Solche Händler gibt es auch hier in Österreich, wobei man nicht immer sofort einen Betrug unterstellen kann.
Mir selbst passierte soetwas mit einem Drucker, bei dem bereits Teile in der Verpackung fehlten. Ich habe einen Tag später im Laden reklamiert und darauf bestanden, dass man mir ein originalverpacktes Gerät zur Verfügung stellt. Der Händler kam dem umgehend nach, sodass ich davon ausgehe, dass es ein Versehen war.
Dass Kunden das FAG praktisch missbrauchen ist eine Sache, der Verkauf von Gebraucht- als Neuware ist aber unabhängig davon sehr dreist. Der Händler hat ja auch Möglichkeiten, dem Kunden Schäden oder Gebrauchsspuren in Rechnung zu stellen. Das Ware zurückgegeben werden kann (und auch wird), weiss jeder Versender, sodass ihn das nicht überraschen sollte.
Bei Versendern wie Otto, Universal oder Quelle wird auch oft ein Kleidungsstück in mehreren Grössen bestellt und Ware zurückgeschickt, die nicht passt. Das FAG ist aber kein Freibrief für Kunden, die Ware in irgendeinem Zustand zurückschicken zu dürfen, sondern ein Ausgleich dafür, dass man die Ware vorab nicht ansehen konnte.
Beide Seiten haben sicher den ein oder anderen Extremfall zu beklagen, ich gehe aber grundsätzlich nicht davon aus, dass deutsche und/oder österreichische Händler zum Betrug neigen oder Kunden in diesen Ländern das FAG mehrheitlich (eventuell absichtlich) falsch verstehen.
Andere Kunden zu warnen ist aber eine hervorragende Möglichkeit; aber die anderen müssen schon selbst Bewertungen (z.B. bei Geizhals) lesen und sich ihre eigene Meinung bilden. Dieser Thread zeigt sehr gut, wie subjektiv ein Eindruck sein kann, und wie schnell etwas verteufelt wird, aber auch, dass es genug Möglichkeiten gibt, Problemfälle aufzuzeigen und Gegenmassnahmen zu ergreifen.