Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich habe dich verstanden. Man kann als Facharbeiter gutes Geld (3000€ netto) verdienen, ja kann man. Und wieviel kann man mit quasi keinem Schulabschluss und ohne Ausbildung verdienen? 3000? (Man kann als Akademiker auch 15 Millionen im Jahr verdienen.) Ob man soviel verdienen kann liegt allein am AG, nicht an dir. Und das berücksichtigst du nicht. Disneyland... hier kann man als normaler Facharbeiter (in aller Regal) keine 3000€ netto verdienen. Selbst als Meister wird das schwer.

Und natürlich schaust du nicht über die Grenzen deines Disneylands, wenn du behauptest: Die Mehrzahl der Arbeitslosen, Geringverdiener ist schlicht zu blöd oder zu faul um gutes Geld zu verdienen.

EDIT:
Freund von mir war lange auf Montage, dann wurde er gekündigt. Er hatte bis zum Schluss mehr ALG1 als-dass was man ihm hier zahlen "kann". Solche Fachkräfte werden hier gesucht, er hat gute Qualifikationen und ist arbeitswillig. Er hat Anfangs 2500€ Brutto angegeben, das könne man nicht zahlen, das sei unrealistisch bis utopisch. Rate mal wo er jetzt arbeitet, da wo 48000€ im Jahr viel zu wenig sind, für einige AN.

Er würde hier gerne arbeiten gehen aber nicht für 1200, 1300€ raus.
Da nehme ich doch lieber "Strecke" in kauf, für 2400€ (beim Einstieg) + Zuschläge.

Hier gibt es Betriebe, da gab es seit 2, 3, 5, 7 Jahren keine wirkliche Lohnerhöhung.

Ein BGE (ich bin für ein GE) ist für niemanden ungerecht, warum soll der mit viel Geld kein BGE bekommen? Neidisch das er dann noch mehr hat?

EDIT: Wenn alles ungerechter ist als H4 (alle anderen dumm und faul sind), dann stelle ich mich hin und sagen: Wieso muss ich mehr Abgaben zahlen, wenn ich gut verdiene - ich kann nichts für mein Gehalt und oder dafür das andere so wenig verdienen, dann müssen sie sich halt mehr anstrengen.

Warum zahle ich 700€ Lohnsteuern? Weil ich viel abgeben kann? Nö, kann/will ich nicht? Sollen die anderen doch bitte soviel verdienen und mehr verdienen als ich, dann müsste ich deutlich weniger abgeben, wegen dem Ausgleich. Wieso muss ich mit gutem Verdienst ALLE anderen durchfüttern? Sollen sie doch arbeiten gehen für 3000€ netto. Und kann "ich" was für LSK1?

LSK1
Wieso zahle ich mit 4000€ brutto überall doppelt soviel wie wer mit 2000€ aber die dreifache Lohnsteuer?
Ich will ab 1.1 bitte auch das doppelte Netto und nicht weniger im %tualem Vergleich 4000 zu 2000 in LSk1. Also bitte! Lohnsteuer runter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welcher FACHarbeiter hat den keine Schul-/Ausbildung? oO Sowas kenn ich als ungelernte Hilfskraft und die kann in der Tat wohl kaum soviel verdienen. Wohl kann man aber sowohl Schulabschluß und Ausbildung nachholen. Wer allerdings absolut nichts tut, wird auch wenig oder nichts bekommen. Darin sehe ich nichts verwerfliches. Es liegt auch am AN, wer sich als gut ausgebildete Fachkraft unter Wert verkauft. Denn es wäre mir neu, dass ein AG dich gegen deinen Willen verpflichten kann. Wo genau ist also der Bezug zu meiner Aussage? Weil du sagst, der AG allein bestimmt dein Geld ist das jetzt richtig? Du sagst du verstehst mich, ziehst aber schon wieder einen Zusammenhang zwischen den 3.000,-€ Verdienst und einer ungelernten Hilfskraft. Was willst du damit sagen? Das diese auch 3.000.-€ verdienen sollte? Wie soll dann der Facharbeiter verdienen? Worauf also willst du mit dieser Fragestellung hinaus?

Die Fachkraft kann jedenfalls um die 3.000 netto verdienen. Beschäftige dich mal, was Werksarbeiter in der Automobilbranche bekommen oder Einkäufer. Nur als Beispiel. Und ja, es ist natürlich von der Betriebsgröße abhängig... Man kann drüber streiten, ob der obere Bereich ist. Dem würde ich auch zustimmen. Aber 300 Netto ist bereits auch ein sehr guter Verdienst. Der Schnitt über alle Fachkräfte unabhängig von Alter, Bildung, Branche, etc. liegt sicher nicht bei 3.000 netto. War aber auch nicht meine Aussage.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Deswegen sagte ich, du musst auch in die Branchen gucken. Du hast einfach nicht versanden, was ich dir sagen wollte. Ich will darauf hinaus, Verhältnis mäßig viel (oder eben nicht) Geld kann ich immer verdienen, vollkommen unabhängig vom Bildungsgrad.
Mustis schrieb:
Wer allerdings absolut nichts tut, wird auch wenig oder nichts bekommen. Darin sehe ich nichts verwerfliches. Es liegt auch am AN, wer sich als gut ausgebildete Fachkraft unter Wert verkauft. Denn es wäre mir neu, dass ein AG dich gegen deinen Willen verpflichten kann. Wo genau ist also der Bezug zu meiner Aussage? Weil du sagst, der AG allein bestimmt dein Geld ist das jetzt richtig?
Disneyland. Wenn du hier eine nicht überzogene Lohnvorstellung hast und das keiner zahlen will/kann, wo ist da dein Fehler? Du hast drei Möglichkeiten: H4, Geringverdiener, Umziehen/Montage.

EDIT:
Ein Nachtrag zum unterstrichenem: In welcher Welt lebst du?
Du darfst mal einen Automobilkonzern nicht grundsätzlich (IGM-Tarif oder sowas) als Maßstab nehmen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Nö, Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes und Porsche sind ja nicht zusammen die größten Arbeitgeber für Fachkräfte in DE. Wie komm ich nur drauf, die bei so ner Diskussion mit einzubeziehen. Zudem sieht die Lage bei Siemens, Bosch und anderen Großgeräteherstellern nicht viel anders aus. Von chemischen/pharmazeutischen Betrieben reden wir erst gar nicht, die Lage sieht da ja noch rosiger aus als in der Automobilbranche. Ist sicher aber auch die Schuld von denen da oben, das sich dafür heute kaum einer interessiert... Aber klar, nehmen wir einen Großteil der Arbeitgeber raus und nehmen die Löhne der hinterletzten Winzklitsche von Firma, damit die Argumentation irgendwie passt. Macht Sinn...

Finde den Fehler? Dein Fehler ist zu sagen, das KEINER das zahlen will und das als Fakt zu verkaufen. Denn nur mit dieser Annahme funktioniert dein Totschlagargument überhaupt. Die Frage ist dann nur, wie dass die ganzen Fachkräfte oben genannter Firmen es geschafft haben, denn deren Gehälter sind real...
 
Ich habe selber mehrere Beispiele genannt, für jene die Glück hatten und gute Jobs. Wieviele Festangestellte und wieviele Leiharbeiter haben deine Arbeitgeber geschätzt, ein Verhältnis in % reicht. Mein Bruder arbeitet in der Chemi, für Tarif als Standortleiter, dass Unternehmen hat 600 Mitarbeiter, die rund 300 Zeitarbeiter die das Unternehmen seit Jahren beschäftigt (Tendenz steigend) tauchen nirgendwo auf. Auf der Homepage des Unternehmens steht 600 Mitarbeiter, nicht 900.

Hier in Leipzig werden auch Autos gebaut, u.a. eine komplette Schicht = Leiharbeit. Du kannst denen die da aber nicht dort fest arbeiten (und oder wollen, es aber nicht können), keinen Vorwurf machen - sie seien dumm, faul, nicht qualifiziert genau!

PS:
Mein Bruder hat Jahrelang für das Unternehmen, wo er jetzt Standortleiter ist - als Leiher gearbeitet.
Er wurde dann übernommen (reine Glückssache) und jetzt hat er es halt endgültig geschafft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das Problem darin besteht, dass die Gehälter von Zeitarbeiter zu niedrig sind im Vergleich zu den Gehältern der festangestellten Mitarbeiter, warum dann nicht die Zeitarbeit reformieren? Warum das BGE einführen? Es ist doch leichter eine Reform durchzusetzen, dass nach der Probezeit von 6 Monaten Zeitarbeiter den gleichen Lohn wie Festangestellte bekommen. Gleiches gilt, wenn der Zeitarbeiter innerhalb von 2 Jahren mit Unterbrechnungen für das gleiche Unternehmen in Zeitarbeit arbeitet. (um somit Kündigung und Neuanstellung zu vermeiden)

Das BGE ist einfach ein Gießkannenprinzip ohne wirklich auf die Probleme Einzelner zu schauen.
Bei den Pro-Argumenten kommen immer nur Hartz IV Empfänger und Zeitarbeiter vor ... mittels Mindestlohn gibt es jetzt ja auch schon einen weiteren Schritt in Richtung "Gehalt reicht zum Leben und muss nicht zwingend aufgestockt werden".
 
Die Reform sollte umfassen, Zeitarbeiter bekommen ab dem ersten Tag den Lohn (Zuschläge, Gewinnbeteiligung) eines Festangestellten und nicht erst nach der Probezeit. Hat man die Probezeit geschafft, bekommt man als Zeitarbeiter mehr. Dann wird der Zeitarbeiter für das Unternehmen nämlich teuer. Zeitarbeiter werden eingesetzt, wenn "ich" Arbeit habe und nicht damit Lohnkosten senken will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder meinetwegen auch so. Ich verstehe nur nicht, warum wir 80 Millionen Bündesbürger haben, wirklich Vorteile für BGE jedoch immer nur für Hartz IV Empfänger sowie Zeitarbeiter hervorgehoben werden. Wobei hier meist das Argument der besseren Bezahlung aufgeführt wird. Warum also nicht Reformen machen für genau diese beiden Gruppen? Diese lassen sich einfacher umsetzen als ein BGE.

Das BGE wirkt für mich wie der heilige Gral für diese beiden Gruppen - zu schön um wahr zu sein, die Umsetzung steht in den Sternen. Das ist wie das Freiheitsversprechen für Leibeigene wenn diese wirklich fleißig arbeiten. :freak:

Statt die Energie auf das BGE zu fokussieren, würde ich eher die Reformen im Arbeitsmarkt in Angriff nehmen. Davon haben am Ende die Leiharbeiter und Hartz IV Empfänger wenigstens was - da auch was umgesetzt wird -> siehe Mindestlohn!
 
@killy

Das die Zeitarbeit in DE reformiert gehört, nach dem Beispiel Österreichs in dem Fall, hatte ich bereits angeregt und als Gegenargument zum BGE positioniert. Wurde komplett ignoriert, kein Stück drauf eingegangen. Und jetzt wird es WIEDER ausgebuddelt... Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Es wird nicht zugehört und nicht verstanden, warum ein BGE nicht die Lösung ist und dann gefragt, warum Fragen angeblich nicht beantwortet werden. Das meinte ich mit Ignoranz. Deswegen bin ich gegen 1-2 Teilnehmer in der Diskussion auch geringfügig aggressiv inzwischen. So kann man nicht zielführend diskutieren...
 
@_killy_

Natürlich gehört der Arbeitsmark reformiert. Ich bin gegen ein BGE aber auch nicht gegen Reformen im Sozialgesetz. Das eine, schleißt das andere nicht aus. Man muss es doch auch mal so sehen, einige Unternehmen können nicht wirklich gutes Geld zahlen. Da bringt ein Mindestlohn oder eine Reformation am Zeitarbeitsgesetz jetzt nicht viel. Unternehmen und Arbeitsverhältnisse im Anschluss reihenweise zu Subventionieren, kann auch nicht die Lösung sein.

Sagen wir einen Halbtagsjob, den kann man doch durchaus für 400€ (mehr!) machen? Rechnet man das auf 4h täglich, 20h wöchentlich, 80h / Monat sind das 5€ Stundenlohn. Für den Arbeitnehmer sind die 400€ mehr, sehr wahrscheinlich interessant - nicht der Stundenlohn.

Bei H4 sieht das beispielhaft (single, LSK1) doch so aus:

Regelleistung: 399€
Kaltmiete: 400€
Heizkosten: 50€
H4 = 849€

Bei 400€ Einkommen, bekommt man noch 609€ ALG2. Sind in Summe 1009€. Geht man Vollzeit 160*9€ hat man (1440Brutto) 1060€ netto, bei 9h Stundenlohn. Der Stundenlohn ist also deutlich höher, man geht Vollzeit, statt halbtags - hat aber effektiv nicht mehr Geld. Wo ist das gerecht?

Jeder der die Meinung hat, "Arbeit muss sich lohnen", kann damit schlecht meinen auf H4-Niveau herumzukriechen.
Und der 400€-Jobber, ist nichts anderes als ein H4-Empfänger.

Noch eine Frage an dich _killy_, was passiert auf dem Arbeitsmarkt, wenn wir jeden der heute im H4-Bezug ist, morgen 1000€ GE zahlen und H4 abschaffen. (H4 kostet rund 45 Milliarden Euro im Jahr und ich sage in Wirklichkeit ist das bedeutend mehr.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Du weißt schon was 400 mehr (ich denke du meinst netto) für den AG bedeuten?

Ganz davon abgesehen wie zuträglich es dem Geschäftsklima sein dürfte wenn der Halbtagler deutlich mehr verdient im Verhältnis als der Vollzeitler.... Da interessiert den AG der Stundenlohn durchaus.

Oder meinst du als H4 zusätzlich nen Halbtagsjob? Da gilt die 8,50 Regel aber auch.

Deine Rechnung ist übrigens nicht ganz korrekt: http://www.hartziv.org/freibetraege-einkommen.html
Demnach käme er auf 689,- euro. Mal schlappe 80 euro mehr. + die 450 sind 1139,-.

Der Vollzeit hat mindestens 1090,- als singel, 1150 wenn Steuerklasse 3. ohne Berücksichtigung anderer möglicherweise nutzbarer Steuerminderungen.

Ergo, deine ganze Rechnung ist (mal wieder) durch und durch fehlerhaft. und wieder ein Beweis dafür, warum man netto nicht vergleicht...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nimm meine beispielhaften Zahlen (400€) und Gegebenheiten (LSK1, single), deine - für mein Beispiel interessieren nicht. Du kannst das drehen und wenden wie du lustig bist, die Kernaussage ist und bleibt, der Niedriglöhner hat effektiv nicht wirklich mehr als der Hartzende-Mini-Jobber = ungerecht.

Dann nimm eben 8,50€ auf 80h = 680€ Brutto, 540€ Netto, dann bekommt er noch 525€ H4.
Summe 1065€, der der 160*9 verdient hat 1066,15€ netto. Bei meinem Beispiel.

Oha... 90€ mehr, wenn LSK III. Das lohnt sich dann natürlich richtig.
Nimm 1600€ Gehalt an und "deine" LSK III (1272€), macht den Kohl auch nicht fett.

EDIT:
Lass die Cent-Zählerei - hilft dir nicht. Ist egal ob 1065, 1070, 1054, oder 1090.
Wir reden hier von einem 4h Tag gegen 160h/Monat - Vollzeit (i.d.R mindesten 8,5h auf Arbeit).
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum ist das ungerecht? Weil der eine weniger arbeitet? Das würde wenn überhaupt nur unter der Annahme gelten, dass dieser mehr arbeiten könnte, es aber nicht will. Wenn er nicht mehr kann, ist es dann immer noch ungerecht? Ist ungerecht wenn der vollzeitjobber 23 Jahre alt ist, der Teilzeitler aber 59? ist es unfair, wenn im selben Beruf der mehr verdient als der andere mit gleicher Stundenzahl? Auch dann wenn der mit mehr auch bessere Arbeit im Schnitt leistet?

Fair ist relativ und pauschal gar nicht beantwort paar. Du siehst es so, weil du schlicht annimmst, alle anderen Variablen sind gleich. Sind sie aber in 99,9% der Fälle nicht. Zudem wiederhol ich mich (mal wieder) gern: Ein Sozialsystem hat nicht zwingend fair zu sein in jedem individuellem Fall. Es hat zunächst mal für jeden das selbe Minimum abzusichern. Wenn der eine mit wenig Arbeit am Ende etwas mehr rausbekommt, nach allen Abzügen die er bekommt, dann mag das im Einzelfall unfair sein. Was wäre den deine Alternative? den H4 weiterkürzen, dass er am Ende weniger hat als der Vollzeitler? Is das dann fairer? Oder dem Vollzeitler noch mehr zahlen und den Abstand zwischen H4 Minimum und Verdienern noch weiter vergrößern? Ist das dann fair?
 
Ja es ist unfair, wenn vergleichbare Facharbeiter eine Lohndifferenz von 3000€ Brutto im Monat haben. Und ja es ist unfair, wenn der Teilzeit-H4er, effektiv mehr oder weniger identisches in der Tasche hat, als der Niedriglöhner in Vollzeit. Ja es ist unfair, wenn der teilzeit-H4er in München beispielsweise 1303,19 Euro netto hat und das hier viel Facharbeiter nicht erreichen, nicht bekommen.

Ja es ist sehr eigenartig und nicht nachvollziehbar das man als Jungfacharbeiter 48000€/Jahr als Einstiegsgehalt bei einem großen Arbeitgeber ablehnen kann... (Holidaycheck direkt aus dem Disneyland kommend) weil das wohl zu wenig Lohn ist. Ja, Lohnsteuerklasse sind unfair.

H4 IST pauschal unfair, selbstverständlich. Deshalb ein identisches GE (1000€ zum Beispiel) für alle, dass behandelt finanziell erst mal alle gleich. Was der Arbeitsmarkt, die Wirtschaft daraus macht, kann man auch beeinflussen.
 
Zuletzt bearbeitet:
WhiteShark schrieb:
Achja, Beratungschein und PKH kann man telefonisch beantragen, ist kein Problem und dauert nur paar Minuten.
wusste garnicht das man nun übers Telefon Schriftliche Anträge machen kann ^^

und wenn du nun mit Post kommst, naja dann kann die Klage ja nicht so wichtig sein, da per Postweg Zeit dauert ^^

im übrigen sind die Amtsgerichte dazu übergegangen, erst einen Persönlichen Termin zu machen , bevor sie den Antrag bearbeiten

die PKH- und VKH-Reform 2014 ist anscheinend an dir vorbei gegangen
Widerspruch einlegen ist ein Brief der in 5min getippt ist.

ein Widerspruch der in 5 Minuten getippt ist, wird 100% von der Widerspruchstelle abgeschmettert


und noch ein kleiner tip, wer sich auf Telefonate seitens der Callcenter von den Jobcentren verlässt, der ist verlassen ;)

Insgesamt gingen von Januar 2005 bis Dezember 2014 allein am Sozialgericht Berlin 215.827 Hartz IV Verfahren ein. Das heißt: Ein Hartz IV – Verfahren alle 24 Minuten. Tag für Tag. 10 Jahre lang.

https://www.berlin.de/gerichte/sozi...mitteilungen/2015/pressemitteilung.299785.php

soviel zum Thema Seltenheit
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwenner schrieb:
Ja es ist sehr eigenartig und nicht nachvollziehbar das man als Jungfacharbeiter 48000€/Jahr als Einstiegsgehalt bei einem großen Arbeitgeber ablehnen kann... weil das wohl zu wenig Lohn ist. Ja, Lohnsteuerklasse sind unfair.

Also ich bin auch aus Leipzig und kann einiges von dir nur bestätigen, muss es allerdings auch relativieren.

Dass 48k/Jahr von jemandem als Einsteiger abgelehnt werden ist wohl eher Ausnahme als Regel. Und im Osten hat man halt auch ganz andere Lebenshaltungskosten als in München. Klar - Grundbedürfnisse nehmen sich Abseits der Miete vielleicht nicht viel. Aber allein das reicht schon.

Ich verstehe, dass es nicht besonders "fair" ist, dass ein halbtägler nahezu das gleiche bekommt wie ein ganztägler. Sich aber aufzuregen, dass in München ein H4er mehr bekommt ist nicht sonderlich hilfreich.

Wie willst du außerdem den Lohnunterschieden begegnen? Es gibt nun mal im Osten kaum gut bezahlte Jobs. Wo sollen die denn auch her kommen? Soll der Staat da subventionieren?
 
@Zwenner
Tja zum Einen löst das GE wie bereits mehrfach dargelegt die Probleme nicht, auch dann nicht, wenn du die Gegenargumente nicht anerkennst und weiterhin ignorierst und zum anderen ist ein pauschales System, dass alles über einen Kamm schert, noch nie fairer gewesen als ein System, dass auf individuelle Besonderheiten Rücksicht nimmt.

Davon abgesehen, halte ich 2 deiner 3 Beispiele für absolut nicht unfair und da du abseits der Arbeit kein weiteres Argument vorgebracht hast, warum das so sein sollte kann ich dir dabei auch nicht folgen. Und für das Beispiel mit den 3.000 Unterschied brutto im Monat hätt ich gern mal einen Beleg. Aus der Luft greifen kann ich mir nämlich auch Zahlen. Also Quelle oder it never happend...

Das mit den 48.000€ als Einstieg versteht ich nicht. Bist der der Meinung, man sollte mehr bekommen dürfen oder meinst du damit, ein Jungfacharbeiter hat sich damit zufrieden zu geben?

Deinem Abschlusssatz widerspreche ich vehement. Schon allein deshalb, weil du es bis jetzt nicht geschafft hast, dafür auch nur ein stichhaltiges Argument zu benennen, dass einer genaueren Prüfung standhält. Du bringst außer Stammtischparolen nichts, was verwertbar wäre.
 
Mustis schrieb:
Das mit den 48.000€ als Einstieg versteht ich nicht. Bist der der Meinung, man sollte mehr bekommen dürfen oder meinst du damit, ein Jungfacharbeiter hat sich damit zufrieden zu geben?

Ich glaube er meint die regionalen Unterschiede. Es gibt Regionen wo es sich Jungfacharbeiter leisten können Angebote mit 48k€/Jahr abzulehnen. In anderen Regionen dagegen wird niemand aus der gleichen Branche überhaupt im entferntesten diese Beträge erreichen können.

Ich komme z.B. aus der Softwareentwicklung, wurde nach der Ausbildung in Leipzig mit 30.000/Jahr übernommen. Viel mehr hätte ich auch woanders nicht bekommen, die magische Glücksgrenze lag vll. bei 35k. In Berlin ging es schon Richtung 40k-45k. In den "reicheren Teilen" Deutschlands wären mit Glück 50k und mehr drin gewesen. Also es bestehen teilweise schon noch erhebliche Unterschiede.

@Mustis
Im Osten gibt es zwar auch BMW und Porsche (Leipzig), sowie VW (Dresden), allerdings sind das auch die einzigen die ordentlich bezahlen. Am Beispiel BMW Werk: Vor einiger Zeit gab es dort noch über 50% Leiher. Die ganze Logistik wurde outgesourct und somit haben sehr viele direkt im Werk gearbeitet, die aber keine Verträge von BMW bekommen haben. Die haben auch quasi Nichts verdient. Ähnlich sieht es bei den sehr verbeiteten Zulieferfirmen aus.

Es gibt noch sehr viele Jobs die wirklich schlecht bezahlt werden. Deswegen sind ja auch so viele zum Produzieren überhaupt nach Ostdeutschland gekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
_killy_ schrieb:
Oder meinetwegen auch so. Ich verstehe nur nicht, warum wir 80 Millionen Bündesbürger haben, wirklich Vorteile für BGE jedoch immer nur für Hartz IV Empfänger sowie Zeitarbeiter hervorgehoben werden. Wobei hier meist das Argument der besseren Bezahlung aufgeführt wird. Warum also nicht Reformen machen für genau diese beiden Gruppen? Diese lassen sich einfacher umsetzen als ein BGE.

Das BGE wirkt für mich wie der heilige Gral für diese beiden Gruppen - zu schön um wahr zu sein, die Umsetzung steht in den Sternen. Das ist wie das Freiheitsversprechen für Leibeigene wenn diese wirklich fleißig arbeiten.

Statt die Energie auf das BGE zu fokussieren, würde ich eher die Reformen im Arbeitsmarkt in Angriff nehmen. Davon haben am Ende die Leiharbeiter und Hartz IV Empfänger wenigstens was - da auch was umgesetzt wird -> siehe Mindestlohn!

Wie willst du die 3 Gruppen (Arbeitslose; Aufstocker; Mindestlohn) anpassen, ohne die anderen Gruppen (Gymnasium; Ausbildung usw) zu benachteiligen?

Wenn die Aufgabe ist:
Einer der arbeitet soll MEHR haben als jemand der NICHT arbeitet.

Kommt als Gegenargument: Dann hat aber der der arbeitet pauschal mehr als jemand der nicht arbeitet!

Genau das ist doch das Ziel :freak:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben