Bei der Empfehlung "Kopfhörer + Ansteckmikrofon" wundert es mich immer, ob überhaupt über die Akustik nachgedacht wurde bzw. wird? Ich meine, das Mikrofon eines Headsets befindet sich i. d. R. auf einem Bügel vor oder in direkter Nähe zum Mund, mit einem Ansteckmikrofon ist das meines Erachtens überhaupt nicht zu erreichen, es sei denn, man bastelt sich irgendeine Konstruktion. Insofern bedeutet ein Ansteckmikrofon doch, dass man lauter sprechen muss und/oder Nebengeräusche eher aufgenommen werden (da es aufgrund der größeren Entfernung sensibler eingestellt sein muss), weiterhin mache ich mir bei den gängigen Clip-Halterungen Sorgen, ob, je nach Druck und Art, das Ganze nicht über die Zeit zum Kabelbruch meines (hochwertigen) Kopfhörers führt?
Das Modmic ist eine gute Idee, arbeitet jedoch mit kleinen Magneten - ob das die Leistung eines Kopfhörers nicht irgendwie beeinträchtigt? Als das erste Modmic herauskam bzw. bekannt wurde, fragte ich mal bei Beyerdynamic an, es hieß aber, dass sie davon ausgehen, dass es zu keinerlei Störungen kommt; sicher klang das für mich jedoch nicht.
Meines Erachtens herrscht hier eine Art Marktlücke, sprich, es fehlt an einem System, das es erlaubt, beliebige (hochwertige) Kopfhörer mit beliebigen (hochwertigen) Mikrofonen zu bestücken - z. B. von Beyerdynamic oder Sennheiser.
Und warum macht sich jeder nur Gedanken über die Qualität des Kopfhörers, nicht aber über die des Mikrofons? Bei z. B. Beyerdynamic gehen alle Mikrofone erst ab vielleicht 80 Euro los, ein Ansteckmikrofon ähnlich einem Zalman haben die gar nicht im Sortiment - ob man zwischen einem 80-Euro-Mikrofon und einem 5-Euro-Ansteckteil einen Unterschied hört?