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Die Ladeparks mit Schnelllader auf der Autobahn sind nicht dafür gedacht, dass man sein Auto für den alltäglichen Bedarf auflädt. Die sind primär dafür da, dass man weite Strecken überbrückt und entsprechend schnell lädt um auf der großen Strecke schnell weiter fahren zu können, ohne in jedem Auto immer einen riesen Akku mit schleppen zu müssen, was man ja als Kunde auch nicht bezahlen will.Raijin schrieb:Was nützt mir zB ein Ladepark an der Autobahn, wenn ich schon für den Weg easy 20-50km Reichweite opfern muss?
Ich würde auch Niemandem empfehlen sein Auto immer nur schnell zu laden, da der Akku dann doch eher altert als bei der moderaten Ladung an der Wallbox oder öffentlichen Säule im Ort. Wobei schnell und langsam wiederum im Verhältnis zur Größe des Akkus stehen.
Das Problem ist aber auch ein Henne Ei Problem. Kein E-Auto zu fahren, ändert an der Bereitschaft des Netzbetreibers nichts. Und ganz ehrlich in den letzten 4-5 Jahren hat sich schon massiv etwas getan.
Hier ist denke ich das Problem der Vernetzung des Stromnetzes der Unterschied. Wasserstoff kann man dezentral bei Überproduktion herstellen (sofern man an jedem Knotenpunkt auch die entsprechende Anlage stehen hat, die dann nie voll ausgelastet ist), beim Strombedarf direkt aus dem Netz kann man die Spitzen nur dann verteilen, wenn das Stromnetz auch genug vernetzt ist und wie in Deutschland ständig gegen Stromtrassen demonstriert wird ist ja auch so ein Thema für sich.KitKat::new() schrieb:Also erneuerbare sollen nicht dür BEVs ausreichen, aber für die Brennstoffzelle dann schon?
Logik?
(Das hat so was an sich, wie bei Corona man sowohl gegen die Einschränkungen aber auch gleichzeitig gegen die Impfung ist. Hier halt nur gegen die Stromtrasse und gleichzeitig gegen die Windkraftwerke in der Nachbarschaft)
Die Stromspitzen auf solche Art und Weise auszugleichen ist notwendig wenn wir immer mehr auf erneuerbare Energien setzen die eben nicht die klassische stabile Grundversorgung bringen, wie wir das von Kohle und Atom gewohnt sind.
Um für die Schnellladepunkte auf der Autobahn den Strom bereitzuhalten werden ja bereits gebrauchte Auto Akkus genommen um dort die Leistung für die Schnellladung zu puffern und die eigentliche Station nur "normal mit Strom zu versorgen zu müssen".
Wie kaputt die Stromversorgung bei uns ist und vor allem noch abhängig von den fossilen Energien, sieht man ja gerade am Karussell des Strompreises, der ja gerade parallel zum Gaspreis explodiert.
Wasserstoff hat übrigens noch den Charme, dass man es nicht zwingend mit Strom produzieren muss, sondern das auch bei Chemieparks abfällt. Allerdings nicht gewollt in Mengen die für den Verkehr nötig wären.
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