Darf ich nochmal zusammen fassen in aller Kürze? (wollte gestern schon wieder nen Trümmer schreiben und pflücken, das spar ich mir mal [wird wahrscheinlich eh groß genug])
Ein BGE ist ein
Bedingungsloses
Grund
einkommen. Dieses bekommt demnach JEDER, da ja keine Bedingung vorhanden ist. Eigentlich stimmt sogar das nicht, da man sich in Deutschland aufhalten muss, um es zu bekommen, also ist das schon eine Bedingung.
Was hier gemeint wird ist ein GE, ein Grundeinkommen. Und Mustis versucht die ganze Zeit schon zu schreiben, dass wenn man JEDEM 800€ jeden Monat gibt, es nunmal eben nicht die Bedürftigen sind, sondern ALLE. Obwohl ein Großteil auf dieses Geld ja gar nicht angewiesen wäre, weil sie schon anderweitig Geld bekommen. Eine Gegenfinanzierung durch die ges. Sozialversicherung verschiebt letztlich nur die jetzt noch brauchbaren Punkte des ges. Sozialversicherungssystems in die Richtung der Reichen. Denn die bekommen ja jetzt etwas, vorher nicht. Den Teufel mit dem Belzebub austreiben bringt nicht viel.
Zwenner hingegen prangert an, dass sich im Falle bei schon jahrelanger Zahlung von Beiträgen kein Cent mehr ausgezahlt wird, gleichzeitig Leute zu Arbeit gezwungen werden, die sie:
- Niemals machen können aufgrund ihrer Qualifikation (und eine Umschulung/Weiterbildung evtl. aufgrund des Alters nicht schaffen würden)
- nicht besser entlohnt bekommen als zu hause sitzen zu bleiben (und genau das zu tun, was jemand mit 0 Stunden Arbeit im bisherigen Leben auch macht)
Für mich bedeutet jedoch mindestens 8,50€ die Stunde einen Schritt in die richtige Richtung. Wenn jetzt noch gleichzeitig die Lohnsteuer verschoben würde, wenn die Sozialversicherungsbeiträge AB DIESEM Gehalt abgezogen würden, hätte man 1500€ netto. Ich hörs schon: "Wer soll das bezahlen?" Nunja, finanziert werden kann die ges. Sozialversicherung dadurch, dass es keine Beitragsbemessungsgrenze mehr gibt, sodass die Prozentuale Zahlung weitergeht ohne gekappt zu werden, gleichzeitig maximale Auszahlungssätze bei ALG, H4 und Rente erzeugt werden.
Das Problem mit dem Arbeitszwang hat sich leicht erledigt wenn man ihn abschafft. Jedoch den formalen Zwang muss es weiterhin geben. Anträge müssen ausgefüllt werden, auch für Zusatzleistungen. Zusatzleistungen sind eben Miete + NK (ohne Strom). Der Höchstsatz von 400€ Entgeld bei H4 ist ausreichend. Dazu noch nen Busticket (ja wenn der Bus nur 2 mal täglich fährt kann man scheinbar auch nur 2 mal täglich fahren, immerhin hat man ja Zeit

) und man benötigt kein Auto mit all dessen Abgaben. Ein Auto bezahlt bekommen ist aber nicht richtig.Weil es nunmal eine Sozialversicherung ist und keine Luxusversicherung.
Die Krux ist, zu behaupten, jeder hätte es in der Hand, sich aus dem Sumpf zu erheben. Der Fall von Zwenner z.b., der 40 Jahre lang gearbeitet hat, und dann ne Schulung/Maßnahme machen soll, das ist ein Witz, das funktioniert nicht. Jetzt gibt es 2 Personenarten. Die, die dann arbeiten können und wollen. Und die, die es nicht wollen. Was sollen wir machen? Eine Vollbeschäftigung kann nicht erreicht werden. Ist es also dermaßen schlimm, denen den Zwang zu nehmen, sich Arbeit zu suchen? In meinen Augen nein. Sollte man denen mehr Geld geben, weil sie schon 40 Jahre gearbeitet haben? Auch hier: Nein. Immerhin haben sie sich jetzt entschieden zu hause zu bleiben, es ist also ihre Entscheidung.
Sollte man H4ler Enteignen? Und hier wieder ein entschiedenes Nein von mir. Man vernichtet momentan die ges. Sozialversicherung und baut mehr auf die Eigenleistung der Individuen auf. Aber was nützt es, wenn dieser momentan von der Hand in den Mund lebt? Die Person schafft es zu überleben, sie schafft es ein wenig Luxus zu haben (100-200 Euro mehr als H4, aber 176 Stunden im Monat weg), aber Rücklagen bilden? Ich bitte euch. Wovon denn? Und wenn doch, in 40-45 Jahren, wird jemand, der von der Hand in den Mund gelebt hat genau dieses Geld weiterhin als Rente bekommen. 700€ sind realistisch, sagen wir von mir aus auch 1000€. Vorgesorgt? Super, keine Aufstockung auf ca. 1000€ (je nach Region, ja ich weiss es). Nicht vorgesorgt? Aufstockung auf 1000€. Das ist doch ungerecht! Für den, der vorgesorgt hat.
Nein, die Aufstockung muss automatisch erfolgen, und dann sind wir bei einem Grundeinkommen im Alter, eine Mindestrente. Alles was man zusätzlich abgeschlossen hat kommt nun drauf. Und keine Enteignung im Alter.
Usw. usf. Man muss Sicherheiten schaffen. Und Sicherheiten werden momentan im Land komplett abgeschafft. Die Arbeit ist nicht sicher. Die Rente ist nicht sicher. Die Kinder sind nicht sicher (wer soll sie ohne Arbeit versorgen?)? Das Land ist nicht sicher. Das Internet ist nicht sicher. Die Rücklagen für den Notfall sind nicht sicher. (müssen bei längerer Arbeitslosigkeit vernichtet werden, damit man als bedürftig zählt) usw. usf.
Während im Gegenzug Subventionen gegeben werden. Die Energielobby ist da als Beispiel zu nennen.
Es wird mit den normalen Arbeitern gespielt, Ping-Pong, es ist kein Geld vorhanden. Für nichts und niemanden. Dann kommen Flüchtlinge (nichts gegen die, die können ja nun gar nichts dafür) :
"Oh, wir müssen helfen."
"Aber, aber ich dachte, wir hätten gar kein Geld?"
"Ja schon, eigentlich nicht. Aber das kriegen wir schon hin."
"Wieso hat man es dann nicht schon bei uns hingekriegt? Wir arbeiten und leben doch schon seit jahrzehnten hier?"
"Wirklich? Hat uns niemand gesagt, ihr wählt uns doch immer, da dachten wir, es sei alles ok so."
Es wird Gehalt nach Qualifikation/Eignung verhandelt und nicht nach Papier. ...Will ich den AN haben, wird solange realistisch verhandelt - bis ich ihn hab.
Dafür bist du eine bis zwei Generationen zu spät geboren. Kurz nach dem Krieg war das so. Da konntest DU verhandeln. Gerechter? Ich bezweifel es. Dann hat sich eben nicht die Lobby das Geld in den Hintern geschoben, sondern wie Mustis schreibt die Generationen vor uns. Die hatten solche Möglichkeiten. Gebracht haben beide Seiten gar nichts. Davon mal ab, dass man dafür ja verhandeln muss. Wie... ungerecht, wenn man das nicht kann.
