Das Thema Geschäftsgeheimnisse kommt bei uns auch immer wieder auf.
Wenn ein Unternehmen seine Mitarbeiter schlecht behandelt oder nicht fair entlohnt, ist es selbst schuld, wenn ein anderes Unternehmen nun dessen Kompetenzen nutzt.
Oft wird ignoriert, dass es die Menschen sind, die ein Unternehmen ausmachen und nicht der Name auf dem Gebäude.
Was einige Manager auch nicht verstehen: Zwei günstige, unerfahrene Junioren können meistens keinen teuren, erfahrenen Senior ersetzen.
Ein arroganter und geiziger Maisbauer heiratet eine junge Kartoffelbäuerin. Durch sie lernt er, wie man Kartoffeln anbaut, aber er wird nie so gut wie sie. Sie nennen die Kartoffeln "Sonnenkartoffel".
Nach der Scheidung lernt die Kartoffelbäuerin einen jungen Zwiebelbauern kennen, und die beiden heiraten. Die beiden bauen nun auch Kartoffeln an. Sie nennen die Kartoffeln "Mondkartoffel".
Die Sonnenkartoffeln des Maisbauern werden immer schlechter und die Kunden kaufen vermehrt Mondkartoffeln, weshalb er den Zwiebelbauern und dessen Frau verklagt. Er behauptet, sie hätten seine Betriebsgeheimnisse für die Sonnenkartoffel gestohlen.
Er behauptet, es sei unmöglich, dass das junge Paar bessere Kartoffeln erntet als er. Er hat immerhin über einen längeren Zeitraum hinweg Kartoffeln angebaut.
Ist es wahrscheinlicher, dass die Kartoffelbäuerin auf dem neuen Land bessere Kartoffeln erzeugt, weil sie der entscheidende Faktor ist? Oder ist es doch der Maisbauer, weil er bereits seit längerer Zeit Kartoffeln auf seinem Land anbaut?
Ist es fair, wenn der Maisbauer die Klage gewinnt und Schadenersatz bekommt, weil "seine Sonnenkartoffeln" nun schlechter als "deren Mondkartoffel" sind?