News Datenschutz-Reformpläne: Wie die Bundesregierung die DSGVO stutzen will

duskstalker schrieb:
das selbe gilt auch für das Landratsamt und sozialämter, wo bei Amtsvorgängen immer wieder die selben Daten manuell abgefragt werden müssen. auch sehr ärgerlich ist speziell die Hürde des Bundeslandswechsels bei kriminalpolizeilichen Ermittlungen bzw. Haftbefehlen.

dass bei uns Amtsvorgänge Monate statt Tage dauern hängt auch an den Datenschutzregeln. wir müssen da was ändern.

+1

Wenn der Bürger Datenschutz will, dauert so mancher Bescheid halt möglicherweise ein paar Wochen länger. Einfache, formlose Telefon- oder Mailkommunikation zwischen Behörden, internen und/oder externen Stellen ist selten mehr möglich. Wo Schriftform oder Signatur zwingend ist, kann es besonders in kleinen Ämtern ärgerlich werden, wo in Krankheits- und Urlaubsfällen nicht viele qualifizierte Vertretungen vorhanden sinn.

An manchen Stellen muss man sich Datenschutz halt schon auch leisten können oder wollen. Das ist ein schwieriger Balanceakt, der eigentlich keine "extremen" Ansätze in der Denk- und Herangehensweise verträgt.

Nebenbei erwähnt, traue ich dieser Regierung eher nicht zu, mit Fingerspitzengefühl an den richtigen Stellen anzusetzen. Aber vielleicht bin ich auch nur ein Meckerer.
 
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@milliardo

Aber nur bei Bürger > Amt und umgekehrt... Sobald nen ungerechtfertigten Vermerkt, Eintrag gibt, wird intern geplaudert, solange man nicht vor Gericht zieht, inkl. eingepreister niederlage in erster Instanz beim "Verwaltungsgericht"... und das unterbindet und erwirkt das alles gelöscht wird.

Kostet Sesselfuzer Michel ja nichts... zahlt ja sowieso egal wie es ausgeht, am ende immer der Steuerzahler. :grr:
Datenschutz fürn ARsch. Es gibt Herrscher, und Untergebene. Un natürlich dient der Datenschutz den Herschern, nicht den Untergebenen. Und das wird sich leider nie ändern, egal wie auf den Sessel sitzt. Es wird immer jemand vor dem Zug geworfen. Mit der Union und SPD im AMt kann man sich ganz sicher sein das der Staat hier nicht vor dem Zuggeworfen wird... Kohle mit Informationen verdienen, ohne das es juristischer Wahnsinn wird, das ist vereinbar mit Wirtschaft und SIcherheit...

Die frage ist dann, was mit der Bauordnung ist?! Wollte man vor der Wahl nciht eignetlich an dieses Problem heran? Aber ich sehe schon. SO verschiebt sich der Fokus, von effeozenteren Wohnungsbau, viel Ländersache, Föderal, zu etwas "einfachen" vom Bund umsetzbaren.... , mit KI, Datencenter, aber auch Vorratsdatenspeicehrung nicht unwichtigem... . Letztes, die Sau wurde jetzt wie oft durch Dorf getrieben... und ich bin mir sicher, diese Sau, ein Schlupfloch dafür, wird da auch irgendwo dazwischen eingebaut...

Die Frage ist.... können die das... oder scheitert das schon wie damals die Maut?! Was ja auch am ende eher ein Handwerkliches Problem war, als tatsächlich im Grund nicht umsetzbares... Und das sehe ich hier halt auch... wen die DSGVO aufweicehn, wird es nur dazufüren das alle verlieren, außer die Große industrie... und bis es den leuten auffählt wer vor den Zug diesmal geworfen wurde, ist es vermutlich schon zu spät nicht mehr umkehrbar.... insbesondere wen man AI als ganzes, als eine Form der "legitimen" Vorratsdatenspeicherung betrachtet.... "wir dürfen vielicht daten von euch speichern, bzw speicher lassen... aber wir können ja abstrackte AIs erlauben, auf die wir dann zugriffe haben und an die Daten kommen, die wir wollen":.... :freak:
 
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wagga schrieb:
Das evtl. Kleinstbetriebe vor allem Einpersonen Unternehmen entlasstet werden ist eine gute Idee.

Kleinstbetriebe, Einzelunternehmen sind Betriebsformen die bei Ärzten, Pflegekräfte, Haushaltsunterstützung, freien ITlern, Datenhändlern üblich sind. Da das Schutzniveau der Bürger und ihrer Privatsphäre abzubauen ist eine bescheidene Idee.

Für einen Kleinstbetrieb wie Handwerker sollte die DSGVO aktuell kein Problem sein. Datenerhebung die zur Aufgabenerfüllung und Rechnungslegung notwendig ist, ist gestattet ohne explizite, weitere Einwilligung.


duskstalker schrieb:
der Datenschutz gehört da gelockert, wo enorme bürokratische Hürden entstehen, die zivile/behördliche Vorgänge behindern, also bspw. dass Ämter innerhalb eines Bundeslandes und auch über die Grenzen eines Bundeslandes hinweg keinen Zugriff auf jeweilige Datensätze haben.
Die miesen Prozesse in den Behörden haben mit der DSGVO wenig zu tun. Hoheitliche Aufgaben sind von der DSGVO bedingt ausgenommen bzw. stellen einen legitimen Grund dar zur Datenverarbeitung, der oftmals keine weitere Zustimmung Betroffener benötigt.

war unter anderem bei Corona sichtbar, als unterschiedliche Gesundheitsämter völlig versagt haben, weil die Systeme nicht vernetzt sind. das selbe gilt auch für das Landratsamt und sozialämter, wo bei Amtsvorgängen immer wieder die selben Daten manuell abgefragt werden müssen. auch sehr ärgerlich ist speziell die Hürde des Bundeslandswechsels bei kriminalpolizeilichen Ermittlungen bzw. Haftbefehlen.
Die Unfähigkeit ordentliche Schnittstellen und Prozesse zu definieren hat mit der DSGVO nichts zu tun.

dass bei uns Amtsvorgänge Monate statt Tage dauern hängt auch an den Datenschutzregeln. wir müssen da was ändern.
Das weitgreifende Unwissen über die DSGVO müsste behoben werden. Es werden Gesetzesänderungen diskutiert, ohne Wissen über die Ausgangslage und noch viel weniger Verständnis, was die Änderung bewirkt -.-

auf der anderen Seite müssen Daten an der richtigen Stelle geschützt werden. Microsoft hat in der öffentlichen Verwaltung nichts verloren, genau so wenig google und zivile Daten gehören auch nicht in ein Privatwirtschaftliches KI Training.

Die DSGVO-Aufweichung senkt eben jendes Schutzniveau.

milliardo schrieb:
Wenn der Bürger Datenschutz will, dauert so mancher Bescheid halt möglicherweise ein paar Wochen länger. Einfache, formlose Telefon- oder Mailkommunikation zwischen Behörden, internen und/oder externen Stellen ist selten mehr möglich. Wo Schriftform oder Signatur zwingend ist, kann es besonders in kleinen Ämtern ärgerlich werden, wo in Krankheits- und Urlaubsfällen nicht viele qualifizierte Vertretungen vorhanden sinn.
Arbeitsweise aus dem letztem Jahrtausend. Eine gescheite Schnittstelle, DSGVO-konform wäre allemal schneller als jede Telefonieren und Mauscheln. Abfrage über Software der eigenen Behörde an Datenbestand anderer Behörde. MA muss sich digital ausweisen (geht mit digitalen Signaturen/Hardwaretokens 1a) um die Anfrage zu signieren, System der anderen Behörde prüft Signatur, liefert Daten. Dabei kann alles sauber protokolliert werden.
 
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Weedlord schrieb:
@Syrato weil sie es können. Werden ja am Ende trotzdem immer wiedergewählt;D
Wir können ja schon mal Wetten abschließen wer nach der großen Koalition aus CDU/SPD die ja gerade so unbeliebt ist wie kaum eine andere Regierung zuvor den neuen Kanzler stellt. CDU oder SPD? 🤣
 
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Piktogramm schrieb:
Die DSGVO-Aufweichung senkt eben jendes Schutzniveau.

du glaubst doch nicht ernsthaft, dass "dsgvo konform" irgendwas am realen Datenabfluss via Microsoft, Google, Meta ändert?
 
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@duskstalker Nö, die aktuelle DSGVO erlaubt aber NGOs wie https://noyb.eu überhaupt erst wirksam zu werden u.a. um gegen Nutzung und Datenabfluss entsprechender Services vorzugehen.

Was von der EU-Kommission bzw. dessen Politikern gern mal unterlaufen wird, indem erklärt wird, dass die USA vergleichbaren Datenschutz hätten. Was zuletzt aber (noch stärker) angezweifelt werden muss, da der Supreme Court der USA die Unabhänigkeit deren Datenschutzbehören negiert hat. Wesegen Max Schrems mit NOYB auch in den Startlöchern steht und das aktuelle Datenaustauschabkommen (mal wieder) in Grund und Boden zu klagen:
https://www.heise.de/news/Kartenhau...hen-Datenfluss-sprengen-koennte-11349599.html

Das ist bei weitem nicht optimal, liegt weit hinter meinen Erwartungen wie eigene Regierungen Rechte von Menschen aktiv schützen sollten. Ich nehme den DSGVO Strohhalm mit judikativer Durchsetzung und finde noch verringertes Schutzniveau scheiße.
 
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Die allerwichtigste Reform der DSGVO wäre ein Verbot vom Schritt, etwas einfach als DSGVO-Konform zu erklären... (das es gar nicht ist)
...das schafft massive Marktverzerrungen.
 
Ripcord schrieb:
Wir können ja schon mal Wetten abschließen wer nach der großen Koalition aus CDU/SPD die ja gerade so unbeliebt ist wie kaum eine andere Regierung zuvor den neuen Kanzler stellt. CDU oder SPD? 🤣
Die AFD natürlich. Leider...

Ich gehe von Blau-Schwarz aus. Aktuell scheint man von Seiten der CDU jedenfalls daraufhin zu arbeiten und die SPD tolleriert es, weil haben ja Ihre Posten/Bezahlung bekommen um die Partei und Ihre Werte in den Abgrund zu werfen. Zumindest das was noch davon über war...
 
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duskstalker schrieb:
dass bei uns Amtsvorgänge Monate statt Tage dauern hängt auch an den Datenschutzregeln
Kannst du dafür Beispiele bringen?

Die DSGVO gilt nämlich mWn. nicht im selben Umfang für öffentliche Stellen wie für nicht öffentliche Institutionen.

Siehe zB auch §25 und §23 BDSG.

Die DSGVO klingt für mich dafür immer vorgeschoben. Das Defizit ist die mangelnde Vernetzung, Interoperabilität und die kleinen Königreiche namens Föderalismus.
 
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Naja, passt ja ins Gesamtbild. Bei der Abstimmung zur Chatkontrolle hat die CDU fast geschlossen mit "Ja" gestimmt. Obwohl vor der Wahl von vielen Stimmen aus der &nion ein klares "Nein" bei dem Thema postuliert wurde.
Aber der AFD Verfassungsfeindlichkeit unterstellen wollen. Obwohl ich die AFD nie wählen würde, kann ich hier nur mit dem Kopf schütteln.
 
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Piktogramm schrieb:
Ich nehme den DSGVO Strohhalm mit judikativer Durchsetzung und finde noch verringertes Schutzniveau scheiße.

das riecht nach "irgendwie datenschutz um jeden preis", aber das ist imo nicht zielführend, weil wir uns dadurch hauptsächlich selber schaden. die amis zahlen im zweifel halt strafen - aber die sind nicht hoch genug. eben auch weil man sich in der EU aus mangel an alternativen den amis ausliefert.

was schützt du denn großartig mit dsgvo? mit einem windows pc und einem android telefon hast du den kompletten daten-striptease vor microsoft, meta und google. android telefone hören im standby zu und werten audioaufnahmen aus, die hinterher in form eines videovorschlags deinem youtube feed auftauchen.

"schädlich" ist datenschutz wirklich nur bei uns direkt vor der eigenen haustüre. wir stellen strenge regeln auf an die sich die eigentlichen zielpersonen nicht halten und wir können nur "unsere leute" gezielt bestrafen, weil wir bei den amis nicht durchkommen, siehe bspw. die abmahntrolle beim thema cookiebanner, google gehostete schriften oder auch den unsäglichen cookiebannern, die teilweise auch noch irreführend sind. da muss es was besseres geben.

das hat zur folge, dass unsere eigenen services abgewürgt werden, während amis funktionierende services anbieten können, aber halt nur aus dem grund, weil sie sich nicht oder nur anscheinend an die datenschutzvorgaben halten bzw. das problem mit geld lösen.

wenn etwas nur mit einer geldstrafe bestraft wird, ist es nur für arme illegal. und wirklich vertreiben will man die amis im endeffekt ja auch nicht.

das größte problem liegt aber wie gesagt bei den einschränkungen bei der öffentlichen verwaltung, sprich ämtern und polizei. wir werfen unser komplettes leben amerikanischer big tech vor die füße, indexiert und verkauft, aber die lokalen ämter dürfen auf keinen fall einen gemeinsamen datensatz haben um vorgänge "normal" abwickeln zu können. da muss man ja bspw. schon einen zettel unterschreiben, dass einem das amt überhaupt anrufen darf und datenabgleich per mail und telefon ist teilweise auch unmöglich und wenn vorgänge mehrere ämter betrifft, z.b. zulassungsstelle und landratsamt/rathaus und sozialamt, muss jedes amt einzeln mit den daten bespielt werden. ist doch albern, wenn google, meta und microsoft das ding mit einer datenabfrage ausfüllen können.

@0xffffffff nein, ich habe aber freunde beim finanzamt und der kriminalpolizei und die verzweifeln täglich am datenschutz, der aktiv die arbeit erschwert oder teilweise verhindert - inwiefern das jetzt DSGVO oder ein anderer datenschutz ist, weiß ich nicht - aber letztendlich sollte datenschutz in der gesamtheit mal überarbeitet werden. ja, da ist auch der föderalismus ein problem, aber auch hier liegt der datenschutz zu grunde. der föderalismus gehört hier auch mit eingeschränkt. wir können nicht das selbe problem 16 mal lösen, völliger irrsinn.

wir schränken mit dem datenschutz momentan die falschen ein. wir müssten bei den amis und den chinesen ansetzen, aber am ende des tages trifft uns das hauptsächlich selbst. und es besteht handlungsbedarf, wir können so nicht weitermachen, wir verwalten uns in den abgrund.
 
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duskstalker schrieb:
das riecht nach "irgendwie datenschutz um jeden preis", aber das ist imo nicht zielführend, weil wir uns dadurch hauptsächlich selber schaden. die amis zahlen im zweifel halt strafen - aber die sind nicht hoch genug. eben auch weil man sich in der EU aus mangel an alternativen den amis ausliefert.
Dein Textverständis ist nicht sonderlich gut. Ein Strohhalm judikativer Durchsetzung ist mitnichten ein Datenschutz um jeden Preis.
Das US amerikanische Firmen bisher derart walten können liegt daran, dass die DSGVO aufgewicht wurde mit dem einem Abkommen, dass der USA vergleichbares Schutzniveau bescheinigt. Damit ist die DSGVO ein gewaltiger Nachteil für alle europäischen Firmen, denn die müssen sich an die DSGVO und ihre nationalen Umsetzungen halten, während die US-Firmen weit laxer reguliert sind.
Das Minimum wäre Imho mindestens einen Angleich der Marktchancen herbeizuführen. Was aber seitens Legislative und Exekutive nicht verfolgt wird und daher NGOs über den judikativen Weg braucht.


was schützt du denn großartig mit dsgvo? mit einem windows pc und einem android telefon hast du den kompletten daten-striptease vor microsoft, meta und google. android telefone hören im standby zu und werten audioaufnahmen aus, die hinterher in form eines videovorschlags deinem youtube feed auftauchen.
Kein Gesetz schützt irgendwas, es ist immer die Anwendung. Wieso die Anwendung derzeit problematisch ist steht weiter oben im Post.

"schädlich" ist datenschutz wirklich nur bei uns direkt vor der eigenen haustüre. wir stellen strenge regeln auf an die sich die eigentlichen zielpersonen nicht halten und wir können nur "unsere leute" gezielt bestrafen, weil wir bei den amis nicht durchkommen, siehe bspw. die abmahntrolle beim thema cookiebanner, google gehostete schriften oder auch den unsäglichen cookiebannern, die teilweise auch noch irreführend sind. da muss es was besseres geben.
Ahnung vom Thema würde helfen.
Cookiebanner sind Telemediengesetz und da sind die aller meisten wirklich falsch implementiert (oftmals als bedingt wirksames OptOut, statt wie verlangt OptIn und eben nicht wie gefordert verständlich, sondern gezielt mit "Dark Pattern" angereichert).

Bei den Schriftarten, die freien Schriftarten könnte man auch einfach vom eigenem Webserver ausliefern. Das ist minimaler Aufwand.

Und bestraft wird da nicht, das ist nix aus dem Strafgesetzbuch. Daher geht da überwiegend nur eine privatrechtliche Verfolgung u.a. durch Abmahnungen. Wobei das strukturierte Abmahen zur eigenen Bereicherung nicht zulässig ist.

das größte problem liegt aber wie gesagt bei den einschränkungen bei der öffentlichen verwaltung, sprich ämtern und polizei.
Nochmal, hoheitliche Aufgaben sind von der DSGVO ausgenommen bzw. stellen einen legitimen Grund dar zur Datenverarbeitung. Die DSGVO bzw. Datenschutzgesetze von Bund sowie Ländern stehen da in der Regel nicht im Weg. Miese Prozesse, mangelnde Standardisierung und Inkompetenz stehen da im Weg, faktisch aber in den seltensten Fällen die DSGVO. In den Fällen wo die DSGVO im Weg steht, hat aber auch gern weit vor der DSGVO das Grundgesetz und Bundesverfassungsgericht Grenzen gezogen.

aber die lokalen ämter dürfen auf keinen fall einen gemeinsamen datensatz haben um vorgänge "normal" abwickeln zu können. da muss man ja bspw. schon einen zettel unterschreiben, dass einem das amt überhaupt anrufen darf und datenabgleich per mail und telefon ist teilweise auch unmöglich und wenn vorgänge mehrere ämter betrifft, z.b. zulassungsstelle und landratsamt/rathaus und sozialamt, muss jedes amt einzeln mit den daten bespielt werden. ist doch albern, wenn google, meta und microsoft das ding mit einer datenabfrage ausfüllen können.
Das keine zentralen Datenbanken geführt werden dürfen ist ein Erbe des Naziregimes, im Grundgesetz wurden in Folge Hürden eingebaut zum Anlegen zentraler Datenbanken. Mit der DSGVO hat das nichts zu tun. Du als Bürger müsstest ohne DSGVO einem Datenabgleich ebenso zustimmen. Die Staatsanwaltschaft/Polizei darf begründet solche Abfragen ohne Zustimmung durchführen.

@0xffffffff nein, ich habe aber freunde beim finanzamt und der kriminalpolizei und die verzweifeln täglich am datenschutz, der aktiv die arbeit erschwert oder teilweise verhindert[...]
Die reale Umsetzung und Schulungen zum Datenschutz in Ämtern ist teils katastrophal. Faktisch ist es oftmals dennoch falsch, was alles auf den Datenschutz geschoben wird.
Hatte mit dem Daschu des Landes aber auch schon zu tun. Die meinten nach Beschwerde einer Person, ich müsse Daten löschen, in völliger Ignoranz, dass es in dem Fall eine gesetzliche Pflicht zur Archivierung gibt.
 
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0xffffffff schrieb:
Kommt halt dabei raus, wenn alle immer über die überbordernde Bürokratie schimpfen aber nie bennen was sie damit eigentlich meinen.
Sieht man sowohl im Artikel als auch im Thread, denn warum die Annahme "Kleinbetriebe brauchen Entlastung beim Datenschutz" als Wahrheit durchgewunken wird, erschließt sich mir nicht ganz. Selbst wenn man die Ausführungen von Piktogramm außen vor lässt; welche Daten erheben Kleinbetriebe denn? Stammdaten + Bestellhistorie? Auch ohne Ausnahmen seh ich da jetzt nicht den Akt darin, einen Kunden bestätigen zulassen, dass man diese speichert und zur Erfüllung der Aufträge nutzt, und diese Nutzung dann automatisiert DSGVO-konform zu protokollieren.

Wer aber meint, neben dem Hauptgeschäft mit den Daten selbst nochmal Geld verdienen zu wollen, der sollte in meinen Augen durchaus Belastung erfahren. Zumindest habe ich als Bürger kein Interesse daran, solches Verhalten mit laxeren Regeln attraktiver zu machen.

Crifty schrieb:
Einerseits pocht jeder darauf das er unbekannt wie ein Geist durch die Welt gehen darf, da ihn niemand tracken oder Bilder und Videos von ihm machen soll. Aber andererseits soll das ganze ja so super easy für den für den Alltag gemacht werden, damit man keine Stolpersteine hat oder der Arbeitgeber in Bürokratie untergeht.
klingt für mich wie die Quadratur des Kreises.
...oder es ist halt einfach eine Abwägung, wie überall sonst.
Du willst ja sicher auch, dass die Süßigkeit, die du dir kaufst, dir möglichst viel Freude gibt; Gleichzeitig wärst du aber wahrscheinlich dagegen, dass man Süßigkeiten Heroin beimischen dürfte. Auch eine Quadratur des Kreises?

Wenn man ein Recht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung als Recht annimmt, dann kann Bequemlichkeit kein Grund sein, sich über diese hinwegzusetzen zu dürfen.

milliardo schrieb:
Wenn der Bürger Datenschutz will, dauert so mancher Bescheid halt möglicherweise ein paar Wochen länger.
Werden Nachrichten dann per Postkutsche versendet, oder wo kommen die Wochen her?
 
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Randnotiz schrieb:
Die deutschen?
Gar nichts.

Die deutschen sind bequem, wollen BILD lesen, RTL und Bundesliga schauen, während sie Bier saufen und über alles meckern.
Typisches Deutschen Bashing ohne konstruktive Idee. Dabri ist das Bashing genau das, was entweder typisch geworden ist, oder eine lautstarke Minderheit zeigt. Übrigens meckerst Du auch gerade über alles.
 
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Muntermacher schrieb:
Übrigens meckerst Du auch gerade über alles.
Das ist wahr, allerdings ist mir auch vollkommen unbewusst, was ich machen kann, als jemand, der mobil eingeschränkt ist und der sich auch unbewusst ist, wie ich mich politisch bemerkbar machen kann, ohne einer Partei beizutreten.

Diese Online-Petitionen bringen IMO nie etwas.
 
Bright0001 schrieb:
Werden Nachrichten dann per Postkutsche versendet, oder wo kommen die Wochen her?

wenn die datenabfrageanfrage schriftlich passieren muss, womöglich per unterschriebenem dokument, kommen da halt diverse bearbeiter, versandlaufzeit, poststelle usw drauf. und jeder übergang hat potentielle verzögerungen, weil das ding immer jemand in die hand nehmen muss.
und man darf hier auch nicht unterschlagen, dass bestimmte vorgänge nur per brief überhaupt rechtssicher sind oder manche ämter einen medienwechsel ablehnen. papier bleibt papier, digital bleibt digital - oder digital kommt rein und wird intern als papier weiterverarbeitet. u.A. auch weil manche vorgänge nur per papier möglich sind, weil diverse vorgänge schlicht im digitalen system nicht vorgesehen oder noch nicht umgesetzt sind und auch weil diverse ämter untereinander nicht vernetzt sind bzw. vernetzt sein dürfen und datenaustausch nur per papier möglich ist. und da ist es so, dass halt der datenschutz in bestimmten fällen so einen ineffizienten (papier)workflow erzwingt.

und dann ist es auch so, dass z.b. finanzämter zu papiersparmaßnahmen aufgefordert werden und deshalb die zahl der drucker im amt reduziert wurde und jetzt briefe usw. nicht mehr im haus ausgedruckt werden sondern bei der bundesdruckerei bestellt werden.

was eine email sein könnte ist dann auf einmal ein druck und versandauftrag per post bei einer bundesdruckerei.

da kommen die bearbeitungszeiten her.
 
Piktogramm schrieb:
Arbeitsweise aus dem letztem Jahrtausend. Eine gescheite Schnittstelle, DSGVO-konform wäre allemal schneller als jede Telefonieren und Mauscheln. Abfrage über Software der eigenen Behörde an Datenbestand anderer Behörde. MA muss sich digital ausweisen (geht mit digitalen Signaturen/Hardwaretokens 1a) um die Anfrage zu signieren, System der anderen Behörde prüft Signatur, liefert Daten. Dabei kann alles sauber protokolliert werden.

Schaff den Föderalismus und die kommunale Selbstverwaltung ab und mach es, höhö. Eine Schnittstelle für die deutsche Bürokratie, das ist absurder als rosarote, fliegende Elefanten, die dir deine Küche putzen. Vollkommen irre, leider.

Nicht mal die Finanzämter, also die Steuerverwaltung alleine konnte man so bedienen. Such mal nach "FISCUS". Dass in der Theorie alles ganz einfach ist ist schon klar. In der Praxis ist es das nicht, da hast du 5km gewachsene Bürokratiekruste und zu viele Leute die dich sabotieren.

Edit: Aber ja, es sind oft nicht speziell datenschutzrechtliche Hürden. Die legen bisweilen nochmal einen Layer an Arbeit oder Aufwand drauf, aber im Endeffekt ist vieles schon von Grund auf kaputt.

Bright0001 schrieb:
Werden Nachrichten dann per Postkutsche versendet, oder wo kommen die Wochen her?

Vom warten auf die DSGVO-konforme, schriftliche und/oder mit dem korrekten Programm vom korrekten MA verschickte Antwort.

Bspw: Kontakt mit meinem Gericht nur noch über https://egvp.justiz.de
Doppelt verschlüsselt, datenschutzsicher blablabla. Ein riesen Scheissdreck ist es, das ist alles was es ist.

Sieht aus wie Win95 (zumindest unsere Implementierung), fühlt sich an wie Win95 (keine Sonderzeichen außer Unterstriche, 25MB Dateigrößenlimit...), ist zuverlässig wie WinME. Aber geht nicht anders, weil Datenübermittlung nicht anders erlaubt. Und wenn du niemanden hast, der auf der Gegenseite das gerade nutzen kann und darf... geil. Und ja, das passiert auch bei größeren Gerichten oder Kanzleien. Ist halt was deutsches, na halleluja.
 
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wagga schrieb:
Das evtl. Kleinstbetriebe vor allem Einpersonen Unternehmen entlasstet werden ist eine gute Idee.
Wenn meine Daten bei Kleinbetrieben nicht mehr sicher sind, dann werde ich wohl zu den großen gehen müssen.

Nur weil etwas unpopulär ist (weil man es nicht versteht), heißt es nicht, dass es falsch ist.

Ob die Regelungen beim DSGVO verbessert werden können? Ja, sicher. Aber eben nicht so.
 
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