Bitte um Einschätzung zu stabilen DDR5‑Settings nach Mainboard‑/CPU‑Upgrade

FrankyStonky

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Hi zusammen,​


ich hätte gerne eine Einschätzung von euch zu ein paar RAM‑Settings, bevor ich sie übernehme. Ich möchte nach einem ziemlich unschönen Erlebnis mit meinem alten System diesmal maximale Stabilität und kein Risiko mehr.

Meine Ausgangssituation (altes System)

Ich hatte vorher ein Z790‑Board mit 4×16 GB Kingston DDR5.Der RAM lief dort nur mit 5600 MT/s (Memory Try It! Profil), und das System war von Anfang an problematisch:

  • USB‑Geräte haben sporadisch die Verbindung verloren
  • Bluetooth ist oft abgebrochen
  • Tastaturen hatten doppelte Eingaben
  • gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass der USB‑Controller regelrecht „degradiert“ ist
Im Nachhinein vermute ich, dass das RAM‑OC (Memory Try It!) den IMC bzw. das Board überlastet hat.

Neues System (seit kurzem)

Ich habe jetzt:

  • MSI Z890 Board
  • neue Intel‑CPU (Ultra‑Generation)
  • wieder 4×16 GB Kingston DDR5
  • RAM läuft aktuell mit 6000 MT/s CL32 (Memory Try It!)
Und das Erstaunliche: Das System läuft absolut perfekt. Keine USB‑Probleme, keine BT‑Drops, keine doppelten Eingaben, keine Instabilität. Flüssig, leise, kühl – genau so, wie es sein soll.

Was ich jetzt vorhabe

Ich möchte diesmal ein absolut stabiles, IMC‑freundliches Profil, das ich jahrelang so lassen kann.

Folgende Werte wurden mir als „Zero‑Risk“-Profil empfohlen, speziell für 4 DIMMs und 6000 MT/s:

Spannungen

  • DRAM VDD: 1.30 V
  • DRAM VDDQ: 1.30 V
  • VDDQ_TX: Auto
  • SA / IMC Voltage: 1.10–1.15 V
  • VDD2 (Memory PHY): Auto

BIOS‑Optionen

  • Gear Mode: Gear 2
  • Memory Context Restore: Enabled
  • Power Down Mode: Enabled
  • Command Rate: 2T
  • CPU Lite Load: Mode 6–8
  • PCIe Native Power Management: Disabled

Timings

  • Primär: 32‑38‑38‑80
  • Sekundär/Tertiär: Auto (insbesondere tRFC und tREFI nicht manuell anfassen)

Meine Frage an euch

Klingen diese Werte für euch nach einem soliden, konservativen und stabilen Profil für 4×16 GB DDR5 auf einem Z890‑Board?

Mir geht es nicht um maximale Performance, sondern um maximale Stabilität, nachdem mein altes System durch zu aggressives RAM‑OC massive USB‑Probleme hatte.

Danke schon mal für eure Einschätzung!
 
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Moin,

maximale Stabilität haste eigentlich wenn du die Ram mit den STD Settings des CPU Controllers betreibst.
DDR5-6000 mit 4 Ram Riegeln wird wahrscheinlich nicht STD sein, sondern OC.

Welche CPU ist genau verbaut ?

Primär: 32‑38‑38‑80
Welcher Ram ist genau verbaut ?

Am besten mal vom Tool CPUz je einen Screen vom Reiter MB, Memory, SPD hier hochladen.
 
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psy187 schrieb:
Am besten mal vom Tool CPUz je einen Screen vom Reiter MB, Memory, SPD hier hochladen.
Natürlich, hier:

1779474308448.png
1779474322009.png
1779474330849.png
1779474343437.png
 
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Deine CPU unterstützt anscheinend bis DDR5-6400
Die Timings deines Rams bei XMP-6400 sind 32:39:39:80
Das Bios ist auf dem neusten Stand.

Die Bios Settings würde ich einfach auf AUTO stellen (Ram Spannungs etc.)
Den Ram mit DDR5-6000 und deinen oben genannten Timings so lassen.

  • Gear Mode: Gear 2
  • Memory Context Restore: Enabled
  • Power Down Mode: Enabled
  • Command Rate: 2T
  • CPU Lite Load: Mode 6–8
  • PCIe Native Power Management: Disabled
Hierzu kann ich leider nichts zu sagen.
Memory Content Restore war glaub wegen den Ram Training? Zwecks Boot Geschwindigkeit von Windows.

edit:
Deine CPU unterstützt anscheinend bis DDR5-6400
(edit: ah CUDIMM Rams)
Normale UDIMM Rams werden von der CPU nur mit DDR5-5600 unterstützt.
 
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Brauchst du 64gb ram, oder schnelle 32gb
mehr als 5600 sehe ich bei der CPU nicht mit 4 Riegeln auf Dauer. Wird mit Glück 2 3 Jahre stabil sein und dann, wenn die Hardware altert wirst du auf 5600 gehen müssen
 
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@madmax2010 Ich brauche die 64 GB tatsächlich, daher ist ein 2‑Riegel‑Setup für mich keine Option.Mit meinem alten Z790‑System war bei 5600 Schluss, das stimmt – aber das neue Setup (Z890 + neue CPU‑Gen) hat einen deutlich stärkeren IMC und bessere Signalwege.

6000 MT/s laufen hier absolut stabil, ohne USB‑ oder BT‑Probleme.Mir geht’s nur darum, ein konservatives, IMC‑freundliches Profil zu fahren – und das scheint mit 6000 auf der neuen Plattform problemlos möglich zu sein.

@psy187
Danke dir.Ja, die CPU unterstützt offiziell bis DDR5‑6400, aber mir geht’s nicht darum, XMP‑6400 zu fahren. Ich will bewusst ein konservatives, IMC‑freundliches Profil.

AUTO‑Spannungen sind grundsätzlich okay, aber MSI neigt dazu, bei 4 DIMMs teilweise unnötig hohe Werte zu setzen. Deshalb lasse ich 6000 MT/s mit moderaten Timings laufen und wollte die Spannungen nur einmal gegenchecken, damit das Setup langfristig stabil bleibt.

Aktuell läuft 6000 absolut sauber, ohne USB‑ oder BT‑Probleme — das war mir nach meinem alten System wichtig.
 
@Azghul0815 Danke dir für den Hinweis.Karhu lasse ich auf jeden Fall noch laufen – 20.000 % ist ein guter Richtwert. Wenn der RAM das fehlerfrei durchläuft, sollte das Setup wirklich stabil sein. Genau das will ich ja diesmal erreichen.

Bevor ich aber so heftige Tests durchführe, wollte ich am aktuellen Preset etwas schrauben und optimieren. Deshalb der Thread hier
 
Ganz oben schreibst du fett "maximale Stabilität und kein Risiko mehr".
Damit ist die Antwort klar: Alles auf Default lassen.
 
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@atari2k Ich verstehe den Punkt, aber komplett auf Default zu gehen wäre für mich keine Option – das wäre ein unnötig großer Leistungsverlust. Mir geht’s nicht um aggressives OC, sondern um ein konservatives, IMC‑freundliches 6000‑Profil, das auf meinem neuen System stabil läuft. Genau deshalb optimiere ich die Settings vorher und lasse danach die Stresstests laufen.
Ergänzung ()

Ich verstehe eure allgemeinen Hinweise, aber ich habe hier eine sehr konkrete Frage gestellt: Ich möchte ein konservatives 6000‑Profil für 4×16 GB gegenprüfen lassen – keine Grundsatzdiskussion über JEDEC, RAM‑Bedarf oder „alles auf Auto“.

Wenn jemand Erfahrung mit 4‑DIMM‑DDR5‑Setups auf Z890/Ultra‑Gen hat und die Spannungen/Timings gegenchecken kann, wäre das genau die Art von Input, die ich suche.
 
Zuletzt bearbeitet:
FrankyStonky schrieb:
Bevor ich aber so heftige Tests durchführe, wollte ich am aktuellen Preset etwas schrauben und optimieren.
Das widerspricht sich wenn du ein entspanntes 6400 Setting fahren willst 😅
Finde raus welche ICs auf deinem Ram verbaut sind und schau dir an was damit geht (abzüglich Marge für 4 Riegel).

Oder du lässt es bleiben sooo viel Zeit und Arbeit in ein Setting zu stecken wo du eh nicht rausholst was möglich ist.
 
Sind das dieselben Riegel wie in deinem alten system, oder warum machste wieder vier Riegel? Bei Neukauf würde ich immer zwei Riegel nehmen und auch eher nicht auf einen späteren Betrieb mit vier Riegeln spekulieren. Ist bei den aktuellen Preisen natürlich leicht gesagt...
 
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FrankyStonky schrieb:
sondern um ein konservatives, IMC‑freundliches 6000‑Profil,
Long Story short: was du willst gibt's nicht. Stabile Settings kann man nicht pauschalisieren, mit Ausnahme der JEDEC Specs selbst, die du ablehnst.

Alles anderes ist individuell abhängig von der CPU und dem RAM selbst. Das Mainboard spielt tatsächlich eine untergeordnete Rolle.
Noch dazu kann man die Settings kaum auf Langzeit garantieren.

Du machst dir zu viele Gedanken. Deine geschilderten Probleme beim alten System waren übrigens mit ziemlicher Sicherheit ein defektes Board.

Die Settings musst du schon selbst ausloten und dann ggf. mit Memtest und co auf Stabilität prüfen.
 
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Du gehst nur knapp unter XMP (definiert für ein zwei-Riegel-Setup) von 6400 auf 6000, verringerst Spannung von 1.4 auf 1.3, und das alles jetzt in einem vier-Riegel-Setup. Sieht für mich nicht sehr konservativ aus. VDDQ könnte prinzipiell sogar mehr Spannung brauchen, weil die vier Riegel ein besseres Signal brauchen als zwei. Niedrigerer Takt hilft etwas, aber würde ich auf jeden Fall im Auge behalten. VDDQ_TX ist VDDQ von Prozessorseite und ich denke mal es wird mit Auto einfach direkt auf 1.4 oder 1.45 gesetzt, weil das Board schon weiß, dass vier Riegel einiges abverlangen. VDD2 (= IMC meines Wissens) auf Auto wird sicherlich auch direkt auf nen hohen Wert gesetzt dank der vier Riegel. Aber selbst ungeachtet ob vier oder zwei Riegel ist nicht direkt klar, ob ein Riegel allein mit VDD von 1.3 überhaupt mit dem Takt und den Timings zurecht kommt. Ist halt nicht im Profil drin und damit schwer einzuschätzen.

Vom Bauchgefühl würde ich noch vor längeren Stresstests beide VDDQs = 1.35 setzen. Falls die Stresstests klappen, super, ansonsten doch mal VDD und VDDQs um 0.05 erhöhen (aber nicht über 1.4).
 
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@Pantare
Danke dir, das ist genau die Art von Input, die ich gesucht habe.

Deine Punkte zu VDDQ und VDDQ_TX bei Vollbestückung sind nachvollziehbar — vier Riegel brauchen definitiv ein saubereres Signal als zwei, und dass die Auto‑Werte bei MSI hier eher hoch greifen, kenne ich noch vom Z790. Deshalb wollte ich die Spannungen vorher manuell konservativ setzen, statt blind auf Auto zu vertrauen.

Ich werde deinen Vorschlag aufgreifen und VDDQ/VDDQ_TX erstmal auf 1.35 V setzen und dann Karhu/TM5 laufen lassen. Falls Fehler auftauchen, gehe ich in 0.05‑Schritten hoch, aber nicht über 1.40 V. Mir geht’s ja genau darum, ein langfristig stabiles 6000‑Profil für 4×16 GB zu finden, nicht um aggressives OC.

Danke nochmal für die konkrete Einschätzung.

@die anderen Kommentatoren:
Ich glaube, wir reden ein bisschen aneinander vorbei.

Ich habe hier keine Grundsatzfrage gestellt wie „Warum 4 Riegel?“ oder „Soll ich überhaupt OC machen?“. Ich habe eine konkrete technische Frage zu Spannungen und Timings für ein konservatives 6000‑Profil gestellt.

Dass 4×16 GB anspruchsvoller sind als 2×16 GB, ist mir bewusst. Dass JEDEC immer stabiler ist, weiß ich auch. Und dass jedes Setup individuell ist, muss man mir nicht zum zehnten Mal erklären.

Ich suche hier keine Lebensberatung, sondern eine fachliche Einschätzung zu genau den Parametern, die ich oben genannt habe. Der einzige wirklich hilfreiche Beitrag bisher war der Hinweis zu VDDQ/VDDQ_TX — genau solche technischen Einschätzungen wollte ich hier sammeln.

Wenn jemand Erfahrung mit 4‑DIMM‑DDR5‑Setups auf Intel hat und konkrete Werte gegenprüfen kann, freue ich mich über Input. Alles andere führt am Thema vorbei.
 
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Hab den 285K leider nur mit 2x24GB SR betrieben.
Spannungstechnisch ist die Plattform auf jedenfall komplex.

Statt den ewig dauernden 20000% Karhu (10000% reicht auch), geb ich mal den OCCT Tipp. Echt gutes Tool zum testen, da reicht mir schon eine Stunde RAM Test + 1 Stunde CPU+RAM Test + Games.
 
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