Harri Bohn schrieb:
Die Firmenmitarbeiter schreiben ständig das es bei den einfachen SSD das ECC in der SSD schon richten wird wenn das allerletzte Flash verarbeitet wird.
Hersteller die die allerlezten NAND Qualitäten verbauen, sollte man meiden, dass sind aber immer die, die selbst keine NANDs fertigen. Mit mehr ECC kann man das Enden nur etwas hinauszögern, mehr nicht.
Harri Bohn schrieb:
Wenn es das ECC richten soll dann darf ich doch wohl noch einen drauf geben und Refs oder Zfs oder Btrfs nehmen die auf Systemseite etwas ähnliches machen wie ECC und Prüfsummen für jede Datei bilden und im Fehlerfall Meldung machen und den Fehler selbständig reparieren.
Solche Filesysteme setzen auch ECC RAM im Rechner voraus, wie es bei Servern und prof. Workstations auch immer vorhanden ist.
Harri Bohn schrieb:
Unter Umständen würde das Dateisystem auch ohne ECC merken wenn etwas falsch läuft.
Die Controller von SSDs und HDDs sollte einen Lesefehler statt korrupter Daten zurückliefern, wenn ein Sektor eben icht mehr korrekt gelesen werden konnte, also die Anzahl der Fehler die Korrekturmöglichkeiten der ECC übersteigt. Das machen sie gewöhnlich auch, aber es gibt noch ein Risiko von gekippten Bit auf den internen Datenpfaden, wenn diese nicht dagegen geschützt sind. Gute Enterprise SSDs haben da auch einen vollständigen Schutz der internen Datenpfade, also z.B. auch ECC für das Cache RAM des Controllers.
Harri Bohn schrieb:
bekommen unehrliche Tipps mit Memtest86+ zum ablenken, hinhalten und verschleiern.
Wieso unehrliche Tipps? Memtest86+ kann Produktionsfehler im RAM erkennen, es kann aber natürlich keine spontan kipppenden Bits finden, bzw. allenfalls per Zufall, weil die Daten ja zwischen dem Schreiben und Auslesen nur kurz im RAM stehen. Das kann nur ECC RAM, aber das ist leider im Consumerbereich praktisch nicht vorhanden und wird z.B. bei Intel nur auf Xeon Umgebungen unterstützt.
Wer nie wenigstens das RAM fehlerfrei mit Memtest86+ getestet hat, weiß schon mal gar nicht ob die RAMs nicht direkt die Daten verändern die an bestimmten Adressen abgelegt werden und wer dabei Fehler findet, sollte diese zuerst beheben, bevor er sich auf die Suche nach anderen möglichen Problemquellen macht. Mit defekten RAMs wird ein Rechner nie wirklich problemlos laufen.
Harri Bohn schrieb:
Vielleicht fällt nur einer von 100 Bitfehlern auf der SSD wirklich auf wenn der MBR oder der Bootmanager beschädigt ist.
Das Risiko hat man immer, da hilft nur ECC RAM, aber wenn Memtest86+ fehlerfrei mehrere PASS durchgelaufen ist, ist es wenigstens nicht so hoch, da man dann schon mal davon ausgehen kann, dass die Riegel fehlerfrei die Daten speichern können und nicht bestimmte Bitmuster in bstimmten Zellen immer zu einem Bitfehler führen werden. Spontan kann das natürlich trotzdem passieren und wird dann ohne ECC eben auch nie entdeckt werden.
Harri Bohn schrieb:
ECC in der SSD große Klasse und lebensnotwendig und im Ram purer Luxus oder wie?
ECC ist bei SSDs wie bei HDDs auch, absolut lebensnotwenig und alle HDDs und SSDs haben das auch. Sowohl auf der magnetischen Oberfläche einer HDD wie auch in den NAND Zellen können immer mal Bits kippen, das würde sonst nie auffallen und schon gar nicht korrigiert werden können.
Harri Bohn schrieb:
Bevor man den Usern SSD empfiehlt sollte man sie vielleicht dazu bringen ECC ram zu verwenden.
Nur schränkt das die HW-Ausfall ein und treibt die Preise, denn die Plattformen die ECC RAM unterstützen sind nicht die billigsten, gerade die S.115x Boards mit Xeon Chipsätzen kosten deutlich mehr als solche mit Consumer Chipsätzen. Lohnt sich der Aufwand, nur eeil bei einigen ab und an mal Probleme auftreten?