Beyerdynamic DT 770 / 990 (250 Ohm) - Generelles Setup als Headset

fresh_dax

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Moin zusammen,

ich schwanke aktuell zwischen dem DT770 und dem DT990. Da ich neu in der Materie bin und beide vor dem Kauf gerne testen möchte, habe mir folgende Herangehensweise überlegt, wobei mir sich da viele Fragen stellen:

- Ich besorge mir eine DAC/Verstärker-Kombination, z.B. FX Audio DAC-X6.

- Den DAC schließe ich per USB an mein Mobo an (MSI B550 Tomahawk)

- Jetzt kommt der spannende Teil: Da ich kein Tischmikrofon haben will und auch zusätzliche Kabel inkl. Rumgeklebe beim ModMic vermeiden möchte, habe ich mich für ein 3,5mm Klingen-Mikro entschieden, z.B. das Boompro oder das von BD (https://www.amazon.de/beyerdynamic-...JH4R6ZT,B093T3S1K8,B08J7DYQ5L&srpt=HEADPHONES).

- Dazu lasse ich den KH entsprechend modifizieren, damit ich das Mikrofon einfach reinstecken kann. Somit habe ich ein Vollwertiges Headset mit nur einem Kabel.

Fragen:

- DAC/Verstärker: Gibt es da was empfehlenswertes bis 50€ (gerne auch gebraucht)? Oder ist evtl. so, dass man hier mit Geräten unter 100€ die 250 Ohm-Headsets ohnehin nicht gescheit befeuern kann und mangels Mehrwert direkt zur 32er Variante des KH greifen sollte?

- Kann ich das Kabel des Mikros dann immer noch problemlos in den DAC stecken oder muss ich beim DAC auf spezielle Eigenschaften achten, damit beide Signale (KH und Mikro) übertragen werden?

- Mir geht es hauptsächlich um die Ortung von Gegnern in FPS-Games. Manche sagen, dass wegen der Isolation der DT770 dafür die bessere Wahl ist, andere bevorzugen den DT990, weil die Bühne größer sein soll. Hat hier jemand Erfahrungen?

- Gibt es andere Nachteile, die ich nicht auf dem Schirm habe? Z.B. minderwertiges Kabel beim Mikrofon und dadurch Qualitätsverluste im Klang o.Ä.?

- Gibt es evtl. andere Kopfhörer, die den beiden genannten das Wasser reichen könnten, ohne dass ich modifizieren muss? Den Philips X2HR/00 gibt es beispielsweise sogar in Kombination dem BoomPro bei Amazon.
 
Wieviel Ohm brauchst du denn, um deine Gegner in den FPS-Games orten zu können?
 
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Habe die DT770pro als 80Ohm Variante und nun die MMX300, Unterschied ist bei den Kopfhörern (für mich) nicht auszumachen.
Wieso willst du unbedingt so hochohmige KH haben? Gibt es da einen speziellen Grund?
 
Wenn ich mir schon einen externen DAC/Verstärker zulegen muss, dann kann ich es auch mit der 250er-Variante versuchen. Vielleicht höre ich ja einen Unterschied, vielleicht auch nicht. Aber sie kosten ja nicht mehr oder weniger.
 
Warum musst du dir einen externen DAC zulegen?

Für deinen Anwendungszweck ist das nicht nötig.
 
Den externen DAC würde ich sowieso dazunehmen.
OnBoard Sound kann eigentlich nie wirklich mithalten, und nein "laut" ist nicht alles...

Edit:
Schau dir auch mal den Sharkoon Gaming DAC an - P/L ist der recht gut - da kannst die Lautstärke aber nur über Windows regeln.

Höherohmige alternativen hätte ich jetzt nicht^^
 
Zuletzt bearbeitet:
OnBoad Sound /= OnBoard Sound

Wenn er sagt, dass er neu in der Materie ist, würde ich erstmal ausprobieren, was zu meinen Hörgewohnheiten passt und wieviel Geld ich letztendlich vesenken muss um glücklich zu sein.
 
Du brauchst für das Mikro dann aber noch einen entsprechenden Eingang, den bietet dein DAC nicht. Da musst du ein vollwertiges Interface haben und die haben meistens auch keinen 4-poligen Mikro-KH-Anschluss. Also brauchst du wieder zusätzliche Adapter.

Außerdem: Beim Umbau verlierst du auch die Garantie auf den KH, außerdem sollte das jemand mit Löterfahrung machen.
 
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iRNMAN schrieb:
- Mir geht es hauptsächlich um die Ortung von Gegnern in FPS-Games. Manche sagen, dass wegen der Isolation der DT770 dafür die bessere Wahl ist, andere bevorzugen den DT990, weil die Bühne größer sein soll. Hat hier jemand Erfahrungen?
Schau mal auf dem Youtube Channel von Fresh Reviews, das ist ein ehemaliger Pro Spieler der in seiner Reihe "Quest for Best Competitive Audio" viele Kopfhörer für diesen Zweck getestet hat.

Auch der Guide von Falenkor ist interessant.

Meine Meinung: Der DT990 ist besser als der DT770 fürs Competitive Gaming, den Grund hast du selbst schon genannt: größere Bühne. Generell würde ich aber eher den Tygr nehmen, der ist qasie ein angepasster DT990, etwas wärmer und nicht so spitze Höhen, der DT990 ist für mich (und viele andere) einfach zu anstrengend zu hören.

Persönlich finde ich den Sennheiser HD560s aber im Moment das beste fürs Competitive Gaming (unter 200€), was ich bis jetzt hatte. Den kann man auch deutlich einfacher zu einem Gaming Headset umwandeln, mit diesem Kabel/Mikrofon. Als DAC würde eigentlich ein Sharkoon Gaming DAC reichen, wenns etwas besseres sein soll dann ist denke der Creative G6 oder X3 aus dem B-Stock, das Preis-Leistungs beste unter 100€.

Wenn du es nicht ganz so eilig hast, dann könntest du eventuell auch noch auf die ersten Reviews des neuen MMX 100 bzw. MMX 150 warten. Wobei ich bezweifle, dass die aus rein competitiver Sicht besser als ein Tygr sein werden (weil geschlossen).
 
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Verstehe, ich brauche also ein DAC sowohl mit KH- als auch mit MIC-Anschluss, damit ich diese beiden hier einstöpseln kann:
1637074024382.png


Welches DAC wäre denn da empfehlenswert? Hat jemand Tipps? Dieser hier scheint zu passen: https://de.creative.com/p/b-stock/sound-blasterx-g5-b-stock
 
dllwurst schrieb:
Du brauchst für das Mikro dann aber noch einen entsprechenden Eingang, den bietet dein DAC nicht. Da musst du ein vollwertiges Interface haben und die haben meistens auch keinen 4-poligen Mikro-KH-Anschluss. Also brauchst du wieder zusätzliche Adapter.

Außerdem: Beim Umbau verlierst du auch die Garantie auf den KH, außerdem sollte das jemand mit Löterfahrung machen.
Genau, entweder eins mit 4-poligen Mikro-KH-Anschluss separaten Eingängen für Mic/KH. Wenn, dann würde ich es von einem Profi machen lassen.
 
@iRNMAN Da du Erfahrungen wolltest... Ich habe die Ortung in Games gezielt getestet mit:
Xiaomi Hybrid Pro HD, Superlux HD668B, MPOW Air Wireless, Logitech UE6000, Omnitronic SHP-600, Takstar Pro 82, Sony MDR-1A, 1More H1707, Beyer DT 770 Pro 250, Avinity/Beyer AHP-967 250, Beyer T70P, Beyer T90P (selbstgebaut), modifizierter Fostex T20RP.

Und kann dir sagen, dass eine präzise Ortung mit allen genannten Kopfhörern für mich möglich war, egal ob In-Ear, On-Ear, Over-Ear, offen oder geschlossen oder wie breit die Bühne war. Denn die Sound-Engine in jeweiligen Games bestimmt, wie gut der Klang realisiert ist und wenn die Surround Simulation in jeweiligen Games schlecht ist, kann man immer noch mit Software nachhelfen, das hat mit dem Kopfhörer aber wenig gemein. Wichtig ist nur, dass der gesamte Frequenzbereich abgebildet wird und dass man laut genug hört. Die meisten Zocker-Kumpels, die ich habe und Probleme mit der Ortung hatten, hatten einfach nur den Sound zu leise eingestellt, da scheppern einem eben die Ohren, wenn man selbst Schüsse abgibt, aber nur so hört man auch leise entfernte Schritte. Ist logisch oder?

Da du Beyer direkt zerlegen müsstest, würde ich zum Sennheiser HD560S mit 2,5mm BoomMic greifen. Dazu sowas wie den Sharkoon Gaming DAC Pro V2, der hat DAC und KHV für den Kopfhörer und nen sehr feinen und starken ADC fürs Mikro.
 
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dllwurst schrieb:
Du brauchst für das Mikro dann aber noch einen entsprechenden Eingang, den bietet dein DAC nicht. Da musst du ein vollwertiges Interface haben und die haben meistens auch keinen 4-poligen Mikro-KH-Anschluss. Also brauchst du wieder zusätzliche Adapter.

Außerdem: Beim Umbau verlierst du auch die Garantie auf den KH, außerdem sollte das jemand mit Löterfahrung machen.
Hat der Sabaj D3 einen 4-poligen Mikro-KH-Anschluss? Lieder finde ich bei den DACs diese Spezifikation nicht...
 
iRNMAN schrieb:
Lieder finde ich bei den DACs diese Spezifikation nicht...
DACs (Digital-Analog-Converter) haben in der Regel keinen analogen (Mikrofon) Eingang, ansonsten wäre der Name auch eher verkehrt, da ein ADC (Analog-Digital-Converter) da zusätzlich eingebaut sein muss.

Ein 4-pol Mikro-KH Anschluss ist mir bisher noch bei keinem externen Standgerät aufgefallen. Den kenne ich nur von USB-Sticks und selbst dort herrscht eigentlich eine Trennung von KH und Mic vor. Der Sharkoon ist da eher die Ausnahme als die Regel.
 
Dann bleiben nur noch 2 Alternativen:

1. Soundblaster X3
2. Ein normaler DAC, z.B. FX-Audio DAC X6. Diesen dann mittels Splitter nur für die KH verwenden, das Mic dann direkt ans Mobo anschließen.

Beim Punkt 2 hätte ich das Problem, dass der beim Boompro mitgelieferte Splitter nur sehr kurz ist und nicht vom DAC bis zum Mobo reichen würde. D.h. ich bräuchte nochmal ein Verlängerungskabel, wenn ich das richtig sehe, oder?

Das sind aus meiner Sicht die besten Optionen bis jetzt.
 
iRNMAN schrieb:
2. Ein normaler DAC, z.B. FX-Audio DAC X6. Diesen dann mittels Splitter nur für die KH verwenden, das Mic dann direkt ans Mobo anschließen.
Funktioniert nur, wenn das Mikrophon ein eigenes Kabel hat, sonst bekommst du eine Massenschleife (dauerhaftes Brummen auf den Kopfhörern). Wenn du nur ein Kabel vom Headset weggehen haben möchtest, müssen Mikrofon als auch Kopfhörer zwingend am selben Gerät angeschlossen werden.
 
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Alles klar, vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich habe mir dann jetzt den Soundblaster X3 bestellt, der war zum Glück noch als B-Ware für 80€ verfügbar. Jetzt bestelle ich noch die beiden Headsets und schaue, was mir vom Klang her besser gefällt. Ich werde auch die Sennheiser 560S probieren, danke @maweasesnet und @JackA für den Tipp.
 
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