Deutschland = Betrugsland ?

GaBBa-Gandalf

The Overclocker
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März 2001
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Hallo Community,

ich bin seit ein paar Tagen vom Serviceverhalten deutscher Firmen extrem enttäuscht.

Es fing an, als ich mir ein Tablet-Notebook kaufte.
Es ging dabei um ein HP Elitebook 2730p...

In einem Online-Shop hatte ich das Modell bestellt. Einige Tage später kam das Paket an und der Inhalt war ein "gebrauchtes" Notebook - Obwohl ich ein Neues bestellt habe. Vorfall siehe hier im Forum...

Ich ging von einem Versehen aus.

Als ich das Geld rückforderte und das Gerät bei einem anderen Onlineshop bestellte, traute ich meinen Augen nicht. Wieder wurde mir ein gebrauchtes Gerät geliefert. Laut Shop ist ein Umtausch nicht möglich, da man das Tablet-Notebook nicht zum aufgeführten Preis nachbestellen kann. Ich gebe Morgen das Notebook direkt beim Händler ab und bekomme wieder mein Geld zurück.

Mittlerweile hab ich bei HP angerufen und die Seriennummer überprüfen lassen. HP konnte mir anhand der Nummer bestätigen, dass es sich um Reklamationsware handelt, da beide Seriennummern der Geräte mit einem "R" endeten.

Ich war geschockt. HP teile mir mit, dass viele Retour-Waren wieder verkauft werden, jedoch muss dies als "B-Ware" oder "Gebrauchtware" gekennzeichnet werden. Dies war leider bei keinen der beiden Onlineshops der Fall. Für mich und HP ganz klar Betrugsfälle.

Heute war ich bei einem Onlineshop in meiner Nähe. Den erzählte ich meine Geschichte und für ihn war das alles nicht neu und wusste, dass dieser "Betrug" sehr häufig in vielen Onlineshop durchgeführt wird - deswegen auch oft die günstigen Preise.
Weiter kommentieren wollte / durfte der Verkäufer das Thema nicht...

Ich habe jetzt bei Ihm das Notebook bestellt und er versicherte mir, dass es absolute Neuware ist. Der Preis bei diesem Shop ist 300Euro höher. Ich werde es nun übermorgen kontrollieren und parallel bei HP vorab prüfen lassen, ob das Gerät laut Seriennummer ein Neugerät ist.

Ich bin immer noch geschockt.
Ich kann Euch nur warnen. Achtet auf geöffnete Waren und kontrolliert genau, ob es sich um Neuware handelt....

Klingt komisch ist aber so... leider...

Ich bin von dem deutschen Einzelhandel extrem enttäuscht!

Nun Frage ich mich, ob man solche Fälle irgendwo melden und wie man sich vor sowas schützen kann...

Gruß
GaBBa

PS Meinungen und Selbsterfahrungen sind erwünscht!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat man davon, wenn jeder zweite vom Fernabsatzgesetzt Gebrauch macht; wundert mich nicht. Was sollen die Händler mit der ganzen Ware machen?

Ich bestell i. d. R. nur bei Amazon, da hat man damit keine Probleme; weder mit B-Ware, noch mit dem Umtausch/der Rückgabe.
 
Mag ja sein, dann darf ich es aber nicht Gebrauchtware als Neuware verkaufen! Das ist Betrug.
Und es ist nunmal nicht meine Schuld, dass viele von diesem Gesetz gebrauch machen...
 
Deine Schuld ist es sicher nicht, aber ich wage die These aufzustellen, dass der Nutzen des Gesetzes geringer ist als der ständige Missbrauch. Du gehst ja als Händler pleite, wenn dir ständig das Zeug zurückgeschickt wird. Kommt oft genug vor, dass Leute 3 Sachen bestellen, alle ausprobieren und wieder zurückschicken. Ich bestellt ja im Restaurant auch nicht 3 Gerichte, fresse davon alle an und behalte und zahle nur das Beste. ;)

Schützen kann man sich selbst nur mit seriösen Webshops und genauer Kontrolle der Sachen, die man bekommt. Stutzig sollte man bei ungewöhnlich niedrigen Preisen werden, aber das sollte selbstverständlich sein. Qualität kostet, auch in der deutschen Marktlandschaft, die sich leider nur über den Preis definiert.
 
Was mich am meisten stört ist die Dreistigkeit. Man bekommt auch keine richtige Entschuldigung. Wenn man sich beschwert, juckt den Verkäufern das nicht mal. Das ist für mich das schlimmste. Deutschland ist nach wie vor eine Servicewüste.

Solch ein Fall z.B. in den USA wäre eine Katastrophe für den Onlineshop....
 
Das ist kein Einzelfall und auch recht leicht zu erklären. Angesichts des millionenfachen Testkaufens mit dem gutem "Gewissen" des Rückgaberechts, stapelt sich bei den Händlern Ware, die schon einmal geöffnet, benutzt oder repariert wurde.

Das macht die Praxis der Händler nicht besser, wenn sie Ware nicht als solche kennzeichnen, die wieder in den Verkauf geht. Der Druck auf die Händler ist aber so groß, dass kaum jemand sich die rechtmäßige Praxis leisten kann.

Beim heutigen Kauf entscheiden manchmal fünf Euro über Kauf oder Nichtkauf. Irgendwo ist es doch wieder billiger und der Kunde ist heute in der bequemen Lage, Ware fast zum Einkaufspreis erwerben zu können. Seriöse Händler wie Alternate oder Amazon, die sich seit Jahren beständig am Markt halten, könnten weit niedrigere Preise anbieten. Der Serviceaufschlag, den sie berechnen, schreckt aber den Geiz-ist-Geil-Kunden meist ab und dann passieren eben Dinge wie dein Fall.

Ich habe eine Zeitlang während des Studiums bei einem Händler gearbeitet und es war teilweise haarsträubend, wie Ware aus der Retoure kam. Da wurden Notebooks zwei Wochen lang gequält und benutzt bis zum gehtnichtmehr und dann lapidar der Wiederruf erklärt. Auch wenn man dann eine Nutzungsgebühr abzieht, dieses Gerät wird nie einen Gewinn einfahren. Den Ärger nicht einmal eingerechnet. Schau dir doch einfach das Forum hier an. Da wird sogar bewusst geraten, erst einmal ausgiebig zu testen. Kann man ja zurück schicken. Ist doch egal.

Wie gesagt, das macht die Praxis der Händler nicht besser, aber es lässt einen aufhorchen. Was Service kostet, weisst Du jetzt. Ich hätte meinen neuen Fernseher auch im Internet kaufen können, aber ich bin bewusst zum Laden um die Ecke gegangen. Im Endeffekt habe ich 400€ mehr bezahlt als beim günstigsten Onlinepreis. Dafür hat man mir das Ding nach Hause geliefert und angeschlossen.
 
Mr. Snoot schrieb:
Ich bestell i. d. R. nur bei Amazon, da hat man damit keine Probleme; weder mit B-Ware, noch mit dem Umtausch/der Rückgabe.

Wunschdenken. Habe schon mehrmals gebrauchte und/oder halb-defekte (B-)Ware von denen bekommen.
 
Ist mir auch schon öfters passiert, sogar bei nahmhaften Onlineshops mit einer Geizhals-Bewertung von besser als 1,5...

Wobei mir das, sofern es um Komponenten mit geringem Wert geht (Kabel, Cardreader,...) eigentlich egal ist. Muss halt funktionieren.


Aber unverschämt ist es natürlich trotzdem, dass solche Teile oft einfach nicht gekennzeichnet werden. Deswegen muss der Preis ja nicht halbiert werden.
 
Naja, anderer Seits ist die frage ob "B-Ware" so viel schlechter ist. Gerade wegen dem Fernabsatzgesetz. Es kann durchaus Geräte geben die dem Käufer einfach nur nicht gefallen. Und die deshalb "zurück" gehen. Dann ist das Gerät aber nicht zwingend Minderwertig. Wenn ich es dafür 300 Euro günstiger bekommen ist das für mich okay.
Selbst wenn es repariert ist, weil es einen Neudefekt hatte ist das für mich okay.
Ganz ehrlich wenn ein Gerät evtl. schon 100 Stunden Betriebszeit hat ist das eigentlich nichts. Wenn es dafür 300 Euro weniger kostet.

Muss denke ich jeder für sich abwägen. Ich hätte damit kein Problem, zu mal es OnlineShops gibt die Geräte vertreiben auf welche in Europa garkeine Garantie ist. Wenn du ein solches Gerät bekommst wird es eigentlich immer verschrottet.
Bei einem Laptop heisst das eigentlich immer "Datenverlust".
Das ist dann wirklich scheiße. Dann lieber ein gebrauchtes mit Garantie. Damit könnte ich mich locker anfreunden.
 
Von allen die hier vom Fernabsatzgesetz labern... habt ihr euch Gabba-Gandalfs Post überhaupt mal durchgelesen?

Diese Geräte welche er bekommen hatte waren nicht einfach Kundenrückläufer nach dem Fernabsatzgesetz, sondern wurden von HP bereits repariert, sprich die Seriennummer hat das R für Retoure. Wenn es sich um Geräte von Kunden handeln würde welche nur nach dem Fernabsatzgesetz zurückgesendet wurden, hätten die Geräte nich das R in der Seriennummer. Es handelt sich also um Geräte welche wirklich einen defekt hatten, repariert wurden und nun als Neugeräte veräußert werden. Ich denken gegen sowas kann man auch rechtliche Schritte einleiten, denn das ist vorsätzlicher Betrug!
 
Bei Amazon steht aber dabei, ob neu oder gebraucht.
Die billigsten Preise sind stets "Gebrauchtware" also schon mal geöffnet oder so.
Eh logisch eigentlich.
 
Hab auch ne X-Box 360 im Versand bestellt und die war nicht neu, fand ich auch nicht toll. Hab beim Händler gesagt dass ich es verstehe aber dass ich vom Kauf zurücktrete (oder er mir ne andere Konsole schickt ;-) ), weil naja, Controller, Headset usw war halt alles ausgepackt...

Der Händler hat mir dann zwar 15 Euro oder so Nachlass angeboten, aber da hab ich dankend verzichtet.

Und ja, leider wird das ganze leider echt missbraucht, ich hab bislang nur 2 Produkte zurückgeschickt, einmal eine Grafikkarte, mit der war ich unzufrieden (war ne Kyro II), und die X-Box 360... Und die Betrüger sind leider nicht die Händler oftmals, sondern die "Kunden".

Und klar ist das Widerrufsrecht wichtig, aber irgendwie geht es in einigen Dingen auch fast zu weit wie ich finde, also gerade bei einer Spielekonsole verstehe ich nicht, warum mich ein Kauf im Laden da eher vor einem Fehleinkauf wie im Internet schützen sollte... Und meistens läuft's doch eh so ab, dass die Leute sich die Produkte im Mediamarkt anschauen um sie dann im Versand zu holen...

@Romsky: Bereits reparierte Ware als "neu" zu verkaufen ist echt nicht in Ordnung, das müste schon gekennzeichnet sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Verkäufer begeht Betrug und gibt das auch noch einfach so vor dir zu? Ist ihm denn nicht klar, dass dies strafbar ist und gerade beim gewerbsmäßigen Betrug bis zu 10 Jahre Haft drohen? Höchststrafe wirds hier wohl eher nicht geben, aber mutig ist wohl noch das falsche Wort dafür.
 
also wenn es wieder zurück kommt von kunden , der sich auf das Fernabsatz gesetzt beruft
und die Ware und das ganze zeug wieder einpackt , wie original dann wird das wohl nicht b- ware verkauft .

Ist was defekt und kommt zum Händler zurück , ist das natürlich rms - ware ujnd darf natürlich nicht als neu verkauft werden .

Mein hier jedes teil was online händler verkaufen und wieder bekommen , geht wieder zum
hersteller und die händler bekommen deswegen ein neues teil zugesandt.:mad:
 
Romsky schrieb:
Von allen die hier vom Fernabsatzgesetz labern... habt ihr euch Gabba-Gandalfs Post überhaupt mal durchgelesen?

Diese Geräte welche er bekommen hatte waren nicht einfach Kundenrückläufer nach dem Fernabsatzgesetz, sondern wurden von HP bereits repariert, sprich die Seriennummer hat das R für Retoure. Wenn es sich um Geräte von Kunden handeln würde welche nur nach dem Fernabsatzgesetz zurückgesendet wurden, hätten die Geräte nich das R in der Seriennummer. Es handelt sich also um Geräte welche wirklich einen defekt hatten, repariert wurden und nun als Neugeräte veräußert werden. Ich denken gegen sowas kann man auch rechtliche Schritte einleiten, denn das ist vorsätzlicher Betrug!

Danke. Das sehe ich genauso!


Marius schrieb:
Bei Amazon steht aber dabei, ob neu oder gebraucht.
Die billigsten Preise sind stets "Gebrauchtware" also schon mal geöffnet oder so.
Eh logisch eigentlich.

Ich habe nicht bei Amazon bestellt, sondern bei zwei anderen bekannten Onlineshops
Hierbei war die Ware als Neu ausgeschreiben!

@ bela_
Ja der dritte Händel weiß von solchen Methoden, wollte dies aber nicht kommentieren...
 
Zuletzt bearbeitet:
Romsky schrieb:
Von allen die hier vom Fernabsatzgesetz labern... habt ihr euch Gabba-Gandalfs Post überhaupt mal durchgelesen?

Stimmt ... ich Trottel.
Habe das irgendwie 1 zu 1 übernommen. Hm ... bei vielen Händlern taucht solch ein Verhalten auf? Mir persönlich ist das noch nie passiert. =/

In diesem Falle wäre es wohl Betrug, da reparierte Ware als Neuware angepriesen wurde. Gibt böse Arschtritte für Händler bei Anzeige, wie das rechtlich aussieht kann dir aber wohl mal wieder nur dein RA sagen.
 
wenigstens Romsky hat den Post gelesen! Es ist was anders ob das Gerät neu bzw schonmal "angeschaut" wurde oder ob es komplette Retourware ist...
 
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