Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@trialgod,

Was bitte ist denn am Kapitalismus demokratisch ? Und ja der Kapitalismus ist rechts. Er ist nämlich nicht menschlich und auch nicht solidarisch und verteilt um. Er ist dazu da Mehrwert und Profit zu schaffen, nicht um Bedürfnisse zu befriedigen. Wie nennst du denn die Ausbeutung anderer Länder für Profit, ausser das es rechs wäre? Rechts heisst, diese Vorgehensweise zu akzeptieren oder sogar gut zu heissen. Was ist denn an bestimmten Ideen im Sozialismus zB falsch? Soziale Gerechtigkeit? Solidarität?
Dieses Geschwafel von linker Politik in Deutschland ist sowas von ermüdend. Ich denke das wurde von den ganzen Rechten erfunden, um alles was nur etwas sozialer und gerechter wäre abzuschaffen. Rechts heisst hier nicht gleich Nazi. Sondern einfach gesellschaftliche Strukturen die auf einer Hierachie basieren zu ermöglichen. Daher ist es auch so mühsam um Löhne und Streiks zu diskutieren oder auch Hartz 4. Einfach weil wir schon durch und durch indoktriniert sind. Jegliche Menschlichkeit wird dem Wohle der Banken und des Kapitals geopfert.
Wenn Rechte denken sie wären nicht rechts, dann sind wir an einem Scheidepunkt angekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hat denn die Staatsform mit der Wirtschaftsform zutun?

Wir haben eine Demokratie. Damit einher gehen einige Grundrechte. Und die wollte der Herr Andy für sein kommunistisches Utopia einfach mal bei Seite schieben. Und das meinte ich mit "sollte hier auch mal moderatorisch sanktioniert werden".

Der Kapitalismus ist erst mal gar nichts, da er überhaupt nicht konkret definiert ist. Wir haben hier in Deutschland keinen Kapitalismus in Reinform, das muss ich dir sicher nicht erklären. Im europäischen Kontext haben wir das auch nicht. Weltwirtschaftlich gesehen vielleicht schon, schwer zu sagen. Weltweit gesehen wird man aber sowieso nichts ändern können. Es sei denn man träumt von Utopien wie weltweiten Allianzen, weil alle auf der Welt super Bildung genossen haben, niemand propagandistisch oder gesellschaftlich/kulturell geblendet und zudem alle der gleichen Meinung sind. Wie man überhaupt an so etwas glauben kann... Wie nahezu alles an kommunistischen Gedanken braucht man Ideale die Lichtjahre weit von der Realität entfernt sind.

Außerdem solltest du mal deine Fragestellungen überdenken. Ich sagte "Wie man an Kommunismus glauben kann [...]", du fragst mich "Was ist denn an bestimmten Ideen im Sozialismus zB falsch". Sozialistische Ideen und Kommunismus sind nicht das gleiche. Was bedeutet "falsch" überhaupt?

Ja eine bunte Märchenwelt auf der Erde wäre schön, wo jeder glücklich ist, die Hasen über die Wiesen hoppeln und die Menschen sich freudestrahlend in dem Armen liegen. Die Idee davon ist echt wunderschön. Trotzdem scheitert sie an der Realität. Genauso wie der Kommunismus mit all seinen Folgen. Ich als DDR Geborener, der zwar nicht viel davon mitbekommen hat, aber dafür die Auswirkungen der Wende und den wirtschaftlichen Verhältnissen voll zu spüren bekommen hat, möchte nichts mehr über solch verquere Ideologien hören. Und ich setze mich unter Garantie nicht dem Risiko aus, dass dieses System erneut ausprobiert und an die Wand gefahren wird.

Beschäftige dich mal ein bisschen mit der Gesellschaft der DDR. Vorallem was Forschung, Arbeitsmoral und Schwarzmarkt angeht. Das sind Grundprobleme der Wirtschaftsform.

Das ganze heißt nicht, dass aktuell alles ganz toll ist. Es gibt viele Sachen an denen man drehen könnte um die soziale Marktwirtschaft noch ein bisschen sozialer zu machen. Ich wäre der letzte, der sich solchen Änderungen verschließen würde.

Einfach weil wir schon durch und durch indoktriniert sind. Jegliche Menschlichkeit wird dem Wohle der Banken und des Kapitals geopfert.

Jeder der gegen Kommunismus/Sozialsimus ist, opfert also Menschlichkeit gegen das Wohl der Banken und des Kapitals. Na das ist doch mal eine sehr differenzierte Denkweise, Hut ab! Wer hier mit Indoktrination arbeitet sollte wohl noch mal geklärt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bevor du hier irgendwas von der DDR schreibst, die ich mit keinem Wort erwähnte und die ich auch sicherlich nicht haben will. Denn das war kein Sozialismus sondern eine Diktatur, aber egal. Dann solltest du dich vllt mal mit den Negativseiten des tollen Kapitalismus beschäftigen. Inwiefern zB kannst du denn die Staatsform eines kapitalsitischen Staates von der Gesellschaftsform trennen? Das funktioniert nicht. Das Eine bestimmt das Andere, wie man bei uns ganz gut sieht. Man kann es Demokratie nennen, dennoch wird zu Gunsten des Kapitals entschieden, nur wird dir weissgemacht, dass diese für dich optimal wäre. Die Frage ist, ob das wirklich so ist. Und nein ich bin auch für andere Gesellschaftsformen oder auch Wirtschaftsformen offen, die den aber den Menschen und seine Umwelt im Mittelpunkt haben. Die Linke zB bewirbt im Moment einen demokratischen Sozialismus, der nichts anderes ist als die Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft. Es geht darum die Probleme der Vermögensverteilung zu lösen, der Langzeitarbeitslosen, die es immer mehr geben wird, Armutsrenten usw...
Die Linke, ist letztendlich zur SPD geworden, denn die SPD gibt es eigentlich gar nicht mehr. Sie hat ihre Grundsätze verraten und wurde zu einem CDU Surrogat, also Ersatz CDU.
Und wenn man die Ursachen der ganzen Krisen und Probleme sieht, die wir auf der Welt so haben ist zu 99% der Kapitalismus daran Schuld.
 
Wenn Du die DDR als Beispiel eines sozialistischen Landes ablehnst, interessiert mich, welches Land denn bislang den Sozialismus hat oder hatte?
 
Ich lehne den Kommunismus ab, du fragst mich was an "Sozialistischen Ideen" falsch sei. Ich greife das auf um zu vermitteln, warum ich keinen Kommunismus möchte. Du kommst mir mit Sozialismus, der eben genau wie Kapitalismus keine richtige Definition hat. So kann man es sich auch einfach machen, am Ende hast du eben immer genau das gerade nicht gemeint.

Der Kommunismus, der auf privater Enteignung und "Volkseigentum" basiert hat zwingend eine Planwirtschaft zur Folge. Die willst du aber auf einmal nicht. Kannst mir also gerne erklären, wie Kommunismus ohne Kapital und ohne Planwirtschaft zusammen gehen soll. Und was die Planwirtschaft für negative Auswirkungen mitgebracht hat, waren meine DDR Beispiele. Deswegen hat dein Diktatureinwand überhaupt keinen Mehrwert, weil er für das Wirtschaftssystem absolut irrelevant ist. Ich habe nichts von Stasi und anderen Dingen geschrieben.

Du kannst hier gerne weiter mit nicht mal halbwegs eindeutig definierten Begriffen um dich werfen. Der Diskussion verleiht das aber keinen Mehrwert.

ich bin auch für andere Gesellschaftsformen oder auch Wirtschaftsformen offen, die den aber den Menschen und seine Umwelt im Mittelpunkt haben

Und welche sollen das sein? Der "demokratische Sozialismus"? Warum heißt es dann nicht "soziale Marktwirtschaft", wenn es das doch ist? Und worin besteht die "Rückkehr"? Es gab nie eine Abkehr. Merkst du nicht, dass du total idiologisch und uneindeutig argumentierst?

Und was hat dein Post überhaupt noch damit zutun, dass ich Kommunismus verabscheue?

ThomasK_7 schrieb:
Wenn Du die DDR als Beispiel eines sozialistischen Landes ablehnst, interessiert mich, welches Land denn bislang den Sozialismus hat oder hatte?

Na keines. Deswegen sollen wir es ja auch nochmal ausprobieren. Weil es diesmal ganz bestimmt besser wird als die unzähligen Versuche vorher.

Edit:
Ich habe mir übrigens gerade mal das Parteiprogramm von "DIE LINKE" über den demokratischen Sozialismus angesehen. Planwirtschaft bei Großunternehmen. Da brauch ich gar nicht weiter lesen. Man wird den Anschluss an die Welt verlieren und somit auch seinen "Reichtum" verlieren, bis man dann herunter gewirtschaftet ist. Vielen Dank, könnt ihr behalten. Ansonsten ist das die pure Propaganda. Es wird immer Verteilungskämpfe auf der Welt geben. Der einzige Schutzmantel davor ist Globalisierung, wo jeder von einander abhängig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bevor du was über den Sozialismus schreibst, solltest du dir mal die Definition dessen nahelegen. Das hat nichts mit der DDR zu tun. Der Begriff Sozialismus steht für eine politische Theorie, die auf den gesellschaftlichen oder staatlichen Besitz der Produktionsmittel und der gerechten Verteilung der Waren und Güter auf alle Mitglieder der Gemeinschaft hinarbeitet. Ebenso wird die Ansicht vertreten, dass Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit die Menschen dazu bringen, das kapitalistische Wirtschaftssystem zu überwinden.

Welchen REichtum wird man denn verlieren? Wenn es keine Umverteilung gibt wird man den eh an Wenige verlieren, ist doch jetzt schon fast so. Solange wir aber noch unsere Spielzeuge haben tut es uns noch nicht so weh, darunter leiden andere zB in den 3. Welt Ländern, aber das kann uns ja egal sein, wir sind die Leistungsträger. Aber immer schön weiter CDU wählen, dann kann man sich immer so schön aufregen, aber ändern will man ja nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liest du überhaupt was ich schreibe? Anscheinend nicht. Ich wiederhole es noch einmal: eine Verstaatlichung von Produktionsmitteln (gab es in der DDR) führt zwangsläufig zu einer Planwirtschaft (gab es in der DDR). Diese hat ganz reale Probleme wie fehlender Antrieb zur höheren Ausbildung, fehlende oder fehlgeleitete Forschung sowie Armut an Innovation und fehlende Arbeitsmoral. Es gibt noch unzählige weitere, die allesamt zu einem "erlahmen" der Wirtschaft führen. All diese Auswirkungen gab es in der DDR und sind direkte Probleme der Wirtschaftsform und nicht der politischen Umsetzung der DDR. Und all das geht Hand in Hand um die wirtschaftliche Stärke und damit Gewicht in der Weltpolitik zu verlieren. Zudem gibt es dann zusätzlich noch Abwanderung von qualifiziertem Personal. Aber wir könnten ja eine Mauer bauen um das zu verhindern, gell? Das Ziel wäre allerdings erreicht. Es geht zwar nicht allen gleich gut, dafür aber gleich schlecht.

Aber leb mal weiter in deiner bunten sozialistischen Traumwelt. Bezeichnend ist, dass für dich jede gegenteilige Meinung zwangsläufig darin endet, dass man ein masochistischer Menschen- und Resourcenausbeuter ist. Auf Argumente kommt nur eine Zeichnung einer rosaroten Scheinwelt. Die Argumente selber bleiben dabei unangetastet.

Die Probleme der 3. Welt kann man nur weltpolitisch lösen oder zumindest eindämmen. Dafür braucht man aber politisches Gewicht.
 
Ich habe geschrieben, du wirst irgendwann nicht mehr um eine Umverteilung kommen. Das wird so sein, oder der soziale Frieden ist nicht mehr gesichert. Und ja ich stimme zu, man kann die Armut wohl nur weltpolitisch lösen. Dazu aber muss man die Kapitalmacht eindämmen, ob das möglich ist, ist eine andere Frage.
Wenn du keine Ideale hast kannst du auch nichts verändern.
 
ich zitier mal Volker Pisper :

" Die Lüge des Kapitalismus besteht darin, den Menschen vorzugaukeln, dass alle einen bestimmten Lebensstandard erreichen können, wenn sie nur fleißig genug sind. Und zwar alle den Lebensstandard, unserer Mittelschicht.

Das ist eine Lüge! Davon müssen wir uns endgültig verabschieden. Man sieht ja in diesem Land, dass das nicht geht. Man kann fleißig sein, wie man will. In bestimmten Berufen hilft einem das nichts.
Als Arzthelferin, als Apothekenangestellte, als Putzfrau, als Taxifahrer, als Pflegekraft im Altersheim. Man kann fleißig sein wie man will, man kommt niemals auf den grünen Zweig. Mit Fleiß hat das alles nichts zu tun!

Nein, natürlich nicht, denn wer sagt, wir brauchen einen Niedriglohnsektor, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, der sagt nichts anderes, als das der Lebensstandard der Mittelschicht, mit Auto, Urlaub und allem drum und dran, nur aufrecht zu erhalten ist, wenn ein Drittel der Bevölkerung, für Kost und Logis arbeitet. Ob hinter der Mauer oder in der Nachbarschaft, wir brauchen diese modernen Sklaven "



Wo er Recht hat, hat er Recht.
Aber bis wirklich Jeder dies kapiert
Und Manche kapieren es nie
 
Ich glaube eher wenn man keine Moral hat, kann man nichts ändern. Warum gibt es nichts was die Sozialdemokratie der SPD beerbt. Eine Partei, die dem sozialen Gedanken folgt und die wirtschaftliche und politische Macht in der EU nutzen möchte um das Bankensystem an die Leine zu nehmen, Bildung europaweit deutlich zu stärken und Gehälter nach oben begrenzt und damit umverteilt. Es gibt sicherlich genug Möglichkeiten um die Ausbeutung einzudämmen und die Welt gerechter zu machen. Auch innerhalb unseres Wirtschaftssystems.

Sollte sich DIE LINKE von ihrem linken Flügel trennen und von dem Planwirtschaftsquatsch ebenfalls, könnte sie das sein. Tagespolitisch erscheinen mir sie mittlerweile ganz sinnvoll und ich bin froh, dass sie eine starke Opposition bilden. Ideologisch sind sie für mich allerdings ein "NoGo".
 
Zuletzt bearbeitet:
trialgod schrieb:
Ich glaube eher wenn man keine Moral hat, kann man nichts ändern.

Du weißt hoffentlich was "Moral" als Begriff bedeutet und das es keine gemeinschaftliche "Moral" gibt. (Ich würde dir übrigens auch empfehlen die Begriffe Kommunismus, Sozialismus und Realsozialismus nachzuschlagen, die werden hier teils nicht unterschieden. Auch das die Ideologie Kommunismus, denn Kommunismus ist kein System sondern wie der Kapitalismus eine Ideologie, nicht zwangsläufig eine Planwirtschaft vorraussetzt wird dir dann hoffentlich auch bewusst)
 
trialgod schrieb:
Alle die nicht an UTOPIA glauben werden wie Unkraut entfernt? Geht's dir eigentlich noch ganz gut?

Willst du Terroristen resozialisieren? Wieso wird denn der IS weggebombt, sind doch alles potenzielle Fachkräfte.

Dass du auch noch daran glaubst im Namen aller oder von 99,9% zu sprechen setzt dem ganzen echt noch die Krone auf.
Ich spreche für niemanden. Ich suche immernoch nach einem System bei dem 99,9% der Menschen sagen würden: Ja in dieser Welt will ich leben. Solange wir uns dieses System noch nichtmal zusammenträumen können, braucht man sich über die Umsetzung keine Gedanken machen.

Und ich springe noch nicht soweit in die Zukunft, dass ich sage: Wir haben Ressourcen in ausreichender Menge :rolleyes:

Und wenn die Realität die ist, das bestimmte Ressourcen begrenzt sind, dann sag mir mal bitte wie man ohne eine gewisse Planwirtschaft irgendetwas steuern soll, wenn man ein halbwegs nachhaltiges System will.

Mal davon abgesehen würde mich mal interessieren wie du in Utopia Fortschritt garantieren wolltest.
Kennst du diesen Thread?

https://www.computerbase.de/forum/t...nslang-alle-2-jahre-ein-neues-geraet.1381176/

Etwas langsamer, aber dafür ECHTER Fortschritt wäre vielleicht ein paar Überlegungen wert. Alles was du heute kaufst, ist in spätenstens 6 Monaten veraltet.

Ich könnte mir da vielleicht einen 3 Jahres Rythmus vorstellen der folgendermaßen aussieht:
2,5 Jahre Entwicklung eines Prototyps
0,5 Jahre Nachfrageorientierte Produktion

Damit es nicht 3 Jahre langweilig ist und nach 3 Jahren alle Neuerungen kommen, könnte man die Produkte verteilen.
z.B.
2016 Smartphone + drumherum
2017 PC + Tablet + Notebook
2018 Fernsehr + drumherum
2019 Smartphone
usw.

Unsere Welt besteht aus wissenschaftlicher und technischer Weiterentwicklungen, die eine Menge Geld oder von mir aus andere Resourcen (Wissen, Zeit, entsprechende Geräte, etc.) verschlingen. Wer bestimmt denn dann auf welchen Gebieten wie geforscht wird?

Du, wenn du dir diesen Job zutraust. ;)

Die aktuellen Wissenschaftler sterben ja nicht von heut auf morgen. Auch da können diese Wissenschaftler demokratisch Prioriäten setzen.
 
hotzenplot schrieb:
Wo er Recht hat, hat er Recht.
Aber bis wirklich Jeder dies kapiert
Und Manche kapieren es nie

Ich würde noch weiter als er denken. Gerechtigkeit kann man nur herstellen, wenn Konsum bestimmter, nicht lebensnotwendiger Dinge, hoch besteuert wird. Ob's die 1-3 Flugreisen im Jahr sind, der Skiurlaub oder (für Vermögende) die Yacht, der SUV (weg mit der Dienstwagenregelung) oder der Privatjet, alles was Spaß macht und kein Kulturgut im Sinne des Geistes ist, sollte gemäß der Umweltbelastung richtig teuer werden. Warum? Weil das noch vor 2-3 Generationen völlig normal war, dass die Mittelschicht nie geflogen ist, ein "Mittelklasseauto" fuhr und auch nur 1-2 Anzüge im Schrank hatte.

Erst wenn wir anfangen den Lebensstandard zu hinterfragen, dem so viele von uns nachhecheln, den niemals auch nur dreifach so viele Menschen auf der Erde pflegen sollten, kommen die "Sklaven" zu mehr Rechten, nicht nur hierzulande.

Davon abgesehen würde das Grundeinkommen solche Niedriglohnjobs in Deutschland natürlich deutlich teurer machen, das ist auch ein Grund, warum man das BGE ablehnt: Da wird der profitsüchtige "Arbeitgeber" schlagartig zum "Bettler nach Arbeitern", der seinen Laden dicht machen kann, wenn er niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedinungen für den eigenen Profit als unabdingbar ansieht.
 
@trialgod
Was hat denn die Staatsform mit der Wirtschaftsform zutun?
Das ist immer genau meine Frage. Die momentane Situation ist, dass die Wirtschaftsform kapitalistisch ist. Was auch nur mehr als vernünftig ist, weil das eben zu Konkurrenz, zu Fortschritt und Entwicklung führt. Diese kapitalisitsche Marktwirtschaft wird reglementiert durch Gesetze, an die sich die Unternehmen heute schon, in den Ländern unterschiedlich, dran halten müssen. (sollten?)

Und seit einigen Jahren hat sich die Staatsform auch in eine kapitalistische umgeändert. Sie war mal sozial, hat aber die Tendenz des kapitalistischen bekommen. Da ist Profitmaximierung, Produktivitätssteigerung, Ausgabenreduktion, "Fortschritt" wichtiger, als die soziale Komponente. Das ist der Fehler. Man kann einen Rollstuhlfahrer nicht bestrafen, weil er Rollstuhlfahrer ist. Dem muss man helfen. Das ist aber das, was vergessen wird. Rollstuhlfahrer, was ist mit Leuten, die eine Brille brauchen? Ist gar nicht mal so selten. Wenn ich ne Operation benötige, wird sie bezahlt. Wenn ich ne Brille brauche, muss ich die selbst bezahlen. Was habe ich getan, dass ich bestraft werde für ein körperliches Defizit? Und ja, die Gemeinschaft hat das, mithilfe der ges. Krankenkassen zu zahlen. Nicht weil alle mit Brillen das fordern, sondern weil das eben "sozial gerecht" ist. Grundsicherung für alle in Deutschland. Das bedeutet eben auch, dass jeder eine Wohnung haben sollte. Und Mindestens H4 bekommt. Die Rente "sicher" ist. Die Kinder versorgt werden. Und und und. Leider wird das aber immer weiter reduziert, anstatt ausgebaut. Leider wird umverteilt in die falsche Richtung, anstatt den Staat einfach nur für die soziale Sicherheit der Bürger einstehen zu lassen, die Wirtschaft daran arbeiten zu lassen, dass es so bleibt oder die soziale Sicherheit mit wachsendem Wohlstand besser geht.

2 Dinge können "wir" da aber nicht regulieren, und das sind die eigentlichen Knackpunkte dieses Threads:
- Ein BGE ist für alle Menschen in Deutschland, und da es Bedingungslos ist, beommen das auch Menschen, die sich nur in Deutschland aufhalten (eigentlich ist das schon eine Bedingung, aber seien wir nicht ganz so kleinlich), sodass in Deutschland 81,3 Millionen Menschen eine gewisse Summe bekämen. Völlig unabhängig ob sie Kinder, Rentner, H4ler oder Millionäre sind. Damit schafft man noch mehr Unordnung, da es die Kinder, die Rentner, die Millionäre ja überhaupt nicht nötig haben, die werden schon anderweitig versorgt. Die Anhebung des Lohns durch ein BGE sorgt dafür, dass der Minimallohn steigt, jedoch müssen die Abgaben höher sein zur Finanzierung, wodurch das wieder kompensiert wird.
- Die Auswirkung der Änderung des deutschen kapitalistischen Wirtschaftssystems hat als Folge, dass Deutschland mit der Welt nicht mehr konkurrieren kann. Da es aber UNMÖGLICH ist, das gesamte weltliche Wirtschaftssystem zu verändern/verbessern/auszutauschen, und das mit einem Schlag, wird es nicht möglich sein, dass eine verbesserte Veränderung für Deutschland geschieht. Nur eine globale Umänderung würde zu einem Erfolg führen können. Das ist aber derart unrealistisch und weltfremd, dass diese Möglichkeit von vorne herein wegfällt. Es ist eine utopische Vorstellung von einer möglicherweise schönen Welt. Sie wird aber bei den derzeitigen Machtverhältnissen niemals realistisch sein, schlimmer noch, in einer Zeit eines evtl. Umsturzes ist es möglich, dass dies von bewegenden Menschen ausgenutzt wird, um ihre Ziele zu erreichen und die Macht wiederum an sich zu reißen. Was dann zu einer Diktatur führen kann. Nur mit einer Demokratie aller erster Güte könnte das verhindert werden.

@Schrammler
...alles was Spaß macht und kein Kulturgut im Sinne des Geistes ist, sollte gemäß der Umweltbelastung richtig teuer werden.
Ist für dich Lego ein Kulturgut? Oder Schwimmen gehen? Wer entscheidet, was Kulturgut ist, und was nicht? Die Kultur verändert sich auch mit der Zeit, somit auch die Ansprüche. Genau diese Ansprüche fordern immer mehr, wobei das mehr sich auf Konsum und Luxus bezieht, nicht aber mehr auf soziale Absicherung. Was genau der Fehler ist. Die Absicherung ist das Wichtigste, weil es Existenzen zerstört. Ein iphone oder dergleichen nicht zu besitzen, zerstört keine Existenz. Atomkraftwerksbesitzer müssten ihren Müll entsorgen müssen. Kohlekraftwerkbesitzer müssten Filteranlagen bauen um CO2 zu binden. Wer viel verbraucht, der zahlt auch viel, und keinen Massenrabatt.

Warum? Weil das noch vor 2-3 Generationen völlig normal war, dass die Mittelschicht nie geflogen ist, ein "Mittelklasseauto" fuhr und auch nur 1-2 Anzüge im Schrank hatte.
Das ist kein Argument. Wenn es mehr Schneider gäbe, so gäbe es auch mehr Anzüge, wodurch der Preis für Anzüge nach unten ginge, sich also die Mittelklasse mehr Anzüge kaufen würde. Angebot und Nachfrage ging damals noch, heute geht das nicht, weil die Arbeiter in ganz anderen Ländern zu ganz anderen Stundenlöhnen arbeiten. Wie auch immer, aus dem dir genannten Grund ergibt auch eine Inflation keinen Sinn. Weil es sämtliche Waren zusammennimmt. Wenn der Porsche weniger kostet, Brot aber steigt, dann kann dennoch der Porsche den Ausschlag geben. Sodass die Inflation eigentlich viel höher ist. Für den, der wenig hat. Der sich wenig Luxus leisten kann.

Erst wenn wir anfangen den Lebensstandard zu hinterfragen, dem so viele von uns nachhecheln, den niemals auch nur dreifach so viele Menschen auf der Erde pflegen sollten, kommen die "Sklaven" zu mehr Rechten, nicht nur hierzulande.
Das müsste global geschehen. Ansonsten werden "die Deutschen" damit aufhören, der Rest der Welt aber mit der Ausbeutung weiter machen und es ändert sich für die Ausgebeuteten überhaupt nichts, außer dass sie nun von anderen Ländern bezahlt werden. Du kannst die Machtverhältnisse in anderen Ländern nicht erzwingen. Das würde nur funktionieren, wenn alle mitmachen. Tun aber nicht alle.
 
Onkelhitman schrieb:
2 Dinge können "wir" da aber nicht regulieren, und das sind die eigentlichen Knackpunkte dieses Threads:
- Ein BGE ist für alle Menschen in Deutschland, und da es Bedingungslos ist, beommen das auch Menschen, die sich nur in Deutschland aufhalten (eigentlich ist das schon eine Bedingung, aber seien wir nicht ganz so kleinlich), sodass in Deutschland 81,3 Millionen Menschen eine gewisse Summe bekämen. Völlig unabhängig ob sie Kinder, Rentner, H4ler oder Millionäre sind. Damit schafft man noch mehr Unordnung, da es die Kinder, die Rentner, die Millionäre ja überhaupt nicht nötig haben, die werden schon anderweitig versorgt. Die Anhebung des Lohns durch ein BGE sorgt dafür, dass der Minimallohn steigt, jedoch müssen die Abgaben höher sein zur Finanzierung, wodurch das wieder kompensiert wird.
- Die Auswirkung der Änderung des deutschen kapitalistischen Wirtschaftssystems hat als Folge, dass Deutschland mit der Welt nicht mehr konkurrieren kann. Da es aber UNMÖGLICH ist, das gesamte weltliche Wirtschaftssystem zu verändern/verbessern/auszutauschen, und das mit einem Schlag, wird es nicht möglich sein, dass eine verbesserte Veränderung für Deutschland geschieht. Nur eine globale Umänderung würde zu einem Erfolg führen können. Das ist aber derart unrealistisch und weltfremd, dass diese Möglichkeit von vorne herein wegfällt. Es ist eine utopische Vorstellung von einer möglicherweise schönen Welt. Sie wird aber bei den derzeitigen Machtverhältnissen niemals realistisch sein, schlimmer noch, in einer Zeit eines evtl. Umsturzes ist es möglich, dass dies von bewegenden Menschen ausgenutzt wird, um ihre Ziele zu erreichen und die Macht wiederum an sich zu reißen. Was dann zu einer Diktatur führen kann. Nur mit einer Demokratie aller erster Güte könnte das verhindert werden.
1. Bürgergeld bekommen natürlich nur alle deutschen Staatsbürger, also weder Asylanten noch Touristen oder Durchreisende ;) Und ja, auch Millionäre haben ein Recht auf Grundsicherung! Man sollte lieber mal ihr Vermögen infrage stellen anstatt ihr Anrecht auf Wohlfahrt.
Zu Punkt 2: Bitte was? O.o Also das muss erst noch nachgewiesen werden! Und zu argumentieren, dass eine Änderung nur global erfolgen kann wäre dann dieselbe Lossagerei von Verantwortung wie das Ablehnen von syrischen Flüchtlingen mit dem Verweis auf Brüssel.
 
Das ist kein Bürgergeld, sondern ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Wenn es eine Bedingung hat, in dem Fall deutscher Staatsbürger oder nur im Land oder sonstwas, ist es nicht mehr Bedingungslos.

Millionäre haben ein Recht auf Grundsicherung, können sich dieses aber selber aneignen. Ein BGE gibt allen 800€ (Summe variabel) + Krankenversicherung und kostet nur. Das Vermögen in Frage stellen sollte man überhaupt nicht, da alles andere Enteignen ist. Wenn dir das Vermögen der Leute ein Dorn im Auge ist, bist du für Enteignung, dann findest du auch ok, dass Menschen, die 80 Jahre alt sind und auf Hartz4 aufgestockt werden enteignet werden. Ich nicht.

Zu Punkt 2: Und das zu Recht! Es gibt Gesetze in Europa, und daran hat sich jeder europäische Bürger dran zu halten. Nur die Regierungen der Länder nicht! Welch eine Farce. Wenn die Gesetze rausbringen, die regeln, wie mit Füchtlingen umzugehen ist, und die halten sich nicht dran, bedeutet das nicht, dass die Bürger der europäischen Länder sich nun um das Problem kümmern müssen. Sondern dass die Länder sich mal am Riemen reißen und sich auf die Gesetze und Verordnungen einzementiert beziehen. Denn ansonsten hat man vor Jahren schon Mist gebaut. Verantwortlich sind also die vor knapp 20 (oder sinds sogar schon 30) Jahren, und alle nachfolgenden, die nichts daran geändert haben und nun den schwarzen Peter mit der "Wir müssen alle helfen, weil wir in der Verantwortung liegen" Karte ausspielen. Lächerlich!

Außerdem hast du es wohl nicht richtig verstanden. Wenn Deutschland das Wirtschaftssystem in Deutschland verändert, dann ist dieses für die Welt nicht mehr profitabel. Und die anderen Länder werden sich einfach zurückziehen und dem Geld hinterher rennen. Die werden nicht von heute auf morgen moralisch und geben den Arbeitern mehr Geld. Wir können mehr bezahlen. Dann bekommt der Machthaber dort mehr. Ansonsten ändert sich gar nichts.
 
Onkelhitman schrieb:
Da es aber UNMÖGLICH ist, das gesamte weltliche Wirtschaftssystem zu verändern/verbessern/auszutauschen, und das mit einem Schlag, wird es nicht möglich sein, dass eine verbesserte Veränderung für Deutschland geschieht. Nur eine globale Umänderung würde zu einem Erfolg führen können. Das ist aber derart unrealistisch und weltfremd, dass diese Möglichkeit von vorne herein wegfällt. Es ist eine utopische Vorstellung von einer möglicherweise schönen Welt. Sie wird aber bei den derzeitigen Machtverhältnissen niemals realistisch sein,

Geld = Macht

Onkelhitman schrieb:
Das Vermögen in Frage stellen sollte man überhaupt nicht, da alles andere Enteignen ist. Wenn dir das Vermögen der Leute ein Dorn im Auge ist, bist du für Enteignung, dann findest du auch ok, dass Menschen, die 80 Jahre alt sind und auf Hartz4 aufgestockt werden enteignet werden. Ich nicht.

Vermögen = Geld = Macht

Also wenn du gegen eine gewisse Enteignung bist, bist du dagegen etwas gegen die Machtverhältnisse zu tun.
 
Du willst die gesamte Menschheit enteignen und dann neu verteilen? Das klappt sicher....
Ich bin gegen die Enteignung, weil ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob sich das nicht jemand erarbeitet hat. Ich gönne z.B. einem Zuckerberg jeden einzelnen Cent. Denn kein Schwein hätte seinen Mist entweder konsumieren oder fördern müssen. Dennoch hat er aus einer Idee Geld gemacht, und das weiss ich zu würdigen. Ihn seines Vermögens zu BERAUBEN ist mir zu wider. Genauso wie mir zuwider ist, wenn Menschen, die 30-45 Jahre gearbeitet haben Enteignet werden, wenn sie bedürftig werden und H4 bekommen müssten, es aber wegen ihres "Vermögens" nicht bekommen.

Ich habe kein Problem mit der Enteignung durch Lohnsteuer, Sozialversicherungsabgaben, Steuern auf Zinserträge. Wie ich schon schrieb kann man sehr vieles dadurch lösen, dass es teuerer wird, je mehr man konsumiert. Und was man konsumiert. Das hat auch Zwenner geschrieben. Luxus teurer. Wenn ich die Grundbedürfnisse billiger mache, dann habe ich doch letztlich eine Art von BGE oder? Aber eben nicht auf Geldbasis sondern auf Sachbasis. Wenn der Grundbedarf pro Person an Strom bei im Schnitt 1200KWh ist, sollte man die Steuern und Abgaben bis 1200KWh einfach aussetzen. Dann kosten die 1200KWh im Jahr vielleicht 120€. Während eben Großkunden, die einen Rabatt bekommen weil sie viel verbrauchen, die Steuern und Abgaben wieder reinholen. So bei Wasser, bei den Grundsteuern, bei Abwasser, bei Müllabfuhr und und und.

Du willst die Machtverhältnisse durch Enteignung neu verteilen. Ich will die Grundbedürfnisse stillen, gleiche Chancen schaffen (in einem bestimmten Maße) und dennoch kann "jeder" reich werden. Aber dabei sollte man nicht die vergessen, denen es schlecht geht. Dafür war ja bisher immer der Sozialstaat da.
 
Onkelhitman schrieb:
Ich bin gegen die Enteignung, weil ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob sich das nicht jemand erarbeitet hat. Ich gönne z.B. einem Zuckerberg jeden einzelnen Cent.

Das ist immer die selbe antwort obwohl ich jedes mal schreibe, das die Grenze vergleichsweise hoch ist. Z.B. 50 Millionen.
Wenn du dann sagst: Wieso sollte derjenige dann noch arbeiten? Sollte er eigentlich nichtmehr. Wenn er weiterhin arbeiten will, kann er das ja tun. Er kann ja die 50 Millionen ausgeben und dann nochmal neu "ansparen".

Wie ich schon schrieb kann man sehr vieles dadurch lösen, dass es teuerer wird, je mehr man konsumiert. Und was man konsumiert.

Milliardäre konsumieren nicht für Milliarden .... Investieren ungleich Konsumieren.

Wenn ich die Grundbedürfnisse billiger mache, dann habe ich doch letztlich eine Art von BGE oder? Aber eben nicht auf Geldbasis sondern auf Sachbasis. Wenn der Grundbedarf pro Person an Strom bei im Schnitt 1200KWh ist, sollte man die Steuern und Abgaben bis 1200KWh einfach aussetzen. Dann kosten die 1200KWh im Jahr vielleicht 120€. Während eben Großkunden, die einen Rabatt bekommen weil sie viel verbrauchen, die Steuern und Abgaben wieder reinholen. So bei Wasser, bei den Grundsteuern, bei Abwasser, bei Müllabfuhr und und und.

Und wenn die Großkunden keine Rabatte mehr bekommen, werden Produkte/Dienstleistungen teurer = Wettbewerbsverlust.

Du willst die Machtverhältnisse durch Enteignung neu verteilen. Ich will die Grundbedürfnisse stillen, gleiche Chancen schaffen (in einem bestimmten Maße) und dennoch kann "jeder" reich werden.

Ist für dich jemand mit 50 Millionen nicht reich?
 
50 Millionen ist aber nicht hoch. Und du gibst ja auch immer dieselbe Antwort:
"Was wäre, wenn die ganze Welt...."
Aber die ganze Welt wird nicht. Und wenn es nur ein Land macht, dann hauen eben alle, die mehr als deine Freigrenze haben ab. Hast du dir mal überlegt, was Unternehmen so kosten? Oder wem die gehören? Wie schon beim Zuckerberg-Beispiel. Du fändest es z.B. völlig in Ordnung, wenn er einfach 50 Millionen behält. Der Rest soll enteignet werden. Und du meinst, der Staat verteilt das dann großflächig und gerecht? So wie jetzt?

Die brauchen doch gar nicht konsumieren. Die brauchen letztlich einfach nur sterben. Dann trifft sie wiederum die Enteignung durch Todesfall. Auch in dem Falle würde das Geld ins Ausland gebracht werden, damit weniger Steuern anfallen.

Und wenn die Großkunden keine Rabatte mehr bekommen, werden Produkte/Dienstleistungen teurer = Wettbewerbsverlust.
Komisch, soviel ich gelesen habe, rechtfertigst du doch die Enteignung dadurch, dass 99,9% der Menschen was davon haben sollen. Wovon haben sie mehr: Davon, die ersten 1200KWh für 120€ zu bekommen anstatt für 300€, dafür dann aber nen Fernseher für 220€ anstatt 200€ zu konsumieren, oder davon, den Fernseher für 200€ zu bekommen und 300€ Strom zu bezahlen? Eine Aufschichtung wofür der Strom genutzt wird ist auch noch möglich wenn du willst. Nach Exportware und eigens im Land genutzt.

Ist für dich jemand mit 50 Millionen nicht reich?
Und hier ist der Punkt an dem das Eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Wenn jemand durch Arbeit 50 Millionen erreicht hat, wieso sind dann 51 Millionen unrealistisch. Würdest du behaupten, dass die Aldi-Brüder sich ungerechterweise Reichtum angehäuft haben? Denn letztlich stellst du das genau so hin. Die haben gearbeitet, und als sie 50 Millionen gehabt hätten (bzw. jeder von ihnen 50 Millionen), hätten sie ihren Reichtum nicht mehr erhöhen können. Welche Möglichkeiten die Männer aber anderen Menschen durch ihre Arbeit ermöglicht haben (Personal, Ausbildung, Aufstiegschancen, Arbeit, Geld), das blendest du einfach aus. Die hatten mehr, also gehört sich das nicht. Sklaverei. Lohnsklaven. Statt jetzt dafür zu sorgen, dass so etwas nicht stattfinden kann (Auflagen, Gesetze, Mindestlöhne, Rechte, Kontrolleure, Absicherung durch den Staat) verlangst du von allen, die das Können und Glück hatten im Leben, auf ihren Reichtum zu verzichten, weil viele Menschen Pech haben.

Seh ich nicht so. Ein Tischlermeister, der seinen Tisch verschenken muss, weil er ja schon genug Tische besitzt und sein Können unter Beweis stellt, der würde nie mehr Tische herstellen und sein Lebensinhalt ginge verloren.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben