Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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ThomasK_7 schrieb:
Nun erkläre mir mal bitte, wie ein Arbeitender selbst oberhalb des Mindestlohnes mehr fürs Kind hätte!

Das Kindergeld ist ein Betrag, der Eltern monatlich überwiesen wird und der nicht der Einkommensteuer unterliegt, also nicht versteuert werden muss. Zumal Eltern mit Kindern die im Mindestlohn liegen, eh Aufstocken müssen und vola sie sind als Aufstocker HartzIV

wer bekommt nun wirklich den Kinderfreibetrag?

und was schrieb ich?

"Und wenn das Kindergeld "Abschlagsfrei" für Besserverdienende vom Staat vorgesehen ist muss es dann nicht für alle Kinder gelten?"

und nun Gegenfrage :

wer hat nun eine bessere Perspektive? Das Kind von Eltern die nicht auf Sozialleistungen angewiesen sind oder das Hartz IV Kind ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich geht es hier ja ums BGE....
Will auch nicht auf alle Punkte eingehen, aber:

#3585
Keinen plan von nichts, neid darauf was andere haben und das eigene unvermögen darauf abwälzen, dass man nichts dafür kann den andere unterdrücken einen ja. Alles und jeder haben schuld, vor allem die da oben, die eliten, nur man selber nicht...
#3587
Ich wäre einmal an einer Erklärung interessiert, in wie weit diese Punkte in Deutschland nicht zutreffen bzw. wie in diesem Fall Perspektive und Sicherheit definiert ist....Ursache ist dann weniger in der Zeit, des Orts oder des Systems zu suchen, sondern individuell bei der Person selbst.
#3590
Wer mit 50 JAhren seinen Job verliert und absolut NICHTS zurückgelegt hat, dann liegt das ausschließlich an einem selbst. Zudem ist es nicht die Aufgabe der Gemeinschaft, einen erreichten Lebensstandard ab zu sichern sondern nur einen Mindeststandard. Warum sollt eich jemanden, der solange einen Job hatte, seinen erreichten Lebensstandard weiterhin zusichern, wenn er bis dato nicht in der Lage war, selbst was dafür zu tun? Eigenverantwortung heisst das Zauberwort. Sowas kennen in Wohlfahrtsstaaten wie DE die verwöhnten Menschen wohl kaum noch mehr.

In Deutschland gibt es ca. 3 Millionen Arbeitslose und ca. 0,56 Millionen offene Stellen. Das bedeutet, dass, selbst wenn eine Vollbeschäftigung erreicht würde, und diese dann zusätzliche Arbeit schaffen, noch ca. 2 Millionen Menschen ohne Arbeit sind. Die können sich anstrengen wie sie wollen, sie können Konkurrenz erschaffen, aber sie können niemals weitere 2 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Hinzu kommen noch Menschen in Transfergesellschaften, Kursen, Weiterbildungen. Es gibt ca. 42 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, davon ca. 29 Millionen sozialversicherungspflichtig. Ergo 13 Millionen nicht sozialversicherungspflichtig, also auch Lohnsteuerfrei. 22 Millionen SV-pflichtige arbeiten Vollzeit, 7 Millionen Teilzeit. Mini-Jobs lagen bei ca. 7,5 Millionen. (Die Zahlen sind alle von 2012)
Gehen wir also von ca. 10 Millionen Menschen aus, die z.T. arbeiten, arbeitslos sind, H4 bekommen (erwerbsmäßig, daher arbeitsfähig). Diese Zahl steigt momentan immer weiter, da die Mini-Jobs, die Zeitarbeit, die Personaldienstleister (ohne angepasste Einkommen wie in Österreich) steigen, auch die Teilzeitjobs. Es wird also entweder stagnieren oder aber die Anzahl nach oben gehen.

In einigen Jahrzehnten, vielleicht in einigen Jahren, wird das dafür sorgen, dass diese Einkommensschicht keine Rente mehr bekommt. Laut der Ministerin müsste man 35 Jahre lang 2500€ brutto verdienen, um später 700€ Rente zu bekommen. Momentan beträgt die Rente ca. 1050€ im Durchschnitt, die Pensionen liegen im übrigen bei 3370€ im Monat. Wenn diese Einkommensschicht später in H4 rutscht, wird weniger für die Rente ausgegeben, somit steigen die Einnahmen in die Rentenkasse, die Ausgaben sinken, und das hat zur Folge, dass die Rentenbeiträge sinken. Was wieder weniger Geld ausschütten bedeutet, da ja weniger gezahlt wird. Am Ende gibt es die ges. Rentenversicherung nicht mehr.
H4 sorgt in der Zwischenzeit bei den Aufstock-Rentnern, dass diese ihre bisherigen Ersparnisse aufbrauchen müssen bis zu einem bestimmten Teil. Ich wage mich hier als Wahrsager heran, ich würde tippen, dass dieses Aufbrauchen erhöht wird, die Freigrenzen niedriger. Warum? Es muss ja irgendwie das neue Steueraufkommen bezahlt werden. Und man hätte ja vorsorgen können!

Siehe Mustis und Labtec. Jeder hat es in der Hand, genug zu sparen, um später nicht am Minimum kratzen zu können. Dabei sind die, die in dieses Minimum fallen ja jetzt schon am Minimum. Das sind eben jene, die jetzt Arbeitslos sind, über einen längeren Zeitraum, manchmal aber auch kurz und so nicht an ihre Rentenpunkte kommen. Die, die schon 40 Jahre gearbeitet haben, aber eben für wenig Geld. Es sind nicht "ein paar". Es sind Millionen von Menschen. Laut meiner Berechnung 10 Millionen Menschen, die später genau in das reinrutschen werden. Von den jetzigen ca. 0,5 Millionen Rentenaufstockern abgesehen.

In einem gebe ich Mustis recht. Man ist selber Schuld. Diese Millionen von Menschen müssten endlich aufwachen und jemanden wählen, der für sie steht.

Einen Punkt möchte ich dabei noch herausstechen lassen:
Zudem ist es nicht die Aufgabe der Gemeinschaft, einen erreichten Lebensstandard ab zu sichern sondern nur einen Mindeststandard.
Wenn das so wäre, warum gibt es dann keine Einheitsrenten? Wieso bekommt der Pensionist 3370€, während der Rentner 1070€ im Durchschnitt erhält? Wieso gibt es Rentner mit 2500€ Rente, während es welche mit 600€ Rente gibt? Ja, der MINDESTSTANDARD. Der ist bei weitem nicht durch die gesetzliche Sozialversicherung abgedeckt, sondern die Reichen pröffen sich mit dem Geld voll. Was bedeutet eine Rentenerhöhung um 5%? Rechnen wir doch mal ganz grob:
1070€ * 1,05= 1123€ im Monat, ergo: 53€ mehr. Das ist doch super für jeden Rentner. Halt, moment, folgendes passiert:
800€ Rente * 1,05 = 840€
2500€ Rente * 1,05 = 2625€
Was ein Pech, dass auch die Verteilung so liegt, dass es mehr Rentner mit 800€ gibt, als mit 2500€. Würde man hingegen JEDEM Rentner einfach 53€ mehr geben, hätte der mit wenig Geld 13€ mehr im Monat zur Verfügung, Geld, welches bei der Summe eigentlich eher umgelegt, als gespart und gehortet wird, oder nicht? Wer 2500€ Rente bekommt, muss auch genug verdient haben. Und ja, der Unterschied ist, DER HÄTTE JA SPAREN KÖNNEN, weil der HAT JA MEHR VERDIENT. Während der andere gar nicht erst die Möglichkeit hatte.

Und darin bin ich uneins. Ich will nicht behaupten, man könne nicht etwas aus seinem Leben machen. So naiv bin ich nicht. Aber ALLE können das nicht. Für die gibt es ja das Sozialsystem. Zu sagen, das Sozialsystem würde aber jeden auffangen ist lächerlich. Wer 2500€ Rente bekommen hat, der hätte was zurücklegen können, und dem kann von mir aus auch der Vorwurf gemacht werden, dass Rücklagen möglich sind. Wer aber von der Hand in den Mund lebt, und das sind in Deutschland Millionen von Menschen, die können doch wohl nicht alle nur zu faul, zu dumm oder zu protzerisch mit ihrem Geld umgegangen sein.

Nein, das macht jemand anders für sie. Und daher ist das kein Neid auf die, die mehr haben. Ich gönne jedem seine hohe Rente und hohe Pension. Aber von dem hohen Ross zu plärren, die Leute sollten sich nur ordentlich anstrengen, und wenn sie sich anstrengen und Rücklagen bilden, wenn sie dann ins soziale Netz rutschen sie zu enteignen und nackt auszuziehen, das ist eben genau die Sicherheit und Perspektive, die den Menchen fehlt.

Deren Arbeit ist jetzt nichts wert, sie ist im Alter nichts wert, sie ist für ihre Kinder nichts wert, sie erbringen ihre Arbeitsleistung für andere, die das Geld abschöpfen. Und das ist in meinen Augen kein Unternehmer, die sind nur die Nutznießer, wie wir uns ja auch über ne Steuersenkung freuen. Nein die wahren Schmarotzer sind..... ihr könnts euch denken. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Onkelhitman schrieb:
Aber von dem hohen Ross zu plärren, die Leute sollten sich nur ordentlich anstrengen, und wenn sie sich anstrengen und Rücklagen bilden, wenn sie dann ins soziale Netz rutschen sie zu enteignen und nackt auszuziehen, das ist eben genau die Sicherheit und Perspektive, die den Menchen fehlt.

Deren Arbeit ist jetzt nichts wert, sie ist im Alter nichts wert, sie ist für ihre Kinder nichts wert, sie erbringen ihre Arbeitsleistung für andere, die das Geld abschöpfen. Und das ist in meinen Augen kein Unternehmer, die sind nur die Nutznießer, wie wir uns ja auch über ne Steuersenkung freuen. Nein die wahren Schmarotzer sind..... ihr könnts euch denken.

So ist es, aber es ist ja einfacher auf einen Bill Gates zu zeigen, der ohne Studium Milliardär geworden ist und zu sagen: Schau der hats auch geschafft, du bist nur zu faul und dumm.
 
Es gibt Bill Gates. Es gibt auch genug Leute, die sich durch harte Arbeit und Leistungen herausgekämpft haben. Es gibt unzählige Beispiele dafür. Aber eben nicht alle. Es sind ein paar Leute, die sich anstrengen, die Ideen, Innovationen, manchmal auch einfach nur Glück hatten.

Das gilt aber niemals für Millionen für Menschen. Und es sind oben in meiner Rechnung 10 Millionen Menschen. Im oder um Arbeitsverhältnis rum, die später keine Perspektive haben. Was mit den jetzigen Rentnern mit ca. 1070€ im Monat im Durchschnitt (also gehe ich von ungefähr 17 Millionen Rentnern aus, davon ca. 15 Millionen bis zu 800€, der Rest mehr), dann sind es schon knapp 25 Millionen Menschen in Deutschland.

Das ist zuviel, das ist fast ein Drittel. Die Flüchtlinge sind für dieses marode System nun völlig egal, es stellt sich dennoch die Frage, wie man sie versorgen kann, wenn man für 25 Millionen Deutsche ein Minimalsystem mit gleichzeitiger Enteignung geschaffen hat, und es dann noch als gerecht bezeichnet. Das funktioniert weder für die 25 Millionen, noch für die, die nun kommen.

Eins sollte uns dabei aber klar sein. Ein BGE wäre noch viel fataler, da es noch viel mehr Geld in die hohen Schichten befördert, wo es nicht nötig ist.
 
@hotzenplotz

Danke, jetzt habe ich es verstanden.
Betreffs besserer Perspektive denke ich aber, dass es weniger mit Geld, denn mit der Einstellung der Eltern zu tun hat!

Wer arbeitslos ist, hätte eigentlich am meisten Zeit, sich mit seinen Kindern zu beschäftigen und diese auch mit wenig Geld zu fördern. Leider ist für viele ALG2-Dauerempfänger aber das anscheinend zu viel verlangt.
Ich kenne solche und solche Fälle. Leider aber mehr negative. Gib denen effektiv 100 Euro mehr Zuschlag fürs Kind im Monat und beim Kind werden nur rund 30-50 Euro ankommen.

Nur die Wenigsten nehmen für ihre Kinder eine Zusatzbeschäftigung auf, um sich diese, sagen wir einmal wieder 100 Euro, eigenständig zu verdienen.
Es wird dabei grundsätzlich mit zu viel Anspruchsdenken gearbeitet/argumentiert.
Mir steht zu...
Dem Kind steht zu...

Das Existenzminimum, ja. Aber mehr aus meiner Sicht auch nicht.
 
Eins sollte uns dabei aber klar sein. Ein BGE wäre noch viel fataler, da es noch viel mehr Geld in die hohen Schichten befördert, wo es nicht nötig ist.

Es gut um das Ziel. Ob das nun BGE, GE, Mindestlebensstandard oder sonst wie heißt, spielt doch keine Rolle.

Man könnte sich einfach ansehen ab welchem Einkommen eine "Förderung der Perspektive und Sicherheit" also ein FPS nicht BGE keinen Sinn mehr macht.

z.B. 10.000 € Einkommen im Monat oder 1 Million Vermögen.
 
@ThomasK_7
Sehe ich genauso. Geld ergibt da keinen Sinn. Ist aber völlig unabhängig vom Einkommen, ob sich jemand um sein Kind kümmert oder nicht. Es in eine Kinderbetreuung zu stecken weil man das Geld hat ist doch wohl genauso verwerflich, weil man so die Verantwortung an Andere weitergibt.

Um also wirklich was zu erreichen müssten die Kindergärten/Betreuungen/Schulen verbessert werden, verändert und eben anstatt mehr Geld den Eltern zu geben eine Betreuung anbieten (kostenlos).
(Lebensstandard anpassen, sodass die Kinder "gleichere" Chancen zum Start in ein Leben haben= Kostenlose Schulbücher, Frühstück und Mittagessen. Hausaufgabenbetreuung. Klamotten (von mir aus Schuluniformen) Was zu hause passiert kann man sowieso nicht beeinflussen. Aber was staatlich geleistet wird KÖNNTE man regeln. Wenn das denn gewollt WÄRE. Aber wer will das?

@ Andy8891
Nein. Das ist genauso ungerecht. Wer ein Einommen von 9000€ hat, soll 800€ bekommen? Wofür denn? Wer Rentner ist bekommt Rente minus 800€? Warum ändern? Ein Kind bekommt keine 800€ weil es kein Erwachsener ist? Warum unterscheiden? Es braucht mehr Klamotten und möchte auch mal ins Kino etc. Ebenso wer viel Geld hat. Manche erben auch etwas, warum soll der denn dann kein Geld bekommen (Leistung)?

Dieser Enteignungsquatsch muss unten wie auch oben aufhören. Er ist völlig unnötig. Und selbst ein GE ergibt keinen Sinn. Arbeit muss sich lohnen. Mehr lohnen als keine Arbeit. 800€ für nichts oder eben 800€ für Arbeit. Wieso sollte da jemand gehen? Eben. Warum sollte er HEUTE, mit dem JETZIGEN SYSTEM gehen? Weil er später auch nichts davon hat. Geb ich aber Anreize für später (höhere Rente), wieso sollte man sich dann weigern? Und selbst wenn. S.o. Vollbeschäftigung kann eh nicht ereicht werden. Wenn also ein paar zu hause bleiben ist das völlig Wumpe, das passiert ja heute auch. Ist halt nur mühsamer für alle....
 
in Kind bekommt keine 800€ weil es kein Erwachsener ist? Warum unterscheiden? Es braucht mehr Klamotten und möchte auch mal ins Kino etc. Ebenso wer viel Geld hat. Manche erben auch etwas, warum soll der denn dann kein Geld bekommen (Leistung)?

Heute bekommt ein Kind auch kein Hartz4.

Dieser Enteignungsquatsch muss unten wie auch oben aufhören.

Unten ja, oben ist es aber unvermeindlich. Wie kann es sein, das ein Staat (das Volk) von privaten Banken (mit gierigen Spekulanten dahinter) abhängig ist? Warum wird das als Gottgegeben hingenommen?

Arbeit muss sich lohnen.
Wenn du die Zukunft nicht durch Zurückhaltung von neuen Errungenschaften künstlich ausbremst und vorsätzlich Probleme verursacht (Die schwachsinnigen Machtspielchen USA - Russland usw.), dann wird es einfach keine Arbeit mehr für die breite Masse geben.

Dann heißt es: Wir haben 1 Mrd. Menschen und 10 Millionen Arbeitsplätze.

Geb ich aber Anreize für später (höhere Rente), wieso sollte man sich dann weigern
Weil es keine Arbeit gibt. Außer du führst die Lochgräber + Zuschaufler ein.

Und selbst wenn. S.o. Vollbeschäftigung kann eh nicht ereicht werden. Wenn also ein paar zu hause bleiben ist das völlig Wumpe, das passiert ja heute auch. Ist halt nur mühsamer für alle....

Dafür ist die Grundkaufkraft, wie auch immer man sie nennt.
 
@Onkelhitman

auf bestehendes Unrecht hinzuweisen und damit weiteres Unrecht zu fordern ist irgendwie ziemlich schwach. Das der ganze Pensionärunsinn zu verschwinden hat und jeder in der Rente gleich gestellt wird ändert doch nichts dran das ein Sozialsystem wohl kaum dazu dienen kann, erreichten Lebensstandard abzudecken. Wo kämen wir den da hin? Jeder verpulvert alles während der Arbeit in Konsum und wenn er dann aus welchen Gründen auch immer unter seinen bisherigen Lebensstandard fällt wird die Hand aufgemacht? Oo Klar wäre super, aber das kann doch keiner ernsthaft fordern...

Das es nicht für jeden in Deutschland Arbeit gibt weiß ich. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass jeder die selben Möglichkeiten hat aufzusteigen. Die selben Chancen. Jedem steht Bildung frei, seit Erfindung des Internets soviel wie noch nie zuvor und so leicht wie irgendwann sonst in der Geschichte der Menschheit. Noch nie war es so einfach sich wissen anzueignen oder sich Perspektiven zu schaffen oder darüber zu informieren. Noch nie stand einem auch die Welt so offen wie heute. Und auch die soziale Absicherung war noch nie höher. Und dann soll man allen ernstes auf Menschen hören wie Andy, die rumkrakeln wie mies und beschissen es doch alles ist, wie ungerecht und gemein und alles umgeändert werden soll zu einem vermeintlich besseren System? Dabei wird mit krudem Halb- und Falschwissen um sich geworfen wie sonstwas. Fakten werden ignoriert und komplett verdreht. Dass das bestehende System nicht perfekt ist, ist nun wirklich kein Geheimnis. Man kann sicherlich eine Menge verbessern. Aber damit fängt man ganz sicher nicht an, indem man eines der komfortabelsten Systeme überhaupt komplett verteufelt und dabei so tut als wäre man ausschließlich Opfer höherer Mächte, die nur das schlechteste für einen wollen. und ganz bestimmt nicht, indem man sein Falschwissen ignorant verteidigt...

@hotzenplotz

okay, hab ich nicht direkt verstanden. Vll deshalb, weil ich einen signifikanten Unterschied darin sehe, ob Einkommen selbst erwirtschaftet wird oder eine staatliche Zuwendung ist. Würde man mit dem Kinderfreibetrag bei selbsterwirtschafteten Einkommen genauso verfahren wie bei H4 müsste man es direkt vom Einkommen abziehen. Wohl keine sonderliche gute Idee. Ansonsten kann man ja bei H4 gern auch die Abschläge über die Steuer zurück bekommen, aber wo keine gezahlt wird, kann man keine zurückbekommen... Vll liegt ja darin der Unterschied?
 
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ThomasK_7 schrieb:
Wer arbeitslos ist, hätte eigentlich am meisten Zeit, sich mit seinen Kindern zu beschäftigen.
bist du dir da so sicher?

auch wenns makaber klingt aber arbeitslos sein ist ein fulltime Job

wie ich darauf komme?

- er muss alles mögliche tun um in arbeit zu kommen ( bewerben, bewerben und bewerben) , nachweisen muss er es auch noch. und hat er nicht sich genug beworben oder nicht richtig, gibs 30% Sanktion
- er muss sinnlos Massnahmen machen ( damit er aus der Statistik fliegt )
- er muss stunden lang sich auf dem Amt rumschlagen, weil mal wieder Amt falsch berechnet hat oder weil Amt ihn zum Raport antreten lässt oder oder

klar gibt es fälle wo das Klischee zutrifft ( bis früh morgens tv glotzen und bis zum Mittag schlafen ) und da haben die Leute nur glück, das sie nen sb haben. der seine Arbeit nicht genau nimmt

Ich kenne solche und solche Fälle. Leider aber mehr negative. Gib denen effektiv 100 Euro mehr Zuschlag fürs Kind im Monat und beim Kind werden nur rund 30-50 Euro ankommen.

es gab schon immer diese fälle und es wird sie immer geben. aber das für die Allgemeinheit zuzuschreiben. ist sehr pauschal ;)

Dem Kind steht zu...

da es gesetzlich geregelt ist, steht es nunmal rechtlich zu.

ein bürger hat nunmal nicht nur pflichten, sondern er hat auch rechte

Das Existenzminimum, ja. Aber mehr aus meiner Sicht auch nicht.
Dafür müsste erstmal eine transparente, nachvollziehbare und nachprüfbare Bemessung des Regelbedarfes ohne Tricksereien geben, nicht wahr ;)

Die Berechnung muss zu einem Ergebnis führen, und nicht umgekehrt, das Berechnungsverfahren am gewünschten Ergebnis angepasst werden

@Mustis

Ansonsten kann man ja bei H4 gern auch die Abschläge über die Steuer zurück bekommen, aber wo keine gezahlt wird, kann man keine zurückbekommen...

ein Beispiel

ein Niedriglöhner oder Selbstständiger wird zum 1.1.2016 arbeitslos. er bekommt ab 1.1.2016 alg2. Die Abschläge usw von seiner Steuererklärung für 2015, die er 2016 zurückbezahlt bekommt, wird als Einkommen gewertet und somit mit seinem Alg2 verrechnet.

wo ist da der Unterschied?
 
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Genauso pauschal ist es so zu tun als würde Arbeitsloser 8h pro Tag auf dem Amt verbringen, sinnlose AUfgaben machen oder Bewerbungen schreiben...
 
hotzenplot schrieb:
auch wenns makaber klingt aber arbeitslos sein ist ein fulltime Job

- er muss alles mögliche tun um in arbeit zu kommen ( bewerben, bewerben und bewerben) , nachweisen muss er es auch noch. und hat er nicht sich genug beworben oder nicht richtig, gibs 30% Sanktion
- er muss sinnlos Massnahmen machen ( damit er aus der Statistik fliegt )
- er muss stunden lang sich auf dem Amt rumschlagen, weil mal wieder Amt falsch berechnet hat oder weil Amt ihn zum Raport antreten lässt oder oder

Du warst wohl noch nie arbeitslos. Bewerbungen muss man schreiben. Das ist aber schnell gemacht. Man muss ja immer nur die Adresse ändern und in Jobportalen Stellen raussuchen.
Da setzt man sich halt mal drei Stunden hin und hat 50 Bewerbungen. Das reicht dem Amt für einen Monat.
Massnahmen gehen vielleicht einen Monat, sind nur halbtags und werden nur alle paar Monate verordnet.
Und stundenlang muss man nicht auf dem Amt sein. Man macht ja vorher einen Termin aus, dann muss man auch nicht lange warten.
Und das Gespräch mit dem SB ist dann auch in 10-30min durch.

Arbeitslos sein ist mit Sicherheit kein Fulltimejob.
 
Mustis schrieb:
Genauso pauschal ist es so zu tun als würde Arbeitsloser 8h pro Tag auf dem Amt verbringen, sinnlose AUfgaben machen oder Bewerbungen schreiben...

die Zahlen sprechen eine andere Sprache ;)

- 2.633.157 arbeitslose sind zu Hause ( Ärgern sich vielleicht ab und zu mit dem Amt herum ) , pro Monat gehen in den Sozialgerichten im Durchschnitt 2000 Klagen ein ( um Klage einzureichen, muss man erstmal sich mit dem Amt rumärgern )

folgende Arbeitslose sind beschäftigt und daher nicht in den 2.633.157 drin :

- 83.359 1 Eurojobber
- 8.030 Förderung von Arbeitsverhältnissen
- 111.273 Fremdförderung
- 167.672 berufliche Weiterbildung
- 168.373 Aktivierung und berufliche Eingliederung ( sinnlos massnahmen )
- 3.477 Beschäftigungszuschuss ( FAV )
- 7.383.300 Minijobber

die Zahlen der Midijobber und der Niedriglöhner die aufstocken, wird leider nicht genannt

@ WhiteShark

Massnahmen gehen vielleicht einen Monat,

http://kursnet-finden.arbeitsagentu...ae=601&gpBy=gvgOrt&doNext=vgdetail&out=gvgOrt

so so gehen nur 1 Monat ^^
 
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um zu klagen muss man sich mit dem Amt rumärgern? Seit wann das denn? Es hat sich ne ganze Anwaltsplage gebildet die nix anderes tut als pauschal klagen einzureichen wenn auch nur der winzigste Verdacht auch einen noch so kleinen Fehler begeht oder gar komplett präventiv weil damit Kürzungen etc. hingehalten werden können. Und unter berücksichtigung all deiner Zahlen ist H4 noch immer weit weit davon entfernt ein Fulltimejob zu sein...
 
Mustis schrieb:
um zu klagen muss man sich mit dem Amt rumärgern? Seit wann das denn? Es hat sich ne ganze Anwaltsplage gebildet die nix anderes tut als pauschal klagen einzureichen wenn auch nur der winzigste Verdacht auch einen noch so kleinen Fehler begeht oder gar komplett präventiv weil damit Kürzungen etc. hingehalten werden können. Und unter berücksichtigung all deiner Zahlen ist H4 noch immer weit weit davon entfernt ein Fulltimejob zu sein...

man merkt das du überhaupt keine Ahnung hast, wie der Werdegang ist

erstmal um eine Klage einzureichen , muss man erstmal einen Widerspruch zu dem VA machen ( und das macht kein Anwalt ). desweiteren der Anwalt arbeitet ja nicht umsonst. also ab zum Amtsgericht und Beratungsschein und PKH beantragen. Es gibt zwar Anwälte die diese arbeit abnehmen, aber das machen nicht alle Anwälte

und mal nebenbei, bei Sozialgerichten herscht kein Anwaltzwang ;) wer fit genug ist kann selber den Weg der Klage beschreiten
 
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Schön haste mal ne Massnahme gefunden die 8 Monate geht. Sowas ist aber eher selten.

Sich mit dem Amt zu ärgern bedeutet nicht das man dafür viel Zeit aufwendet. Das sind ab und an Telefonate, mal nen Brief schreiben, mal zum Anwalt gehen. Alles nichts was viel Zeit kostet.
Von Fulltime-Job ist das sehr weit entfernt. Nichtmal ansatzweise kommt man auf einen Halbtags-Job.
Wenn man alles addiert, so kommt man vielleicht auf 1-2 Arbeitstage im Monat, mal abgesehen von den Massnahmen (die ja auch nur halbtags sind und nicht jeder machen muss, sondern nur ein geringer Teil).

Achja, Beratungschein und PKH kann man telefonisch beantragen, ist kein Problem und dauert nur paar Minuten.
Widerspruch einlegen ist ein Brief der in 5min getippt ist.

Zumal so eine Klage eher die Ausnahme ist, das macht man ja nicht ständig.
 
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@Andy8891
Unten ja, oben ist es aber unvermeindlich. Wie kann es sein, das ein Staat (das Volk) von privaten Banken (mit gierigen Spekulanten dahinter) abhängig ist? Warum wird das als Gottgegeben hingenommen?
Wirds nicht. Die Alternativen sind/waren aber unwählbar. Das ist das Grundproblem, welches zu Grunde liegt. Es sind entweder die bisherigen Parteien, oder aber wirkliche Spinner mit Utopien. Und die kann man nicht wählen, da man auch in keinster Weise abschätzen kann, wo das hinführt.

Weil es keine Arbeit gibt. Außer du führst die Lochgräber + Zuschaufler ein.
Die Arbeit, die es gibt. Wie geschrieben, mehr geht erst einmal nicht. Daher ist der Zwang abzuschaffen inkl. der Enteignungen.

@Mustis
Das der ganze Pensionärunsinn zu verschwinden hat und jeder in der Rente gleich gestellt wird ändert doch nichts dran das ein Sozialsystem wohl kaum dazu dienen kann, erreichten Lebensstandard abzudecken. Wo kämen wir den da hin?
Nein, nicht wo kämen wir denn da hin, sondern wo sind wir bereits? Die Renten sind deswegen so niedrig, weil das Geld nicht ausgeschüttet wird. Das hat man wohl auch gemerkt, weswegen man sie 2016 ja anhebt. Aber eben wie immer, prozentual und nicht absolut. Somit bekommen die kleineren Rentner immer noch wenig, während jemand, der viel hat auch iel bekommt. Und das ist kein Lebensstandard mehr, das ist purer Luxus. Immerhin muss der mit 800€ auch überleben, der mit 2500€ wird daher wohl sicherlich überleben oder? Daher ist dies sein Lebensstandard und des anderen Lebensstandard. Die soziale Absicherung soll aber, wie wir beide ja schreiben, keinen Lebensstandard festlegen, sondern ein soziales Minimum. Haben zwei Leute nun ein anderes Minimum?

Jeder verpulvert alles während der Arbeit in Konsum und wenn er dann aus welchen Gründen auch immer unter seinen bisherigen Lebensstandard fällt wird die Hand aufgemacht? Oo Klar wäre super, aber das kann doch keiner ernsthaft fordern...
Aber genau so ist es. Diejenigen, die die Möglichkeit zur privaten Absicherung haben, die bekommen ja durch ihren ehemals höheren Verdienst eine höhere Rente. Oder nehm Selbstständige mit einem gewissen Einkommen. Die zahlen zwar nichts in die ges. Rentenversicherung, wenn sie aber mal pleite gehen ist das alles kein Ding, H4 wird auch da im Alter gezahlt. Es wird also derjenige bestraft, der gespart hat. Vor allem ist das aber in den unteren Lohnklassen sichtbar. Das habe ich ja aufgezeigt. Also bringt es nichts zu sagen: Die könnten ja. Ne, könnten sie eben nicht. Weil das ein Umlagegeld ist. Konto drauf, Konto leer. Jeden Monat. Keine Rücklagen.

Die selben Chancen.
Ich habe mit 1,50m die selben Chancen Basketballprofi zu werden, wie jemand mit 2m Körpergröße? Oh ja, ich kann es versuchen, aber meine Voraussetzungen sind anders. So wie das ganze Leben andere Voraussetzungen für jeden Menschen hat. Da wir schon in einigen Städten/Bundesländern andere Schulgesetze haben, und auch anderwertige Schulabschlüsse hat man eben nicht dieselben Chancen. Geh nach München auf eine Schule im Gymnasium und dann in Dresden. Da kommt was ganz anderes bei raus.

Noch nie stand einem auch die Welt so offen wie heute.
Die Welt steht nicht nur offen, sie ist ein Scheunentor für alle. Nur nützt einem das im Niedriglohnsektor nichts, da es in anderen Ländern bei der Arbeit auch nicht besser aussieht.

Und auch die soziale Absicherung war noch nie höher.
Für Einige.

Man kann sicherlich eine Menge verbessern. Aber damit fängt man ganz sicher nicht an, indem man eines der komfortabelsten Systeme überhaupt komplett verteufelt und dabei so tut als wäre man ausschließlich Opfer höherer Mächte, die nur das schlechteste für einen wollen. und ganz bestimmt nicht, indem man sein Falschwissen ignorant verteidigt...
Es ist aber letztlich eine höhere Macht. Wir können die Politik nicht lenken, die lenkt uns. Wenn du Alternativen hast, zähle sie bitte auf. Ich kenne keine Einzige vernünftige. Die einen wollen den perfekten Kommunismus, die anderen Anarchismus, die letzten wollen einfach nur die Ausländer raus weil die eh nur faul in der Sonne liegen. Und die letzten machen weiter wie bisher. Das ist eben nicht perfekt, aber, na was solls schon. Nichts ist perfekt.

Weil aber immer nach dem "nichts ist perfekt" Unsinn ausgegangen wird, passiert auch nichts. Warum auch? Ist doch alles super. Tja, aber eben nicht für alle. Und für einen Großteil nicht.

Wie siehst du das im Übrigen, sind für dich 25 Millionen Menschen, die ich oben aufzählte noch unter "naja, perfekt ist es nicht" oder wie ein Systemfehler? Für mich ist das ein Systemfehler, da abzusehen ist, das die Menge nicht kleiner, sondern größer wird, damit die Ungerechtigkeit (sozial gesehen) zunimmt.

Ein Grundeinkommen für Alle ändert aber, da sind wir uns einig, rein gar nichts daran. Umgelegt werden muss das Geld. Nicht völlig sinnfrei verschleudert.
 
Mit 1,50 kannste panzerfahrer werden, mit 2 metern nicht. So, wollen wir jetzt weiter scheinargumente basteln und so tun als wären biologische gegebenheiten ein widerspruch zur weitestgehnden chancengleichheit?

Was hält dich ab selbst politik zu machen? Das hast sowohl die möglichkeit ohne partei an zu treten, eine neue zu gründen oder in eine etablierte einzutreten und mit deiner agenda dort die richtung zu ändern. Du kannst auch petitionen einreichen oder diverse andere möglichkeiten nutzen um einfluss zu nehmen wenn du dich so unglaublich schlecht vertreten fühlst. Wählen gehen ist das absolute minimum der politischen teilnahme.
 
@Mustis

Darf ich Fragen wo du herkommst, wie alt und was du arbeitest?

Was ist denn das bitte für eine Diskussionsgrundlage? Grundsätzlich kann man auch ohne wirklichen Schulabschluss und Ausbildung 3000€ Netto verdienen? Man muss sich halt mehr anstrengen? Und du musst da auch einfach in die Branchen gucken! Willst du uns jetzt erzählen, jeder Kleinverdiener, Arbeitslose (auch ALG1) ist schlicht zu dumm, um bedeutend mehr Geld zu verdienen - beziehungsweise Arbeit zu finden?

Sieht man es so wie du, sind einige Landstriche in Deutschland morgen quasi unbesiedelt. Willst du das? Ist das der richtige Weg? Nicht jeder will Meister seines Fachs werden? Es gibt sehr viele Menschen die einer normalen Arbeit nachgehen wollen und dabei recht bescheiden sind und bleiben.

Hier wurde zum Beispiel gesagt, der arbeitslose Computerexperte aus München kann von 1000€ GE nicht leben, aktuell würde er um die 1069€ H4 bekommen. Er muss also, um sich seinen Lebensstandard zu halten - sehr wahrscheinlich arbeiten gehen oder umziehen, GENAUSO wie anderswo, wo man das auch machen müssten. Das Argument ist lächerlich!

Und wenn H4 doch eigentlich ein GE ist, warum bist du dann gegen ein GE? Lass die arbeitsunwilligen doch gammeln... das machen sie heute, morgen und immer. Stecke sie nicht in Jobs, wo sie eh nicht lange überleben (wollen) und somit anderen Chancen weg nehmen.

Zu diesem dümmliche arm und reich Geblubber, darum geht es gar nicht! Sollen die Reichen noch reicher werden (interessiert mich nicht), Armut in Deutschland, trotz Arbeit ist ein Armutszeugnis. Sieh nicht nur die dummen, faulen, lustlosen H4er! Das ist die Minderheit! Sie die Niedriglöhner, Aufstocker, die die demotiviert werden.

Jetzt geht’s gleich wieder los, einfache Tätigkeiten können nicht anständig bezahlt werden. Selbstverständlich geht das, geht auf dem Bau (in einigen Handwerksberufen) und auch im öffentlichen Dienst (TV-L - Entgeltgruppen, einfacher Dienst, mittlerer nichttechnischer, dass kann jeder Vollidiot.) und oder auch mal im Call-Center, seit Jahrzehnten.

Und du wirst bei der Bundeswehr nicht einfach so HptFw (2700€) oder Hptm (3600€). Was ist wenn man nicht zur Armee will, wegen dem Dienst an der Waffe zum Beispiel? Ist man dann auch zu dumm, weil man die Chance nicht nutzt?

EDIT:
Mit einem richtigen GE hat der Arbeitnehmer das Recht, was sich JEDER Arbeitnehmer raus nimmt. Hier werden Leute eingestellt, wenn sie gebraucht werden und fliegen raus, wenn nicht mehr. Hans passt mir nicht, nicht mehr - kündigt den mal. Horst will arbeiten, koste es was es wolle - den kannst du richtig ausbeuten - wenn du ein Arschloch bist. Überstunden, Mehrarbeit, Schichten, ständige Erreichbarkeit, keine Lohnerhöhung, Urlaub? Musste mal verschieben... krank wegen Kind, ist nicht, weitere Qualifikationen, für was? Du sollst arbeiten. Er wird nicht kündigen.

Mit einem GE kann er sagen: "Achim, tschüss." (Ja, ja – kann er heute auch sagen... KANN ER NICHT!) Schaut mal über die Grenze von eurem Disneyland! Du/Ihr hast/habt doch überhaupt keine Ahnung, was breitbandig (nicht grundsätzlich) auf dem Arbeitsmarkt abgeht.

Wenn die Mehrheit der Arbeitslosen, die die sich anders orientieren wollen. Das machen was du forderst, kann das schlecht für die werden, die derzeit einen guten Job haben (einer in Aussicht steht). Zum Beispiel: Der Ossi geht für weniger auf Montage als das was der Wessi hab will. Der Ossi zieht auch nach FaM für weniger, als das was der Wessi "braucht". Oder können Menschen aus anderen Regionen nicht arbeiten?

Ich habe dafür mehrere Beispiele. Meinem Vater hat man klipp und klar gesagt, wir finden hier welche (Mehrzahl!) die deinen Job machen aber nicht zu diesen Konditionen. Er hat jemanden ersetzt der nicht ersetzbar ist, dass dachte er zumindest. Die habe den gekündigt, ihm seine Abfindung gezahlt und meinen Vater eingestellt, mit 50. Bald haut er in den Sack und freut sich - nochmal richtig gutes Geld verdient zu haben, die letzten Jahre. Die Lohndifferenz könnte ich dir sagen, mache ich aber nicht - ist jenseits von gut und böse!
 
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schon nach den ersten Sätzen muss ich nicht mehr weiterlesen. Andy sprach von studieren, ich sprach davon, dass man ohne Studium gutes Geld verdienen kann (die 3.000,-€ netto als Beispiel) und daraufhin kommt deine Frage, wie man ohne Schuldbildung und Ausbildung so was verdienen könne. Was zum Teufel.... Wie kommt man den von meiner Aussage auf deine Frage? In welcher Welt entspricht nicht zu studieren das man keine Schul- und/oder Ausbildung hat? Zumal ich noch diverse Beispiele gegeben habe?

Warum ich für H4 bzw. besser gesagt ein situationsbezogenes Sozialsystem und gegen ein BGE? Hast du den Thread gelesen? Ich werde dir die Argumente für und gegen nicht noch einmal auflisten. Ein GE löst eure skizzierten Probleme nicht, sorgt aber für viele neue. Ihr zeigt Probleme auf, die selbst ein situationsbezogenes System nur schwer in den Griff bekommt und meint wenn man alles pauschal macht wäre es dann auf einmal gelöst und fairer. Klar, alle die bisher da Entscheidungen getroffen haben, haben diese einfache Lösung alle nicht kapiert bzw. wollten das gemeine Volk nur unterdrücken. Klar und ich lebe im Disneyland.... Nur weil ich versuche euch aufzuzeigen, dass eure Lösungen keine sind, heißt das im Umkehrschluss nicht, dass ich die Probleme, die ihr skizziert grundsätzlich verneine und ihre Existenz bestreite. Ich mein einige haben hier ja schon Probleme, simpelste Textbezüge herzustellen und nicht Aussagen bar jeden Kontextes völlig neu zu interpretieren. Und meinen dann, zu komplexen Problemen simple Lösungen zu haben.
 
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