News CCC-Enthüllung des Staatstrojaners eine Straftat?

Straftrat hin oder her.

Einige scheinen aber zu vergessen, dass das Internet aktiv für die Vorbereitung und Durchführung von Straftaten genutzt wird.

Wie würdet ihr euch verhalten bzw. was würdet ihr verlangen, wenn in Deutschland ein Anschlag mit 100 Toten sich ereignet und es eindeutige Anzeichen (im Internet) gab. Genauere Nachforschungen bzw. das Sammeln von Beweisen für Initiativaktionen, seitens Polizei, nicht möglich waren => aufgrund solcher Sachverhalte?!

Und nun stellt euch vor, eure Angehörigen wären unter den Opfern!!!

Gruß
 
Ich muss um Verzeihung bitten, aber das ist ein schlechter Witz. Der "Trojaner" ist lediglich auf Windows Systemen verwendbar, da er offenbar (zumindest ist das mein Wissen auf Basis der vorhergehenden News) nur einige Executables (*.exe) überwacht. Welche Art von Kontrolle verspricht man sich davon? Und jeder der sein System hin und wieder mal mit Knoppicilin, oder Desinfec't prüft, wird spätestens dann auf deren Schliche kommen.

Straftaten begehen um Straftaten zu vereiteln ist absolut daneben. Als ob eine Zivilstreife ein Straßenrennen provoziert um einen dann wegen Verkehrsgefährdung oder Überhöhter Geschwindigkeit dran zu bekommen.
Ich denke man täte gut daran, würde man mal wirklich eine SIG dahinter stellen, die Netz-neutralität / sicherheit / offenheit / zugänglichkeit zu regeln. ^^ (Da gibts sicher weitere...)

Aber bitte Jungs von da "Oben" so nicht!
 
Stasi Methoden, die Urheber sollte man des Landes verweisen. Ich kann mir gut vorstellen das ein Herr Schäuble für eine möglicherweise selbstgebastelte (Finanz) CD eine Menge Geld auf sein privates Konto bekommt. Deutsche Mafia findet sich wohl in der Politik wieder.
 
@ Xavier01

Ja klaar, und das ist dann die Rechtfertigung um das Internet und die Rechner zu überwachen?
Es gab genügend Fälle, da hatten die Täter ihre Tat in Internet angekünigt und trotzdem wurde nichts unternommen...
 
Nach Informationen von 'Computer Bild' veränderte ein Virenschutz-Hersteller die Schnüffelsoftware, damit die eigene Schutz-Software diesen nicht erkennen konnte.
Laut den Informationen, die die Computer-Zeitschrift in ihrer nächsten Ausgabe veröffentlichen wird, habe ein bekannter, aber namentlich nicht genannter Virenschutz-Hersteller beim Ausspähen eines Nutzers geholfen.


Übrigens:

Anonymous hackt Seite von CSU-Politiker Uhl

„Wer sich ins Internet begibt, kommt darin um!“ – Der CSU-Politiker Dr. Hans-Peter Uhl wurde Opfer seiner eigenen Prophezeiung. Mit einer Rede verteidigte er den Bundestrojaner. Anonymous-Hackern war das zu plump – sie manipulierten Uhls Homepage.
 
Ist da die Sachlage nicht anders, wenn das Produkt selber gegen Gesetze verstösst? ^^
 
@ChilliConCarne: Ich hätte da schon gerne ne Quelle.
Oder kann es sein, dass du gar nicht kapiert hast, was ich sagen wollte?

Dass es für den Strafbestand "illegale Nutzung" reicht, wenn er einmal illegal eingesetzt wird, habe ich nirgends bestritten. Das heißt aber nicht, dass er deswegen immer illegal genutzt wird. Ergo könnte er noch legal zur Beweismittelfindung irgendwo eingesetzt werden. Und dann ist die Veröffentlichung des CCC eben durchaus problematisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass der CCC angegangen werden soll, weil er ein verfassungswidriges Ermittlungswerkzeug analysiert und dann die Ergebnisse veröffentlicht.

Falls sich unsere Justiz komplett lächerlich und unglaubwürdig machen will, sehe ich großes Portenzial beim Verklagen des CCC wegen des Staststrojaners.

Selbst ein Polizeibeamter, der dem Entführer und Mörder eines kleinen Jungen während der Vernehmung Gewalt androht um den Jungen möglicherweise noch retten zu können, wird verurteilt.

Jetzt kann es doch nicht sein, dass der CCC angegangen wird!

Die staatlichen Behörden, die diesen Trojaner in Auftrag gegeben und eingesetzt haben sind zu bestrafen!
 
Nach Ansicht von Experten (Mir :D) könnte das vom CCC offengelegte Wissen über die staatliche Trojaner-Software auch Internetnutzer nutzen, sich gegen Spionage zu schützen.

Der CCC hat Informationen über Illegale Software veröffentlicht, die Intention liegt hier klar auf der Hand „Aufklärung“. Wer sich nun hinstellt und versucht die Sache als eine Straftat zu titulieren, der versucht Rechtssystem ab absurdum zu führen.
Ohne eine breite Öffentlichkeit hätten die Verantwortlichen NIEMALS zugegeben dass sie Illegale Spionagesoftware benutzen.
 
@NX84

Ja, weil es entweder nicht die Mittel gab bzw. sich niemand "traute".

Aber nun wo die ersten Schritte getan wurden, wird nur gemeckert. Anstatt konstruktiv sich des Themas anzunehmen und sich seiner Bedeutung für die eigene Sicherheit und die Sicherheit der anderen klar zu werden => nur Meckern.

Hört auf zu Meckern und in der Vergangenheit zu leben und blickt in die Zukunft. Werdet euch des Themas bewusst und redet konstruktiv mit. Als das GG geschrieben wurde, kannten die Menschen das Internet nicht und seine Bedeutung & Einfluss auf die Welt.

Oder schafft alle digitalen Medien ab.
 
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Einige scheinen aber zu vergessen, dass das Internet aktiv für die Vorbereitung und Durchführung von Straftaten genutzt wird.

Ja stimmt... ich werde auch demnächst zum Bombenleger und mache die ganzen Vorbereitungen von meinem Heimcomputer aus. Ich könnte natürlich auch einfach ins nächste Internetcafe gehen, von dem es selbst in diesem Kaff gefühlt an jeder Ecke eins gibt, wie es jeder vernünftige Bombenleger machen würde.
Oder ich nutze ein Prepaid Handy/Surfstick mit der Aldi Internet Flat (gibt es auch in fast jedem Kaff!)!
Aber irgendwie bin ich zu Faul und mach das von Zuhause, mit einem Vertags Internetanschluss, damit auch ja jeder meine geheimen Pläne lesen kann!

*Ironie aus*!

Ja die Bombenleger sollten nich soviel am C4 schnüffeln ;)

Edit:
Ich möchte gern mal die Sicherheitsexperten kennenlernen die sich das nicht zusammenreimen können und tatsächlich glauben das es Leute gibt die sowas von Zuhause aus machen!
 
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@Species 8472: Spionage vor wem? Dem Staat? Hast du schon schlaflose Nächte deswegen?

Dass die Software nicht zur breitflächigen Bürger-Spionage eingesetzt würde, war von Anfang an zu erwarten. Dass der Erfolg der Software davon abhängt, wie selten sie verwendet wird, ebenso.

Die Enthüllung gibt mir in den Punkten recht.
 
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Selbst wenn Sie das für illegal erklären - dann wird der nächste Staatstrojaner halt über gewisse Kanäle mit einer dazugehörigen gepfefferten .NFO Datei verteilt.

Die können es verbieten aber nicht verhindern.
 
Es geht hier nicht pauschal um eine Veröffentlichung, sondern darum, dass es mitunter mehr Details als notwendig waren....
 
was soll man dazu noch sagen
Leute... denkt bei der nächsten Wahl daran (so lange es noch Wahlen gibt :D )
(ob nun die Piratenpartei wirklich die Lösung ist, ist eine andere Frage, aber no-go's bei Schwarz-Gelb gabs ja genug)
 
@1668mib:

Ich glaube wir laufen gedanklich gerade irgendwie aneinander vorbei. Ich wollte nur hervorheben, dass der Satz

Die Nutzung der Software muss nicht zwangsläufig in jedem Fall illegal gewesen sein, das müssen erst noch Gerichte entscheiden.

im Hinblick auf ein Urteil über den BT und dessen Verantwortliche nicht tragend ist. Entweder es gab mindestens eine illegale Nutzung oder nicht. Des Satz las sich in der Hinsicht nur etwas 'leer'.
 
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@Xavier01

Auf die Gefahr hin, das es OT ist:

Anstatt, alles zu überwachen, müssen die Menschen besser über die potenziellen Gefahren im Internet aufgeklärt werden!
Wenn das Internet überwacht weden sollte, wird es auch unter einer gewissen kontrolle von Instanzen, die Zugriff darauf haben, beeinflusst oder manipuliert.
Und hier ist die Gefahr, dass das Internet nicht mehr als freies Informationsmedium genutzt werden kann, da unter Zenzur etc. beschnitten wird/werden kann...

Außerdem hat die Vergangenheit mehr als nur einmal gezeigt, dass eine Kontrolle irgend eines Mediums, mehr schlecht als recht ist!
 
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