Brainstorming: Privatkunden unter Firmenvertrag

Myki

Commander Pro
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Guten Morgen, ich habe eine Frage zu zwei Bereichen der Telekommunikation (Internet zu Hause und Mobilfunk), wo ich mir etwas Input erhoffe, um eine gescheite Lösung für die Zukunft zu finden.

Ausgangslage: ich arbeite in einem mittelgroßen Unternehmen mit einer sehr hohen Personalfluktuation und einem extrem hohen Ausländeranteil. Meine Aufgabe ist allen ausländischen (!) neuen Mitarbeitern (wenn sie kein Mobilfunkvertrag direkt über die Firma bekommen) und deren Familienmitgliedern einen privaten Vertrag zu organisieren und diesen auch zu kündigen. Auch im Festnetz, wobei Mobilfunk das deutlich größere Problem darstellt. Ich habe dabei Zugang zu allen wichtigen Daten inkl. Kontoverbindung.

Bis vor ca. 6 Jahren hatte wir über die Firma einen Rahmenvertrag mit O2, leider ist dieser dann so unattraktiv geworden (im Marktumfeld), dass ich den Mitarbeitern nicht mehr vermitteln konnte, warum sie diese Verträge abschließen sollten.

Ich bin in den letzten Jahren vermehrt zur Drillisch Gruppe gegangen (95%+ der Verträge, vor allem Premiumsim, dann auch Winsim, aktuell sim.de/sim24.de), weil man dort ohne langwierige Prozesse (Aufenthaltstitel etc.) Verträge abschließen konnte. Außerdem bietet Drillisch eine große Range an Volumen an, meistens nehme ich 25-50GB, Preise dann zwischen 10 und 20€.
Teilweise nehme ich auch Congstar, das Problem bei denen ist, dass sie die Legitimation über Online Banking abschließen und unsere neuen Mitarbeiter zwar eine IBAN haben, aber die Online Feature (Photo TAN etc.) meistens eine Woche länger brauchen, bis sie ankommen. Außerdem natürlich deutlich teurer als Drillisch.

Leider kommt es in letzter Zeit zu massiven Problemen bei vielen Vertragsschlüssen mit der Drillisch Gruppe, die ich telefonisch und per E-Mail nicht lösen konnte. Die meisten Familien brauchen zwei bis drei, manchmal auch vier Verträge, das Drillisch System lässt aber meistens nur zwei Verträge durch, manchmal auch drei, manchmal nur einen oder gar keinen. Drillisch kann oder will mir nicht erklären, ob das an der immer gleichen Adresse (Firmenadresse muss genutzt werden für die Anmeldung) liegt oder am fehlenden Schufa (etc.) Rating. Meistens klappt dann die Bestellung im zweiten Durchgang und ich bestelle auch in zwei verschiedenen Bestellungen, mit zeitlichem Abstand von zwei Tagen, wenn die erste Bestellung durch ist.

Dieser ganze Prozess ist bei durchschnittlich 30 Verträgen pro Jahr und dabei 10+ verschiedenen Vertragsnehmern extrem zeitraubend.

Deshalb meine Frage: kann jemand aus Erfahrung ein Unternehmen empfehlen, welches einen Rahmenvertrag auf die Firma zulässt unter dem dann private (!) Einzelverträge abgeschlossen werden können, am besten noch mit der Möglichkeit, dass ich die manage (nach Einverständnis der Vertragsnehmer).

Ich manage ca. 150 Verträge über die Telekom, allerdings sind das Business Verträge, die direkt Verbindung zur Firma haben, also Firma ist Vertragsnehmer und bezahlt auch. Das lässt meine Firma bei den privaten Verträgen nicht zu. Da geht es um Haftung etc. anders geht es aber bei der Telekom nach deren Aussagen nicht.

Drillisch bietet das System auch nicht an.

Hat jemand einen Hinweis wie und mit wem man solch ein Konstrukt durchziehen kann?

Problem dürfte wahrscheinlich auch sein, dass solche Preise wie Drillisch (aktuell z.b. 30GB für 10€) nichtmal ansatzweise zu realisieren sind.

Ich danke euch für eure Unterstützung.
 
Hast du mal mit deiner Legal Abteilung geredet, was die davon hält?
Es ist eine Sache private Verträge für Mitarbeiter zu organisieren, ein ganz anderes Thema private Nutzung auf Firmenverträge zuzulassen.
 
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Deshalb habe ich ja gesagt Rahmenvertrag mit privater Nutzung. Das sollen ja keine Firmenverträge sein. Die Firma will auch nicht außerhalb des Organisatorischen involviert sein. Vertragsnehmer und Haftung sollen ausschließlich privat sein.

Als wir damals noch bei O2 waren, habe ich die Verträge für die Angestellten und Familien bestellt, lief über E-Mail. Als Daten wurden die privaten Daten hinterlegt.

Bei der Telekom im Business Sektor haben wir Kostenstellennutzer, allerdings läuft der Rest über die Firma. Das geht so nicht und ist weder erlaubt, noch gewünscht.
 
Tornhoof schrieb:
ein ganz anderes Thema private Nutzung auf Firmenverträge zuzulassen.

Ihm geht's wohl nicht darum... Eher das er einfacher Verträge händeln kann.

Einfacher Verträge abschließen klappt mit Fraenk am besten... Aber Handling der Verträge durch dritte wiederum naja.
 
Ich hab zwei Ideen:

Erstens:

Ich sehe dich in der Rolle als Vermittler von Verträgen ("Handyverkäufer") der für Endkunden gute Verträge raussucht - eigentlich klassisches Provisionsgeschäft. Aber da will ich nicht drauf raus.
Für diese Vermittler von Verträgen haben alle Firmen eigentlich spezielle Zugänge und Schnittstellen und eventuell auch andere Konditionen?
Ich würde mich mal erkundigen was es rechtlich und praktisch bedeuten würde euch als Vermittler von Telefonverträgen zusätzlich aufzustellen (im besten Fall bekommst einfach bessere Zugänge und Konditionen).

Zweitens:

Der ganze Prozess ist hochgradig automatisierbar. Da sämtliche Verträge über Browser abzuschließen sind haben alle Systeme eine http-API. Wahrscheinlich wird die Vertragsvermittlern auch direkt angeboten um mit deren Systemen zu interagieren (eigene Kundendatenbank verbunden mit Systemen verschiedener Anbieter).


Also Erstens könntest selber recherchieren. Für Zweitens musst Geld und einen IT-Berater in die Hand nehmen. Ich bin selber einer und kann sagen - Vertrauen ist da wichtig und sollte langsam aufgebaut werden.
 
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xxMuahdibxx schrieb:
Einfacher Verträge abschließen klappt mit Fraenk am besten... Aber Handling der Verträge durch dritte wiederum naja.
Fraenk hat nur bis 22gb. Ist zu wenig. Hatte ich schon nachgeschaut.
 
Myki schrieb:
Deshalb habe ich ja gesagt Rahmenvertrag mit privater Nutzung.
Jo, aber das ist doch wieder konzeptionell das gleiche. Aber ich denke @dermoritz hat da den Punkt aufgebracht, du willst "Vermittler" sein und eine entsprechende API haben.

Aber ich denke mal persönlich, das jegliche APIs auch wieder nur für die Gutfälle gedacht sind, die hast du bei Drillisch ja schon "überschritten".
 
@dermoritz

Ich benutze ja das BSP der Telekom, leider ist das aufgrund der Ausgangslange so nicht zu machen.

Meinst du aber, dass Firmen mich als Vermittler einstufen könnten (ohne Gewinnabsicht) und ich dann eventuell auch Zugriff wie über das BSP bekommen könnte. Also eigentlich wie im Ladengeschäft? Problem ist nur, dass die Firma möglichst wenig damit zu tun haben möchte, deshalb halt Rahmenvertrag.
Ergänzung ()

Tornhoof schrieb:
Aber ich denke mal persönlich, das jegliche APIs auch wieder nur für die Gutfälle gedacht sind, die hast du bei Drillisch ja schon "überschritten".
Verstehe den Satz nicht. Was meinst du mit Gutfällen?
 
Myki schrieb:
Verstehe den Satz nicht. Was meinst du mit Gutfällen?
Hast du ja beschrieben, 2 Verträge pro Familie, bis dann irgendein internes System es als suspekt markiert. Sobald du dann in Probleme rennst musst du telefonieren oder emailen, weil du dann halt außerhalb von irgendwelchen (für dich genehmigten) Prozessen bist. Ich bin mir daher nicht sicher ob eine API die anderen Fälle für dich abdeckt, weil das eher ein Prozessproblem als ein Anwendungsproblem ist.
 
Fraenk hat 26GB, falls die 4GB einen Unterschied machen sollten. Einen Code dafür findest du immer, ab dem 2. Vertrag kann dann intern geworben werden.
 
Mach mal einen Termin bei Everphone zu deinem Thema.
Wir vermeiden die Vertragsgeschichte dort, weil wir mit der Telekom ganz zufrieden sind, aber ziehen die Geräte von dort.
Das sollte auch umgekehrt gehen.
Die Leute bestellen sich die Geräte bei Everphone selbst. Vertragspartner ist aber trotzdem immer der AG. Bezahlt wird per Gehaltsumwandlung teilweise durch den Arbeitgeber.
 
Ich denke am Sinnvollsten wäre es bei so einem Unternehmen einen guten Verkäufer zu finden. Bei einigen solchen Firmen habe ich sobald ich einen kompetenten Mitarbeiter / Verkäufer gefunden habe mir die direkte Durchwahl geben lassen und dann lief jedes Anliegen über diese Person.

Vorteile: Der "Verkäufer" kennt dich, weiß das hier sicherlich alles richtig läuft, freut sich über viele einfache Vertragsabschlüsse und letztendlich übernimmt der dann das meiste am Job. Mit etwas glück schreibst du ihm jedes mal nur noch eine E-Mail mit alles Daten und das wars....
 
Hast du bei der Telekom mal nachgefragt ob die auch direkte Rechnungsstellung zu den "Privatleuten" anbieten? - Dann könntest du einfach die Tarife dort buchen und verwalten, würdest aber nie eine Rechnung sehen.

Alternativ:
Warum macht ihr mit den Mitarbeitern keine Kostenbeteiligung aus?
Sprich der MA bucht selber was er will und eure Firma zahlt einen Pauschalbetrag X als Zuschuss mit dem Gehalt ähnlich zu Spesen. Das würde viele Kopfschmerzen für dich/deine Firma ersparen.
 
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Ich finde das Gesamtkonstrukt schon etwas schräg.
Ich gehe davon das soll so ne Art Service für die Mitarbeiter sein damit die sich nicht selber kümmern müssen. Dementsprechend ist die Nutzung auch 100% privat, oder?
 
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Child schrieb:
Nein. Warum sollte das 100 Prozent privat sein? Das ist dann schließlich das Telefon womit die Firma den Angestellten erreicht. Der Angestellte soll ja ein Telefon haben und erreichbar sein.

In so einer Konstellation ist das für mich nicht 100 Prozent privat. So was kenne ich zumindest von meinem alten Dienstleister.
 
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Also ich würde schon mal überlegen was du da genau tust. Als Arbeitgeber seid ihr ja wahrscheinlich nicht mildtätig unterwegs... Ihr erhofft euch durch die Verträge genau was? Wenn ihr euch erhofft, dass ihr damit die Mitarbeiter gut erreichen könnt, wäre das schon ein Eingriff ins Persönlichkeitsrecht. Außerhalb der Arbeitszeit muss kein Mitarbeiter ständig erreichbar sein. Und wenn die Mitarbeiter dann darauf Firmenkontakte speichern für die Arbeit, ist das datenschutzrechtlich auch schon Banane sobald die Kontakte dann auf Whatsapp, Google oder Apple geteilt werden. Und Arbeitnehmer können Anspruch auf Kostenerstattung oder in dem Fall womöglich Schadensersatz haben, wenn da irgendwo der Hintergedanke einer dienstlichen Nutzung (Erreichbarkeit durch AG) steht und sie irgendwelche Verträge bekommen.

Wie @Child @SpamBot und @Tornhoof andeuten würde ich mir erstmal Gedanken machen ob das rechtlich und moralisch soweit OK ist.

PS: Ich stelle mir so ungefähr das Management bei den Amazon Fahrern in den SubSubSubSubunternehmen vor, die ja völlig selbständig und privat Päckchen ausfahren. Das will ich dir nicht unterstellen, aber danach hört sich das halt an.
 
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@SpamBot Naja - der AN bezahlt dafür, der AN ist Vertragsnehmer (so habe ich das zumindest verstanden).
Somit ist das für mich erstmal eine private Nutzung.
Wenn der AG was anderes möchte, dann soll er halt auch dafür bezahlen.

Aber das ist aus den bisherigen Ausführung nicht richtig klar geworden - deshalb meine Frage.
 
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Also ich verstehe das schon so das es 100% Privat ist. Ist wohl meines Verständis aus ein Service den man gerne in die Stellenbeschreibung packt um sich attaktiver darzustellen und von anderen abzuheben.

Ist alles nett gemeint aber Datenschutztechnisch warscheinlich eher kritisch. Der AG verwaltet hier persönliche Daten die ihn eigentlich nichts angehen und auch nichts mit der eigentlichen Arbeit zu tun haben.
 
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