Die Zukunft des Prozessors

Synthi

Cadet 4th Year
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März 2017
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Hey,

ich wollte eigentlich um die Uhrzeit(4:00) schlafen gehen xo. Doch irgendwie kam mir so ein Gedanke...
Hab ja nen 8700k der auf 5GHz läuft. Und ich denke wenn man so eine starke CPU hat, dann sind 5GHz mittlerweile Standard.
Mit der nächsten Generation wird es auch sein oder vlt. mehr...?
Ich stelle mir gerade vor ob es in der Zukunft sogar 6GHz als Standard geben könnte? (Gute Kühlung vorausgesetzt)

Was denkt ihr?
 
Das es auch 12 GHz sein koennen, solange sie nicht in Leistung umgesetzt werden. Die Taktrate ist nur eine Zahl.
Geh schlafen
 
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Also von 5 GHZ und Standard sind wir noch weit entfernt.
In Zukunft wird es eher mehr Kerne geben, anstatt den Takt immer weiter nach oben zu prügeln.
 
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Was wir denken? Geh schlafen! :p Ansonsten stimme ich rico007 zu: Die Tendenz geht in Richtung mehr Kerne, anstatt in Richtung höherer Takt.
 
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Zukunft sieht so aus ; https://en.wikipedia.org/wiki/Xeon_Phi / 72 Kern

bzw...das ja schon aaalt, aber so wirds weitergehn..16 kern, 32kern, 48 Kern, 64 Kern..
braucht man gar keine 4,5,6 Ghz..aber 1024 Kerne wären toll

oder fun stuff, möglich war einiges schon seit langer Zeit ;
ok, is nich soo gut, aber dennoch fun^^

Edit ; grad selbst am gucken..ja, so sieht halt Flaschenhals aus, Quadsocket Gaming Boards sind so rar..ich glaub ich kenn aus den letzten 20 Jahren keine 4 Boards :) ..Dual Socket Gaming Boards gibs immer wieder. ( z.b. :)https://www.computeruniverse.net/de...rtikel&utm_medium=katalog&utm_source=billiger )

im anderen forum thread heute bereits über core i5 8500 k geredet, ähnliches Resume, was will man mit 3 oder 5 Ghz ?! 3 Ghz gibs seit dem Jahr 2001.. jetzt ist es 16 Jahre später und sind grade mal bei 4Ghz. pentium 4 10 Ghz träumte man..gabs/gibs aber nich, aber dafür 4x 3Ghz oder 10x 2Ghz oder 22x 2,2Ghz oder demnächst dank AMD 32x 3 Ghz ..usw
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es wird sicherlich mehr Leistung geben, aber die Entwicklung geht auch nur noch langsam voran. Sieht man ja auch schön an den Intel CPUs. Weiterhin setzt sich die Leistung im Wesentlichen aus drei Punkten zusammen:
- Takt
- Anzahl Kerne
- Leistung pro Takt und Kern (IPC)

Geschraubt wird wohl auch in Zukunft weiterhin an den letzten beiden. Wie wichtig das letztere sein kann hat man ja erst schön an Spectre / Meltdown gesehen.
 
Es wird auch GHz technisch noch steigerungen geben. Es wird immer wieder Games/Anwendungen geben, die Single Core power benötigen.

Damit will ich sagen, es wird sicher irgendwann 100 Cores und Mehr auf nem Prozzi geben, aber dann wieder 2 Cores bis auf 10 Ghz oder 8 oder 6 oder 12 und die restlichen dann immer weniger. Bis hin zu 100 Cores mit 1Ghz :D
 
Gibt es nicht eh ein technisches Cap, dass man nicht einfach beliebig hohe GHz anlegen kann? Ich mein es ist ja nicht umsonst seit über zehn Jahren kaum merklich eine Taktverbesserung da. Da wird eher die Architektur kleiner und die mögliche Kernanzahl erhöht, ohne dabei zu sehr die Störanfälligkeit durch zu hohe Frequenzen umgehen zu müssen. Scheint der bessere Weg zu sein.
 
Nero1 schrieb:
Gibt es nicht eh ein technisches Cap, dass man nicht einfach beliebig hohe GHz anlegen kann?
Es gibt kein reales hartes Cap, nur ein theoretisches.
Aber beliebig erhöhen kann man die Frequenzen nicht. Der 10nm-Prozess von Intel soll z.B. zu Beginn nicht die maximalen Frequenzen vom 14nm++-Prozess ermöglichen können.
 
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Wenn man mal abseits der alten und simplen x86 Strukturen schaut, gibt es auch noch andere Möglichkeiten.

SPARC von Sun, die mittlerweile zu Oracle gehören, hat zB mit dem SPARC M8 eine CPU mit 32C/256T und 5Ghz Takt, frühstückt also 8 Threads pro Kern ab.
Oder die Entwicklung Neuromorpher Prozessoren, die allerdings noch recht jung ist.

Ich könnte mir gut vorstellen, das die vielen Unterschiedlichen Bereicht auf Dauer mehr miteinander verschmelzen und die "Low End" Chips in mobilen Endgeräten genutzt werden, "mid Range" in stationären Systemen und "high end" dann in Rechenzentren.

Aber bis dahin wird es noch ein weiter Weg sein, spannend wird die Entwicklung allemal.
im x86 Bereich glaube ich aktuell eher an mehr Kerne bei geringer bis keiner Takterhöhung, muss nur die Software mal nachziehen, denn da hängt man ja oft auf einem bis vier Kernen rum, selten wird effektiv mehr genutzt.
 
Alles eine Frage der Forschung und der Bereitschaft die altbewährten Fertigungsmaterialien zu ersetzen.
Prozessoren aus Graphen sollen 500-1000GHz Taktkung ermöglichen.

In die Breite wird die Skalierung sehr sehr schnell langweilig, da mit zunehmender Kernzahl immer weniger Anwendungen die Rechenleistung nutzen können.

Singlecore Leistung wird hingegen anwendungsunabhängig immer in mehr Geschwindigkeit umgewandelt.

Grüße
Zero
 
Zuletzt bearbeitet:
ich denke das es zukünftig weiter in die Breite gehen wird = mehr Kerne / mehr Cache , geringere Latenzen + Algorithmen bei der Sprungvorhersage die das menschliche Gehirn nachahmen .
Den Takt einfach nur zu erhöhen stößt rasch an seine Grenzen , ist ineffizient und der Leistungsgewinn wird immer geringer zb : wenn man eine 3 Ghz um 300 Mhz übertaktet sind es immerhin 10 % , bei einer 6 Ghz CPU wären 300 Mhz nur noch 5 % .
Wir hätten schon längst passiv gekühlte 2,5 bis 3 Ghz CPU s bei 10 - 15w Leistungsaufnahme haben können , wären die Einsparungen durch die geringeren Fertigungsprozesse nicht gleich wieder in einen höheren Takt gepumpt worden .
 
Zuletzt bearbeitet:
Raybeez schrieb:
beliebig erhöhen kann man die Frequenzen nicht.

Genau das ist es. Es gibt ein Grenze bei der Taktfrequenz, das ist die, bei der die Elektronen aus der CPU nicht mehr den RAM erreichen können. Die Gruppenfließgeschwindigkeit von Elektronen liegt bei ca. 2/3 der Lichtgeschwindigkeit. Wer will, kann sich ja die Distanz ausrechnen, wie weit die Elektronen dabei dann pro Taktzyklus kommen. Ich bin der Meinung das irgendwo bei den aktuellen Mainboard Layouts bei bummelig 6 GHz Schluss ist (habe gerade keine Lust nachzurechnen).

Wenn man nun den Takt immer fleißig weiter erhöht, so müsste man "theoretisch" den RAM immer näher an die CPU packen. Dies wird aber dann doch irgendwann recht unflexibel da wohl keiner Lust darauf hat, dass der RAM fest auf dem Mainboard verlötet ist. Vielleicht wäre es auch möglich, den RAM auf der Rückseite vom Sockel anzubringen aber auch da muss man dann layoutmäßig einige Veränderungen vornehmen.

Daher denke ich, dass es mehr in Richtung mehr Cores/Threads geht und eben die optimierung der Rechenoperationen der CPU. Vielleicht gibts auch irgendwann dann mal einen Quantencomputer, sprich eine CPU nicht mehr auf Siliziumbasis, aber das wird wohl noch ne weile dauern.
 
ZeroZerp schrieb:
Alles eine Frage der Forschung und der Bereitschaft die altbewährten Fertigungsmaterialien zu ersetzen.
Prozessoren aus graphen sollen 500-1000GHZ Tatkung ermöglichen.

ein einzelner transistor kann mit der frequenz betrieben werden, aber ein prozessor besteht aus milliarden davon. silizium basierte transitoren konnte man schon vor "ewigkeiten" mit einigen 100ghz betreiben (z.b. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0961129006717136) aber das macht eben noch keinen prozessor.
 
MK one schrieb:
wir hätten schon längst passiv gekühlte 2,5 bis 3 Ghz CPU s bei 10 - 15w Leistungsaufnahme haben können
äh, schon mal was von Laptop CPUs gehört?
oder beschwerst du dich, dass du die nicht in deinen Desktop PC einbauen darfst, weils die ggf nur für OEMs gibt? bin mir ziemlich sicher, dass man im Desktop bereich auch 65W tdp noch Passiv gekühlt bekommt :)
 
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Moin...

interessantes Thema für vier Uhr morgens 😁

Ich erinnere mich das war um die Jahrtausendwende da wurde seitens Intel skandiert das die zehn Gigahertz bald da sein werden. Gott waren das Zeiten. Im Vergleich zu heut direkt aufregend. Da gabs neben Intel und AMD auch andere z.b. Cyrix oder IBM auf dem Mainstreammarkt. Da kann man glatt nostalgisch werden. Heute is alles statisch und was das bedeutet hat man von 2009 bis 2017 ja gesehen.

Gruß Holzinternet
 
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@Pyrukar
schon mal aufgefallen das die TDP Angabe mittlerweile für die Tonne ist bei Intel ? die bezieht sich nämlich auf den Basistakt = bei Nutzung aller Kerne beim zb. 8700k = 3,7 Ghz .... , wer betreibt den 8700 schon mit 3,7 Ghz ?

und ich will nur darauf hinweisen , wenn man bereit wäre auf 30 % Leistung zu verzichten durch Taktsenkung im Desktop , hätte man eine 75 % geringere Leistungsaufnahme ....
 
Gigahertz ist eh kein Maßstab mehr. Im Prinzip kann man die Angabe fast weg lassen.

Denn wenn man bedenkt, mein Pentium 4 hatte auch 3,0 GHz. Und man bekam ihn auch mit 3,8 GHz! Mit HT Technologie, sprich 2 Threads. Damit ist er eigentlich genau so gut wie ein moderner Prozessor. Der hat ja nur 2 Kerne und 4 Threads, und ist damit maximal doppelt so schnell.
Aber wir wissen alle, da liegen Welten zwischen :evillol:.
 
@MK one okay ... nur das wir uns richtig verstehen: du beschwerst dich, dass die TDP bei einem Overclockten System nichtmehr den angegebenen Spezifikationen entspricht? und ja ich weis, dass Moderne CPUs bei guter Külung das Powerlimit kurzzeitig ignorieren und darüber hinausschießen ...

aber du sprichst von 30% leistungseinbusen die du hinnehmen würdest ... wie wäre es denn mit dem 8700t der dürfte je nach anwendung auf nur 20% leistungseinbusen kommen und hat nur 35W TDP wenn du dem das Powerlimit festsetzt bekommst du den locker passiv gekühlt :)
 
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