Entscheidungsfindung zu Photovoltaikanlage

Ich bin in der PV Materie nicht so tief drin. Für mich wird das erst Ende 2027/Anfang 2028 wieder relevant.
bogge101 schrieb:
Die Zusammenlegung der Stromkreise kostet 200-400 Euro, weil Elektriker ran muss und der Netzbetreiber danach den 2. Zähler ausbaut.
Wenn es dir um die Amortisationskosten geht, frage ich mich, wie hoch die Zählerjahresgebühr der Wärmepumpe ist. Wenn der Zählerausbau 400 € kostet, ist das in ca. 2 Jahren wieder drin. Meine Jahresgebühr liegt bei 180 € für den Stromzähler der PV Anlage.
 
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Ich verstehe immer noch nicht, was genau die beiden Varianten jetzt bringen sollen. Die WP ist anscheinend abbezahlt und das BKW kommt nun hinzu. Das BKW hat sich nach 3-5 Jahren amortisiert, wenn man mal großzügige Zeitspannen anlegt. Meine Erfahrung mit BKW und jetzt PV-Anlage ist:

1. Am Anfang sind technische Spielereien total spannend und man nutzt jedes kW. Nach einem halben Jahr ist der Spaß vorbei und man ärgert sich über Kinderkrankheiten.
2. Die Ersparnis ist irgendwann relativ. Im Sommer hat man immer zu viel, im Winter zu wenig. Man kann da ausrichten, wie man möchte, man quetscht am Ende (bildlich gesprochen) eine leere Zahnpastatube aus.
3. Eine WP mit SG-Ready Schnittstelle optimiert alles von ganz alleine. Wenn man das nicht hat, kann man technisch nachrüsten oder muss die Verbraucher manuell abstimmen, wo wir wieder bei 1./2. sind.
 
Boimler schrieb:
Ich verstehe immer noch nicht, was genau die beiden Varianten jetzt bringen sollen. Die WP ist anscheinend abbezahlt und das BKW kommt nun hinzu.

Das BKW existiert schon länger. Es geht um eine Erweiterung, nur sind wir total unsicher, welche Erweiterung für uns Sinn macht.

Was wir nicht möchten, ist eine riesige Investition, die sich nach 2 Jahrzehnten amortisiert. Wir möchten den PV Ertrag vollständig selbst verbrauchen und keine massive, sinnlose Überproduktion im Sommer.
 
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bogge101 schrieb:
bis vor wenigen Jahren war der Nachttarif deutlich günster
mittlerweile machen 2 Zähler bei Neuanlagen keinen Sinn mehr
dafür haben wir die Option von 2 Balkonkraftwerken

sthyen schrieb:
Wenn der Zählerausbau 400 € kostet, ist das in ca. 2 Jahren wieder drin. Meine Jahresgebühr liegt bei 180 € für den Stromzähler der PV Anlage.

Boimler schrieb:
Das BKW hat sich nach 3-5 Jahren amortisiert, wenn man mal großzügige Zeitspannen anlegt.


Jetzt nochmals die Frage
Was ist sinnvoller?
Ein zweites bkw oder wegen der Grundgebühr beide Zähler zusammenlegen?

Wenn ich das richtig sehe, ist die Ersparnis vom BKW geringer als die Grundgebühr vom zweiten Zähler

Es geht doch nicht nur darum Strom zum sparen sondern um die Ersparnis.
 
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bogge101 schrieb:
aber Solateure, Gerüst, Abnahme, Zusammenlegung der 2 Zähler und Umbau in einen modernen Hager Schrank erforderlich, größerer Akku ... Die Kosten für eine komplette Anlage sind deutlich höher und die Amortisation verschiebt sich weit nach hinten. Ggf ziehen wir als Rentner um...
Unter diesen Umständen würde ich dann nichts mehr investieren. Ich bin von einer gewissen Eigenleistung ausgegangen, so macht das natürlich keinen Sinn, das stimmt.

Jeder investierte Euro erhöht die Zeit,aber der sich das lohnt. Noch kostet der Strom nicht wieder 35-40c, das heißt, finanziell lohnt sich das eben nicht. Wurden beide Balkonkraftwerke denn angemeldet und genehmigt?
 
Wenn du möchtest, dass sich die Anlage amortisiert: KEIN AKKU!

Im Sommer brauchst du keinen und im Winter ist er nie voll. Die paar Tage dazwischen sind uninteressant. Wie schon gesagt wurde: Am besten immer mittags Warmwasser machen lassen, dann hast du einen Akku, sogar einen der viel mehr Energie speichert als der Akku.
 
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bogge101 schrieb:
Das BKW existiert schon länger. Es geht um eine Erweiterung, nur sind wir total unsicher, welche Erweiterung für uns Sinn macht.

Was wir nicht möchten, ist eine riesige Investition, die sich nach 2 Jahrzehnten amortisiert. Wir möchten den PV Ertrag vollständig selbst verbrauchen und keine massive, sinnlose Überproduktion im Sommer.
Bezieht ihr denn WP-Strom, bzw wird der extra abgerechnet? Ich kenne jetzt nicht eure Konditionen, aber normalerweise lohnen sich die extra Zähler inkl. Miete nicht gegen die Stromersparnis. Betriebskosten zu senken ist in dem Fall nie falsch.

Zum Thema Überproduktion: Jeder Ausbau der Anlage bedeutet wohl oder übel Überproduktion. Im Sommer dreht die WP Däumchen und der Hausstrom irgendwo zwischen 100-200W kann auch mit einem kleinen BKW bezogen werden. Ansonsten greift die Einspeisevergütung, auch wenn das nicht viel ist. Deswegen habe ich aber auch nach dem Sinn der Amortisierung gefragt. PV amortisiert sich zum Teil über den Eigenverbrauch und zum viel größeren Teil über die Lebenszeit der Anlage. Ob du also nach 5 oder 10 Jahren die Investition drinnen hast, ist insbesondere angesichts der Inflation zweitrangig. Wenn es dir wichtig ist, schnell wieder bei 0 zu sein, installiere einfach noch zusätzliche Module. Aber mit einer nicht-smarten WP hast du wenig Möglichkeiten, da noch irgendwo den Verbrauch zu optimieren.
 
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Könntest evtl. noch über ein Elektroauto nachdenken
 
bogge101 schrieb:
Viele packen sich eine große Anlage aufs Dach und bekommen das halbe Jahre kaum was vom Ertrag verbraucht.
AGB-Leser schrieb:
Warum nicht einfach das gesamte Dach vollpacken?
Das wäre auch mein Ratschlag, sofern das Dach und die Lage es hergeben... und die Finanzen natürlich.

bogge101 schrieb:
aber Solateure, Gerüst, Abnahme, Zusammenlegung der 2 Zähler und Umbau in einen modernen Hager Schrank erforderlich, größerer Akku ... Die Kosten für eine komplette Anlage sind deutlich höher und die Amortisation verschiebt sich weit nach hinten. Ggf ziehen wir als Rentner um...
Das eigene Alter und die wohnliche Situation ist selbstverständlich zu berücksichtigen.

Aber:
Du planst ja, wie du schon schreibst, wirtschaftlich mitsamt Amortisation. Wenn du jetzt - sagen wir mal - rund 1000 Euro für kleine Balkon/Fassadenkraftwerke ausgibst mit entsprechend sehr geringem Ertrag insbesondere im Winter, wenn's kalt ist...

Was glaubst du denn, wie viel Strom damit erzeugt werden kann und wie stark das dann eure Wärmepumpe unterstützen kann?

Die Amortisation einer solch kleinen Anlage würde nämlich aufgrund des entsprechend viel geringeren Ertrags keinesfalls schneller gehen, als mit einer deutlich größeren Anlage.

Hinzu kommt die - wenn mittlerweile auch nur noch recht geringe - Einspeisevergütung, die du mit einer "echten" PV-Anlage erzielen kannst, 20 Jahre lang. Wenn man das Ganze kreditfinanziert und gut rechnet, kann sich eine solche PV-Anlage in besonderen Fällen sogar schon ab dem 1. Monat rentieren.

Wir sind übrigens auch froh, wenn die PV-Anlage diesen oder nächsten Monat ihre letzte Rate von ~275 Euro getilgt bekommt. Dann gehört sie nicht nur vollends uns, sondern es gibt auch wieder eine hübsche Finanzspritze (eben durch geringere mtl. Ausgaben) auf dem Haushaltskonto :) Diese dient uns dann tatsächlich zum Ansparen einer neuen Heizung, da wir noch mit ner 1993er Viessmann Bifferal mit Öl heizen.

Noch etwas dazu, dass ihr ja so schon kaum den Strom im Sommer nutzen könnt (nach eigener Angabe). Wie schon gesagt, ist das höchst individuell und bei einer Einspeisevergütung sowieso hinfällig. Dennoch fiel allein bei mir im Hochsommer die Hemmschwelle, eine Klimaanlage (mittlerweile zwei) zu nutzen, praktisch vollständig weg. Zuvor hatte ich tatsächlich meine Bedenken, wenn das Ding losbollert und mit 800-1000 Watt einfach nur kalte Luft erzeugt (und das je Stunde ~30ct kostet). Mit der PV hingegen ist mir das vollkommen (naja, fast) egal :)
 
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Jemandem, der lediglich in Variante 1 4x PV Paneele in Eigenleistung zu sagen wir 300€ brutto installieren möchte, eine kreditfinanzierte große Dachanlage für 10k+ zu empfehlen, welche im Zweifelsfall im Winter auch nicht für die Wärmepumpe reicht, sich aber angeblich schon ab dem 1. Monat rechnen soll, ist schon weitab der Zielfragestellung.

Mich würde aber trotzdem die Rentabilitätsrechnung unter Maßgabe der Angaben aus dem Eingangspost sehr interessieren. Reicht die Einspeisevergütung der Erträge Mai-September? In der übrigen Zeit werden die Stromerträge vermutlich ja voll in die Wärmepumpe gehen.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Jemandem, der lediglich in Variante 1 4x PV Paneele in Eigenleistung zu sagen wir 300€ brutto installieren möchte, eine kreditfinanzierte große Dachanlage für 10k+ zu empfehlen, welche im Zweifelsfall im Winter auch nicht für die Wärmepumpe reicht, sich aber angeblich schon ab dem 1. Monat rechnen soll, ist schon weitab der Zielfragestellung.
Das stimmt so nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Auch im Winter hilft eine PV-Anlage bei der Wärmeerzeugung. Wir konnten im Januar ca. 1/3 unseres Gesamtverbrauchs an WP-Strom selbst aufbringen. Im Dezember war es ähnlich und in den anderen Monaten liegt der Anteil mindestens über 50%. Aufs Jahr gerechnet ist der Anteil des Fremdstroms relativ gering. Es wäre also durchaus rentabel, bei einer bestehenden Wärmepumpe eine Neuinstallation auf dem Dach vornehmen zu lassen.
 
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Das ist vermutlich sehr stark vom individuellen Verbrauch und nicht zuletzt von der Größe der Anlage abhängig.
Ich hatte im Januar 2026 folgende Werte:
Wärmepumpe 392 kWh
Hausverbrauch 205 kWh
Erzeugung 130 kWh

Jetzt kann man natürlich die Erzeugung einfach Anteilig Haus und WP zuordnen, dann hat die Anlage auch im Winter was gebracht. Oder man rechnet es 100% einem Zähler zu, dann hat der andere alles aus dem Netz ziehen müssen. Ein richtig oder falsch gibt es hier nicht wirklich, aber viel Potential es "schön" zu rechnen.

Ich für mich rechne alles erst mal dem Hausnetz zu, denn wenn ich zukaufen muss, dann lieber den WP Strom für 20,6 cent als den Haussstrom für 28.
Damit habe ich für den Hausstrom 63% Autarkie, für die Wärmepumpe halt 0%.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Mich würde aber trotzdem die Rentabilitätsrechnung unter Maßgabe der Angaben aus dem Eingangspost sehr interessieren.
Hab die Verbrauchszahlen und meine tatsächlichen PV-Erträge quick&dirty in eine Tabelle gepackt. Haushaltsstrom hab ich gleichmäßig und für die WP die 4600kWh Nov-März vor allem in Dez, Jan, Feb gelegt.
MonatHaushalt kWhWP kWhGesamt-verbrauch kWhPV Ertrag kWhZukauf/Ein-speisung kWhKosten/ Ertrag €
1​
217​
1.500​
1.717​
440​
1.277​
383​
2​
217​
900​
1.117​
680​
437​
131​
3​
217​
600​
817​
1.830​
-1.013​
-77​
4​
217​
157​
374​
2.500​
-2.126​
-162​
5​
217​
157​
374​
2.300​
-1.926​
-146​
6​
217​
157​
374​
2.300​
-1.926​
-146​
7​
217​
157​
374​
2.300​
-1.926​
-146​
8​
217​
157​
374​
2.300​
-1.926​
-146​
9​
217​
157​
374​
1.700​
-1.326​
-101​
10​
217​
157​
374​
900​
-526​
-40​
11​
217​
600​
817​
600​
217​
65​
12​
217​
900​
1.117​
490​
627​
188​
Summe
2.600​
5.600​
8.200​
18.340​
-10.140​
-198​

Zukauf mit 30 Cent und Einspeisung mit 7,6 Cent gerechnet.
Kommt man mit 200€ Ertrag pro Jahr raus.
Das muss man gegen die Ausgangskosten rechnen. 5600kWh WP-Strom zu 25Cent(?) und 2200 kWh(?) (2x400Watt PV gibt es ja schon, also etwas weniger Zukauf) zu 30 Cent(?), also 2000€ Stromkosten pro Jahr bisher.

Die Differenz beträgt also 2000+200 =2200€. Meine PV (21kWp, 15kwh Speicher, neuer Zählerschrank, Notstrom) hat ca. 23 k€ gekostet, das wären dann die üblichen 10-11 Jahre Amortisationsdauer.

Fazit: Eine große PV Anlage, die im Winter noch nennenswerte Erträge liefert, ist für den relativ geringen Stromverbrauch (ohne WP) von 2500-2700kWh nicht so gut geeignet bzw. benötigt eben längere Zeit bis zur vollständigen Amortisation. Man könnte den Speicher weglassen, da der im Winter natürlich leer bleibt, dann sind wir bei ca. 20k € und ca. 9 Jahren.

Ich komme auf 5-6 MWh Haushaltsstrom (u.a. mobile Klimaanlage, Pool, Sauna), wobei es schwierig ist, das gegenzurechnen, weil ich ohne PV diese Annehmlichkeiten deutlich sparsamer oder gar nicht nutzen würde.
Für mich ist es zum Teil eben auch Luxus, gerade weil ich die Sommerhitze mit zunehmendem Alter immer schlechter vertrage. Mit ca. 100kWh Tagesertrag an den typischen Hitzetagen bleibt einiges an Energie für Klimatisierung übrig.
Wobei das mit variablen Tarifen auch günstig wird.
 
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Pyrukar schrieb:
na ja eine WP aus 2008 ...
Die Wärmepumpe ist 18 Jahre alt. Punkt. Da kann sich nur die PV Anlage bzw der Speicher daran anpassen.

Ich habe den Warmwasserkreis testweise hauptsächlich auf die Mittagszeit und eine halbe Stunde abends verlegt. Vorher waren es 4 Aufheizphasen. Zumindest Warnwasser kann man optimieren.
testwurst200 schrieb:
Wenn ich das richtig sehe, ist die Ersparnis vom BKW geringer als die Grundgebühr vom zweiten Zähler
Das ist uns klar und wir möchten eigentlich auch gern nur noch einen Zähler, wenn der Preis für die PV Anlage stimmt und die Installation wie gedacht machbar ist.
ckone2208 schrieb:
Wenn du möchtest, dass sich die Anlage amortisiert: KEIN AKKU!
Im Sommer brauchst du keinen und im Winter ist er nie voll.

für unsere SüdOst Dach und Fassade Variante ergeben sich ca 6 kWp

mit dem HTW Berlin Rechner gerechnet:
ohne Speicher: 24% des Strombedarfs, jährliche Einsparung 879 Euro
5 kWh Speicher: 36% des Strombedarfs, jährliche Einsparung 1107 Euro

Die Amortisation des Speichers ist erst nach 11-12 Jahren realisitisch, das ist uns zu spät bei anzunehmender 10-15 Jahren Nutzungsdauer. Für unsere überlegte Variante ist der Akku tatsächlich nicht/kaum sinnvoll.

bei 10 kWp und 5 kWh Akku amortisiert sich der Akku nach 8-9 Jahren
7 kWh macht auch da wirtschaftlich kaum Sinn

Boimler schrieb:
Bezieht ihr denn WP-Strom, bzw wird der extra abgerechnet? Ich kenne jetzt nicht eure Konditionen, aber normalerweise lohnen sich die extra Zähler inkl. Miete nicht gegen die Stromersparnis. Betriebskosten zu senken ist in dem Fall nie falsch.
der 2. Zähler ist da, weil Nachttarif früher günstiger war
die Kraftwerke waren froh, wenn Sie auch nachts Strom verkaufen konnten
das der eher weg sollte, ist mir klar, er bietet aber eben die Möglichkeit eines 2. BKW
Boimler schrieb:
Zum Thema Überproduktion: Jeder Ausbau der Anlage bedeutet wohl oder übel Überproduktion. Im Sommer dreht die WP Däumchen und der Hausstrom irgendwo zwischen 100-200W kann auch mit einem kleinen BKW bezogen werden.
Deshalb soll die Anlage nicht zu groß sein, damit nicht viel teuer installierte Eigenproduktion ins Netz geht.
Idealerweise eben ein 5 kWh Akku, wenn die PV Anlage 7-10 kWp hat
WP-Strom wird extra abgerechnet, ist mittlerweile aber nur minmal günstiger
D0m1n4t0r schrieb:
Könntest evtl. noch über ein Elektroauto nachdenken
Die haben wir noch nicht, aber natürlich haben wir auch das schon mit bedacht.
Macht aber die Betrachtung noch viel schwieriger, weil man ggf jahrelang ungenutzten Überschuss hat
DJMadMax schrieb:
Das eigene Alter und die wohnliche Situation ist selbstverständlich zu berücksichtigen.
Danke und genau das haben einige nicht im Blick. Wenn man umzieht, kann man die Anlage nicht mitnehmen. Auch Defekte oder Schäden können über die Jahre auftreten und die Kalkulation verschlechtern. Niemand kann vorhersagen, ob die PV Anlagen 25 Jahre anstandslos laufen wie am ersten Tag, deshalb möchte ich eine Amortisation nach 10 Jahren.
DJMadMax schrieb:
Was glaubst du denn, wie viel Strom damit erzeugt werden kann und wie stark das dann eure Wärmepumpe unterstützen kann? Die Amortisation einer solch kleinen Anlage würde nämlich aufgrund des entsprechend viel geringeren Ertrags keinesfalls schneller gehen, als mit einer deutlich größeren Anlage.
Ein BKW ohne Speicher amortisiert sich nach 3-5 Jahren
der Speicher und der Kaufpreis ist hier das Problem, Amortisation 6-10 Jahre
DJMadMax schrieb:
Dennoch fiel allein bei mir im Hochsommer die Hemmschwelle, eine Klimaanlage (mittlerweile zwei) zu nutzen, praktisch vollständig weg. Zuvor hatte ich tatsächlich meine Bedenken, wenn das Ding losbollert und mit 800-1000 Watt einfach nur kalte Luft erzeugt (und das je Stunde ~30ct kostet). Mit der PV hingegen ist mir das vollkommen (naja, fast) egal :)
Danke für diesen Hinweis. Daran hatten wir noch gar nicht gedacht. Wir könnten 3 Stück davon brauchen und die Sommer Peak Leistung sinnvoll selbst nutzen.

Weiterbetrieb des 800 W BKW an Fassade SüdWest für die Nachmittags/Abendsonne
die Erweiterung mit 2. BKW und Speicher wird kaum etwas bringen

Ein Elektriker kommt diese Woche, dann wissen wir hoffentlich mehr, was an PV Anlage sinnvoll und machbar ist.
Ich habe momentan 2 Varianten im Kopf
6 kWp SO Dach & Fassade ohne Speicher
6-10 kWp SO und SW mit 5 kWh Speicher auf 2 Dächer
 
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Hier noch ein kleines Gedankenexperiment

In den nächsten Jahren wird der Strom im Sommer durch dynamische Stromtarife sehr viel günstiger werden.
Dadurch wird die Amortisation noch mehr verschlechtert.
Denn es kann keine Dauerlösung sein, dass jeder Hinz und Kunz wertlosen Strom einspeist und der Netzbetreiber dies unter Umständen sogar noch teuer "entsorgen" muss.
 
testwurst200 schrieb:
In den nächsten Jahren wird der Strom im Sommer durch dynamische Stromtarife sehr viel günstiger werden. Dadurch wird die Amortisation noch mehr verschlechtert.

Eben genau wegen der prognostizierten Drosselung durch die Netzbetreiber möchten wir eine kleinere Anlage zum Eigenverbrauch und geringstmögliche Einspeisung

Im Endeffekt etwa so dimensioniert, was wir im Sommer verbraucht bekommen
 
bogge101 schrieb:
Die Wärmepumpe ist 18 Jahre alt. Punkt.
Das habe ich ja auch gar nicht in abrede gestellt. Ich zweifle nur an, dass du mit der Bedienungsanleitung von 2018 fragen für die 2008 gebaute Anlage beantworten kannst. Die heißt zwar auf dem Papier gleich aber um mal ein EDV Beispiel zu machen ist Macbook nicht gleich Macbook obwohl es gleich heißt (bis auf die Jahreszahl) von der gleichen Firma kommt und ggf sogar für den Laien zum verwechseln ähnlich aussieht.
 
Pyrukar schrieb:
Ich zweifle nur an, dass du mit der Bedienungsanleitung von 2018 fragen für die 2008 gebaute Anlage beantworten kannst. Die

Die Menüführung ist bei uns so, wie dort dargestellt. Ob es in einzelnen Untermenüs Abweichungen gibt, weiß ich nicht.

Ein Shelly im Stromkasten kann dem Akku / Wechselrichter aber zurück melden, wieviel Strom gerade benötigt wird. Die alte Wärmepumpe kann also eigenständig nach Zeitprogramm laufen.
 
bogge101 schrieb:
Deshalb soll die Anlage nicht zu groß sein, damit nicht viel teuer installierte Eigenproduktion ins Netz geht.
Idealerweise eben ein 5 kWh Akku, wenn die PV Anlage 7-10 kWp hat
WP-Strom wird extra abgerechnet, ist mittlerweile aber nur minmal günstiger
Also für mich macht eigentlich nur Variante 2 Sinn, denn ohne Speicher wird sich das mit der hohen Eigenproduktion nicht realisieren lassen. Wenn du es schaffst, die 15-20 Module irgendwo ums Haus zu verteilen, um die angepeilte Leistung zu bekommen, ok. Wäre eher die Frage, ob du es dann doch nicht als offiziell abgenommene Anlage aufbaust, um die Begrenzungen beim BKW nicht einhalten zu müssen. Die Katze beißt sich ein wenig in den Schwanz, wenn du darauf bestehst, die Investition schnell reinzubekommen. Was spricht denn dagegen, sagen wir mal vier weitere Module anzuschließen und die Sonne für dich arbeiten zu lassen?

bogge101 schrieb:
Eben genau wegen der prognostizierten Drosselung durch die Netzbetreiber möchten wir eine kleinere Anlage zum Eigenverbrauch und geringstmögliche Einspeisung

Im Endeffekt etwa so dimensioniert, was wir im Sommer verbraucht bekommen
Ich finde diese Sicht auf Speicher und Einspeisung etwas kurz gedacht. Ein Speicher ist in erster Linie dafür da, Leistung in Zeiten bereitzustellen, in denen keine Sonne scheint (üblicherweise in der Nacht oder bei Bewölkung). Eine groß dimensionierte Anlage speist zwar viel ein, hält aber auch über einen längeren Zeitraum im Jahr den Eigenbedarf hoch. Da gibt es allgemein keinen "Sweetspot", denn die WP ist im Sommer kaum ein Faktor und ansonsten müsstest du dir Klimaanlagen installieren, um den Eigenverbrauch hochzuhalten, was auch keinen Sinn macht.

Mit einer bestehenden Wärmepumpe, die selbst kein Kostenfaktor ist, kannst du eigentlich ganz entspannt auf dein jetziges Budget schauen und gucken, was du ausgeben möchtest. Die Amortisation kannst du dir ausrechnen, letztendlich ist das aber Kaffeesatzleserei, weil wir nicht wissen, was in fünf oder zehn Jahren ist. Und eine installierte PV-Anlage erhöht auch den Verkaufswert, sodass du dir die Anschaffungskosten bei angepeilten 10-15 Jahren Nutzung sowieso reinholen könntest.

Ich gebe zu, dass das alles sehr pragmatisch gedacht ist. Aber als PV-Anlagen-Nutzer muss ich auch sagen, dass die Pfennigfuchserei beim Eigenbedarf angesichts der niedrigen Verbrauchswerte vieler Haushaltsgeräte auch kein Argument mehr ist. Aktuell scheint hier die Sonne und ich schiebe 4,6kW ins Netz. Das tut mir nicht weh, weil ich so viel Wäsche nicht waschen kann, wie ich davon waschen könnte. Wenn irgendwann die Mehrheit eine PV-Anlage auf dem Dach hat, wird die Vergütung natürlich wegfallen. Aber wann das sein wird und ob die Netze bis dahin genügend ausgebaut sind, sollte nicht Teil deiner Überlegung jetzt sein.
 
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