Eigentlich geht es hier ja ums BGE....
Will auch nicht auf alle Punkte eingehen, aber:
#3585
Keinen plan von nichts, neid darauf was andere haben und das eigene unvermögen darauf abwälzen, dass man nichts dafür kann den andere unterdrücken einen ja. Alles und jeder haben schuld, vor allem die da oben, die eliten, nur man selber nicht...
#3587
Ich wäre einmal an einer Erklärung interessiert, in wie weit diese Punkte in Deutschland nicht zutreffen bzw. wie in diesem Fall Perspektive und Sicherheit definiert ist....Ursache ist dann weniger in der Zeit, des Orts oder des Systems zu suchen, sondern individuell bei der Person selbst.
#3590
Wer mit 50 JAhren seinen Job verliert und absolut NICHTS zurückgelegt hat, dann liegt das ausschließlich an einem selbst. Zudem ist es nicht die Aufgabe der Gemeinschaft, einen erreichten Lebensstandard ab zu sichern sondern nur einen Mindeststandard. Warum sollt eich jemanden, der solange einen Job hatte, seinen erreichten Lebensstandard weiterhin zusichern, wenn er bis dato nicht in der Lage war, selbst was dafür zu tun? Eigenverantwortung heisst das Zauberwort. Sowas kennen in Wohlfahrtsstaaten wie DE die verwöhnten Menschen wohl kaum noch mehr.
In Deutschland gibt es ca. 3 Millionen Arbeitslose und ca. 0,56 Millionen offene Stellen. Das bedeutet, dass, selbst wenn eine Vollbeschäftigung erreicht würde, und diese dann zusätzliche Arbeit schaffen, noch ca. 2 Millionen Menschen ohne Arbeit sind. Die können sich anstrengen wie sie wollen, sie können Konkurrenz erschaffen, aber sie können niemals weitere 2 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Hinzu kommen noch Menschen in Transfergesellschaften, Kursen, Weiterbildungen. Es gibt ca. 42 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, davon ca. 29 Millionen sozialversicherungspflichtig. Ergo 13 Millionen nicht sozialversicherungspflichtig, also auch Lohnsteuerfrei. 22 Millionen SV-pflichtige arbeiten Vollzeit, 7 Millionen Teilzeit. Mini-Jobs lagen bei ca. 7,5 Millionen. (Die Zahlen sind alle von 2012)
Gehen wir also von ca. 10 Millionen Menschen aus, die z.T. arbeiten, arbeitslos sind, H4 bekommen (erwerbsmäßig, daher arbeitsfähig). Diese Zahl steigt momentan immer weiter, da die Mini-Jobs, die Zeitarbeit, die Personaldienstleister (ohne angepasste Einkommen wie in Österreich) steigen, auch die Teilzeitjobs. Es wird also entweder stagnieren oder aber die Anzahl nach oben gehen.
In einigen Jahrzehnten, vielleicht in einigen Jahren, wird das dafür sorgen, dass diese Einkommensschicht keine Rente mehr bekommt. Laut der Ministerin müsste man 35 Jahre lang 2500€ brutto verdienen, um später 700€ Rente zu bekommen. Momentan beträgt die Rente ca. 1050€ im Durchschnitt, die Pensionen liegen im übrigen bei 3370€ im Monat. Wenn diese Einkommensschicht später in H4 rutscht, wird weniger für die Rente ausgegeben, somit steigen die Einnahmen in die Rentenkasse, die Ausgaben sinken, und das hat zur Folge, dass die Rentenbeiträge sinken. Was wieder weniger Geld ausschütten bedeutet, da ja weniger gezahlt wird. Am Ende gibt es die ges. Rentenversicherung nicht mehr.
H4 sorgt in der Zwischenzeit bei den Aufstock-Rentnern, dass diese ihre bisherigen Ersparnisse aufbrauchen müssen bis zu einem bestimmten Teil. Ich wage mich hier als Wahrsager heran, ich würde tippen, dass dieses Aufbrauchen erhöht wird, die Freigrenzen niedriger. Warum? Es muss ja irgendwie das neue Steueraufkommen bezahlt werden. Und man hätte ja vorsorgen können!
Siehe Mustis und Labtec.
Jeder hat es in der Hand, genug zu sparen, um später nicht am Minimum kratzen zu können. Dabei sind die, die in dieses Minimum fallen ja jetzt schon am Minimum. Das sind eben jene, die jetzt Arbeitslos sind, über einen längeren Zeitraum, manchmal aber auch kurz und so nicht an ihre Rentenpunkte kommen. Die, die schon 40 Jahre gearbeitet haben, aber eben für wenig Geld. Es sind nicht "ein paar". Es sind Millionen von Menschen. Laut meiner Berechnung 10 Millionen Menschen, die später genau in das reinrutschen werden. Von den jetzigen ca. 0,5 Millionen Rentenaufstockern abgesehen.
In einem gebe ich Mustis recht. Man ist selber Schuld. Diese Millionen von Menschen müssten endlich aufwachen und jemanden wählen, der für sie steht.
Einen Punkt möchte ich dabei noch herausstechen lassen:
Zudem ist es nicht die Aufgabe der Gemeinschaft, einen erreichten Lebensstandard ab zu sichern sondern nur einen Mindeststandard.
Wenn das so wäre, warum gibt es dann keine Einheitsrenten? Wieso bekommt der Pensionist 3370€, während der Rentner 1070€ im Durchschnitt erhält? Wieso gibt es Rentner mit 2500€ Rente, während es welche mit 600€ Rente gibt? Ja, der MINDESTSTANDARD. Der ist bei weitem nicht durch die gesetzliche Sozialversicherung abgedeckt, sondern die Reichen pröffen sich mit dem Geld voll. Was bedeutet eine Rentenerhöhung um 5%? Rechnen wir doch mal ganz grob:
1070€ * 1,05= 1123€ im Monat, ergo: 53€ mehr. Das ist doch super für jeden Rentner. Halt, moment, folgendes passiert:
800€ Rente * 1,05 = 840€
2500€ Rente * 1,05 = 2625€
Was ein Pech, dass auch die Verteilung so liegt, dass es mehr Rentner mit 800€ gibt, als mit 2500€. Würde man hingegen JEDEM Rentner einfach 53€ mehr geben, hätte der mit wenig Geld 13€ mehr im Monat zur Verfügung, Geld, welches bei der Summe eigentlich eher umgelegt, als gespart und gehortet wird, oder nicht? Wer 2500€ Rente bekommt, muss auch genug verdient haben. Und ja, der Unterschied ist, DER HÄTTE JA SPAREN KÖNNEN, weil der HAT JA MEHR VERDIENT. Während der andere gar nicht erst die Möglichkeit hatte.
Und darin bin ich uneins. Ich will nicht behaupten, man könne nicht etwas aus seinem Leben machen. So naiv bin ich nicht. Aber ALLE können das nicht. Für die gibt es ja das Sozialsystem. Zu sagen, das Sozialsystem würde aber jeden auffangen ist lächerlich. Wer 2500€ Rente bekommen hat, der hätte was zurücklegen können, und dem kann von mir aus auch der Vorwurf gemacht werden, dass Rücklagen möglich sind. Wer aber von der Hand in den Mund lebt, und das sind in Deutschland Millionen von Menschen, die können doch wohl nicht alle nur zu faul, zu dumm oder zu protzerisch mit ihrem Geld umgegangen sein.
Nein, das macht jemand anders für sie. Und daher ist das kein Neid auf die, die mehr haben. Ich gönne jedem seine hohe Rente und hohe Pension. Aber von dem hohen Ross zu plärren, die Leute sollten sich nur ordentlich anstrengen, und wenn sie sich anstrengen und Rücklagen bilden, wenn sie dann ins soziale Netz rutschen sie zu enteignen und nackt auszuziehen, das ist eben genau die Sicherheit und Perspektive, die den Menchen fehlt.
Deren Arbeit ist jetzt nichts wert, sie ist im Alter nichts wert, sie ist für ihre Kinder nichts wert, sie erbringen ihre Arbeitsleistung für andere, die das Geld abschöpfen. Und das ist in meinen Augen kein Unternehmer, die sind nur die Nutznießer, wie wir uns ja auch über ne Steuersenkung freuen. Nein die wahren Schmarotzer sind..... ihr könnts euch denken.
