@Daaron
Deutschland hat tatsächlich KEIN Arbeitsplatzproblem.
Deutschland hat ein Arbeitsplatzproblem. Deutschland hat 0,5 Millionen freie Stellen. Nehmen wir an, Unternehmen melden nicht alle ihre offenen Stellen an. So bleiben uns ca. 1 Millionen offene Stellen. Wir haben ca. 3 Millionen Arbeitslose + Arbeiter in geringfügigen Beschäftigungen + Menschen in Umschulung + Menschen in Transfergesellschaften + ... , rechnen wir mal mit 5 Millionen Menschen.
Jetzt haben wir 5 Millionen Menschen auf 1 Millionen Stellen. Und wir haben kein Arbeitsplatzproblem? Es bleiben 4 Millionen "über". Natürlich hatten wir die Thematik auch schonmal, es werden bei einer Vollbeschäftigung wieder neue Arbeitsplätze generiert. Sodass wir nochmal 0,25 Millionen neue Arbeitsplätze generiert wüssten. Was immer noch 3,75 Millionen Menschen Arbeitslos macht.
Die können sich jetzt weiterbilden wie sie möchten, das Einzige, was sie schaffen ist ausgebildete Fachkräfte zu sein, die Arbeitslos sind - wenn nicht sie, so boten sie diejenigen aus, die jetzt einen Arbeitsplatz haben.
- Selbst wenn man mal ein paar Nachwuchs-Facharbeiter findet, Nachwuchs-Meister gibts keine.
Aber man will auch die Nachwuchs-Meister nicht bezahlen. Auch keinen Einstieg gewähren. In dem Falle fehlt dann die Facherfahrung und dann hört man: "Haben Sie Berufserfahrung?" "Nein." "Dann geht es nicht." Ja, eine tolle Idee. Man bildet sich weiter, aber was nützt es einem?
@_killy_
Manchmal glaube ich, hier werden nur Rechtfertigungen gepostet damit man selber nicht arbeiten gehen muss.
Der ist echt gut. Solltest du mal allen Arbeitslosen sagen. Die freuen sich immer wieder über diese Pauschalisierungen. Vor allen Dingen die, die schon richtig Jahre auf dem Buckel haben und noch einen aufn Sack bekommen.
Ich habe dem Osten "Adé" gesagt und bin für die Arbeit umgezogen.
Ich auch. Ich bin ausgewandert und die Bedingungen hier sind um längen besser als in Deutschland. (selbst für Niedriglöhner)
Auch sollte man sich anstrengen um eine vernünftige Qualifikation zu erwerben und Erkenntnisse die man vorher hat auch bei der Jobwahl berücksichtigen.
Nützt nur nichts wenn man keine Chance bekommt den Job auch auszuführen. Da kann ich noch so viele Qualifikationen mitbringen. Vorher heißt es: "Sie haben keine Berufserfahrung? Nein dann nehmen wir Sie nicht. " Später heißt es: "Sie sind schon so lange ohne Arbeit? Dann nehmen wir Sie nicht." Lächerlich, gerade in einem Alter unter 30. Weiter qualifizieren wäre nur mit Studium gegangen, und das Geld war nicht vorhanden. Schulden machen?
@Zwenner
Stellenweise magst du aber auch Recht haben, hier haben sich auch schon Stimmen geäußert, dass da wo anständige Arbeitsverhältnisse herrschen, man kein Personal findet. Ist sicherlich auch von der Region stark abhängig.
Es gibt die eine Seite, und es gibt die andere Seite. Du selbst hast viele Erfahrungen mit der einen Seite gemacht. Ich ebenfalls. Dennoch würde ich das niemals auf alle Arbeitslosen hochpauschalisieren. Sondern einfache Mathematik anwenden. Es gibt genügend Arbeitslose die Arbeiten wollen, aber nicht können weil sie nicht eingestellt werden. Manche sind selber Schuld, andere wiederum nicht.
Wie man es auch dreht, am Ende bleiben
immer irgendwelche Menschen über, die nicht arbeiten können/gehen. Es gibt und gab aber auch schon immer Menschen, die dies auch nicht
müssen, deren einzige Befugnis dazu, ist, dass sie von irgendjemandem das Geld bekommen haben.
Folgt man dieser Logik ist der Aufschrei, dass alle arbeiten gehen müssen in Deutschland für
beide Seiten anzunehmen. Das heißt: Zwinge ich Menschen mit der Argumentation der "sozialen Pflicht; Ethikvorstellung der Sozialversicherung, Solidarität;wer kann der kann" so muss das auch für
ALLE gelten. Das bedeutet eben nicht nur, jemand der wenig bis kein Geld hat muss arbeiten gehen, sondern auch diejenigen, die viel Geld haben müssten gezwungen werden zu arbeiten. Nicht durch das Geld, welches sie besitzen. Daher muss ihnen das Geld entzogen werden. Man könnte demnach jeden Bürger Deutschlands nach dem Tod enteignen. Welche Auswirkung das hätte kann sich jeder vorstellen, die Menschen mit genug Geld werden gehen.
Da das nicht geht, wird noch immer unterschieden zwischen Arm und Reich. Wer reich geboren ist, hat ausgesorgt. Wer arm geboren ist, der muss zwingend für die Allgemeinheit eine Arbeitsleistung erzielen, eine Art Sklaventum. Damit möchte ich nicht sagen, alle sollen zu hause bleiben und nichts tun. Sondern dass die, die auf dem Besitz und auf dem Geld sitzen nicht verpflichtet werden, was eben bedeutet, dass sie damit keinen Beitrag leisten durch Eigenleistung, sondern nur durch Besitz. Ist das nicht ebenso verwerflich und daher für einen Anpranger zu benutzen, wie die Arbeitslosen gleichbedeutend mit Faulheit angeprangert werden? Aber solch ein Vergleich wird gar nicht erst geführt. Es ist eben viel einfacher den "Kevin und die Chantal" für die miseren der eigenen Politik verantwortlich zu machen. Die Kinder, die vor allen Dingen überhaupt nichts dafür können, weil ihre Eltern ihnen alles in den Hintern blasen (obwohl ich nicht so weit gehe zu sagen, das würde jedem Kevin und jeder Chantal passieren). Die Schuld ist also nicht bei den Kindern zu suchen. Sondern bei denen, die die Kinder erziehen.
Das wiederum wird mehr und mehr in staatliche Hände gelegt. Die Eltern müssen, in den "unteren Schichten" (obwohl ich diese Schichtenbezeichnung nicht mag) beide arbeiten gehen um genug Geld zu bekommen. Die haben keine Zeit mehr für unendliche Weiterbildungen. Wir haben einen riesigen und wachsenden Arbeitsmarkt im Bereich der Niedriglöhner. Je größer der wird, desto schlechter geht es Deutschland und den Menschen. Nur ist es einfach noch auf die unteren zu treten, als die wahren Schuldigen zu suchen....