Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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wiztm schrieb:
Ich bin hier nicht der Diktator.
Das wärst Du aber gerne oder Du würdest Dich einem beugen, genau wie Schrammler, Godde, MasterXTC, Oiolli usw., natürlich nur, um endlich dem Guten zum Sieg zu verhelfen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne dir zu Nahe treten zu wollen sah das für mich eher aus wie eine weitgehend substanzlose Polemik. Sorry.
dann habe ich mich wohl nicht gut ausgedrückt. es war nicht polemisch gemeint.

Zum einen hast du natürlich gesagt ich solle verzichten. Das war schließlich dein Vorschlag im Bereich Smartphone und TV.
ich hatte es ja in meinem ersten kommentar zu dem thema (noch an hypeo gerichtet) geschrieben
ich habs jetzt mal absichtlich betont scharf ausgedrückt, nicht böse gemeint ;)
ich weiß dass das niemand bewusst macht. aber wie sagt es doch der pastor in der kirche immer "du siehst den splitter im auge des anderen, aber den balken im eigenen auge siehst du nicht". auch wenn das verhalten schlecht und ungerecht ist, ist es doch die natur des menschen, zuerst auf den eigenen vorteil bedacht zu sein und dabei übersieht man nur all zu schnell die negativen folgen für andere. um so mehr wenns andere auch so machen. wie schreibst du doch selbst:
Auch sehe ich es nicht als meine Aufgabe mich persönlich zu geiseln und für Waren einen Aufschlag zu zahlen den anderen nicht zahlen.
und mit genau dieser (vollkommen natürlichen) einstellung reist es halt immer weiter ein. irgendwer fängt an und alle anderen machen so nach und nach mit. am ende will keiner der dumme sein, der als einziger nicht profitiert. ist bei unternehmen das gleiche spiel. die sind nicht irgendwie böse, aber einer fängt an und der rest muss nachziehen oder über die klinge springen.

Ich nehme aber mal probeweise gerne Vorschläge für fairgehandelte TVs mit 4k HDR in 65" entgegen
da kommst du leider zu spät. löwe hat meines wissens noch lange in europa produziert, stand dann aber vor dem bankrott und verkaufen jetzt auch in china gefertigte geräte. ist nicht so, dass es das nicht gegeben hätte, aber der konsument wollte es eben nicht.

Zum anderen irrst du leider, den ich habe hier nicht geäußert das Unternehmen böse sind.
nein, aber du bist auf seite derer in die diskussion eingestiegen ;)

Ich habe es auch um den Hinweis ergänzt das, neben den Angeboten, der Konsument es sich auch leisten können muss.
an der stelle sind wir wieder bei der wurzel des übels: muss er das? warum brauchen wir heute z. b. so viel mehr technik als noch vor 30 jahren wenn dafür auf der anderen seite menschen verhungern müssen? wir können es uns leisten, weil andere dafür bluten müssen. und weil wir uns das leisten glauben wir, es wäre ok so. zu wessen lasten das geht, daran verschwenden wir keinen gedanken. wir könnten auch gut mit weniger klarkommen, aber ist doch so schön wenn wir das alles haben. die dritte welt ist ganz weit weg (kommt aber in form von flüchtlingen langsam näher).

Sonst fällt die Wahl nun einmal weg. Außer deine. Also der Verzicht. Diese sehe ich aber weiterhin nicht als valide Wahl an.
aber genau das ist es: entweder verzichten wir auf die resourcen oder die anderen. mit dem, was wir mehr haben, könnten die anderen gut leben. aber dazu müssten wir ja ersteinmal auf unser mehr auf die eine oder andere weise verzichten. wenn andere mehr haben sollen, geht das nur wenn wir uns gleichzeitig mit weniger zufrieden geben.
 
Jaja, das bedingungslose Einkommen. Ein feuchter Traum der Linken, wie auch der Kommunismus.
Der funktioniert zwar nirgends, wie man wieder sehr gut in Venezuela sieht, aber man träumt weiter davon.

Auch das bedingungslose Grundeinkommen wird nicht funktionieren.Um das zu wissen muss man kein Prophet sein.
 
ThomasK_7 schrieb:
Das wärst Du aber gerne oder Du würdest Dich einem beugen, genau wie Schrammler, Godde, MasterXTC, Oiolli usw., natürlich nur, um endlich dem Guten zum Sieg zu verhelfen. ;)
Das ist also alles was dir einfällt? Traurig.

Lübke schrieb:
und mit genau dieser (vollkommen natürlichen) einstellung reist es halt immer weiter ein. irgendwer fängt an und alle anderen machen so nach und nach mit. am ende will keiner der dumme sein, der als einziger nicht profitiert.
Tja siehst du. An dieser Stelle würde ich dir auch überhaupt nicht wiedersprechen.
Das ist ja nun einmal das Regelwerk in dem wir uns bewegen. Diese Regeln stehen erst einmal und ich kann erst einmal niemanden vorwerfen sich im Rahmen dieser zu bewegen.
Aber ich gehe eben den Schritt weiter und fordere eben die Regeln zu ändern.

Lübke schrieb:
da kommst du leider zu spät. löwe hat meines wissens noch lange in europa produziert, stand dann aber vor dem bankrott und verkaufen jetzt auch in china gefertigte geräte. ist nicht so, dass es das nicht gegeben hätte, aber der konsument wollte es eben nicht.
Oh ich kenne Leute die Löwe gekauft haben. Metz hätte man da auch noch nennen können. Die verbauten auch noch richtiges Glas an der Front. Naja, nun auch chinesisch.

Aus meiner Sicht sieht das eben so aus: Die Leute wollten es nicht. Ergo ist die Firma weg. Bis dahin sollte doch meine Ansicht mit der kapitalistischen übereinstimmen.
Ich sage aber an der Stelle nicht das der freie Markt hier richtig wäre, ich sage hier hätten die Menschen die Arbeitsplätze erhalten wollen sich eben entsprechend äußern müssen bzw. eine gesellschaftliche Debatte führen müssen ob billige chinesische Importe der richtige Weg für deutsche Arbeitsplätze darstellen.
Als guter Demokrat akzeptiere ich aber natürlich die Entscheidung des Volkes gegen die örtlichen Arbeitsplätze.
Ich muss sie aber nicht gut finden und kann das eben auch äußern.

Das selbe gilt dann auch für deine Verzichtserwartungshaltung. Wie bei der Erderwärmung ist hier eben eine gesellschaftliche Debatte notwenig. Die Leute müssen gemeinsam lernen das wir nicht so weiterleben können weil die Ressourcen eben nicht für alle in diesem Umfang ausreichen. Wenn sich hier 1% einschränkt hilft es eben überhaupt nicht weiter.
Ergänzung ()

SH501 schrieb:
Auch das bedingungslose Grundeinkommen wird nicht funktionieren.Um das zu wissen muss man kein Prophet sein.
Ok, was ist den dein Vorschlag wenn das kommende Automatisierungszeitalter voll zuschlägt?
Wenn im Prinzip nur noch Künstler und wirklich hochqualifizierte Programmierer einen Job finden?
Du wirst den ~80% (plusminus) Arbeitslosen schon irgendwas anbieten müssen wenn du verhindern möchtest das sie zu dir kommen. (Hint: nicht in für dich guter Absicht.)
 
80% Arbeitslose in naher Zukunft, da spricht der selbst ernannte Realist. :freak:
Nur noch Künstler und hochqualifizierte werden einen Job finden, da spricht der selbst ernannte Realist.:freak:
 
ThomasK_7 schrieb:
80% Arbeitslose in naher Zukunft, da spricht der selbst ernannte Realist. :freak:
Nur noch Künstler und hochqualifizierte werden einen Job finden, da spricht der selbst ernannte Realist.:freak:
Erfinde nicht immer Dinge dich ich angeblich gesagt hätte. Nahe Zukunft sagst du.
Aber du hast halt keine Ahnung wie krass die Entwicklungen der letzten Jahre in der Robotertechnik und insbesondere bei den AIs war.
Das nachdem dort lange Zeit überhaupt nichts voran ging. Ich bin da ziemlich optimistisch das die Arbeitswelt in 100 Jahren nicht so aussieht wie heute. Für jedwede mechanische Tätigkeit wird man keinen Menschen mehr benötigen.

Der RoboCup hat sich z.B. die Aufgabe gestellt 2050 den Weltmeister im Fußball mit Robotern zu schlagen.
 
Wie lange soll den User SH501 arbeiten, damit er auf Deine 80% Arbeitslose treffen wird, denen das Ausfüllen von Bedürftigkeitsformularen für Unterstützungsleistungen (also kein BGE) schon zu viel Eigenleistung abverlangt ?

Ich habe schon ganz krass z. Bsp. das papierlose Büro, den allein mit Sprachsteuerung gesteuerten Computer und sonstiges Wunderwerk der Technik der letzten Jahrzehnte mit verfolgen dürfen. 2050 werde ich über 80 Jahre alt sein. Ich werde also Deine Voraussagen wahrscheinlich noch überprüfen können. Bleibe Du also hier bitte bis 2050 angemeldet, damit wir Bilanz ziehen können ! :D
 
Ich ergänze meine Kritik am Kapitalismus mal um das größere Bild.
Den Kapitalismus sehe ich als Teil der Gesellschaft, Teil des Gesellschaftssystems. Ein Gesellschaftssystem, das Ausbeutung zulässt, unterstützt und fördert, will ich nicht. Das ist eine politische Entscheidung.
Wie ist Ausbeutung in einem System möglich, dass Ausbeutung an erster Stelle nicht zulässt?
(Ich sehe Ökonomie als Gesellschaftswissenschaft, als Teil der Soziologie)

Kapitalismus ist keine Anarchie. Es ist ein Gesellschaftssystem, das spezifisch alles so lenkt, dass ausgebeutet wird. Der Kapitalismus ist nicht neutral!

Die Entscheidung der Menschen, die Entscheidung des Volkes, geht also über den Kapitalismus. "Ich will nicht, dass Waren hergestellt werden, die durch Ausbeutung entstehen." Der Konsument ist eine eingeschränkte, entwürdigte Rollenkonstruktion im Kapitalismus.

Denke in der politischen Dimension! :)


Die Mehrheit der Menschheit zurückzuholen aus der Armut bedeutet Veränderung. Das ist mir klar. Aber es muss sein. Wir können uns im Westen nicht hochloben, während wir diese Gräueltaten begehen.
Es ist nur wichtig, dass wir dabei Besitz nicht wegnehmen. Das führt nur zu Kämpfen.

Vielleicht noch kurz ergänzend: Ich bin ein Teil dieser Gesellschaft. Es trifft also alles genauso auf mich zu. Und das gibt mir keine Ruhe.
 
Die Mehrheit der Menschheit zurückzuholen aus der Armut bedeutet Veränderung.
Hast Du hierzu links und Zahlen ?
Mein Wissensstand ist, dass die Armut weltweit stetig abgenommen hat.

Ein Gesellschaftssystem, das Ausbeutung zulässt, unterstützt und fördert, will ich nicht. Das ist eine politische Entscheidung
Ich überlege gerade wie man das nennen soll, wenn in einem anderen Gesellschaftssystem (Sozialismus) genau so viel oder noch härter gearbeitet wird, aber der Arbeitende und der Nichtarbeitende, auch in der 2. und 3. Welt (!!) , dauerhaft/temporär viel weniger heraus bekommt, als im Kapitalismus.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ThomasK_07

Das nennt man Ausbeutung der Arbeiterklasse durch Linksextreme!
(mir ist klar, das du das weist, ich will dies nur explizit erwähnen).
 
ThomasK_7 schrieb:
Hast Du hierzu links und Zahlen ?
Mein Wissensstand ist, dass die Armut weltweit stetig abgenommen hat.
https://www.economy4mankind.org/de/globalisierung-zahlen-und-fakten/

ThomasK_7 schrieb:
Ich überlege gerade wie man das nennen soll, wenn in einem anderen Gesellschaftssystem (Sozialismus) genau so viel oder noch härter gearbeitet wird, aber der Arbeitende und der Nichtarbeitende, auch in der 2. und 3. Welt (!!) , dauerhaft/temporär viel weniger heraus bekommt, als im Kapitalismus.
Ich habe bereits gesagt, dass für mich der Sozialismus nicht die Lösung ist. Ebenso wie für den Kapitalismus sind für den Sozialismus der Wert von Mensch und Natur fremde Worte.
Man kann einzelne Elemente aus beiden Systemen mitnehmen, aber es müsste ein neues System sein, das mit der Ausbeutung aufhört.

Da es sich gerade ergibt: Linksextreme gibt es nicht. Rechtsextreme gibt es nicht. Linksradikale gibt es nicht. Rechtsradikale gibt es nicht.
"Extrem" suggeriert, es gäbe eine Mitte. "Radikal" suggeriert, es gäbe eine Möglichkeit, Probleme zu lösen, ohne ihre Ursache anzugehen.

Ich unterscheide die Gewalt. Gewalttätige Linke, gewalttätige Rechte. Z.B . ein rechter Staat, der Angriffskriege führt, ist gewalttätig rechts. Linke, die Gewalt anwenden gegen Menschen, sind gewalttätige Linke.
Es ist einfach pragmatisches Denken. Nur Gandhi ist so verrückt, linke Politik ohne Gewalt zu machen. Ich befürchte, ich auch.
Wir haben nichts gewonnen, wenn wir gewaltsam kämpfen!
 
Dein link erfüllt für mich nicht notwendige Kriterien der sachlichen Objektivität einer Berichterstattung/Zusammenfassung/Übersicht.

Die darin genannten Zahlen stimmen zum Teil nicht mit denen offizieller Organe (UNO, OECD usw.) überein.
Falls Du Deine Argumentation der wachsenden Armut auf Punkt 6. des links beziehst:
94% der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen seit den 90er Jahren die Ungleichheit der Vermögensverteilung zunahm. Die Zahl der globalen Milliardäre stieg 2003-2006 um 59%.
muss ich Dir schreiben, das dies eine (unzulässige) einseitige Interpretation ist. Für mich ist eine Zunahme der Ungleichheit keine zwingende Voraussetzung/Folge von globaler Armutszunahme.

Es sei denn, bei einem Durchschnittseinkommen von 1 Mio. € in einem Land (!) zählt auch ein Einkommensverdiener von 500.000 € bei Dir zur Armutsschicht, weil er unter 60% des Durchschnittseinkommens liegt. Wer aber die Armut in der Welt als Argument anführt, soll doch bitte auch das Weltdurchschnittsseinkommen als Vergleich hernehmen.
Wie hoch ist das aktuelle Weltdurchschnittsseinkommen ?
 
Ich hätte zumindest die Bedingung, dass Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten, die nur teilweise arbeiten können und auch arbeiten, ein Grundeinkommen von 1000 Euro netto mtl. dazu bekommen.
Zudem sollte dieser Mist wie Einstehgemeinschaft oder Bedarfsgemeinschaft wegfallen, der rechtlich nicht Mal eine solide Grundlage hat.
 
ThomasK_7 schrieb:
Dein link erfüllt für mich nicht notwendige Kriterien der sachlichen Objektivität einer Berichterstattung/Zusammenfassung/Übersicht.
Das ist mir klar. Ich kritisiere diese Ansammlung auch in dieser Hinsicht.
Ich bin kein Wissenschaftler in diesem Gebiet. Eine Diskussion über die empirische Korrektheit - falls du darauf letztendlich hinaus willst - würde ich an andere weiterreichen, die kundig sind in diesem Gebiet der Wissenschaft.
Hier sind Fakten, die meinen Punkt stützen, genauer und umfassender beschrieben. Das ist, so vermute ich, was du meinst.
https://www.oxfam.de/system/files/bp210-economy-one-percent-tax-havens-180116-en.pdf
Hier sind weitere Dokumente dazu.

Interessant ist ja folgendes: (Seite 2):
Since the turn of the century, the poorest half of the world’s population has
received just 1% of the total increase in global wealth, while half of that
increase has gone to the top 1%
Genau genommen gab es also eine Steigerung des Reichtums bzw. eine Abnahme der Armut. Bloß nicht sehr viel. Und viel weniger, als möglich ist.

ThomasK_7 schrieb:
weil er unter 60% des Durchschnittseinkommens liegt.
Du willst hinaus auf die Armutsrisikoschwelle in Deutschland (siehe Armuts- und Reichtumsbericht) ?
Als armutsgefährdet gelten Personen in Haushalten, deren Einkommen unterhalb einer vorgegebenen Schwelle liegt. In der Armutsforschung wird üblicherweise mit der Definition gearbeitet, wonach die Armutsrisikoschwelle bei 60 Prozent des Median aller Nettoäquivalenzeinkommen liegt.
Quelle: http://www.armuts-und-reichtumsberi...ikoquote/A01-Indikator-Armutsrisikoquote.html

ThomasK_7 schrieb:
Wer aber die Armut in der Welt als Argument anführt, soll doch bitte auch das Weltdurchschnittsseinkommen als Vergleich hernehmen.
Wie hoch ist das aktuelle Weltdurchschnittsseinkommen ?
Ein Weltdurchschnittseinkommen (genauso wie ein Durchschnittseinkommen eines Landes) verzerrt mir zu sehr. Die unteren Einkommen fallen meiner Meinung nach zu sehr heraus.

Folgendes biete ich dir an (Seite 9):
While the number of people living in
extreme poverty has fallen in recent years, it still remains unacceptably high. The
World Bank estimates that 700 million people were living in extreme poverty
(below $1.90 per day)22 in 2015.
Die darauffolgende Vorhersage klingt auch nicht besonders optimistisch.

Generell kommen wir denke ich darin überein, dass die Armut ein relevantes Problem ist?
Du sagst, der Kapitalismus löst dieses Problem in Zukunft und ich sage, dass er das nicht wird. Das sind denke ich so in etwa die Positionen.
 
Wenn man die Zahlen betrachtet (1% des Wachstums seit 2000 bei den ärmsten 50% und 50% des Wachstums beim reichsten Prozent der Weltbevölkerung), dann ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass der Kapitalismus etwas gegen Armut tun wird. Er tut ganz ganz viel für Reichtum ... aber offensichtlich nur sehr wenig gegen Armut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es lohnt sich doch auf jeden Fall einmal nachzusehen, welche Gesellschaftsform die ärmsten Länder (link2) / die ärmsten Bevölkerungsgruppen dieser Welt haben !
Haben die einen entwickelten Kapitalismus (=soziale Marktwirtschaft, Demokratie o.ä.) ? Nein !

Unter den ärmsten Ländern der Welt sind doch viele Staaten dabei, die wenn überhaupt, erst seit wenigen Jahrzehnten Kapitalismus haben.
Die Länder, die in den letzten Jahrzehnten wirtschaftlich aufgestiegen sind und das nicht allein auf eine exzessive Rohstoffausbeutung zurückführen können, zählen doch fast alle zum entwickelten kapitalistischen Lager bzw. Eifern dem nach.
Eine Entwicklung hin zum Kapitalismus höherer Form bringt stets wirtschaftlichen Aufschwung und das Verschwinden von absoluter Armut, auch wenn durch Kapitalakkumulation die oberen Prozente überproportional immer reicher werden.

Kapitalismus unter der Herrschaft von Diktatoren, Putschisten, Königreichen oder Feudalherrschaften bringt regelmäßig keinen wirtschaftlichen Aufstieg und damit das Verschwinden von absoluter Armut.
Den bisherigen entwickelten Kapitalismus auf eine weitere höhere Stufe zu bringen, in welcher die Kapitalverteilung wieder gleicher wird, ist meines Erachtens ein anstrebenswertes Ziel.
Die bisherige Gesellschaftsform durch eine sozialismusähnliche Gesellschaftsform zu ersetzen, halte ich persönlich nicht für erstrebenswert.
Dann hätten zwar fast alle gleich viel, aber absolut weniger. Der Sozialismus konnte nach eigener Lehrmeinung nur über den Kapitalismus/Imperialismus siegen, wenn er ihm ökonomisch überlegen sei. Durch bessere Produktions- und Lohnbedingen sollte dies realisiert werden. Leider hat dies historisch aber nirgendwo geklappt und auch die Vorschläge von verschiedenen Foristen hier und in anderen Threads, kranken alle an zu geringer Effizienzausbeute Ihrer neuen Systeme, die man natürlich nicht Sozialismus nennen darf, weil der Begriff so negativ besetzt ist, aber eigentlich doch alle dessen Kriterien aufweist.

Genau auch deswegen bin ich gegen ein BGE.
Es ist völlig ungeeignet, um die aufgehende Einkommensschere in Deutschland zu beseitigen, denn es soll ja Jeder bekommen.
Von mir aus kann man auch wieder die alte Sozialhilfe einführen, ganz ohne diesen Bewerbungsquatsch für offensichtlich nicht arbeitsfähige oder arbeitswillige Bedürftige, aber auch nicht zu höheren Beträgen.

Das das ALG2 aber vielleicht auch Erfolg an der hohen deutschen Beschäftigungsquote hat, darf nicht verschwiegen werden.
Im Zuge der Globalisierung werden die deutschen Löhne (und Renten) auch in den nächsten Jahren relativ weiter nach unten gehen, abgefedert durch den Produktivitätszuwachs. Die Kanzlerin hat dieser Tage eine Arbeitslosenquote von unter 3% als ihr zu erreichendes Ziel ausgerufen. Das dies nicht mit überproportional steigenden Lohnkosten gehen wird, ist mir klar.
Im Gesamtzusammenhang mit der Weltwirtschaft (=Globalisierung) ist dies aber trotzdem kein schlechtes Ziel, gerade für die bestehenden deutschen Sozialsysteme. Mehr Leute in Lohn und Brot, aber zu geringeren Verdiensten. Wir leben nicht mehr abgeschottet durch einen eisernen Vorhang auf einer Insel der Glückseligkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
ThomasK_7 schrieb:
Unter den ärmsten Ländern der Welt sind doch viele Staaten dabei, die wenn überhaupt, erst seit wenigen Jahrzehnten Kapitalismus haben.
Die Europäer waren dort schon vor Jahrhunderten. Die Armut dort ist viel älter.

ThomasK_7 schrieb:
Die Länder, die in den letzten Jahrzehnten wirtschaftlich aufgestiegen sind und das nicht allein auf eine exzessive Rohstoffausbeutung zurückführen können, zählen doch fast alle zum entwickelten kapitalistischen Lager bzw. Eifern dem nach.
Da kommen wir jetzt in die Richtung Neoliberalismus. Stichwort "Verschuldung der Dritten Welt". Die daraus resultierende Wirtschaft ist in einem Wort: Unreguliert.
Andererseits müsste dadurch der Kapitalismus in der Dritten Welt ja optimal funktionieren. Wieso verschwindet die Armut also nicht? Es ist so wenig Geld nötig für eine weltweites vollständiges Ende der extremsten Form der Armut, dem Hunger. Warum passiert nichts?
Aber Rüstungsausgaben für eine Illusion von kaltem Krieg, für eine Steigerung der eindeutigen militärischen Übermacht des Westens um weitere Prozent, dafür ist dick Geld da. Genauso wie für den Bankensozialismus. Wie viel Armut hätte durch dieses Geld verschwinden können? Man kann es sich kaum ausmalen.



ThomasK_7 schrieb:
Kapitalismus unter der Herrschaft von Diktatoren, Putschisten, Königreichen oder Feudalherrschaften bringt regelmäßig keinen wirtschaftlichen Aufstieg und damit das Verschwinden von absoluter Armut.
Das sehe ich anders. Als Beispiel nehme ich mal England während der Zeit des Imperialismus. Ich würde sagen, dass es hier eindeutig einen "wirtschaftlichen Aufstieg" gab.
Gerade unter einem repressiven Staat (Außenpolitik zählt auch), der den Kapitalismus nicht reguliert, scheint mir der Kapitalismus zu florieren.

ThomasK_7 schrieb:
Den bisherigen entwickelten Kapitalismus auf eine weitere höhere Stufe zu bringen, in welcher die Kapitalverteilung wieder gleicher wird, ist meines Erachtens ein anstrebenswertes Ziel.
Da stimme ich dir bei. Deshalb finde ich auch das BGE interessant, wenn es denn funktionieren würde.

ThomasK_7 schrieb:
Die bisherige Gesellschaftsform durch eine sozialismusähnliche Gesellschaftsform zu ersetzen, halte ich persönlich nicht für erstrebenswert.
Dann hätten zwar fast alle gleich viel, aber absolut weniger.
Wenn der Sozialismus tatsächlich so gut aufteilen würde. Einerseits stimmt das teilweise schon, auch stimmt, dass nicht immer Güter da waren zum Verteilen, andererseits gab es auch im Sozialismus Vermögenskonzentration.
Ich rede vor allem vom russischen Sozialismus.

Mich stört am Sozialismus der repressive Umgang mit dem Menschen. Deshalb, selbst wenn er gut verteilen würde, sollte er so nicht umgesetzt werden. Das hängt sicherlich auch mit dem Herrschaftssystem zusammen, das damit verbunden eingesetzt wurde.
ThomasK_7 schrieb:
Der Sozialismus konnte nach eigener Lehrmeinung nur über den Kapitalismus/Imperialismus siegen, wenn er ihm ökonomisch überlegen sei. Durch bessere Produktions- und Lohnbedingen sollte dies realisiert werden.
Diese "Kalter Krieg" Mentalität will ich ablegen. Beide Systeme sind anders. Aber sie sind viel ähnlicher, als deren Vertreter es zugeben würden.
Egal welches Gesellschaftssystem: Es "siegt", wenn es nicht vernichtet.

ThomasK_7 schrieb:
Im Zuge der Globalisierung werden die deutschen Löhne (und Renten) auch in den nächsten Jahren relativ weiter nach unten gehen, abgefedert durch den Produktivitätszuwachs. Die Kanzlerin hat dieser Tage eine Arbeitslosenquote von unter 3% als ihr zu erreichendes Ziel ausgerufen. Das dies nicht mit überproportional steigenden Lohnkosten gehen wird, ist mir klar.
Im Gesamtzusammenhang mit der Weltwirtschaft (=Globalisierung) ist dies aber trotzdem kein schlechtes Ziel, gerade für die bestehenden deutschen Sozialsysteme. Mehr Leute in Lohn und Brot, aber zu geringeren Verdiensten. Wir leben nicht mehr abgeschottet durch einen eisernen Vorhang auf einer Insel der Glückseligkeit.
Du sagst es. Keine "Globalisierung", sondern Konkurrenz der Wirtschaftsräume.
Ein einzelner Staat kann sich nicht einfach so in dieser Weltwirtschaft ein eigenes anderes Wirtschaftssystem errichten, ohne deshalb von der Weltwirtschaft benachteiligt zu werden. Die Frage ist also, wie souverän ein Volk in dieser "Weltordnung" ist. Es scheint also schwer zu sein, das Gesellschaftssystem zu verändern.
 
Andererseits müsste dadurch der Kapitalismus in der Dritten Welt ja optimal funktionieren. Wieso verschwindet die Armut also nicht? Es ist so wenig Geld nötig für eine weltweites vollständiges Ende der extremsten Form der Armut, dem Hunger. Warum passiert nichts?
Tja, das ist in meinen Augen eine Folge von Vertrauen in falsche Informationen von nicht seriösen Internetseiten.
Natürlich nimmt der Hunger weltweit ab. Natürlich gibt es dafür Programme, die auch greifen.
Natürlich haben die Länder der Dritten Welt mit fortgeschrittenem Kapitalismus weniger Armut, als die noch nicht so entwickelten Länder.

Korruption, Regelungen aus der Feudalzeit, keine freien Wahlen und instabile politische Verhältnisse (Putsche, Bürgerkriege), nicht konvertierbare Währungen, kein Sozialstaat, das sind in Ergänzung zu Naturkatastrophen die Grundfeiler von Hunger und Armut.
Wenn Du Deine oder besser noch seriösere links durchgearbeitet hättest, wüsstest Du, das 98% der Hungernden 1 Personen Landwirtschaftshaushalte sind.
Nun sage mir bitte einmal, wo im entwickelten Kapitalismus noch diese Produktionsform anzutreffen ist ?
 
ThomasK_7 schrieb:
2050 werde ich über 80 Jahre alt sein. Ich werde also Deine Voraussagen wahrscheinlich noch überprüfen können. Bleibe Du also hier bitte bis 2050 angemeldet, damit wir Bilanz ziehen können ! :D
Hör damit auf mir Dinge zu unterstellen die ich nicht gesagt haben.
Ich bin kein Veranstalter des Robocups. Ich habe nicht die Voraussage getroffen das 2050 der aktuelle Weltmeister geschlagen wird.
Wenn du bereit bist dich wirklich auf meine Aussagen zu beziehen können wird das gerne 2117 machen. Im Jenseits...

Ich vermisse aber immer noch deinen Vorschlag wie deine Umwelt, oder die deiner Nachfahren, eigentlich in einer weitgehend automatisierten Welt funktionieren soll. Es ist schließlich für die Zukunft sehr unerheblich ob du daran glaubst oder nicht. Die Vergangenheit hat aber gezeigt das wenn sich etwas kostengünstig automatisieren lässt dies auch gemacht wird.
Automatisierung selbst wiederum wird mit fortschreitender Zeit immer günstiger werden.
Der 'Break-Even' zwischen Maschinen und Menschen wird also irgendwann erreicht sein. Was dann?

Im Moment wird z.b. große Mengen Geld auf das Problem 'Autonomer PKW' geworfen.
Der ist noch nicht fertiggestellt. Aber das wird irgendwann passieren. Genug Sensordaten und Hardware die schnell genug verarbeitet vorausgesetzt werden PKW autonom fahren können. (im übrigen dann sicher besser als Menschen).
In der Folge werden Taxifahrer, Busfahrer, LKW-Fahrer etc. Arbeitslos werden. Spricht: Millionen von Menschen.
Was bietest du denen an? Umschulen in den Einzelhandel weil dort dann die nächste Welle der Automaten kommt?
 
Hör damit auf mir Dinge zu unterstellen die ich nicht gesagt haben.
Dann höre Du bitte damit auf, fremde Zukunftsvorhersagen hier zu posten, ohne kenntlich zu machen, dass Du diese gar nicht vertritts !
Wenn Jemand Aussagen Dritter zur Unterstützung seiner Meinung hier postet, muss der Mitleser davon ausgehen, dass auch Du diese Prognosemeinung teilst. Im jüngsten post ()#4059) schreibst Du ja schon wieder von einer weitgehend automatisierten Welt und was ich gedenke, dann zu tun.

meine Antwort: Arbeitszeitverkürzung für Alle, hier schon von mir geschrieben

Hast Du schon einmal nachgesehen, wie viele deutsche Berufskraftfahrer es überhaupt gibt ?
Lädt der Roboter dann auch das Gepäck ein und aus ?
Werden/sollen Schulkinder wirklich von einem Roboterbus gefahren werden ?

Es ist ja schön, wenn Du jetzt schon Probleme der Jahre 2030 und später hier mit Lösungen untersetzt sehen willst.
Ich ziehe es vor, erst einmal Lösungsmöglichkeiten für die zunächst anstehende Probleme hier zu diskutieren.
 
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