Dienstwagenprivileg

h00bi schrieb:
Was heutzutage übrigens dank digitaler Fahrtenbücher direkt im Onboard-System und per App kein Thema wäre. Und das würde sich bei einer Pflicht sicher noch weiter vereinfachen lassen, z.B. dass der Sprachassistent beim abstellen fragt oder dass direkt eine Abfrage auf dem Screen erscheint.
Natürlich spricht das alles für die Vereinfachung des Fahrtenbuch. Alle genannten Punkte sich komplett nachvollziehbar.
Meine Erfahrung aber zeigt mir, dass das Finanzamt das "leicht " anders sieht. Da wird der PKW immer als Problem gesehen. Mandanten brauchen ja eigentlich gar kein PKW, "ach von den 8000 km im Jahr haben sie bei 10 fahrten nicht komplett sauber eingetragen... mmhmm ne so ist das fahrtenbuch nicht sauber geführt, machen wir doch lieber 1%". Ist ja klar, das FA will ja darüber mehr Einnahmen generieren.
Aber auch die Steuerpflichtigen, es ist natürlich einfacher einmal 1% auszurechnen, als bei jeder fahrt oder einmal in der woche sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ist ja unnötige Bürokratie. Die zwar steuerliche Vorteile hat, aber der Eindruck ist halt nun mal vorhanden.

Und dann noch der Klassiker. Natürlich fährt jeder, wirklich jeder mit dem PKW mal privat. Natürlich. Und wenn es dann mal mehr wird als die 10-15%, lohnt sich die Pauschale sofort.
 
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h00bi schrieb:
Was heutzutage übrigens dank digitaler Fahrtenbücher direkt im Onboard-System und per App kein Thema wäre.
Ja Aufwand den man aber machen muss.
Ein digitales Buch, ersetzt das bearbeiten selbiger nicht.
Zu dem gedchöftstermin sind weitere Angaben zwingend erforderlich, wie Name der Firma und wen man besucht hat.
Eine Unterscheidung rein in privat/beruflich ist nicht ausreichend.


Es hat gute gründe weswegen ich hier bereits schrieb, dass das Fahrtenbuch im aktuellen zustand bürokratischer Schrott ist.
Dass kann man aber natürlich nur wissen wenn man sich damit tatsächlich mal befasst hat, und geg. Auch mal eins selbst geführt hat.
 
Kyouko schrieb:
Ja Aufwand den man aber machen muss.
Du möchtest ja einen finanziellen Vorteil erzielen. Also isses ja nicht zuviel verlangt, da ein paar Infos zu ergänzen. Das Ding ist doch, wenn sauber protokolliert, in einer halben Stunde pro Monat gemacht. Wenn du den finanziellen Vorteil gegen diese Zeit rechnest, hast du am Ende einen höheren Stundenlohn als mit deiner Arbeit. Wenn du das Fahrtenbuch während der Arbeitszeit machst, isses sogar win win.

Das is wie das gejammer, dass die Steuererklärung so umständlich wäre. Aber am Ende erzielst du so einen satten Ertrag für so wenig Zeit, dass es quasi immer sinn macht.
 
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Kyouko schrieb:
Es hat gute gründe weswegen ich hier bereits schrieb, dass das Fahrtenbuch im aktuellen zustand bürokratischer Schrott ist.
Du hast zu dieser Darstellung klar aufgezeigt bekommen, dass du hier deutlich übertreibst und keine echten Argumente vorbringen kannst, weswegen du dann auch persönlich wurdest. Nun fängst du wieder damit an...

Das so ein Fahrtenbuch sich nicht komplett allein erstellt, ist wenig überraschend. Mit den modernen Mitteln ist das aber nicht wirklich aufwendiger als jemanden anzurufen auf dem Handy oder ne Zieleingabe im Navi zu machen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, welcher deutliche finanzielle Vorteil sich damit ergibt. Und, kaum überraschend, wirst du im letzten Satz dann auch wieder persönlich und tust so, als würde jeder, der deine Ansicht nicht unterstützt, keine Ahnung haben und kein Fahrtenbuch führen. "Sag mir, dass du keine Argumente hast, ohne es zu sagen."...

PS: ich bezweifele auch, dass du, nur weil du ein Fahrtenbuch führst, jede verfügbare Lösung kennst. Die Aussage, dass das durch dich genutztes Fahrtenbuch ggf. nicht so komfortabel ist, mag völlig legitim sein. Nur ist das ein individuelles Problem, welches ggf. auch lösbar wäre...
 
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h00bi schrieb:
Das Ding ist doch, wenn sauber protokolliert, in einer halben Stunde pro Monat gemacht
Es reicht nicht aus dass einmal monatlich zu bearbeiten
Änderungen müssen zeitnah erfolgen (in der praxsis haben sich binnen 7 tagen etabliert)

Ich zahle gerne ein paar Groschen mehr und spar mir den ganzen Terz.
Wie bereits @P4ge richtig geschrieben hat, werden soweiso ein Haufen fahrtenbücher jährlich als nicht richtig ausgewertet und dann pauschal abgerechnet.
Warum also den Aufwand, des Schreibens, und anschließend prüfen lassen, beides kostet geld)
betreiben wenn es bei einer pauschalen für beide Seiten viel einfacher ist.
 
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Sind Fahrtenbücher denn aktuell überhaupt Thema was das Dienstwagenprivileg betrifft? Wenn nicht, ist diese Diskussion doch Offtopic. Mangels besseren Wissens lasse ich mich in der Hinsicht gerne korrigieren, ansonsten bitte ich darum, das Thema Fahrtenbücher abzuhaken.
 
Ich habe lange meine Fahrtenbücher mit Hand geschrieben. Den Grund kann man sich denken. Seit 3 Jahren rechne ich dem Finanzamt nur noch vor, wie wenig ich privat gefahren bin und bekomme ca. 80% meines 1%-geldwerten Vorteils wieder. Ich schicke kein Fahrtenbuch mehr mit.
Das Finanzamt möchte auch, dass ich die Summe die zuviel versteuert wurde, direkt in der Steuererklärung vom Brutto abziehe.
Wenn ich mehrere 1000 Euro wieder kriege, ist für mich das Fahrtenbuch führen kein problematischer Aufwand.
 
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TheManneken schrieb:
Sind Fahrtenbücher denn aktuell überhaupt Thema was das Dienstwagenprivileg betrifft?
Sicher ist es aktuell, denn man hat ja die Wahl, ob man private Fahrten einzeln abrechnet, also per Fahrtenbuch, oder über die pauschale Versteuerung. Im ersteren Falle ist es kein Privileg im Sinne der Threaderöffnung mehr.
 
@Incanus
Ich zahle weil ich keine Lust auf den Aufwand habe mit 1% freiwillig etwas mehr als mit Fahrtenbuch.
Ist das jetzt Privlileg oder nicht ?
 
Ja habe ich. Entweder bin ich blind oder es wird dort bei der Art der Versteuerung nicht unterschieden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für eine 'Verteurung'?

Es geht ja darum, dass man eine Flatrate für die private Nutzung aus Steuermitteln mitfinanziert bekommt.
Bei der Führung eines Fahrtenbuchs für die gelegentliche private Nutzung eines ansonsten dienstlich genutzten Fahrzeugs gilt das ja nicht.
 
Incanus schrieb:
Versteuerung.
Incanus schrieb:
Im ersteren Falle ist es kein Privileg im Sinne der Threaderöffnung mehr.
Ob ich per Fahrtenbuch abrechne oder per Pauschale, es ist und bleibt immer ein Privileg. Denn ich spare in beiden Varianten Steuern und kann nicht einfach beschließen, dass ich ab sofort einen Dienstwagen haben möchte. Wenn ich einen Dienstwagen nur erhalte, wenn ich in Firmen bestimmte Arbeitsplätze inne habe, dann ist es ein Privileg, weil es nicht jedem Mitarbeiter zur Verfügung steht.
 
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h00bi schrieb:
Kommt halt drauf an ob 1% oder 0,25%
Ergänzung ()
1%. Und ich habe um die 50% Privatnutzung.
 
Skjöll schrieb:
Bei 56.000 € BLP ist das nicht wenig. Tut mir schon weh.
Skjöll schrieb:
1%. Und ich habe um die 50% Privatnutzung.
Dann würde ich mal empfehlen, aktuelle Neuwagen- oder Gebrauchtwagenpreise sowie die Spritpreise zu studieren und dann gegenzurechnen, ob die 1% sehr weh tun oder ob der Privatkauf von Auto und Sprit eventuell ein bisschen mehr weh tun könnte.... Kleiner Spoiler: Wenn 50% Privatnutzung nicht nur 5000km im Jahr sind, ist die Antwort ziemlich simpel. Steht und fällt mit deiner Gesamtfahrleistung. Aber auch da vermute ich sehr stark, dass die private Fahrleistung schon deutlich höher ist und damit das ganze auch "profitabel" ist. Ansonsten würde man sich mMn nicht für einen privat genutzten Dienstagen entscheiden.
TheManneken schrieb:
Sind Fahrtenbücher denn aktuell überhaupt Thema was das Dienstwagenprivileg betrifft?
Für mein Verständnis ist das im Kontext schon ein relevanter Punkt. Würde man sich dazu entschließen, dass die Pauschalversteuerung von 1% nun wegfällt und damit die pauschale Privatnutzung nicht mehr möglich ist, man aber trotzdem eine Möglichkeit erhalten möchte, dass gelegentliche Privatnutzungen noch möglich bleiben, wäre das Fahrtenbuch nach meinem Eindruck die einzige Alternative dazu.

Eine Alternative zum Fahrtenbuch: Ein Fahrtenschreiber ähnlich in LKWs der einfach jede Fahrt trackt. Gepaart mit einer Auswertung seitens AG über die Arbeits- und Urlaubstage sowie Arbeitszeit kann man schon abgleichen, wann es private oder geschäftliche Fahrten waren. Oder man ergänzt die Eingabemöglichkeit, dass per Knopfdruck o.Ä. die folgende Fahrt als Privatfahrt oder umgedreht als Dienstfahrt gesehen wird.
Wie das dann wieder Richtung Datenschutz aussieht kann ich nicht beurteilen. Für Privatfahrten müsste das Tracking aber sicherlich deaktiviert sein.
 
Khaotik schrieb:
Ein Fahrtenschreiber ähnlich in LKWs der einfach jede Fahrt trackt.
Längst in jedem modernen Autos vorhanden aber oft alleine nicht ausreichend man kann aber eine Fahrtenbuch funktion zubuchen.

Nur müssen die Dinger dann aber auch beim Finanzamt geprüft werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
https://www.handelsblatt.com/untern...utsches-dienstwagenprivileg-an/100226261.html

Ist zwar hinter der paywall, aber der Artikel aber scheint nicht länger zu sein als der frei zugängliche Teil.

Alleine schon weil es enorm viele Elektro-Gebrauchtwagen generiert und viele Verbrenner- Neuzulassungen verhindert, bin ich klar dafür. Allerdings ist es bisher nur ein Entwurf einer Fraktion, aber bringt den Diskurs in die richtige Richtung.
 
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An sich bin ich kein Fan von solchen Praktiken. Allerdings ist bei Solar und Elektroautos die Situation eine andere da hier China mit subventionierten Waren versucht die Konkurrenz aus dem Markt zu trennen und nur so ein Schutz der heimischen Marken und Märkte möglich ist. Auch ists ne Reaktion, keine Aktion. Somit wäre das sehr zu begrüssen.
 
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