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NewsBezahldienst Wero: Wegen Amazon-Servern nicht ganz souverän
Ich versteh das nicht, was genau wird jetzt mit so eine Nachricht bezweckt liebes netzpolitik.org Team? Doch lieber bei MasterCard und Visa bleiben, oder noch besser Paypal?
Dann gründet jmd einen Zahlungsdienstleister mit mehr als meinen günstigen 13,37% Gebühr und bringt die Händler in die Insolvenz. Weil dessen App shinier ist, Überweisung zwischen Kumpels per NFC bietet und Käuferschutz etcpp hat und alle Kunden ihn nutzen wollen.
Ich glaube nicht, dass ein Gesetz rechtens wäre, das sagt, du darfst nur x% Gebühr nehmen. Machen wir ja mit anderen Wirtschaftszweigen auch nicht.
Also Verpflichtung europäische Anbieter supporten zu müssen sehe ich da (leider!) nicht, weil es zu viele Geldgeber, wie der fiktive Dienst oben gibt. Und der würde kommen wenn die Händler ihn anbieten müssen, ganz sicher.
@Alphanerd
Wie kommst du jetzt auf Gebühren? O_o
Das kann man doch sicher auch anders regeln, z. B. dass wenn man Zahlmethoden abseits von Bargeld und Überweisung anbietet, unbedingt auch Wero dabei sein muss. Oder was weiß ich.
Hetzner, OVH... es gibt diverse Cloud-Anbieter in Europa. Die sind alle nicht so groß und haben oft auch nicht den Zoo an Services, den man von den Hyperscalern kennt, aber für 99% aller Cloud-Kunden sind die eine gute Alternative
es ist grundlegend ein wahnwitziger Gedanke, sich von der amerikanischen Erpressbarkeit abwenden zu wollen/können. Speziell im Finanzbereich. Da reicht bereits: wenn ihr uns alle Daten nicht mehr freiwillig zur Verfügung stellt, werdet ihr aus SEPA ausgeschlossen. Und fertig, alles bricht zusammen. Denn alleine damit, also mit dieser Grundlage ist jegliche Souveränität eine Illusion und alles was darum gebaut wird nur Fassade
Jeder Zahlungsdienstleister nimmt Gebühren. Ob Visa, MC, PayPal.
So auch wero. Die genauen Zahlen finde ich auf Anhieb nicht, das sagt deren Webseite.
Unsere Preisgestaltung ist klar und händlerfreundlich: eine kleine prozentuale Gebühr mit eingebauten Obergrenzen, damit Sie die Kosten kontrollieren – egal, ob Sie 5 € oder 5.000 € verarbeiten. Ein Modell, das für Händler jeder Größe funktioniert.
es ist grundlegend ein wahnwitziger Gedanke, sich von der amerikanischen Erpressbarkeit abwenden zu wollen/können. Speziell im Finanzbereich. Da reicht bereits: wenn ihr uns alle Daten nicht mehr freiwillig zur Verfügung stellt, werdet ihr aus SEPA ausgeschlossen. Und fertig, alles bricht zusammen. Denn alleine damit, also mit dieser Grundlage ist jegliche Souveränität eine Illusion und alles was darum gebaut wird nur Fassade
Auch kann man mit wero immernoch nahezu nirgends bezezahlen, obowohl es mal hies dass ab 2026 der rollout für händler startet und man an allen terminals wo auch karten zahlung geht wero nutzen können soll.
[..]
Es fehlt an grundsätzlichen Funktionen.
Wobei ich mich auch hier Frage, welchen Mehrwert das bringen soll, noch eine weitere Bezahloption in die Terminals zu prügeln. Mit der Girocard existiert hier sogar schon eine europäische Lösung.
Auch hier wäre nicht viel nötig, um sie fit zu machen als echte Alternative zu Visa und Mastercard (für mich fehlt für allem die Möglichkeit bei Hotels / Mietwagen eine Kaution gegen den Kreditrahmen zu blocken wie bei Kreditkarten statt direkt Guthaben zu verrechnen). Aber ansonsten haben wir da eigentlich ein fertiges System.
Stattdessen will man das Rad mit extra Nachteilen neu erfinden.
Ich vermeide es auch so weit es geht. Und insbesondere vermeide ich, dort mehr als eine Handvoll Euro Guthaben anzusammeln, gibt viel zu viele Geschichten über gesperrte Konten und dann viel Spaß dabei dein Geld wieder zu bekommen.
Das sind doch wieder Geschichten aus dem Paulanergarten... ich benutze PayPal seit Ewigkeiten und hatte noch nie Probleme damit. Wenn man allerdings mit seinem PayPal Konto illegale Sachen macht oder Betrug dann ist das natürlich was anderes...
Gehöre zu den ersten Nutzern von Wero (meine Sparkasse hat das schon recht frühzeitig an den Start gebracht), um etwas unabhängiger von Paypal zu werden. Das mit den Amazon-Servern gefällt mir natürlich gar nicht. Gibt es da keine europäische Konkurrenz von T-Systems?
Es bringt nichts selbst europäische Anbieter wie Telekom oder andere Anbieter haben Geschäfte in den USA und wären im Zweifelsfall auch gezwungen die Daten offen zu legen oder ihr Geschäft in den USA einzustellen.
Selbst Stack it von der Schwarz Gruppe hat genug Lidl da drüben.
Antworten werden sie alle wenn die US Geheimdienste an der Tür klopfen.
So einfach ist das nicht. Diese Gesetze gelten erst einmal nur für US-Unternehmen, nicht aber deren Muttergesellschaften, sofern diese nicht auch selbst in den USA operieren. T-Mobile US und Lidl müssten daher die eigenen Daten herausrücken. Deren Mutterfirma (Telekom, Schwarz) hingegen nicht. In der heutigen Zeit ist es zwar durchaus vorstellbar, dass US-Behörden versuchen könnten mit diesen Tochterfirmen die Mutterfirmen zu "erpressen", aber das wäre auch ohne US-Tochterfirmen möglich.
jackii schrieb:
SEPA Instant payment hat kein senden an Email oder Handynummer, kein QR Code, kein Käuferschutz, kein Rechnung aufteilen, kein Pay Later, keine Integration in Shops und vieles mehr.
Also zumindest QR-Code gibt es schon. Ich bekomme regelmäßig Rechnung mit einem QR-Code, der alle Zahlungsinformationen bereits enthält. Den scan ich mit der Banking-App, überprüfe die Angaben und bestätige dann die Überweisung.
raychan schrieb:
Bekommst du bei Instant Überweisung dein Geld zurück, wenn z.B. der Verkäufer dir Steine schickt statt das was du bestellt hast? Wie funktioniert das? Ich nutze immer noch sehr aktiv PayPal und hoffe das wero das ersetzt. Den ich kenne nichts was für mich als Kunde so sicher ist. War schon zwei Mal Betrüger reingefallen und jedes Mal war es egal, weil ich mein Geld ohne Probleme zurück bekommen habe, ohne das der Verkäufer reagiert.
Als Käufer mag ich PayPal, als Verkäufer würde ich es, zumindest bei größeren Beträgen, nicht nutzen. Es gibt einen Grund warum es Käuferschutz heißt. Ein betrügerischer Käufer könnte einfach behaupt er hätte nur Steine erhalten und dann bist du als Verkäufer angeschmiert. Dann bleibt dir nur der Rechtsweg, denn im Zweifel entscheidet PayPal fast immer zu Gunsten des Käufers.
Telekom, OVH, Hetzner, netcup, Scaleway und weitere.
Ja, wir haben keinen Megascaler mit globaler Scale und der größe von AWS. Aber für ein Ding in Europa braucht es halt auch keine "Asia Pacific" Region u.ä.
Mal davon ab, dass Wero halt nur ein Wrapper mit ein bisschen Komfortfunktionen um bestehende Banking-Infrastruktur ist. Und diese bestehende Infrastruktur betreiben die Banken soweit ich weiß auch hier in Europa bei entsprechenden europäischen Dienstleistern.
Die paar Server für den Wrapper finden wir hier auch noch. Ganz so schlimm ist es um uns auch nicht bestellt.
Das ist leider wirklich nicht transparent.
Hinsichtlich der Gebühren konnte ich herausfinden, dass WERO für Privatpersonen kostenlos ist, während Händler WERO Pro benötigen.
Für die Nutzung von Wero-PRO wird für eingehende Zahlungen ein Entgelt von 0,55% vom Umsatz berechnet.
Wie steht es um den Käuferschutz? Kann ich Zahlungen reklamieren?
Sie können Zahlungen reklamieren. Bei teilnehmenden Händlerinnen und Händlern können Sie direkt aus der VR Banking App den Kontakt für eine Reklamation aufnehmen. Wenn es nicht zu einer Einigung zwischen Ihnen und dem Online-Shop kommt, wird Ihre Volksbank Raiffeisenbank eG in den Reklamationsprozess mit einbezogen und kann eine Rückbuchung der Zahlung veranlassen, sofern die Bedingungen dafür erfüllt sind.
Wie funktioniert der Wero-Kauferschutz?
Wenn Sie mit Ihren Kundinnen und Kunden zu keiner Einigung gekommen sind, bietet Wero einen mehrstufigen Regelprozess an, der mit einer digitalen Plattform unterstützt wird. Sollte dennoch keine Einigung stattfinden, tritt die EPI Company als Herausgeberin von Wero als schlichtende Partei ein
Da nicht alle Banken mitmachen, sondern erst einmal beobachten wollen, ob sich das tatsächlich durchsetzt, und da der Käuferschutz, wie oben beschrieben, schon nach einer anstrengenden Prozedur klingt, wird das weiterhin eine Nische bleiben.
Es müssen alle Banken mitmachen und einen unkomplizierten und schnellen Käuferschutz wie PayPal anbieten.
Sonst wird das nichts.
Ich kaufe im Internet viel über PayPal, seit Jahren. Es ist einfach einfach. Dazu kommt der Käuferschutz den es so nirgendwo gibt und der einen etwas mehr Sicherheit gibt. Und es ist mir Scheiß Egal ob da drüben in den USA irgend ein FBI Troll weiß wie viel ich letzte Woche über Paypal gekauft habe.
Nicht alle aus den USA muss direkt schlecht sein.
Ja ich verstehe die Probleme gerade bei Großen Banken/Firmen. Aber immer diese Angstmacherei bei dem "Normalem" Bürger. Und die EU sehe ich auch nicht als Vertrauenswürdig an. Vor allem nicht die Idioten da in Brüssel mit der Führung v.d. Leyen.
Der Datenschutz ist für mich da auch weniger das Problem.
Sondern das die ganzen Gebühren in die USA fließen und wenn USA aber aus welchem Grund auch immer Europa Sanktionieren wollen, können Sie die Paypal Konten etc. einfrieren.
Ist jetzt zugegeben nicht das wahrscheinlichste aber vor nicht allzu langer Zeit hätte ich es auch für unmöglich gehalten, dass der USA Präsident Grönland mit Krieg droht.
Die Idee an WERO ist an sich keine schlechte.
Schmarall schrieb:
Hätte mich auch gewundert, wenn wir hier mal was auf Anhieb vernünftig auf die Beine gestellt bekommen.
Jaein, sonst war es doch gerne so, das die ec Karten aus Deutschland im EU Inland nicht überall funktionieren also → visa/mastercard kommt dran.
Wero ist nun Eropaweit, also ist das schon als ersatz möglich. In der Niederlande zum Beispiel "iDeal" mega verbreitet und das löst sich übergehend auf in wero.
das du mit wero dann nicht im US shop bezahlen kannst mag ne andere Sache sein, das die das System wohl nicht wollen. Sollten die sich aber ebenfalls überlegen, wenn die wero Verbreitung sich gut entwickelt zum quasi Standard und die auch was in der EU verkaufen wollen.
Mit Wero kann man immerhin seine kubanischen Zigarren und seinen Havannah Rum bezahlen.
Tut man das mit Paypal, oder schreibt sowas nur in den Verwendungszweck, dann ist das Paypal Konto schnell weg.
Kaufmannsladen schrieb:
Es gibt in der EU nun mal keine Megascaler wie AWS oder Azure.
Sei mal dahingestellt ob man einen "Megascaler" dafuer ueberhaupt braucht. Eher nicht.
Die "Megascaler", also zumindest Azure, sind in Europa auch schon ziemlich am Limit. Die Firma in der ich arbeite hat keine Azure Kapazitaeten in Deutschland bekommen. Microsoft sei am Limit.
Die Schwarz Gruppe wurde im Thread ja auch schon erwaehnt. Die koennen das sicherlich hosten.