Puh, ich bin mittlerweile wirklich hin und her gerissen, was AI betrifft.
ich denke einerseits muss so viel investiert werden, weil es auch ein Internationales Sicherheitsthema ist, andererseits ist es halt wirklich absurd, wenn man den digitalen Alltag durch solche hardware Engpässe irgendwann lahm legt.
Ich denke am ende ist es das (hoffentlich) auch wert, für mich ist KI im Grunde nichts anderes als Intelligenz, die als Software verfügbar geworden ist. Software, die Informationen "versteht", Zusammenhänge erkennet, logisch schlussfolgert und daraus funktionierende Lösungen ableiten kann. Genau das ist der gamechanger.
Früher musste man sich für viele Dinge wie z.B. programmieraufgaben oder auch andere Dinge im Job stundenlang durch Dokus und Wikis wühlen, um überhaupt alle Befehle und Konzepte nicht nur zu kennen, sondern auch für sich selsbt zu verstehen und zu verinnerlichen und im Kopf zusammenzusetzen. Erst danach konnte man anfangen, daraus mit eigener Denkleistung irgendwas produktives damit anzustellen.
Heute kann ich der KI einfach die Doku und die Aufgabe geben und sagen, es soll mal machen.
Solange ich alle nötigen Infos als input gebe, kann sie sich auf alles selbst einen Reim bilden, logisch zusammensetzen und daraus eine in 99% der Fälle funktionierende Lösung bauen.
Genau diese Denkleistung, für die früher viel Zeit und Hirnschmalz und einfach ein gewisses Maß an geistiger Anstrengung nötig waren, ist heute quasi als Werkzeug verfügbar.
Und dafür braucht es gar keinen riesigen AI Moonshot oder AGI. Allein das was jetzt schon möglich ist, bewirkt schon extrem viel.
Jetzt geht es bei alltäglichen Problemen nicht mehr darum, ob ich etwas verstehe und zu kompliziert ist, ob ich dafür überhaupt genug Zeit habe oder überhaupt die Motivation mich vielleicht stunden, tage oder sogar Wochenlang mit einem Thema zu beschäftigen. Die eigentliche Frage ist nur noch: "Hab ich alle Informationen". Sobald ich das mit Ja beantworten kann kann ich praktisch jedes Problem lösen.
Das muss nicht die ideale Lösung sein. Denn die hätte ich selbst mit viel mühe noch hinbekommen, es muss nur eine funktionierende Lösung sein. Und wenn ich die innerhalb von wenigen Sekunden bekomme, dann fühlt sich das wie ein Cheatcode fürs Real Life an.
Das hat auch nichts mit Faulheit oder fehlendem Wissensdrang zu tun, sondern einfach mit der Tatsache, dass man sich einfach nicht in jedes Problem einarbeiten kann. Selbst wenn ich ne einfache Automatisierung via Script auf nem Rechner baue und ich Scriptsprache X brauche, ich aber nur Y kann. Ja dann arbeite ich mich nicht erst in die Doku ein, wälze online tutorials und youtube videos, sondern sag "hier KI, hier ist die Doku, hier ist die Aufgabe, mach mir das script" Und die Lösung ist dann im wahrsten Sinne nur noch ein einziger Klick. Ein Klick vs Stunden und Tagelanger abfuck mit irgendwelchen Dokus. Die Entscheidung fällt dann natürlich extrem einfach. Vor allem weil ich Aufgaben erledige, die ich vorher gar nicht angegangen wäre. Das ist dann eben auch der Knackpunkt. Vielleicht baue ich weniger Detailwissen auf (was ich dann eh wieder vergesse) dafür bin ich insgesamt produktiver, weil ich an lösungen und automatisierungen arbeite deren Umsetzungshürde vorher viel zu hoch oder viel zu teuer für den Nutzen gewesen wäre.
Deswegen bin ich aktuell eher noch weiterhin der Ansicht, dass der Nutzen von KI den ganzen Zirkus bzgl. Hardwarekrise wert ist.