DerHechtangler schrieb:
Das man aber das Vetrauen der Bevölkerung damit verspielt, sollte jedem klar sein. Vor allem, wenn Menschen, die das ganze hinterfragen und kritisieren oder eben anders sehen, beleidigt werden. Und am Ende hat man sich doch geirrt. Mir geht es um den Umgang. Das eine solche Situation völlig neu für uns ist, und somit das ganze noch unberechenbarer macht, steht außer Frage.
Sorry, du machst hier und in den Postings genau den Fehler, den ich wiederholt kritisiert habe. Du pauschalisierst und suhlst dich in einer Opferrolle, die in dieser Form nicht gerechtfertigt ist. Vor allem steckst du alle Kritiker in einen Topf.
Ich kann einerseits eine Maßnahme kritisieren, weil ich sie für nicht ausreichend oder für zu weit gehend halte oder eine andere Maßnahme besser finde. Ich kann aber auch eine Maßnahme kritisieren, weil alles ein Teil eines großen Plans zur Versklavung der Menschheit ist. Ich habe auch nichts für die Pandemiepolitik der Bundesregierung übrig, das ist in meinen Augen Versagen an jedem Ende. Aber dennoch solidarisiere ich mich nicht mit "Andersdenkenden" oder "Kritikern", die ihre Ablehnung nur mit Trotz oder mit Verschwörungserzählungen begründen.
Diverse "Querdenker" haben in der Anfangszeit das Image dieser Bewegung maßgeblich geprägt. Und dazu gehört auch das aggressive Auftreten in den sozialen Medien, durch welches denen all diejenigen mit wüsten Beschimpfungen überzogen wurden, die nicht das sofortige Ende aller Maßnahmen befürwortet haben.
DerHechtangler schrieb:
Mir ging es nicht darum, sich nicht irren zu dürfen. Hätte man von Anfang an, sich nicht festgelegt bezüglich Lockdowns, Masken, Impfpflicht usw., wäre der Vertrauensverlust vllt. nicht so hoch gewesen. Aber der Zug ist abgefahren.
Sorry, das ist doch nur der die übliche "ich bin beleidigt"-Schiene. Mit dem reißt du niemanden mehr vom Hocker.
DerHechtangler schrieb:
Die Behauptung, es würde nicht benötigt werden(Lockdowns), es wäre schädlich (Masken).
Und die Imfplicht wäre eine weitere Verschwörungstheorie.
Und die Diffamierung jener, die es mehr oder weniger vorausgesagt haben.
An der Stelle nochmal: Die einzige Diffamierung in Sachen Corona die konsequent durchgezogen wird ist die Diffamierung der Wissenschaftler, insbesondere der Mathematiker und Epidemiologen, die sehr früh die möglichen Verläufe der Pandemie vorhergesagt haben. Das wäre reine Panikmache. Das Instrumentarium ist auch seit Beginn der Pandemie bestens bekannt. Kontakte beschränken bis zum Lockdown, Masken, Impfungen. Viel mehr haben wir nicht. Achso...Herdenimmunität. Das wurde auch gefordert. Einfach alle durchseuchen. Hat ja in Brasilien, den USA oder in GB auch so wunderbar geklappt...
Mit etwas epidemiologischer Modellierung kannst du relativ exakt die Verbreitung unter gegebenen Maßnahmen berechnen, du kannst berechnen wann die Krankenhäuser volllaufen (Infektionen, Totzeit, Faktor schwerer Verläufe) und welchen Effekt welche Maßnahme haben wird - also: Wann die Notbremse kommt, wie lange sie gezogen bleiben muss, welchen Effekt die Lockerungen haben etc.
All das reklamiert jetzt ein gewisses Spektrum als "wir haben es schon früher gewusst" für sich. Bullshit.
Und nochmal: Das Problem an diesem Opferkult ist, dass er null gerechtfertigt ist. Wer die Epidemiologie als "Panikmache" abstempelt und an deren Stelle Verschwörungserzählungen setzt, der hatte nicht Recht - das Gegenteil ist der Fall. Die gleichen Leute sind oft genug Fans der Homöopathie - da wirkt nicht das Zeug wie ein Placebo, sondern "wer Heilt hat Recht". Dass man mit einem Placebo auch heilen kann - Ein Milliardengeschäft.
Bei den Gedanken um die Impfpflicht - sorry, das ist wirklich eine selbsterfüllende Prophezeiung. Unterlaufen wir die Maßnahmen und beschweren uns dann, dass sie nicht wirken. Verbreiten wir ausreichend Angst und Panik vor der Impfung, dass die Leute uns mit Spenden überhäufen und sich nicht impfen lassen und behalten dann Recht, wenn Ziele verfehlt werden und die Politik über die entsprechenden Mittel nachdenkt.
Wer immer nur dagegen ist und keine konstruktiven Vorschläge bringt, wird irgendwann nicht mehr ernstgenommen. Das hat was von "ich werfe mich vor dem Süßigkeitenregal auf den Boden und schreie durch den Laden".