Peilo schrieb:
oh man, optische medien sind die vergangenheit, wer heute für 160 euro nen BD brenner kauft is selber schuld.
wie viele BD´s müüste man dann brenner um sein geld im vergleich zu ner externen platte für gleiche geld wioeder raus hat?
Kann ich dir sagen:
Am besten keine!
Denn mit jeder Bluray die du brennst erhöhst du deinen Verlust im Vergleich zum Kauf einer HDD, weil der Preis/GB bei den
einfach beschreibbaren Bluray Rohlingen immer noch höher ist, als von aktuellen 1TB Platten.
Alle die mir hier die 2,5€ Bluray-Rohlinge unterschieben wollen: Ihr kauft eure DVD-Rohlinge auch beim Aldi oder? Wer bei Rohlingen den billigsten Schrott verwendet, der muss sich nicht wundern, wenn er ein halbes Jahr später zusehen kann, wo er die Daten nochmal herbekommt.
@platineye
Ich weiß ja nicht, was dir die Sony Propaganda eingetrichtert hat, aber die Behauptung alleine, dass ein optisches Medium bei einer Backuplösung das Maß aller Dinge sein soll, ist ja schon so lächerlich, dass es nicht auszuhalten ist.
30 Jahre Haltbarkeit kann man bei der BD sowieso nicht garantieren, da man es ja logischerweise nicht ausprobieren konnte.
Aber die Wahrscheinlichkeit dass eine Backup-BD unbrauchbar wird, ist durch so viele Faktoren wesentlich höher, als bei einer HDD, dass es wirklich russischem Roulette gleich kommt, Backups auf optischen Medien zu machen.
-eine 0,1mm dicke Schutzschicht zwischen der Umwelt und den Datenverlust
-kleinste Staubkörner auf der Disk können schon zu verkratzen führen.
-die Wahrscheinlichkeit, dass schon beim Brennen etwas so schief geht, dass in naher Zukunft mit Datenverlust zu rechnen ist, ist unglaublich hoch.
Lass einfach mal Neros Disk-Analyse Tool über eine von dir gerade gebrannt Disk laufen. Am besten noch bevor du sie überhaupt aus dem Laufwerk nimmst. Die Fehler die dir da angezeigt werden, sind alles potentielle Datenverluste, die entweder durch Fehler des Brenners oder einfach durch Fehler im Rohling zustande kommen.
-beschreibbare optische Datenträger nutzen eine organische Schicht zur Datenspeicherung. Entsprechend anfällig ist diese. (Als Beispiel: Päärchen ritzen ja gerne ihre Namen in Bäume. Jetzt kuck dir mal an, wie sich diese Schrift in der Rinde nach einem Jahr verändert hat. Genau so läuft es auch auf Rohlingen ab.)
-Wegen der organischen Schicht, sind optische Datenträger anfällig für UV-Licht. Da es sich kaum verhindern lässt, dass Licht auf den Rohling fällt, wird bei jeder Verwendung alleine durch den kurzen Zeitraum, in dem der Rohling sich im Licht befindet, schon die Datensicherheit angegriffen.
Gleichzeitig kann bei Verwendung einer ordentlichen Backup Festplatte so ziemlich jeder der Ausfallgründe einfach minimiert werden.
-Laufzeit dank drehender Mechanik: Bei einer Backupplatte schon mal wurscht. Die läuft nur wenn das Backup gemacht wird oder die Dateien wieder hergestellt werden müssen. So kommt die nie in die Bereiche von 50.000 Stunden.
-On-OFF Zyklen: Bei modernen Festplatten mindestens 50.000 Da kommt eine Backup Platte auch nie dran, selbst wenn man täglich ein Update macht.
-Magnetfelder: Dass man darauf achten sollte, keinen Magneten an seine Festplatte zu pinnen, dürfte so langsam jeder begriffen haben.
-Vibrationen, Stöße: Alles eine Sache der Lagerung. Deutschland ist definitiv kein Erdbebengebiet.
-Temperatur: man wird wohl in der Lage sein, die Temperatur für die Festplatte dauerhaft in Regionen zwischen 5 und 55°C zu halten.
Damit erreicht eine Backupfestplatte eine Verwendungsdauer, die an die von allen anderen Magnetspeicherlösungen heranreicht. Und wie wir ja alle wissen, ist das Backup auf Magnetbändern allgemein immer noch als die sicherste aber unglaublich teure Lösung in Verwendung.
Nebenbei ist eine Datensicherheit von 30 Jahren sowieso Schwachsinn, weil bis dahin aller Wahrscheinlichkeit keine Abspielgeräte mehr zur Verfügung stehen. Bestes Beispiel: Wer hat heute noch ein Diskettenlaufwerk.
Auch gibt es massenweise Boards, die keinen Anschluss mehr für die alten IDE-Festplatten bieten.
Wahrscheinlicher ist es, dass man in diesen 30 Jahren mehrmals die Backuplösung wechselt. In der näheren Vergangenheit wäre das wohl : CD->DVD->Bluray.
Da meist die neue Backuplösung performanter und günstiger ist.
Die 30-50 Jahre Haltbarkeit findet man übrigens auch nur im deutschen Wikipediaartikel und auch da nur ohne Beleg. Aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich auch mal DVD-Rohlinge in der Hand hatte, die allen Ernstes mit 100Jahren Datensicherheit warben. ^^