überall sonst auf auf der Welt, beispielsweise in der Strafverfolgung, nennt sich Beugehaft. Ein solches Instrument ist kein Grund ein solches System komplett abzuschaffen, da es notwendig ist. Vielmehr ist sicher zu stellen, dass möglichst keine Fehler passieren und Sanktionen Personen treffen, die es nicht treffen soll. Das erreicht man jedoch mit einer Verfeinerung der bestehenden Struktur und nicht mit der Holzhammermethode indem ich alles neu mache und am besten gleich allen das selbe gebe, unabhängig von irgendeiner Bedürftigkeit.
Ich möchte die Diskutanten darauf aufmerksam machen, dass ihr doch bitte wieder einen sachlicheren Ton finden solltet. Wenn die Sticheleien und jovialen Anspielungen nicht aufhören, muß ich den Thread entweder schließen oder - was den anderen Usern gegenüber gerechter wäre - an die "Störenfriede" Verwarnungen aussprechen.
Bitte lasst das Thema nicht dadurch sterben, dass ihr Euch gegenseitig nur noch ankeift.
Und warum ist für H4 arbeiten nicht legitim? H4 stellt doch den Grundstandard dar oder? Warum sollte man für diesen nicht arbeiten müssen, wenn man es kann und Jobs dafür auch vorhanden sind? Kann man von H4 nicht leben? Wäre mir neu, denn dann wäre die gesamte Prämisse von H4 und den Sozialleistungen fraglich, sollen diese eben doch ein soziales Netz bilden und einen Mindeststandard garantieren. Und bevor jetzt wieder einer mit den Sanktionen ankommt und diese als Grund nimmt, H4 abschaffen zu wollen: berechtigte Sanktionen sind notwendig. Wenn jemand absolut unkooperativ ist, braucht man ein Instrument um die Kooperation zu steuern. Gibt es überall sonst auf auf der Welt, beispielsweise in der Strafverfolgung, nennt sich Beugehaft. Ein solches Instrument ist kein Grund ein solches System komplett abzuschaffen, da es notwendig ist. Vielmehr ist sicher zu stellen, dass möglichst keine Fehler passieren und Sanktionen Personen treffen, die es nicht treffen soll. Das erreicht man jedoch mit einer Verfeinerung der bestehenden Struktur und nicht mit der Holzhammermethode indem ich alles neu mache und am besten gleich allen das selbe gebe, unabhängig von irgendeiner Bedürftigkeit.
Alg2 stellt das Existenzminimum dar, das heisst du bist Mensch und bedürftig, hier das bekommst du dafür. Damit sind deine Grundbedürfnisse gedeckt.
Dann Menschen dafür noch arbeiten zu lassen finde ich falsch. Denn genau mit dieser Argumentation förderst du doch Niedriglohnsektoren und Ausbeutung. Arbeit zu jedem Preis. Wenn es eine Tätigkeit gibt, die ein Alg 2 während des Bezugs ausübt, dann sollte er dementsprechend auch bezahlt werden.
Jobs schaffen die man nicht subventionieren muss und die Leute auskömmlich bezahlen. Dann zahlen sie Steuern, Sozialabgaben und machen was für die Rente. Alles andere ist Schmuh und für den Stolz kann man sich nichts kaufen.
Dann kommt man wieder auf den Trichter, dass es leider ja nicht genügend Arbeit für alles gibt.
ICh rede nicht davon, dass man alg2 bezieht und eine normale Arbeit für die Wirtschaft für lau macht...
Aufstocken seh ich hingegen kein Problem mit sofern es sich nicht um 8n Stunden Jobs handelt. Aufstocker sind aber oftmals teilzeitkräfte und ich wüsste nicht, wie man aus 4 Stunden Arbeit am Tag allein soviel Geld bekommen soll, das man ohen Aufstocken auskommt. Es kann auch nciht im Sinne der Wirtschaft sein, 4 oder 6 Stundenkräften einen derart hohen Stundenlohn zu zahlen, dass man damit allein auskommt. Trotzdem gibt aus sowohl auf Seiten der Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber Bedarf an Teilzeitkräften. Warum man diese nicht aufstocken sollte, kann ich nicht nachvollziehen. Ein generelles Ablehen von Aufstockung bringt keinem was, Bedarf daran ist da unter bestimmten Vorraussetzungen. Die grundlegende Idee des Aufstockens ist nicht verkehrt, der mißbrauch muss unterbunden werden. Jemand geht 8 Stunden arbeiten und muss Aufstocken, dass ist natürlich zu unterbinden. Meines erachtens nach ist sowas sittenwidrig, jemanden Vollzeit arbeiten zu lassen und ihm ein Gehalt zahlen, dass unter der Grundsicherung liegt. Hier kann man durchaus gesetzliche Regelungen schaffen um dies zu unterbinden. Ebenso ließe sich gesetzlich regeln, dass eine 8h Stelle nicht beispielsweise durch 2 400 eurokräfte besetzt werden darf. Das wäre ohnehin Betrug am Staat und an den Sozialsystemen, da dadurch Steuern und Sozialabgaben hinterzogen werden. Sowas ist ans ich unter Strafe zu stellen. Das sind aber Probleme, die durch ein BGE nicht behoben werden, sondern lediglich die Symptome werden bekämpft. Das jetztige System gegen solchen Mißbrauch zur sichern und ihn gesetzlich zu verbieten löst das Problem jedoch an der Wurzel.
Was ich legitim finde ist, wenn man körperlich fit ist und geistig und H4 bezieht und in der Gemeinde ist Arbeit zu tun, dnan kann hier auch ein H4 etwas tun. Sei es Sozialarbeit, sei es Kleinarbeit, für die die Gemeinde kein Geld hat. Das hilft der Allgemeinheit und es hilft dem Menschen selbst, denn er hat etwas zu tun und behält einen Tagesablauf bei. Es wird doch immer argumentiert, dass der Mensch arbeiten will und es braucht. Warum sollte man ihm das den vorenthalten, nur weil er H4 bezieht?
Alg2 stellt das Existenzminimum dar, das heisst du bist Mensch und bedürftig, hier das bekommst du dafür. Damit sind deine Grundbedürfnisse gedeckt.
Dann Menschen dafür noch arbeiten zu lassen finde ich falsch. Denn genau mit dieser Argumentation förderst du doch Niedriglohnsektoren und Ausbeutung.
Du vergisst dabei, dass du nicht für die knapp 400€ H4 arbeitest. Du tauschst nicht (wie bei einem der BGE-Ansätze) dein H4 1:1 gegen deinen Lohn ein. Du kannst erst einmal n paar Kröten vollkommen unabhängig von H4 verdienen (100€, glaub ich). Danach setzt eine Staffelung ein. Je mehr du verdienst, desto weniger H4 bekommst du, aber es dauert sehr lange, bis du gar keinen Anspruch mehr hast. Bis dahin zahlt dir das Amt, zusätzlich zum Bargeld, noch Miete und KV.
Mustis schrieb:
Es wird doch immer argumentiert, dass der Mensch arbeiten will und es braucht. Warum sollte man ihm das den vorenthalten, nur weil er H4 bezieht?
Meine Rede. Arbeit ist ja nicht nur Lebenserhalt, sich nützlich zu machen hat ja auch einen deutlichen psychologischen Effekt. Das geht dann eben soweit, dass man als H4ler der alten Nachbarin den Rasen mäht und dafür nicht mehr als n Danke und n Glas ihrer hausgemachten Marmelade bekommt... denn das war dann auch ehrlicher Lohn für ehrliche Arbeit, eine kleine Leistung der alten Dame viel bedeutet hat.
Genau das ist der springende Punkt, selbstverständlich kann eine Teilzeitstelle nicht so vergütet werden, dass man allein davon leben kann. Ich bin mir sicher, dass es hier niemanden gibt, der einen Mindestlohn fordert - der sich auf einen Niveau bewegt, dass man von einer Halbtagsstelle allein leben kann. Und darum geht es auch nicht.
Ein weiterer Punkt ist aber, es gibt Tätigkeiten und Berufe, da ist eine Vollzeitstelle nicht wirklich realisierbar, also brauchen wir auch Menschen die weniger zeitintensiv arbeiten. Und hier könntest du dir selber widersprechen. Dieser Mensch geht Halbtags arbeiten, dafür bekommt er Geld. Für den Rest, der Betrag der aufgestockt wird, tut er nichts. Er müsste es als nicht bekommen.
Hinter jeder Arbeit steht ein Arbeitgeber und ein Nutzen, ein Zweck jemanden irgendeine Arbeit verrichten zu lassen. Wenn du sagt, es ist legitim für H4 arbeiten zu gehen, dann müsste das ALLE betreffen, dich, mich, den langzeitarbeitslosen, den Facharbeiter, den Meister, den Ingenieur. Da man von H4 leben kann, welchen Beruf ich am Ende ausüben möchte, kann, muss oder will ist entweder meine Entscheidung oder eben nicht.
Du kannst das nicht viel anders formulieren, da weder der, dessen Berufsbild gerade gefragt ist, nicht grundsätzlich allein dafür verantwortlich ist, dass er in Arbeit ist. Auch der hochqualifizierter Ingenieur oder Manager ist auf einen Arbeitgeber angewiesen, der ihn einstellt. Bist du Selbstständig bist du auf Menschen/Unternehmen angewiesen, die dein Produkt kaufen oder deine Dienstleistung in Anspruch nehmen.
So wie du Argumentieren, ist doch sehr leicht. Ich möchte ein Haus bauen, dafür muss ich zahlreiche Produkte und Dienstleistungen bezahlen, wieso bekommt jedes Gewerk unterschiedliche Beträge überwiesen, auch in Abgrenzung zur reinen Arbeitsleistung, ohne Material. Da kann ich auch sagen, der Bauingenieur bekommt einen Stundensatz auf H4-Niveau, genau wie der Bauleiter, der Vorarbeiter, der Facharbeiter und der Hilfsarbeit. Aus einem einfachen Grund, du unterscheidest beim für H4 arbeiten gehen auch nicht nach Bildungsgrad und Arbeit, wieso machst du das dann also nicht grundlegend, generell?
Das Hauptproblem was ich sehe ist belegt und das kannst du überall nachlesen. Gerade die jungen Menschen habe es heute schwer. Unbefristete Arbeitsverträge, Zeit-/Leiharbeit, niedrige Löhne sind heute keine Einzelfälle. In Deutschland betrifft das 8 Millionen Menschen, jeder 5te ist arm und wir habe 2,5 Millionen betroffene Kinder. Wer soll in Zukunft die Steuern zahlen, die Sozialkassen füllen? Die jetzt Situation ist noch tragbar, muss aber verbessert werden, weil die derzeitige Negativ-Entwicklung zum gravierenden Problem werden kann, für ALLE. Berücksichtige dabei doch bitte auch den schon heute beständigen Mangel an Arbeitsplätzen, im Verhältnis zu den jetzt zu vielen Arbeitssuchenden.
Und auf der anderen Seite reicht es nämlich (in einem Sozialstaat) grundsätzlich nicht, nur für seinen Lebensunterhalt aufkommen zu müssen, die Mehrheit der/aller Arbeitnehmer muss möglichst viel Steuern und Sozialabgaben abtreten. Arbeiten aus reinen Selbsterhaltungszwecken (ich kann davon leben) rentiert sich nicht. Deine gesetzliche Krankenversicherung, deine Rente und im Falle einer Arbeitslosigkeit musst du abgesichert sein. Und auch die die nicht arbeiten können, müssen abgesichert sein und das Geld dafür muss irgendwo herkommen, dass ist doch richtig? Grundlegen kann nämlich jeder Arbeitslose werden, JEDER ist ersetzbar, kann krank werden, berufsunfähig, zum Pflegefall oder in Rente gehen.
Ergänzung ()
Mustis schrieb:
ICh rede nicht davon, dass man alg2 bezieht und eine normale Arbeit für die Wirtschaft für lau macht...
Was ich legitim finde ist, wenn man körperlich fit ist und geistig und H4 bezieht und in der Gemeinde ist Arbeit zu tun, dnan kann hier auch ein H4 etwas tun. Sei es Sozialarbeit, sei es Kleinarbeit, für die die Gemeinde kein Geld hat. Das hilft der Allgemeinheit und es hilft dem Menschen selbst, denn er hat etwas zu tun und behält einen Tagesablauf bei. Es wird doch immer argumentiert, dass der Mensch arbeiten will und es braucht. Warum sollte man ihm das den vorenthalten, nur weil er H4 bezieht?
Für nahezu jede Tätigkeit gibt es einen Ausbildungsberuf. Ehrenamtliche Arbeit, muss auch ehrenamtlich sein und bleiben, ein Zwang hierzu darf es nicht geben. Und genau das was du nicht möchtest, davon spreche ich. Es werden geringqualifizierte H4er in Arbeiten gezwungen, wohingegen auf der anderen Seite DAFÜR ausgebildete Fachkräfte arbeitslos sind.
Ein großer Automobilhersteller hat Festangestellte nach IG-Tarif, hat Leiharbeiter nach Tarif und an vollkommen berufsfremde - Werksverträge für 1200€ Brutto ausgestellt. Der der in diesem Fall nicht qualifizierte Arbeiter mit Werksvertrag bekommt mehr Sozialleistungen als er durch die Arbeit verdient. Und leistet quasi nichts an Steuern und Sozialabgabe , für die Gesellschaft (!) und auch nichts für seine Rente., etc.
(Alle verichten identische Arbeiten)
Und von diesem Gehalt kann er Regional weder seinen noch den Lebensunterhalt der Familie sichern oder signifikant verbessern. Er geht arbeiten ohne Nutzen für sich, der Familie, dem Steuerzahler, der Gesellschaft. Er bringt nicht mal dem Arbeitgeber (langfristig) was, da er dafür massiv in der öffentlich Kritik stand. Nur die vermittelte Kraft hatte eine wenige im Bezug (obwohl das nichts mal stimmt) und der andere Vermittler hat eventuell kurzzeitig dran verdient.
Du musst die Probleme nicht wiederholt aufzählen, jeder kennt diese Thematik.
Warum nicht generell jede Arbeit auf H4 Niveau vergüten nur weil ich die Bildung bei H4 Bzeug nicht berücksichtige? Weshalb? Es ist natürlich nicht das selbe. Denn der Ingeniuer in seinem Beruf benötigt seine Asubildung und wendet sie auch an, entsprechend wird er vergütet. Bezieht er H4 weil er keinen Job hat benötigt er in dieser Zeit seine Ausbildung nicht, warum sollte er sie dann auf Kosten der Allgemeinheit bezahlt bekommen? Deswegen kann er doch, wenn solche Arbeit vorhanden ist, in dieser Übergangszeit aushelfen bei sozialer Arbeit, die sonst auf freiwilligen Basis erledigt werden würde. Das eine hat doch mit dem anderen Nichts zu tun. Dank Wegfall der Wehrpflicht und damit des Zivildienstes gibt es eine Riesenlücke, die dadurch gefüllt werden könnte.
Aber gut, da H4 eine Grundsicherung ist, muss man dafür natürlich nicht arbeiten müssen. Es wäre zwar schön wenn sowas in dieses System integriert werden könnte, damit die die wollten es auch einfacher tun könnten. ABer ein Zwang dahingehend widerspricht der Grundsicherung. Dem widerspricht dadurch aber nicht automatisch, dass grundsätzlich jeder der kann, sich auch um einen Arbeitsplatz zu bemühen hat. Und da spielt es keine Rolle, dass nicht jeder einen bekommen kann. Solange ausgeschriebene Plätze vorhanden sind, sprich Arbeitsplätze angeboten werden, kann man sich auch um eben diesen Bemühen im Rahmen seiner Möglichkeiten, was Umschulungen und Weiterbildungen natürlich mit eingreift.
Ebenso ist die Regierung natürlich verpflichtet, ein System zu schaffen, dass diese Sicherung finanziert und aufrecht erhält. Das heisst im Umkehrschluß aber nicht, dass dies um jeden Preis auf Kosten der Allgemeinheit zu gehen hat. EIn BGE oder genereller Mindestlohn sind aber solche Einschnitte, die für die Allgemeinheit große Nachteile bringt ohne sonderliche Vorteile zu generieren.
seien es Fruchtsäfte (z.B. Ananassaft von 99 cent auf 1,49 Euro und das im Aldi/Lidl/Norma/Penny, oder Sauerkirschsaft von 99 cent (100% Fruchtgehalt) ebenfalls auf 1,49 Euro (50% Fruchtgehalt > macht 300% Preisanstieg. Stichwort: Fruchtsaftkartell.
oder Fleisch. (vor allem Rind, Lamm, Hirsch und Wildschwein). Klar das ungesunde Schweinefleisch ist billig geblieben. Oder das ungesunde Bier. oder der ungesunde Kaffee.
dann die Strompreise. Vor allem Die EnbW zockt mächtig ab. Ein Mitarbeiter hat mir sogar mitgeteilt dass man beim Zählerstand genau aufpassen muss, die berechnen gerne mehr.
frage mich auch, warum in anderen EU Ländern die Preise stabil geblieben sind nur in DE sind die massiv gestiegen.
Wer für den ach so tollen 8,50 Mindestlohn arbeiten will, sollte in die ehemelige DDR ziehen, denn die Mieten in Süddeutschland oder Hamburg sind echt unbezahlbar
der Mindestlohn von 8,50 muss ja im Osten auch gezahlt werden, oder nicht?
Das Hauptproblem was ich sehe ist belegt und das kannst du überall nachlesen. Gerade die jungen Menschen habe es heute schwer. Unbefristete Arbeitsverträge, Zeit-/Leiharbeit, niedrige Löhne sind heute keine Einzelfälle. In Deutschland betrifft das 8 Millionen Menschen, jeder 5te ist arm und wir habe 2,5 Millionen betroffene Kinder.
Nicht wenige Jugendliche sind arbeitslos, weil ihre Einstellung zum Ausbilder-Azubi - Verhältnis nicht passt. Wundert sich jemand wirklcih, wenn so ein YOLO-Kid entweder gar keine Lehre kriegt oder nach 5-6 Wochen schon die erste Abmahnung drin hat?
Deutschland hat tatsächlich eine so gute Aufstellung hinsichtlich Lehrstellen (und im Mittelstand quasi mit Übernahmegarantie), dass sogar Südeuropäer bei uns ihre Lehre machen.
Und was die betroffenen Kinder angeht: Deren Situation kannst du nicht verbessern. Die Eltern HABEN ja die Mittel, die Sozialsicherung ist ja vorhanden. Nur sind das eben unverantwortliche Eltern, die das Kindergeld etc. lieber in Kippen, Schnapps und iProducts investieren, als in ihre Kinder. Wenn du den Eltern mehr Geld in den Rachen stopfst, dann kaufen sie noch mehr Klimbim, aber für den kleinen Justin bleibt trotzdem nichts übrig.
Bier ist nicht ungesund. In der DDR zählte Bier zu den Grundnahrungsmitteln.
- es spült die Nieren sauber
- es ist isotonisch
- es ist nahrhaft
Pilsner ist fast so toll wie Single Malt Scotch!
Natürlich wäre es gut, wenn Menschen in Alg 2 etwas dazu verdienen könnten. Und es wäre aucht toll wenn diese Menschen die Möglichkeit hätten, zumindest die es wollen und können, sich weiterzubilden. Aber ist es nicht so, dass du in Alg 2 schon von Vorurteilen überhäuft wirst, selbst wenn du wirklich was kannst?
Auf der anderen Seite werden doch gerade dort auch die Mittel gekürzt, um Umschulungen oder Fortbildungen zu machen.
Das kann es doch nicht sein. Wenn wir mal ehrlich sind ist es für die Meisten einfach das Abstellgleis, es gibt einfach nicht genug bezahlte Arbeit. Die Nachfrage ist gegenüber dem Angebot viel zu hoch. Es gäbe schon eine Möglichkeit daran was zu ändern, das wäre dann aber wohl zu sozialistisch.
@Daaron,
Alkoholfreies Weizen ist gesund und isotonisch. Normales Bier würde ich nicht als gesund hinstellen, zudem kann es eine östrogene Wirkung haben. (Biertitten).
Richtig. Das ist dann ein weiteres Problem. In der ehemaligen DDR bekommen viele qualifizierte Facharbeiter heute keine 8,50€. Deswegen sagte ich auch wie rentabel sogar ein Quereinstieg sein kann oder Montagearbeit im Handwerk ein attraktives Geschäft ist, für die Ossis. Da geht man am Ende mit dem doppelten effektiven Netto (und mehr) nach Hause. Dafür sind wird durchaus sehr flexibel. Und das wir arbeiten können, bestätigt der Westdeutsche Arbeitgeber mit anständigem Lohn und sicherer Arbeit.
@Mustis
Weil er, egal was er dann leistet sein Leben somit - so oder so von der Allgemeinheit bezahlt wird. Es ist für die Gesellschaft/den Steuerzahler vollkommen egal ob er arbeitet oder nicht. Der Ingenieur der für H4 eine Tätigkeit verrichtet, welche in keinster weise seiner Qualifikation einspricht und somit sich die Chancen für den richtigen Arbeitsmarkt weiter verschlechtern und das nur tun muss, weil er gezwungen wird, dass ist im höchsten Maße unakzeptabel.
Und dann das eigentlich Argument, ehrenamtlich. Die Stadt muss Stellen abbauen, die Stadt beschäftige Ingenieure. Ich entlasse also die - die bei der Stadt angestellt sind (oder mache eine ehrenamtliche Tätigkeit aus dem Aufgabenbereich) oder stelle diesen arbeitssuchenden Ingenieur ehrenamtlich für H4 ein.
Und dem Anschein nach, kennst du die Thematik nicht, genau ähnliches passiert derzeit auf dem Arbeitsmarkt. Da werden Stellen nicht von zur Verfügung stehenden Facharbeiter besetzt, sondern durch möglichst billige, nicht oder gering qualifizierte, arbeitswillige Menschen. Oder Menschen die nach BZA in EG5 oder EG6 eingestellt werden müsste, in EG3 gezwungen.
Das ist Ausbeutung und umsetzen von Dorfrecht, genau so wird ein Niedriglohnsektor realisiert. Es gib in Deutschland doch keinen Niedriglohnsektor, weil es nicht ausreichend qualifizierte Arbeitnehmer geben würde. Mir fallen auf Anhieb mehrere Unternehmen ein, wo das genau so umgesetzt wird, das sind (je nach Region) keine Einzelfälle mehr, genau das ist das Problem.
Es ist nur sinnvoll, wenn der H4er durch Arbeit komplett aus der Grundsicherung fällt. Alles andere ist unsinnig. Und das einzige was da maßgeblich und konsequent dazwischen haut, ist ein Mindestlohn, flächendeckend und nach regionalen Gegebenheiten.
Das was ich nicht verstehe, ab morgen sind alle H4er in einer ehrenamtlichen Beschäftigung, was bringt das? Nichts. (Machst du aus den Stellen bei den Agenturen, Jobcenter, Sozialämtern, Caritas- und anderen Verbänden auch ausschließlich ehrenamtliche?) Was glaubst du wohl, warum ein Mindestlohn auf H4-Niveau sinnlos ist? Rechne die Kosten die ein H4 verursacht mal %ual runter, mit Miete, Regelsatz, Mehrbedarf, Versicherung, Zusatzleistungen, und anteiligen auch Personal und Verwaltungskosten. Da kommst du auf eine Zahl, die sehr wahrscheinlich nicht weit von 8,50€/h entfernt ist.
Das Problem der Finanzierbarkeit des BGE (und wiederholt, ich bin auch gegen ein BGE) ist eins, aber das Argument das durch höhere Löhne (vorrangig im Niedriglohnsektor) die Lebenskosten im Verhältnis extrem steigen, ist in der Form keins, weil sie schon steigen mit ausgebautem Niedriglohnsektor, ohne Mindestlohn, ohne BGE, konsequent und teils drastisch über die Jahre.
Natürlich wäre es gut, wenn Menschen in Alg 2 etwas dazu verdienen könnten. Und es wäre aucht toll wenn diese Menschen die Möglichkeit hätten, zumindest die es wollen und können, sich weiterzubilden. Aber ist es nicht so, dass du in Alg 2 schon von Vorurteilen überhäuft wirst, selbst wenn du wirklich was kannst?
ALG II - Empfänger HABEN die Möglichkeit, weitere Einkommensquellen zu erschließen. Und wie ich schon sagte, sind diese dann nicht exklusiv. Ich hab z.B. während meiner (nicht all zu langen) ALG II - Zeit nebenher die Webseiten 2er gemeinnützige Vereine betreut und dafür sehenswerte Rechnungen gestellt. Alles vollkommen legal, hat mich trotzdem kein Krümel meiner Leistungen gekostet. Außerdem habe ich gleich noch eine Weiterbildung, in meinem speziellen Fall ein Existenzgründerseminar, mitgenommen. Warum auch nicht? Wissen schadet nie, und ich hatte Anspruch...
Und hier kommt der Problem zum Tragen: Wie viele H4-Empfänger machen sich überhaupt Gedanken darüber, welche RECHTE sei jetzt haben? Alle jammern nur wegen der Pflichten, aber hey... etwas Eigeninitiative gehört halt auch dazu.
Und nein, Vorurteile hat man nur denen gegenüber, die dann auch entsprechend auftreten. Klar guckt man sich mal im Wartezimmer um. Eine Frau in mittleren Jahren wurde vom Sachbearbeiter z.B. mit "Frau Dr. Sowieso" aufgerufen, über die denkt man natürlich anders als über so n schlumpfigen Typen, der zum Termin in versifften Jogginghosen kommt. Saubere Jeans, sauberes T-Shirt, Schuhe ohne Risse&Löcher, keine Fahne, kein Muff nach Kippen... vollkommen akzeptables Auftreten, das öffnet Türen und verbessert den Willen der Sachbearbeiter.
Aber wenn du eben schon wie der letzte Penner aussiehst, denkst du dir nimmt da jemand ab, dass du eigentlich n Dipl. Ing. sein willst?
Zwenner schrieb:
Der Ingenieur der für H4 eine Tätigkeit verrichtet, welche in keinster weise seiner Qualifikation einspricht und somit sich die Chancen für den richtigen Arbeitsmarkt weiter verschlechtern...
Wird der Dipl. Ing. durch etwas einfachere Arbeit plötzlich dümmer? Tatsächlich schätze ich GERADE Akademiker so ein, dass sie den Sinn von "mach was, damit du aus dem Loch kommst" begreifen.
Die Stadt muss Stellen abbauen, die Stadt beschäftige Ingenieure. Ich entlasse also die - die bei der Stadt angestellt sind...
Viele kleine Gemeinden, gerade im Osten, können sich keinen eigenen Bauhof mehr leisten. Die Stadtsäckel sind chronisch leer. Die würden sich freuen, wenn ihnen das Amt ein paar Leute stellen würden, die bei einfachen aber notwendigen Tätigkeiten, z.B. die Bänke im Park zu streichen, aushelfen.
Es ist nur sinnvoll, wenn der H4er durch Arbeit komplett aus der Grundsicherung fällt. Alles andere ist unsinnig. Und das einzige was da maßgeblich und konsequent dazwischen haut, ist ein Mindestlohn, flächendeckend und nach regionalen Gegebenheiten.
Das BEHAUPTEST du. Die Zahlen sagen aber: Mindestlohn -> Preissteigerung
Und aus einer Preissteigerung folgt auch, dass die Bemessungsgrenze für H4 weiter steigt.
Heute werden da sinnlos 8,50 beschlossen... und dann wird das Thema 8 Jahre lang nicht angefasst. In den 8 Jahren erhöhen sich durch den Mindestlohn udn die natürliche Inflation die Preise, und mit 8,50 kannste dir den Arsch abwischen.