EMI Schild & Netzteilnähe & Digital out

L

Lubber

Gast
1. Frage:
Wie sinnvoll sind EMI Schilde (Electronic Magnetic Interference Shield) wirklich. Verbaut sind sie ja auf diversen Asus und Creativkarten.

Schön aus sehen sie und teurer sind die Karten mit Sicherheit damit auch, aber bringt es etwas und wenn ja kann das ein Mensch hören, bzw bei der Abwesenheit von Störgeräuschen eben nicht hören?

2. Frage:
Wie stark sind die Störungen, so es welche gibt, von einem Netzteil zu beurteilen was direkt neben der Soundkarte angebracht ist, wie dies oft bei umgedrehtem Aufbau (Antec, LianLi, Lancool etc.) der Fall ist.

3. Frage:
Reduzieren sich Störungen wenn man Digital(Koax/Tos) aus der Karte in einen D/A Wandler (Verstärker) geht oder hat dies auf Störungen keinen Einfluss? Wenn es keinen hat wo liegt der Sinn? (Nur bei besserem D/A im Verstärker sinnvoll denke ich oder?)
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke, also ein EMI-Schild warscheinlich unnötig, genau wissen tut es aber niemand und wenn ich schon die Soundkarte weit weg von anderen Komponenten installieren soll wäre ein EMI-Shild wohl ein zusätzliche Überlegung wert.

In Englisch habe ich dazu einige Threads gefunden die sich mit selbstgebastelten EMI-Shilden befassen. Konsenz ist wohl, dass gut gemachte, deckend isolierte und ordentlich geerdete Schilde helfen können die meisten Retaillösungen aber nicht gut genug angebracht sind um wirklich einen positiven Nutzen, welcher immernoch sehr gering ist, zu haben.

Thread 1:
http://www.overclock.net/sound-cards-computer-audio/571718-how-make-emi-shielding-your-sound.html

mit Beachtung des letzen Postings: http://www.overclock.net/7139336-post7.html

Thread 2:
http://www.overclock.net/sound-cards-computer-audio/185072-incredible-x-fi-mod-will-void.html (t.w. gehts um EMI)

mit Beachtung der ERS-Paper Diskussion: http://www.overclock.net/sound-cards-computer-audio/185072-incredible-x-fi-mod-will-void-11.html

Wissenschaftliche Beweise zum Nutzen auf Soundkarten stehen noch aus. Bekannt ist die Technology aber in der Industrie wohl zweifellos.

Frage 2 und Frage 3 sind noch offen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu 3.:

Bei optischen Verbindungen sollte es keine Störungen geben, wenn man also die Wahl hat zu bevorzugen.
 
Der digitale Ausgnag der Soundkarte bekommt nichts von den Störungen mit, selbst bei COAX. Dafür ist die Übertragung zu unempfindlich. Bevor da relevante Störungen auftreten stürzt dir der Rechner ab, weil die internen Bussysteme wie Speicher oder PCI wesentlich empfindlicher wären...

Das Netzteil ist wohl auch eher eine unproblematische Komponente, da es durch das Metallgehäuse bereits abgeschirmt ist. Die meisten Störungen treten eigentlich von Motoren auf, also Festplatten und DVD-Laufwerk, evtl. auch die Lüfter.

Zum EMI-Shield: auch wenn es nicht viel bringt, bei einer teuren Soundkarte rundet es das Gesammtbild ab, wenn man auch an sowas denkt. Der Mehrpreis für das bisschen Blech dürfte nicht relevant sein.
 
Wie relevant ist denn dann noch die Qualität der Soundkarte wenn ich über Digital in den ext. Verstärker bzw den in der Bassbox integrierten gehe und wie vergleiche ich die D/A Wandlung Soundkarte mit der des ext. Verstärkers?
 
Über digital ist die Karte selbst irrelevant. Da zählen höchstens Treiberfeatures (wobei EAX in dem Sinne grenzwertig ist, da ja auch Hardware)

Hm, die Wandler vergleichen... Probehören? Aber ich denk mal zwischen einer guten Soundkarte und einem vernünftigen Verstärker ist da kein unterschied.
 
Eine Soundkarte mit sehr guten Wandlern ist meistens günstiger, als ein Verstärker, dessen Wandler die Qualität hat.
Im Bereich bis 150 Euro bekommst du z.B. die E-MU 1212m(ca. 150,-), Asus Xonar Essence STX(ca. 130,-) und die ESI Juli@ (ca. 120,- ?). Wobei die Werte der EMU und der Asus Karte denen der ESI Karte überlegen sind.
Beide haben einen Dynamikumfang von über 120dB und einen Signalrauschabstand im gleichen Bereich.
Die ESI liegt glaube ich bei 110dB.
Selber habe ich die 1212m und muß sagen, das die Karte meine Anlage klanglich extrem aufwertet hat.
Ich habe eine wirklich gute Anlage, die in der gehobenen Spitzenklasse spielt aber wenn ich den Klang mit der Widergabe über Kopfhörer vergleiche, dann gehen schon ein paar Details verloren.
Wichtig für einen guten Klang ist also auch dein passender Verstärker und passende Lautsprecher!


Zu dem EMI-Shield:
Diese Abschirmung wird in den meisten Fällen nicht benötigt, weil sich die Störsignale in Grenzen halten.
 
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Gar keine. Mir geht es hier z.Z. nur um die Theorie. Nebenbei bemerkt steht mein PC nicht im Wohnzimmer und wird auch kein Anlagenersatz werden. Ich nutze atm mein uralt Cambridge Soundworks mit meiner SB Live da mein Onboard einfach nur unfassbare Störgeräusche produziert.

Irgendwann im laufe des Frühjahres kommt da entweder ein 2.0 oder ein 2.1 System dran, irgendwie ist mir der Bass z.Z. nicht ganz so wichtig. Dann wohl noch eine taugliche Soundkarte unter 100€ mehr brauch ich am PC nicht und wie ich in anderen Threads schon erfahren habe dürfte eine Xonar D1 klanglich für mich mehr als genug sein.

Externer D/A Wandler und 2.0 wie ja hier auch diskutiert und getestet ist auch noch eine Option, daher hab ich ja nach dem Digital out gefragt, allerdings bin ich mir da noch unschlüssig. Alles in allem bleibt es für mich ein PC-System und wird unter 300€ stehen. Ihr dürft mir aber gerne Boxen und Soundkarte zu Weihnachten schenken. ;-)
 
Wenn es dir nur um die Theorie geht, warum holst du dir dann kein Lehrbuch über Hochfrequenztechnik? :evillol:

Jetzt mal im Ernst:

Besonders bei den Onboard-Sound hast du, wie du es ja selbst gemerkt hast, Störgeräusche.
Ich hatte selber z.B. mal das Problem, das es Störgeräusche gab, wenn die Maus bewegt wurde.
Ich würde aber sagen, das so etwas eher an einem schlechten Layout liegt.
Die Störgeräusche hätte man sicherlich nicht mit einer Abschirmung beseitigen können, weil es zu viele andere Gründe gibt, die dort viel warscheinlicher sind.
Bspw. ein Störsignal über die Masse oder Versorgungsspannung.
Eine separate Soundkarte hingegen hat diese Probleme eher nicht, da sich Störsignale den kürzesten Weg suchen und die Bauteile auf der Soundkarte ziemlich weit von den Komponenten des Mainboards entfernt sind. Normalerweise produzieren die Bauteile auf Mainboards keine so großen Elektro-Magnetischen-Felder, welche auf einer Soundkarte irgendwelche Störsignale induzieren könnten.
 
Ehmm, mir reicht die Beck`sche Textausgabe "Steuergesetze" wirklich vollkommen aus um wissenschaftliche Arbeit zu betreiben. Der Rest bleibt bitte Hobby. :D

Außerdem schätze ich die Interaktionsmöglichkeit im Forum.:stacheln:

Exakt das gleiche Problem hatte ich auch, meine Maus verursachte "lustige" Knackgeräusche mit dem Onboardsound meines Biostar A770 A2G+.

Noch reicht ja der SB Live auch wenn die gemoddeten x64 Treiber ein wenig rumzicken bei den Einstellungen ich musste den Lautstärkeregeler auf ca. 25% stellen um nicht bei 1% der physischen Boxenlautstärke (Drehpoti der Boxen) vom Stuhl zu fallen.

Wie gesagt ich wollte nur ein wenig Input haben. Auf kurz oder lang kommt halt eine Xonar D1 + 2.1 System oder eine DS/D1 mit 2.0 + ext. DAC. Nur wird das mit dem 2.0+DAC kritisch unter 300 inkl. Soundkarte und Versand. Aber was nicht geht, das geht halt nicht im Studium muss dann erstmal ein kleiners 2.0 herhalten z.B. Scythe KroCraft Speaker und Kama BayAMP Kro. Mal schaun was nach Weihnachten noch übrig ist wenn ich alle Geschenke gekauft habe für die Family.

Interessant finde ich nur das Ganze Drumherum im Soundbereich. Ich wußte bis vor einer Woche nichtmal, dass man Soundkarten Hardwaremodden kann. Das ist wirklich extrem spannend zu lesen. :D
 

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