Eigenbau PCs - worauf muss man achten?

Guybrush

Cadet 4th Year
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Juni 2004
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Hallo erstmal.

Ich habe mich entschieden meinen neuen PC selbst zusammenzubauen. Allerdings weiss ich auch, dass ein Eigenbau für unerfahrene Leute böse enden kann. Aus diesem Grund möchte ich mich im Vorfeld gut darauf vorbereiten.

Die Komponenten sind bereits zusammengestellt und sie sind auch alle kompatibel zueinander. Mein Mainboard wird ein Asus M2N-E Nforce 570 sein. Ich habe mir sagen lassen, dass Asus immer brauchbare Handbücher mitliefert.

Nun noch meine zwei Fragen.
1) Habt ihr Links zum Thema Eigenbau auf Lager? Das einzig brauchbare was ich bereits gefunden habe ist ein Newsartikel bei Computerbase.
2) Wie gefährlich ist elektrostatische Ladung für die PC Teile? Welche Sicherungsmaßnahmen haltet ihr für angebracht (z.B. seinen Körper vor dem Zusammenbau zu entladen)?
3) Was habt ihr für Erfahrungen mit Mainboard Handbüchern gemacht? Hattet ihr schonmal das Gefühl im Stich gelassen zu sein?
Als Englisch Leistungskursler bin ich übrigens auf englischsprachige Handbücher vorbereitet.

So, ich hoffe ihr könnt mir bei dem Vorbereitungen für meinen Eigenbau PC helfen. Dafür wäre ich euch sehr dankbar.
 
wenn du ein gutes handbuch zu dem mainboard hast, brauchst du weiter nichts.
zu der elektrostatischen ladung: das habe ich bisher immer locker gesehen.
aber zur not gibt es sogar extra handschuhe dafür.
 
Im Grunde ist der Eigenbau kein Problem. Welche Teile du brauchst/willst weisst du ja schon.
Das schwierigste ist schon, die Teile ins Gehäuse einzubauen und anzuschließen. Und wenn du technisch nicht absolut total unbegabt bist, ist das auch weiter kein Problem.

Fehlerquelle: CPU-Einbau: Kühler falsch montiert oder keine Wärmeleitpaste. Ansonsten ist das alles recht einfach und auch in Handbuch zum MB und zum CPU-Kühler beschrieben.
Wunderdinge darfst du von den Handbüchern zwar nicht erwarten, aber alles was du wissen musst, steht da relativ verständlich und bebildert drin. KAnn man mit arbeiten!

Zur elek. Aufladung: Sich vorher kurz zu entladen schadet definitv nicht, und wenn du die Teile vorsichtig anfasst (am besten an Stellen, an denen sich keine Leitenden Teile befinden; aufpassen musst du insbesondere etwas beim RAM und bei der CPU) ist das auch kein Problem.

Schwierig wird es bei der Konfiguration des BIOS wenn du keine Ahnung von den Begriffen hast. Das Handbuch erklärt zwar einiges, aber wirklich gut ist das nicht. Am besten lässt du einfach alles wie es ist, wenn du dir nicht sicher bist. Die Rechner konfigurieren sich heute eigentlich soweit von alleine. Ansonsten findest du viel im Netz dazu!
 
Wichtig an der ganzen Sache: Nimm dir die Zeit. Sorgfalt sollte ein weiterer Punkt sein. Erst wenn ein Punkt zu deiner Zufriedenheit fertig ist, machst du mit dem nächsten weiter.

Ich persönlich baue die CPU aufs Mainboard bevor ich beides ins Gehäuse baue. Dabei gilt es auf folgendes zu achten: Die CPU wird nur mit den Pins passend aufgelegt, dann hebe ich den Hebel hoch, lasse die CPU von selbst, durch das Eigengewicht in den Sockel rutschen und mache danach, wenn die CPU passt (wenn nötig nur leicht antippen, die Pins sind verdammt empfindlich!) den Hebel wieder runter und die CPU damit fest. Von hier an kannst du alles wieder wie gehabt anfassen, die empfindlichen Bauteile sind ja verschwunden. Dann wenig (!!) Wärmeleitpaste auftragen. Ich persönlich schwöre auf Arktic Ceramique. Das Plastikplättchen, das in der Anleitung gezeigt wird, ist nie dabei, musst du dir selbst mit einer Schere aus einer passenden Verpackung ausschneiden...
Danach kommt nur noch der Kühlkörper drauf. Gerade so fest, dass er nicht mehr wackeln kann, idealerweise mit dem System was die meisten Hersteller mitliefern (Arretierung).

Nach dem Einbau des Mainboards (kommt bei mir immer zuerst) kommen Festplatten und CD/DVD-Laufwerke rein. Bei den Flachbandkabeln gilt zu beachten: Es gibt einen langen Abstand und einen kurzen. Der Stecker am Ende mit dem langen Abstand kommt aufs Mainboard. Das Gerät, was ans lange Ende kommt, sollte Master (Die Jumper bieten meist Master, Slave und Cable Select an. Cable Select ist nur für Testzwecke im Werk!) werden. Ist nicht zwingend notwendig, macht aber das Arbeiten leichter. Wenn nur ein Gerät ans Kabel kommt, musst du diesen Stecker verwenden und das Laufwerk Master nennen. Ein zweites Laufwerk kommt an den mittleren Stecker und sollte dann Slave genannt werden.

Danach baue ich den Arbeitsspeicher ein. Wichtig ist: Achte auf die Aussparungen am Riegel, die müssen zu den "Nasen" im Slot passen. Anders herum kannst du damit nicht nur den Arbeitsspeicher kaputt machen! Wenn du das Teil richtig herum rein baust, geht es ohne irgendwelche Kraft rein.

Als nächstes kommen die farbigen Anschlüsse der Schalter vom Gehäuse und eventuell Front Panel-Anschlüsse. Wie die angeschlossen werden, findest du im Handbuch des Mainboards. Wichtig bei LEDs: Wenn sie nachher nicht leuchten, musst du den Stecker dazu einmal umdrehen. Üblicherweise sind die Stecker mit zwei farbigen Kabeln (in Kombination mit weiß) angeschlossen. Das weiße ist immer plus, das farbige minus. Steht leider nur selten im Handbuch, wie rum die Anschlüsse ran müssen und Richtlinien gibt es keine.

Danach kommt die Grafikkarte und die weiteren Erweiterungskarten rein. Wichtig ist, dass du einen Slot weit Platz unter der Grafikkarte lässt, die wird nämlich sehr warm, das kann Soundkarten und Co. gern in den Hitzetod führen... Je mehr Platz desto besser.

Zuletzt kommt das Netzteil rein. Wichtig: Das Mainboard bekommt erst mal noch keinen Strom. Statt dessen schließt du alles andere an. Achte dabei auf ein aufgeräumtes Gehäuse (Keine Lüfter und Kühlkörper blockieren, die Isolierung der Kabel isoliert auch gut Wärme) und Vollständigkeit (Geräte ohne Strom funktionieren nicht). Idealerweise beginnst du oben und arbeitest dich nach unten durch.
Zuletzt kommen die beiden Stecker für den Mainboard- und CPU-Strom aufs Mainboard.

Jetzt ist dein PC innen fertig, kannst du also zuschrauben.
Danach kommen die Kabel an die Rückseite, solltest du selbst kennen...

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BIOS (Binary INPUT/OUTPUT System, lässt sich nach dem Anschalten üblicherweise mit DEL oder entfernen starten):
Wichtig ist hier zunächst nur, dass du dem Mainboard eingibst, welche Grafikkarte du verwendest, AGP, PCI oder PCI express. Üblicherweise ist PCI voreingestellt, da die Mainboards meist damit getestet werden. Wo du das allerdings findest, ist von BIOS zu BIOS verschieden.

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edit: Ich arbeite normalerweise barfuß (keine Socken!), Gehäuse kommt auch auf den Boden. Die Antistatikfolie enthält meist etwas Metall/Geflecht. Das zusammen ist gegen statische Aufladung ideal...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie erwähnt macht dir keinen Stress. Haste makes Waste;) Schweiß ist übrigens auch nicht vorteilhaft für die Komponenten. Daher immer schön cool bleiben.:cool_alt: Ich persönlich finde es einsetzen des Mainboards gerade bei kleinen Gehäusen immer am schwersten. Wenn du das Mainboard samt CPU und Kühler verbaut hast, ist der Rest keine große Sache. Falls du ein Netzteil mit Modularem Kabelmanagment hast, oder ein kleines Gehäuse würde ich erst das netzteil verschrauben, da es mit einem installierten CPU-Kühler in einem kleinen Gehäuse Probleme geben kann.
 
ahoi!

es heißt ja aus fehlern lernt man, also hab ich hier mal ein paar fehler aufgelistet.

hier ein paar beispiele wie es am enden NICHT aussehen sollte!

das war zuviel wärmeleitpaste
http://www.dau-alarm.de/dotm-0302.html
http://www.dau-alarm.de/dotm-0504.html

abstandhalter für das vorhandene mainboardformat einbauen nicht vergessen
http://www.dau-alarm.de/dotm-1002.html
http://www.dau-alarm.de/dotm-0503.html

aber auch nicht zuviele abstandhalter einbauen (sonst gibts kurzschluss)
http://www.dau-alarm.de/dotm-0702.html

achtung auch bei den usb und andern anschlüssen, den 4 pin stromstecker nicht vergessen
http://www.dau-alarm.de/dotm-0905.html

wenn der ram nicht passt -> umdrehen und nicht reinhämmern!
http://www.dau-alarm.de/dotm-1202.html

und hier mein absoluter favourit
http://www.dau-alarm.de/dotm-0103.html

alles von www.dau-alarm.de


viel glück, wird schon alles hinhaun!

mfg
tompson
 
Ich bedabke mich recht herzlich für eure Antworten.:)
Das Mainboard ist bei mir heute angekommen und ich hoffe, der Rest wird Morgen nachziehen.

Glücklicherweise passt das Board perfekt. Das Gehäuse ist zwar schon sehr alt aber das Board ist damit sehr gut kompatibel.
Das einzig störende ist, dass ich nicht genügend Abstandhalter habe (das Board braucht neun, ich habe aber nur sieben). Bei einem FertigPC werden halt nur soviele mitgeliefert wie gebraucht werden.

Außerdem mußte ich mit Bedauern feststellen, dass mein Netzteil veraltet ist. Eigentlich habe ich keinerlei Bock noch länger auf meinen PC zu warten. Deswegen werde ich mir das Netzteil wahrscheinlich im Fachgeschäuft kaufen (in der Hoffnung, nicht verarscht zu werden).
Falls jemand spontan ein paar nützliche Netzteil - Kauftipps parat hat kann er sie an dieser Stelle gerne loswerden. Netzteile sind momentan nämlich komplett Neuland für mich.

Was ich alles mit Strom versorgen will:
- ASUS - M2N-E
- 1x S-ATA
- ein CD Brenner
- ein DVD LW
- ein Diskettenlaufwerk

KA wie sich die Stromversorgung für die genannten Laufwerke nennt. Auf CD und DVD LW steht jedenfalls die Abkürzung DC (Gleichstrom?). Das Diskettenlaufwerk kann man glaube ich sogar noch in einen 386er einbauen.

Zum Thema Wärmeleitpaste: So wie ich das sehe muss man die noch extra dazukaufen. Oder ist die bei der CPU mitgeliefert?

katanaseiko schrieb:
Wichtig bei LEDs: Wenn sie nachher nicht leuchten, musst du den Stecker dazu einmal umdrehen.
Vielen Dank für den Hinweis. Ich war schon kurz davor mit einer Lupe nach +/- Polen auf den Steckern zu suchen.
Bei meinem 386 ist mir mal eines dieser Kabel durchgeraucht. Seitdem habe ich Respekt vor den Teilen. :)

Was mir zur Zeit etwas Sorge macht: Das Mainboard hat bei mir einen ganz leichten "Krackser" von sich gegeben, als ich einen der Stecker anschließen wollte (dort, wo keine Abstandhalter sind fehlt der Gegendruck - das habe ich in dem Moment nicht bedacht). Ich hoffe, das wird keine negativen Auswirkungen haben. Es war zwar wirklich nur ein sehr leises Geräusch aber trotzdem macht mir das Sorgen.

MfG Guybrush.
 
Viel wichtiger für die bestimmung der Leistungsstärke des Netzteiles ist die Grafikkarte.

Zum Thema Wärmeleitpaste: So wie ich das sehe muss man die noch extra dazukaufen. Oder ist die bei der CPU mitgeliefert?
Wenn du eine Boxed CPU gekauft hast, ist entweder Wärmeleitpaste dabei oder ein Wärmeleitpad auf dem Kühler.
 
Ja, ich habe für die CPU eine Boxed Version bestellt. Wenn ich genauer darüber nachdenke macht es natürlich Sinn, dass die Wärmeleitpaste bei Boxed CPUs gleich dabei ist. :D

Meine Graka: NVIDIA 6200TC
 
Energieversorgungsstecker passt nicht.

Ich habe mir jetzt ein Netzteil gekauft, doch ich musste mit Erschrecken feststellen, dass dieses wieder nicht passt.
Das Mainboard ist auf einen 24 - poligen Stecker ausgelegt, doch dieser ist bei mir nur 20 - polig.
Kann ich den jetzt trotzdem benutzen (reinstecken kann man ihn) oder war das ein glatter Griff ins Klo?

EDIT: Ich habe gerade festgestellt, dass es bei einigen Mainboards geht und bei einigen nicht. Jetzt muss ich bloß noch herausfinden, wie es sich beim Asus M2N-E verhält.
Ich habe dem Ladenverkäufer aus dem PC Fachgeschäft extra noch gesagt, dass ich ein ASUS M2N-E habe - so eine Pfeife!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Energieversorgungsstecker passt nicht.

Guybrush schrieb:
Ich habe mir jetzt ein Netzteil gekauft, doch ich musste mit Erschrecken feststellen, dass dieses wieder nicht passt.
Das Mainboard ist auf einen 24 - poligen Stecker ausgelegt, doch dieser ist bei mir nur 20 - polig.
Kann ich den jetzt trotzdem benutzen (reinstecken kann man ihn) oder war das ein glatter Griff ins Klo?

welches nt hast du dir jetzt gekauft? bei manchen nt's gibts die möglichkeit aus dem 20 poligen einen 24 poligen und umgekehrt zu machen, man kann die zusätzlichn 4 pole entweder auf oder abstecken, bei einem alten nonem nt kanns natürlich schon sein das es nicht passt...
 
Guybrush schrieb:
Hallo erstmal.


2) Wie gefährlich ist elektrostatische Ladung für die PC Teile? Welche Sicherungsmaßnahmen haltet ihr für angebracht (z.B. seinen Körper vor dem Zusammenbau zu entladen)?


Zum Entladen des Körpers kann man einen Heizkörper (nicht lackiertes Teil z. B. Thermostathalter) anfassen. Ebenfalls möglich: diese mittlere Metallklammer in Steckdosen (auch Erdung genannt) kurz anfassen. Ganz akurate Leute verwenden auch Erdungsarmbänder mit Krokodilsklemme, diese wird dann auch auf einen Massepunkt geklemmt. So ein Teil habe ich allerdings noch nie verwendet und hatte trotzdem noch nie Probleme. Ein kurzer Griff an den Heizkörper oder in die Steckdose sollte also reichen um elektrostatische Aufladung abfließen zu lassen.

Grüße von thore.xxl

PS::eek: W A R N U N G: Beim Berühren der Steckdose n i e m a l s (mit Draht o.ä.) in die Löcher der Steckdose, denn die führen Spannung und das kann zu ernsthaften Verletzungen führen!!!!
 
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