Einsteigerkamera bis 500€

Zwenki

Ensign
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Hi,

ich würde dem TE keine Festbrennweite empfehlen. Ein Objektiv für 280€ frisst über 50% des ursprünglichen und rund 40% vom aktuellen Budget, um was zu erreichen? Sehr gute Portraits aber was ist mit Landschaft? Architektur? Zoo? usw?

Ich persönlich würde auch immer mehr Geld in die Objektive stecken als in den Body (da tut es meist auch der Vor- oder Vor-Vorgänger).

Persönlich würde ich es so machen:
  • Gebraucht kaufen (wenn möglich mit Restgarantie). Sollte es nicht passen, kann man so meist ohne Risiko und Verlust wieder verkaufen
  • Einen Body nehmen der mir gut in der Hand liegt, mir die Bedienung gefällt, der Sucher passt, die technischen Specs passen (Kompromisse muss man immer eingehen). Folgende Cams würde ich mir anschauen (es gibt noch mehr, aber die anderen hatte ich nie in der Handy)
    • Sony 6000 - Kompakt, günstig und gut (trotz des Alters)
    • Fuji X-T100 - Ist mir zu klein und im Vergleich zu den größeren zu "abgespeckt" (die Einstellungen die man oben mit den Drehrädern machen kann sind für mich ungüstig gewählt; dazu fehlt der Joystick)
    • Fuji X-T1 - schon älter aber immer noch sehr gut. Mir hat nur der Joystick gefehlt. Sollte um die 250€ kosten, mehr nicht.
    • Fuji X-T2 - eigentlich über dem Budget
    • Mein Favorit wäre wegen der Objektivauswahl die X-T1
  • Ein Immerdrauf nehmen:
    • Sony E 16-50mm 3.5-5.6 -> schlechte Lichtstärke dafür günstig, klein, leicht
    • Fuji XF18-55mm F2.8-4 R LM OIS -> Für ein Kit Zoom gute Lichtstärke, weniger Weitwinkel als Sony
  • "knipsen" und wenn ich feststelle, das was fehlt ergänzen. Z.B.:
    • Tele für Fussball oder Zoo
    • WW für Landschaft
    • FB mit hoher Lichtstärke für Portrait
    • ...
MFG
 

Zwenki

Ensign
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Hi,

die Sets sind sicher nicht verkehrt. Wenn man bei Sony ein besseres Immerdrauf haben will wird aber schwierig (teuer):
  • Sony E 16-70mm 4.0 ZA OSS -> Hat durchwachsene Tests und ist auch "nur" F4
  • Sony E 16-55mm 2.8 G -> Ordentlich teuer
MFG
 

zandermax

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Das Sony 18-135 soll gut sein.
 

B.XP

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Was mich hier echt wundert, ist dass gar keine mFT-Kamera vorgeschlagen wird.
In Sachen Objektivauswahl gibt es doch einiges, auch der Gebrauchtmarkt ist vorhanden. Gerade Fuji ist ein eher teures System (wenn auch saugut) und bei Sony legt man wie schon mehrmals gesagt für die Objektive ebenfalls eine ganze Stange Geld hin. Fehlt eigentlich nur noch, dass jemand eine gebrauchte Sony A7 empfiehlt.

Ich werfe als Einsteigerausstattung mal in den Raum:
  • Olympus E-M10 mit 14-42 + Telezoom später kaufen
  • EOS M100 mit 15-45 Kit + 22mm 2.0 + Telezoom später kaufen.

Alternativ auch hier: Geld sparen und gebraucht kaufen.
 

Zwenki

Ensign
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Auch mFT kann teuer werden und Kameratechnisch kenn ich mich da nicht aus.

Aber es gilt auch die Kameras in die Hand zu nehmen. Die Haptik/ Bedienung müssen einen Gefallen, sonst ist alles andere egal.

Mfg
 

taeddyyy

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Wollte mich auch mal äußern, auch wenn ich im Vergleich zu den anderen Kollegen hier Erfahrungsmäßig noch blutiger Einsteiger bin.
Habe mit der Nikon D5300 vor knapp 10 Monaten angefangen, gebraucht gekauft und (abgesehen das ich leider eine mit teildfektem Sensor erwischt habe,(Garantie, daher nicht schlimm)) bin ich sehr zufrieden mit der Kamera.
Verglichen mit anderen DSLRs ist die 5300 extrem handlich und kompakt.
Wenn du nicht alzu große Hände hast kommt man damit super zurecht.
Um die Basics zu lernen und sich selbst auch zu verwirklichen was die Fotografie angeht ist glaube ich die Wahl ob mFT, APS-C oder was auch immer absolut zweitrangig.
Natürlich will man am ende schöne Bilder produzieren, das klappt aber wohl mit jeder der hier vorgeschlagenene Kameras einwandfrei und jedes Modell wird von dir bei weitem nicht ausgereizt. Die ersten 1-2 Jahre limitiert glaube ich wirklich der Mensch hinter der Kamera.
Bzgl.: Objektivwahl, dort gab es nach dem Kit (18-55) als erstes eine Nikon Festbrennweite 35mm 1.8, dann nach knapp 3 Monaten zu Weihnachten von der Familie ein "Suppenzoom" (Reisezoom) Sigma 18-300 3,5-6,3 DC Makro. Das kann alles, nichts so richtig und sieht am langen ende ziemlich bescheiden aus. Trotzdem muss ich sagen, dass mir vor allem das Sigma den Einstieg wesentlich erleichtert hat, da man einfach lernt verschiedene Brennweiten richtig einzusetzen, man wird durch das Objektiv halt einfach (rein technisch) nicht sonderlich eingeschränkt.
Irgendwann hat sich durch das Sigma dann auch rausgestellt, wofür ich mich in der Fotografie am meisten Interessiere und in welchem Brennweitenbereich die meiste Zeit geknipst wird. (Astro und Landschaft) daher gabs dann ein Tokina 11-16 F2.8, welches nochmal ganz andere Welten eröffnet hat.
Vor knapp 3 Monaten hab ich mir die billigste Linse gekauft, ein gebrauchtes Nikon 50mm F1.4 aus den 80ern und was soll ich sagen, seitdem bin ich nurnoch damit unterwegs.
Lange Rede wenig Sinn, mir hat der Einstieg mit einem Zoom am besten gefallen um für sich selbst herauszufinden, in welchem Brennweitenbereich deine Interessen und Stärken liegen, weil das kannst wirklich nur du selbst, da hilft dir keine Forenberatung dieser Welt.
Wahrscheinlich stellen sich bei einigen hier die Nackenhaare auf wenn die meinen Beitrag lesen, wollte dir aber trotzdem einfach mal meine Einsteigererfahrung mitteilen.
 

zandermax

Commander
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YomDom

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Wahrscheinlich stellen sich bei einigen hier die Nackenhaare auf wenn die meinen Beitrag lesen, wollte dir aber trotzdem einfach mal meine Einsteigererfahrung mitteilen.
Im Gegenteil, bei mir war es mit der 5100 ähnlich - erst das 18-105 als immerdrauf, dann das 35 1.8.
Dann das Tamron 60 2.0 (ein tolles Glas), ein altes Tamron 70-200 2.8 und das Sigma 10-20 3.5 (auch toll).

Und das würde ich dem TE auhc ähnlich empfehlen, ob er jetzt Nikon oder Sony oder Canon nimmt ist eigentlich egala - das sollte er über die Haptik entscheiden. Gute und günstige Gläser gibt es überall, bei Sony denke ich da an die Holy Trinity von Sigma (dn ART Serie 19-30-60), bei den anderen beiden tolle gebrauchte im ÜBerfluss.

Geh in den Laden und fass die Geräte an, dann entscheide was dir am Besten gefällt.
 

B.XP

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Es gibt aber halt auch kein einzelnes besonders empfehlenswertes System.

Ich bin bei Canon gelandet und da geblieben, weil die Ergonomie des gesamten Systems passt und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt - und man eine gefühlt unendliche Auswahl verschiedener Objektive hat. Mag sein, dass die Kameras beim Technische-Daten-Quartett nicht unbedingt auf Platz 1 gelandet sind, aber es sind halt leider gute Allrounder und wirklich von Einsteiger bis Profi alles dabei und die "großen" Sachen gehen immer auch auf die kleineren Kameras. Das kommt halt dabei raus, wenn man mal das "Kamera-Ausprobieren" durch hat.

Und @taeddyyy hat es ja auf den Punkt gebracht: Die ersten paar Jahre limitiert dich nicht die Technik. Und nachdem die erste "Boah schärfe, unschärfe, Blende auf!"-Phase vorbei ist merkt man, dass bei Portraits der Hintergrund, Beleuchtung und vor allem die Haltung die wichtigsten Rollen spielen und nicht wie groß der Sensor ist und wie viel BOKEH! man mit dem Objektiv erzeugen kann.
 
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