eigene Websites bekannt machen

Mirlo

Lt. Junior Grade
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Hallo,

in diesem Thema / in dieser Diskussion soll es um ein gesellschaftliches Phänomen im Bezug zum Bekanntmachen von eigenen Websites gehen.

Bei mir fing es mit Websites vor über 20 Jahren an. Das war eine Zeit, als kostenlose Subdomains und kostenlose Webhosts aufkamen und viele kleine private Websites entstanden. Damals war das alles noch locker und easy. Irgendwann wurde es immer strenger, auch bezüglich der Impressumspflicht. Es wurde aber nicht nur für Websitebetreiber strenger, sondern Websitebetreiber wurden strenger. Das Verlinken externer nicht eigener Websites wurde damals locker gesehen. Es gab da zwar schon die Sache mit der Linkhaftung, aber Verlinkung von "normalen" Websites war noch nicht durch die Websitebetreiber eingeschränkt. Ganz im Gegenteil gab es noch Linklisten auf den Websites. Es wurde sehr gerne alles mögliche verlinkt und die Linkhaftung kritisiert.

Springen wir 20 Jahre vor. Heute ist es aus vielerlei verschiedenen Gründen nicht mehr möglich die eigenen Websites zum Beispiel in Internetforen zu verlinken. Da gibt es mehrere Gründe. Einerseits von Seiten der Forenbetreiber und andererseits auf Seiten der Websitebetreiber.

  • Die Forenbetreiber mögen keine Verlinkung, oder nur zu Websites mit gewissen Anforderungen.
  • kommerzielle Websites werden nicht verlinkt. (Websites, die irgendetwas verkaufen oder Werbung schalten).
  • Schutz der eigenen Person (Websitebetreiber) vor Angriffen.

Durch die Impressumspflicht besteht eine Klarnamenpflicht + weitere persönliche Infos (Adresse, Email, Telefon). Die Impressumspflicht läuft leider weiterhin darauf hinaus, dass es viele verschiedene Meinungen dazu gibt und es letztendlich nur ein Gericht entscheiden kann. Um das zu vermeiden, wird es lieber angegeben als Streß zu verursachen. Es gibt aber auch weiterhin Leute, die es nicht angeben und davon überzeugt sind es nicht angeben zu müssen.

Zuletzt habe ich die (private) Website eines Autors von Nachrichtenartikel auf einem größeren Newsportal gesehen, deren Betreiber der Ansicht ist, kein Impressum angeben zu müssen. Im Grunde geht es darum, ob mit der Website eine Dienstleistung angeboten wird. Das wird es, indem Informationen veröffentlicht werden, die von anderen genutzt werden können. Letztendlich müsste es ein Gericht entscheiden. Aber wo kein Kläger ... Letztendlich ist der Autor nicht erreichbar, bzw. nur über die Redaktion des Newsportals. Er versteckt sich also.

Um das Thema nicht ins Larifari abdriften zu lassen, hier einige (nicht alle) Erfahrungen von mir, die mich davon abhalten meine Websites in Foren zu verlinken. Einige der Erfahrungen sind mir auch von anderen bekannt. Das Thema soll deswegen bitte kein persönliches werden. Die Erfahrungen werden von daher allgemein gehalten.

Ein schon älteres Forum erlaubte vor 10 Jahren noch das Verlinken von privaten Websites, auch wenn auf diesen Werbelinks eingebunden waren. Vor ein paar Jahren verlinkte ich diese meine Website dort erneut und der Link wurde gelöscht, weil nicht mehr erwünscht - obwohl der erstere weiterhin vorhanden ist.

Andere Foren zeigten aktuell (<2 Jahre) auf, dass eine verlinkte Website nicht mehr angeklickt und gelesen, aber darüber kommentiert wird. In einem Forum wurde sogar verlangt, den Inhalt der Website im Forum zu posten, damit er gelesen werden kann.

Bei einer meiner Website wurde der komplette Inhalt von einem mir nicht bekannten Blogbetreiber in seinem Blog veröffentlicht. Erst nach mehrmaligen Emails gab es Einsicht, dass das nicht OK ist. Auch in einem sehr bekannten großen Internetforum wurden Inhalte meiner Websites sehr großzügig "zitiert". Eigentlich so, dass der Besuch der Website nicht mehr erforderlich ist.

In einem anderen Forum vor über 5 Jahren verlinkte ich eine meiner zum Forumsthema passende Website. Das erste was dort gemacht wurde: Ins Impressum geschaut, meinen Namen in Google eingegeben ... und da kommt einiges, von Wikipediaartikel bis Pressemeldungen und vieles vieles mehr. Die Kommentare in diesem Forum waren nur noch persönlich und diffamierend. Neutral wurde abgeschafft.

In einem anderen Forum gab es mit einigen Usern Streitigkeiten. Andere wiederum signalisierten Sympathien. Ich hatte dort thematisch auch geschrieben, dass ich eine zum Forumsthema passende eigene Website betreibe. Es kam immer wieder mal die Aufforderung, meine Website doch mal zu verlinken. Dem kam ich nie nach und habe das Forum irgendwann verlassen.

Aber auch im RealLife begegnet mir das. Die Leute kommen nicht klar. Es bestand zu einem Verein (bereits aufgelöst) Kontakt bezüglich dem Aufbau einer vereinsthematischen Website. Das erste was einige Vereinsmitglieder machten war das Impressum ... Name googlen ... Anfeindungen.

Eine Person kontaktierte mich über eine meiner Websites, da sie das selbe Hobby betrieb. Es kam zu mehreren gemeinsamen Aktionen. Aber von Anfang an brachte die Person meine Person nicht mit diesem meinem Hobby zusammen, sondern mit etwas anderem, was ich zusätzlich mache. Irgendwann kamen dann auch diesbezüglich abfällige Äußerungen und ein Übergriff. Da war die Sache beendet.

Auf einem Forum wurden die (mich anfeindenden) User anstatt ich in Schutz genommen.

Es gibt noch viele weitere ähnliche Erfahrungen, aber auch (wenige) positive. Ich gehe dabei davon aus - und auch weil es auch schon von anderen berichtet wurde - dass dies keine/meine persönliche Sache ist, sondern eine allgemeine gesellschaftliche. Die Leute kommen nicht klar. Doch nicht nur das. Sie wollen gar nicht klar kommen. Sie wollen die Möglichkeit nutzen, nicht klar kommen zu können. Letztendlich tun sie womöglich nur so. Da es geduldet wird, haben sie freies Spiel.

Auf meiner Seite ist es jedoch so, dass ich meine Websites sehr gerne verlinken würde. Doch da gibt es stets starke Zweifel. Einerseits erlauben es viele Foren nicht mehr, oder nur mit strengen Anforderungen. Andererseits habe ich selbst keine Lust auf Streß durch andere Leute und verkneife es mir.

Erst vor kurzem habe ich von einer wissenschaflichen Größe (Person) gelesen, die wegen Anfeindungen ihre Uni verlassen hat. Bei dieser Person wurde davon ausgegangen, dass es an ihrer Person liege. Es könnte aber auch genauso an ihrem Job liegen. Die meisten sind sich aber sicher, dass es an der Person liegt. Denn zum Job gab es keine Verbindungen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, und das träfe bei mir eher zu, dass eine Person nicht wegen ihrer Person, sondern wegen ihres - oder eines ihrer - Jobs angefeindet wird.

Bei mir wäre das ebenso uneindeutig. Die Leute kommen nicht klar, dass ich sehr verschiedene Sachen mache. Die eine ist ihnen thematisch sympathisch, die andere absolut das Gegenteil. Sie suchen sich dann immer die für sie abwertigste raus und bauen darauf auf. Dann ist alles andere nebensächlich. Hauptsache Abneigung.

Die Frage ist, was kann da gemacht werden? Eigentlich nichts. Es ist nunmal so wie es ist. Eine Diskussion über die Impressumspflicht bringt nichts. Eine Diskussion über Verlinkungen in Foren wäre zweigeteilt. Einmal in das Thema der Duldung von Verlinkungen und andermal in das Thema der Reaktionen der User auf die Links und auf die verlinkten Websites und auf die Person (Websitebetreiber).

Mir ginge es hier eher um eine Diskussion im Bezug zum gesellschaflichen Verhalten, worunter sowohl die Duldung der Verlinkung als auch die Reaktionen der User zählen.

Wieso sind Verlinkungen von Forenbetreibern teils grundlegend unerwünscht oder an gewisse Anforderungen geknüpft (kein Kommerz und keine Werbung auf der verlinkten Website)? Wieso reagieren User teils abneigend bis aggressiv auf verlinkte Websites und deren Betreiber?

Meiner Ansicht nach liegen die Gründe eher in einem gesellschaftlichen Phänomen. User wollen durch Informationen und Stimmungsmache gegen andere Leute vorgehen und sie unter sich sowie sich über sie stellen. Es geht gar nicht darum Viefältigkeit und damit Freiheit zu ermöglichen, sondern alles einzuordnen und zu benutzen oder als nutzlos abzustempeln. Das hat vermutlich etwas mit rationalem Denken zu tun, dass nur all das erlaubt und geduldet sei, was rational ist. Von daher muss auch eine Abneigung einen Nutzen haben, indem sie wirkmächtig zur Geltung gebracht wird.

Eine Person, die sehr verschiedene bis gegensätzliche Sachen macht (Websites betreibt), bei der wird nicht das eher sympathisch nähere, sondern das abwertig entferntere benutzt. Woher kommt dieses negative Denken in der Gesellschaft?

Ich würde sehr gerne meine Websites verlinken, und das geht auch anderen Websitebetreibern so. Aber es ist durch gesellschafliches Verhalten nicht möglich, ohne dabei geschädigt zu werden. Allein schon die Absicht der Verlinkung wird von einigen als negative Absicht gedeutet. Da werden dann kurioseste Diagnosen gestellt, von egozentrisch über narzistisch bis Aufmerksamkeitssyndrom oder gleich Psychopath.

Schränkt sich die Gesellschaft dadurch nicht ein, indem sie sich so verhält?
 
Ganz schön verquer und traurig, was du dir da zusammen reimst. Ich gestehe gleich zu Beginn, dass ich diese Textmauer nicht komplett gelesen habe, sonder nur Absätze zum Einstieg und die Schlussfolgerung in den letzten 4.

Traurig das ganze, weil deine Sicht auf die Umstände von einem sehr negativen Menschenbild geprägt ist. Die Ursachen siehst du in den schlechten Charakterzügen der "User".

Was du gar nicht betrachtest und nach meinem Eindruck nicht verstehst, sind die Konsequenzen wenn jemand mit einer Webseite die täglich tausende Aufrufe hat, erlaubt, dass wahllos Links dort gepostet werden.
Das die Währung des Internets nun mal Aufmerksamkeit ist und das Regeln nicht nur angemessen für echte Menschen sein müssen, sondern auch für andere Teilnehmer im Netz, insbesondere Bot's oder ganze Botnetze.

Das sind nämlich die Haupt Unterschiede zum Netz von vor 20 Jahren. Damals gab es nur einen Bruchteil der heutigen Bot-Aktivität und die Regeln wie Webseiten auf sich aufmerksam machen dürfen wurden nachgeschärft und nachgeschärft, nachdem. mehr und mehr Teilnehmer ins Netz gekommen sind und vor allem versucht haben die strukturellen Schwächen (welche auch Vorteile hatten) auszunutzen.
 
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Weiß nicht was du hast ich betreibe mehrere Webseiten und noch nie solche Probleme gehabt. Aber vielleicht findet man zu meinem Namen weder irgendwelche Nachrichten oder Wikipedia Artikel.

Zum Thema externe Links im Forum kann ich dir auch nicht folgen ich habe noch keins benutz in dem es nicht reichlich links zu irgendwelchen Shops oder privaten "wissensdatenbanken" build logs Anleitungen ect gab.
 
Ich muss gestehen, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich den springenden Punkt verstanden habe, welchen ich aber darauf runterbrechen würde, dass "Menschen im Internet nicht wirklich nett sind". Oder es schon wenige braucht, damit das Internet unbequem wird.

Der Eingangspost ist auch ziemlich kryptisch verfasst. Wahrscheinlich, damit man daraus nicht schließen kann, um wen es sich handelt und um welche Homepage, gerade aus den genannten Gründen, in dem Post, dass man nur angefeindet wird. Nur schwirrte mir die ganze Zeit durch den Kopf "Was ist auf seiner Homepage, dass das Feedback so negativ ist?"

Aber kurz gesagt: Das Internet ist leider kein schöner Ort (mehr). Und ich weiß, die Aussage "Akzeptier es und leg dir ein dickes Fell zu, oder lass es." ist da nicht unbedingt befriedigend, noch wirklich hilfreich. Gibt aber wahrscheinlich die Realität am besten wieder.
 
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Sagen wir mal (fiktiv), ich betreibe eine private Foto-Webseite, da eines meiner Hobbys Fotografieren ist. Darüber ergibt sich ein Kontakt zu einer interessierten Person. Es kommt zu mehreren Treffen mit gemeinsamen Fotografieren und lockerem Austausch. Da ich aber anderweitig noch eine Website zu Pastafari betreibe, wird meine Person von dieser Person auf "Pastafari" reduziert und alles andere ignoriert. Da für diese Person "Pastafari" ein Blödsinn ist, wird meine Person deswegen diffamiert. Das eigentliche Thema "Fotografie" ist verschwunden.

Sagen wir mal (fiktiv), ich betreibe eine Website zu historischen Begebenheiten und es gibt unabhängig davon einen Verein, mit dem ich nichts zu tun habe. Da ich aber zudem anderweitig noch Websites mit politischer Kunst betreibe, werde ich darauf reduziert und diffamiert, und das historische Thema ignoriert. Dabei ist es so, dass die Website zu den historischen Begebenheiten von diesen Leuten eigentlich gut gefunden wird, da sie sehr informativ ist, aber das zählt wegen der anderen Websites nicht.

Sagen wir mal (fiktiv), ich betreibe eine Website mit einer eigenartigen Visualisierung von Statistiken und die sich daraus ergebenden Informationen passen zum Thema eines Forums. Da ich aber noch anderweitige Websites betreibe ...

Es ist immer das selbe Muster. Die Leute suchen sich immer das raus, womit sie andere anfeinden können. Mir sind von daher Leute bekannt, die allein weil das auch mit ihnen passieren könnte, keine Websites betreiben und auch sonst das Internet meiden. Das ist meiner Ansicht teils ein herber Verlust für alle.

Es scheint nicht nur so, sondern es wird auch offen gesagt, dass viele bei Websites zuerst an Kommerz denken. Wird von einer Website geredet, wird zuerst an Kommerz gedacht: Der hat ja nur kommerzielle Interessen. Dem geht es ja nur um Aufmerksamkeit. u.s.w. ... Es wird immer zuerst negativ gedacht.
Ergänzung ()

Da fällt mir wieder ein:
Da bin ich mal vor einigen Jahren selbst drauf gekommen, dass Leute oft eindimensional denken und nannte sie eindimensionale Menschen. Und wie dann zu sehen war, wurde der Begriff bereits verwendet:

Der eindimensionale Mensch​

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_eindimensionale_Mensch
 
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Hey Mirlo,

long time no see ... unsere Gesellschaft ist halt leider immer noch im Affenstadium. Zwar mit besserer Technik und besseren Waffen, aber die meisten Menschen werden durch dieselben rudimentären Triebe gesteuert, wie alle anderen Tiere auch (Ich will mich da mal nicht von ausschließen). Wenn es nicht so wäre, hätten wir das Paradies auf Erden.

Was ich damit aber sagen will ... wenn eine Gruppe von gleichgesinnten, jemanden ausmachen, der den Normen dieser Gruppe nicht gerecht wird, sieht's schlecht aus. Deine Posts klingen alle, als wäre dein anderes Hobby nicht Vögel beobachten ... oder Schwimmen gehen.

Du musst ja nur mal die Kommentare im neuen ePolo GTI Strang lesen ... da weiste Bescheid.

Ich wurde jedenfalls noch nie wegen einer meiner Webseiten angefeindet ... aber da ist auch nichts ausergewöhnliches drauf.

Ach und wegen dem Impressum ... schreib halt irgendwas rein. Wer soll das nachprüfen, wenn es kein berechtigtes Interesse gibt. Falsche Daten fallen weniger auf als keine Daten. Wenn du jetzt allerdings Webseiten betreibst, die dazu geeignet sind Leute zu betrügen oder so ... dann steigt die Gefahr natürlich, dass da mal jemand bei deinem Hoster nachfragt.

Ich würde ja anbieten mir deine Seiten mal anzusehen und dir ne Einschätzung zu geben ... aber das must du wissen ✌️
 
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OK, ich glaube ich habe eine Ahnung. Glaub ich. Einmal geht es wohl um den Punkt, dass die anderen Personen wohl den Eindruck haben "Eigenwerbung --> Eigenlobt, Eigenvermarktung stinkt" (der Punkt mit dem Kommerz). Und der andere Punkt wohl eher in die Richtung geht "Du bist wahrscheinlich ein toller Steuerberater, aber ich will sie trotzdem nicht von jemanden gemacht bekommen, der am Wochenende als Bluey verkleidet auf Fantreffen geht."

Aber so etwas fängst schon im Büro an. Es ist nicht gut, wenn Kollegen zu viel von einem wissen, oder wenn man zu viel von ihnen weiß. Darum sollte man nicht unbedingt über Politik reden. Oder man kann, wenn man jetzt Tierschützer ist, nicht sagen, dass man ab und zu gern ein Glas Milch trinkt. Wenn man sich in mehreren Bubbles aufhält, ist es immer besser, wenn die eine Bubble, nichts von der anderen weißt.

Das hat nicht unbedingt etwas mit Homepages und so zu tun. Es macht die Sache nur leichter für andere, es herauszufinden. Das Resultat wäre wohl das selbe, wenn sie es über Hörensagen erfahren würden. Die Wahrscheinlichkeit ist nur geringer, dass es passiert.

Mein Fazit: Man muss sich für ein öffentlichen Auftritt entscheiden. In deinem fiktiven Beispiel: Für den Fotograf, aber nicht für das Spaghettimonster. Letzteres muss halt unterhalb des Radars laufen. Wenn aber beides Finanzelle Einnahmequellen, oder eines wie ein öffentliches Amt ist, dann ist das nur schwer in Einklang zu bringen.
 
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@Janush und @CCIBS , so kommt das in etwa hin.

Das Impressum fälschen ist nicht drin, bzw. habe ich da selbst kein Interesse daran. Zumal es bei einigen wegen tatsächlich Kommerz (Affiliate) stimmen muss. Aber da denken viele gleich an Abzocke und Millionär. Da es auch einen Wikipedia-Artikel zu meiner Person gibt und da einiges (aber wiederum nicht alles, sondern nur was den Wikipedianern in den Kram passt) veröffentlicht ist, ist "unter dem Radar" schwierig.

Ich will mich bei der Affen-Theorie auch nicht rausnehmen. Auch ich bin nicht perfekt. Die Bubble-Theorie führt jedoch dazu, dass die Abgrenzung so stark ist, dass einige meiner Websites außerhalb jeglicher Bubbles sind. Das finde ich von schade bis frustrierend, nicht weil ich Aufmerksamkeit will, sondern ein Interesse daran habe die Welt mit meinen Websites zu bereichern. Da geht es dann wieder in Richtung Thema Google Ranking. Es gibt so viele interessante Websites, die nicht mehr besucht werden, weil sie von anderen verdrängt werden. Alle sollen sich immer nur eine gewisse Auswahl an immer gleichen Websites ansehen. Das interessante daran ist, dass nicht irgendwelche Big-Player dafür sorgen, sondern die Gesellschaft mit ihrem Verhalten selbst. Die Big-Player müssen dieses Verhalten nur supporten.

Da ich weiß, dass es anderen auch so ergeht, weiß ich, dass auch mir viele interessante Websites somit vorenthalten bleiben. Die Suche nach solchen Websites ist sehr aufwendig. Ich hatte erst vor ein paar Monaten solche über eine uralte Linkliste auf einer Website gefunden. Da es thematische Überschneidungen gab, hatte ich den Websitebetreiber eine Email geschrieben und er hatte interessiert geantwortet. Das kam mir vor wie vor 20 Jahren.
 
Mirlo schrieb:
Da es auch einen Wikipedia-Artikel zu meiner Person gibt und da einiges (aber wiederum nicht alles, sondern nur was den Wikipedianern in den Kram passt) veröffentlicht ist, ist "unter dem Radar" schwierig.
OK. Das macht die Situation ziemlich anders und liegt wohl auch für den absoluten Großteil der User hier, außerhalb des Erfahrungsbereich. Ich glaube dann auch, dass es hier nicht viele geben wird, die dann aus eigener Erfahrung da was schreiben könnten.
 
Mirlo schrieb:
Das erste was einige Vereinsmitglieder machten war das Impressum ... Name googlen ... Anfeindungen.
Mirlo schrieb:
Aber von Anfang an brachte die Person meine Person nicht mit diesem meinem Hobby zusammen, sondern mit etwas anderem, was ich zusätzlich mache.
Es gibt nun mal ein paar Dinge, die gesellschaftlich nicht gern gesehen werden und wofür Leute gebranntmarkt/verurteilt werden. Verbreitet ist da nationalsozialismus, Rassismus oder alles was Kinder mit Straftaten in Verbindung bringt. Dank Social Media gibt es noch ein paar andere Wege wie Menschen ihren “guten Ruf/Namen” verloren haben. Und da das Internet nichts vergisst, bleibt das bis zum Lebensende an den Hacken kleben.

Für mich klingt das ein wenig wie “Ich bin echt guter Hobbyfotograf und komponiere Kinderlieder in meiner Freizeit, aber weil ich jeden Samstag für Biodeutschland auf die Straße gehe und ‘97 ein Waisenheim angezündet habe, sehen die Leute das einfach nicht!”

Hitlers Kunstgalerie würde auch nicht vollkommen losgelöst von seiner Person betrachtet werden.
 
Ich will das hier nicht zu meinem persönlichen/induviduellen Problem machen, da es meiner Ansicht nach ein allgemeines ist und auch andere, wenn auch etwas anders, davon betroffen sind.

@Axxid , dein Kommentar ... schneidet da etwas an ... aber nicht so wie von meiner Seite aus gedacht. Es geht schon um sowas ähnliches, aber nicht ganz so wie von dir beschrieben. Dazu gibt es auch einige prominente Beispiele. Aber das hat nichts mit mir zu tun. Bei mir ist alles legal und erlaubt.

Im Pop- und Rockgenre kam es bisher immer wieder vor (und das sogar sehr oft, sodass eine Auflistung viel Platz einnehmen würde), dass einzelnen Bandmitgliedern Anschuldigungen gemacht wurden. Das wäre an sich ein eigenes Thema. Hier geht es nur um den Aspekt, wie damit allgemein umgegangen wird. Einerseits will es ignoriert werden, damit der eigene Popstar keinen Schaden nimmt. Andererseits wird dies benutzt und die ganze Band in Mitleidenschaft gezogen. Eine Gesamtbetrachtung der Personen kommt fast nie vor. Alle suchen sich eine der Optionen aus und stellen sie über alles andere.

Meiner Ansicht nach ist das aber nicht nur ein Phänomen auf gesellschaflich unterer Ebene, sondern auch bis ganz nach oben. Putin und Ukraine - Putin sucht sich was bei der Ukraine aus um das Land anzufeinden. Islamisten und Israel / USA. Die Islamisten suchen sich bei Israel / USA etwas aus, um diese anzufeinden. In einer Gesamtbetrachtung wäre das, was zur Anfeindung herangezogen wird, eher irrelevant.

Hier zeigt sich, dass es gar nicht um eine Person oder ein Land, sondern um Missliebiges bei anderen geht, dass herangezogen und großgemacht wird, es also im Grunde um eigene Interessen geht, es also um sich selbst geht. Die anderen werden nur dafür benutzt. Das wirkt alles etwas gekünstelt. Es wird etwas konstruiert.

Es geht auf keinen Fall darum irgendetwas unter den Tisch zu kehren, aber es geht auch darum, dass nichts übertrieben dargestellt werden sollte.

In unserem Recht (basierend auf dem römischen Recht) geht es nicht darum eine Straftat zu bestrafen, sondern um Einsicht auf Seiten des Straftäters zu erlangen, dass dieser Reue zeigt. Es wird die Gesamtperson betrachtet. Es wird nur der negative Teil geächtet, nicht die gesamte Person. Die Anfeindungen innerhalb der Gesellschaft basieren nicht auf diesem Recht. Sie wollen Personen tot sehen, wenn diese einen Makel aufweisen. Für diese ist der Makel die gesamte Person, also die Person ein Makel.

Die Frage wäre, wie die Gesellschaft sich vor einem Wandel hin zu solchem Verhalten schützen kann?
 
Mirlo schrieb:
Eine Gesamtbetrachtung der Personen kommt fast nie vor. Alle suchen sich eine der Optionen aus und stellen sie über alles andere.
Es ist jedem selbst überlassen wie man Dinge gewichtet. In Amerika werden viele Prominente von jeweils der Hälfte der Bevölkerung boykottiert, weil die politische Gesinnung nicht passt.

Bei manchen Dingen finde ich es übertrieben (“Er hat vor zehn Jahren Schwulenwitze gepostet!”) bei manchen Dingen gerechtfertigt. Manche (Straf-)Taten können gesühnt, aber sollten nicht vergessen werden. Wann etwas wirklich “verjährt” ist IMHO jedem selbst überlassen.

Auch wenn es dir wirklich wirklich leid tut, dass du ‘87 eine Oma abgestochen hast um dein Heroin zu bezahlen, wird dich das nie loslassen und jeder, der davon erfährt, wird dich entsprechend einschätzen.

Du wiegst hier Dinge gegeneinander auf, versuchst auf ein positives Ergebnis zu kommen und bist enttäuscht, dass es niemand anderes so sieht.
 
Ich glaube @Axxid hat es im wesentliche auf den Punkt gebracht.

Letztlich urteilen Menschen selektiv und äußerst unfair. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich da nicht anders. Das geht aber nur so weit, solange ich auf alternativen zurückgreifen kann. Bleiben wir beim Fotograf. Tolle Beispielfotos, tolle Kritiken, und man sieht dann plötzlich, einer seiner Kunden war ein Politiker, den man nicht ausstehen kann. Da spielt es dann keine Rolle, ob der Fotograf den Politiker gut findet, oder ob es für ihn nur ein Job war und es ihm total egal ist. Letztlich kann ich dann nach einem anderen Fotografen suchen, der für mich "Makellos" ist. Auch wenn jetzt die Beispielfotos von der zweiten Wahl vielleicht nicht ganz so elegant sind, aber immer noch gut.

Aber was ist, wenn die zweite Wahl keine Zeit am Termin hat, oder deutlich teurer ist? Und die dritte Alternative, Fotos von einem noch unsympathischer Politiker machte?

Also zusammengefasst. Jedes Mal, wenn ein Kunde etwas ausschließt, egal aus welchem Grund, beschneidet er selbst seine Auswahl. Diese Entscheidung hat also negative Auswirkungen in beide Richtungen. Er entscheidet aber auch, ob es für ihn selbst das wert ist. Und es gibt Studien darüber, wie irrational und stur solch Entscheidungen sein können. Und ich bin da nicht besser.
 
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Mirlo schrieb:
privaten Websites, auch wenn auf diesen Werbelinks eingebunden waren.
Das ist für mich schon der erste Punkt. Warum soll ich (oder irgendemand) auf einer privaten Seite Werbelinks einblenden? Gewinnerzieliungssucht? Das habe ich vor 25 Jahren genauso mwenig verstanden wie heute. Wenn ich keine 3€ im Monat für meine private Hobbyseite habe, dann lasse ich es halt.

Mirlo schrieb:
Wieso sind Verlinkungen von Forenbetreibern teils grundlegend unerwünscht oder an gewisse Anforderungen geknüpft (kein Kommerz und keine Werbung auf der verlinkten Website)?
Mal ein für Dich u.U. irrelevanter Grund:

Mir ist keine Möglichkeit bekannt, eine allgemeine Werbung zu steuern. Wie soll ich da steuern, dass bei Minderjährigen (nein allgemein, sowas soll auch bei den Eltern angeziegt werden) garantiert gewisse Themenfelder nicht beworben werden? So ähnlich wie gewisse Finanzseiten dort nicht nur auf "allgemeine" Werbung verzichten, sondern aus exakt diesem Grund auch Werbung in YT bei ihren Videos deaktiviert haben und damit freiwillig auf Werbeeinnahmen verzichten.

Dass alte Links, die vor 10 Jahren gepostet wurden, stehen bleiben, ist für mich zumindest so lange verständlch, wie der alte Thread nicht wieder aufgewärt wird. Damals war das Setzen des Links u.U. noch in den Forenrichtlinien zuläsig und der Betreiber hat besseres zu tun wie alte Posts zu durchsuchen und zu ändern, die nach seiner Statistik sowieso nahezu niemand mehr aufrufe.

Mirlo schrieb:
Es ist immer das selbe Muster. Die Leute suchen sich immer das raus, womit sie andere anfeinden können.
Oder sie versuchern sich eine Meinung über die Seriösität der Informationen oder der Person zu bilden. In Zeiten von KI ist sowas für mich noch wichtiger wie früher. Nehme ich Dein Foto-Beispiel: da betreibt jemand seine Foto-Webseite, nutzt aber parallel (einfach nachweisbar) fremde unlizensierte Bilder auf einer anderen Webseite. Warum sollte ich ihm dann vertrauen, dass er Bilder, die er von mir/meiner Veranstaltung aufnimmt, nur legal und mit meiner Einwilligung nutzen wird?

Kommen dann noch ganz andere, insb. aktuelle Themen bei der Suche zum Vorschein, mit denen ich nicht in Verbindung gebracht werden möchte (nicht nur ich kann im Netz suchen), dann nehme ich von einer Person u.U. auch dann soweit Abstand wie möglich, wenn dieses Theme nichts mit den anderen Thema zu tun hat.

Mirlo schrieb:
Es scheint nicht nur so, sondern es wird auch offen gesagt, dass viele bei Websites zuerst an Kommerz denken.
Wenn ich da, wie von Dir mehrmals im Ausgangsposting genannt, auf einer angeblich privaten Seite allgemeine Werbung sehe (und nicht nur seriöse Fotowerbung auf einer Fotowebseite oder seriöse IT-Werbung auf einer IT-Seite), dann ist mein Gedanke über die Seite.
Ergänzung ()

CCIBS schrieb:
Bleiben wir beim Fotograf. Tolle Beispielfotos, tolle Kritiken, und man sieht dann plötzlich, einer seiner Kunden war ein Politiker, den man nicht ausstehen kann. Da spielt es dann keine Rolle, ob der Fotograf den Politiker gut findet, oder ob es für ihn nur ein Job war und es ihm total egal ist
Soweit wäre mir es noch egal. Wenn der Fotograf aber auf einer zweiten Seite Werbung/Propaganda für eine Partei macht, mit der ich nichts zu tun haben möchte, ist das für mich etwas ganz anderes.

Und so, wie ich die Aussagen von Mirlo interpretiere, beschwert er sich darüber, wenn in diesem Fall dann in einem Posting, wo jemand einen Fotografen sucht, auch erwähnt wird, dass der Fotograf einer Partei sehr nahe steht.
 
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naja, mein Thema hier geht ja eher darum, dass andere eine Person auf einen ihrer Makel reduzieren - ähnlich wie Personen auf ihr Sexualorgan reduziert werden - und diese die gesamte Person als Makel verstehen und alles andere ignorieren. Die Person ist aber mehr als nur der Makel. Der Makel ist nur ein Teilaspekt, eventuell sogar sehr gering gegenüber allem anderen. Aber was gemacht wird, was ich bereits erlebt habe, dass Leute Personen auf ihren Makel, und mag der noch so klein und unbedeutend sein, reduzieren.

Den Vergleichen hier folgernd: eine Person in einem Rettungsdienst, die in ihrer Vergangenheit wegen eines Mordes bestraft wurde oder weil sie in einer für einen selbst unliebsamen Partei aktiv ist. Dann würde es heißen: Von der will ich mich nicht retten lassen! Und dann wird sie vielleicht sogar deswegen angegriffen. Das kommt ja immer öfters vor. Sorry, aber ist das bescheuert oder nicht?

achja, und zudem ist der Makel ja nur für die anderen und nicht allgemein einer.

Edit: Beispiel Wikipedia. Wikipedia verlinkt sehr viele meiner Webpages von einer meiner Websites in verschiedenen Artikeln, aber diese meine Website wird nicht in dem Artikel über meine Person erwähnt/verlinkt. Das zeigt die Tendenziösität auf. Es wird nur das "benutzt", was einem in den Kram passt.
 
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Sexualorgan, Mord und Sympathie mit unliebsamen Parteien sind schon ziemlich unterschiedliche Punkte. Mit einem Sexualorgan kommt man nun mal so auf die Welt und sollte heutzutage kein Kriterium mehr sein (ich gehe jetzt vom einfachen Fall aus, ohne Transgender). Bei Mord (wir unterscheiden wirklich mal zwischen Mord und Totschlag), würde ich jetzt aber auch nicht gerade sehr bereit sein, einfach darüber hinweg zu sehen. Egal wie lange es her ist. Und beim Thema unsympathische Partei. Angreifen, definitiv nicht, aber man muss auch keine Kooperation mit eingehen. Das mit der Partei (und Mord) sind auch bewusste Entscheidungen, welches Geschlecht man hat nicht.

Aber ich muss auch sagen, der Thread ist halt sehr allgemein gehalten, obwohl es für dich eine spezielle Situation ist. Und im Grunde müsste man jede Situation im einzelnen betrachten. Wie gerade angemerkt "Sexualorgan, Mord und Sympathie mit unliebsamen Parteien sind als Gründe zu verschieben, um sie als ein Problem zu sehen. Und ich weiß, es sind nur Beispiele. Aber um ehrlich zu sein, sie machen es nicht einfacher, da eine allgemeine Aussage zu fällen. Ich kann auch nur sagen, es gibt Situationen, wo ein Makel absolut überzogen sind, genauso wie ich sagen würde, den Makel hat sich eine Person selbst zuzuschreiben und total verdient, dass er so ein großer Einschnitt in das Leben ist. Besonders, wenn es eine bewusste Entscheidung war und weiß, wie polarisierend das sein wird.
 
Mirlo schrieb:
Das kommt ja immer öfters vor.
Echt? Was gibt's denn da für Beispiele aus jüngerer Vergangenheit?

CCIBS schrieb:
Aber ich muss auch sagen, der Thread ist halt sehr allgemein gehalten
Es ist meiner Meinung nach nicht einmal allgemein, sondern extrem diffus und nebulös. Eigentlich nicht diskussionsfähig.
 
Es sollte mittlerweile für alle bekannt sein, was hier das Thema ist. Ich bin nicht das Thema. Das Thema ist das Reduzieren einer Person auf das was einem an der Person nicht gefällt.

Ich bin noch am suchen. Es ist irgendetwas zwischen Argumentum ad hominem bis ad personam und Reduktionismus anstatt Holismus bishin zu Essentialisierung. Nicht eines von diesen explizit, sondern irgendwo dazwischen. Essentialisierung kommt dem aber irgendwie schon ziemlich nahe:
Der Begriff der Essentialisierung wird als Fachbegriff der Soziologie und Ethnologie besonders in der Forschung um Fremdenfeindlichkeit, Anti-Gender-Bewegung, Rassismus und in den Bereichen der Interkulturelle Kommunikation angewandt. Insbesondere bezeichnet er in diesen Zusammenhängen die „(Über-)Betonung physiognomischer Merkmale (z. B. Hautfarbe, körperliche Behinderung), Geschlechtszugehörigkeit und religiösen oder sexuellen Orientierungen“, die eine „Reduzierung der jeweiligen Person auf dieses eine Merkmal“ beinhaltet und dabei andere Identitätsmerkmale der Person ausblendet.
Na wenn das nicht diskussionsfähig ist ...
und zudem irgendwie auch die Kognitive Dissonanz. Das wäre das Beispiel von @CCBIS mit dem Fotograf. Der Fotograf ist zwar der beste, aber weil er mit einer unliebsamen Partei in Zusammenhang steht, wird er abgewertet: der ist ja gar nicht so gut, da find ich einen besseren.
 
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