BlackWidowmaker schrieb:
Was ist mit MBs für den Enthusiasten-Markt? Diese können durchaus 300-500€ kosten. Warum also nicht einen Highend Chipsatz mit 96 oder 128 Lanes die frei nach Anweder im BIOS/UEFI verteilt werden können?
[...]
Der Power-User/Enthusiast ist für Intel eine Größe, die sie in letzter Zeit immer mehr bereit ist einfach zu ignorieren.
Man muß weder 'Fan' noch irgendeines Herstellers sein (das ist kindisch) noch besonders übermäßigig anspruchvoller Benutzer: die bisherigen für den Massenmarkt angebotenen Intel-Chipsätze sind im Detail und in der Zuverlässigkeit gut, in puncto Flexibilität und Ausbaufähigkeit einfach nur eine Frechheit.
Hast Du Dir einmal überlegt, was Du für eine monströse Root-Switch für 128 PCIe Lanes benötigen würdest? Nicht zu sprechen über die sophistische Logik, die eine Verteilung der Lanes sicherstellt. Das ist einfach nicht machbar.
Traurig ist, daß der ambitionierte Workstationbauer entweder eine konfektionierte Maschine von einem namhaften Hersteller kaufen kann - Dell oder HP, oder aber auf "Etnhusiastenmaterial" zurükcgreifen muß, das dann aber wiederum richtig überladen und damit wieder beschränkt wird. SuperMicro hat sehr gute LGA1366 Boards angeboten, die nativ die 36 Lanes des X58 Chipsatz auf drei Slots, zwei 16x und ein 4x herausgeführt hat. Ansonsten waren zwei Intel NICs und die vom ICH10R dargebotenen SATA-3GB Ports und USB Ports mit von der Partie. Das Board ohne SLI-Zertifizierung war rund 80 Euro billiger als ein vergleichbares Board von ASUS, auf dem dann soviel Scheißdreck an die ICH10R angeklemmt wurde, daß man sich fragen mußte, ob das überhaupt noch über den DMI gepreßt werden kann, wenn alles funkt, was dranhängt. Aber: SLI tauglich. Toll ...
Ich hätte mir ein Board mit einem nF200 und drei vollwertigen 16x PEGS sowie zwei 8x Slots gewünscht, um sowohl GPGPU-kArte nebst Graphikkarte und einen SAS Controller unterzubringen und noch einen Slot für Evetualitäten frei habe. Gibt es nicht. Zumindest nicht von SUpermicro. Den ASUS Kinderkram vergißt man am besten, ASUS kann nichteinmal vernünftigen professionellen Support liefern. Aber teure Mainboards bieten sie ...
Dshing schrieb:
Verstehe ich nicht, da muss Intel doch nur den Antrag für die Zertifizierung in die Post stecken und warten bis sie die Antwort erhalten.
Was muss man man da groß entwickeln?
Ich hielt es für sinnvoller eine Dynamische Lane Verteilung zu entwickeln, so wie sie ASRock hat, dann kann man überall 16x solts drauf hauen und je nach Karte verteilt sich das dann.
Das ist teuer ... Zumindest wird es teuer gemacht, wenn es nicht Standard ist. Ich würde für ein gutes Mainboard auch etwas mehr ausgeben, wenn es drei Jahre Garantie und diese sophistische dynamische Lane-Verteilung gäbe.
bensen schrieb:
[...]
Am besten auch noch nen Teil für unnötig rumpöbelnden Trolle.
Damit hättest Du dann Deinen Platz gefunden. Bravo. Vorschlag angenommen.
Es geht auch nicht darum dass es kein Anwendungsgebiet für x8 Slots gibt, sondern dass es Situationen gibt wo ein x1 Slot zu knapp bemessen ist und ein x4 Slot nicht nötig ist.
Finalsätze werden mit einem Komma eingeführt - immer noch!
Aber notwendig finde ich das nicht. Die sollen den Chipsatz einfach 4 Lanes mehr spenedieren und man bekommt bequem 1-2 x4 Slots hin, was für den Consumerbereich ausreicht.
Und? Siehst Du 4 Lanes mehr im Sandy-Bridge-E Root-Komplex? Es sind 40 an der Zahl. Keine einzige Lane mehr. Trotz daß der Chip im vergleich zum Massenmarkt-Silizium größer ist, teurer und in 32 nm gefertigt wird, hat es sich Intel verkniffen wenigstens neben zwei vollwertigen 16x PEGs noch einen 8x Slot über den schnellen PCIe 3.0 anbieten zu können. Oder wahlweise zwei 4x. Was hier so leicht von der Zunge geht ist vielleicht technisch gar nicht so einfach umzusetzen, oder, - noch viel schlimmer - den PR-Intelligenzbestien beizubiegen, die außer ihren PowerPoint-Präsentationen mit bunten Balken nichts verstehen (können).
Tigerfox schrieb:
Ich verstehe jetzt nicht, wo AMD seinen Kunden faulen Zauber suggeriert. Im Gegensatz zu Intel saßen bei AMD immer auch die PCIe-Lanes für Zusatzgeräte in der Northbridge und die war von A-Link/DMI-Flaschenhals befreit und mit der CPU über HT verbunden. Erst seit neustem hat AMD auch Lanes in der Southbridge, leider.
Bei Intel hingegen hatte die Northbridge immer nur die Lanes für die Grakas und alle zusätzlichen waren in der Southbridge und haben am DMI gelitten. Da braucht man keine 16-32 Laufwerke, DMI2.0 lässt sich schon mit den 6 Ports von Cougar Point überlasten, wenn mindestens einer davon mit 6Gb/s genutzt wird. Tylersburg ist die einzige Ausnahme bisher, Patsburg evl. auch.
Intel und AMD Chipsätze unterscheiden sich nicht sonderlich. Tylersburg barg alle Graphik-PCIe Lanes in sich, die restlichen lagen auf der ICH10R. Verbindung zwischen ICH10R und X58 wurde via DMI hergestellt. 6 SATA 3GB Laufwerke, vorzugsweise SSDs, zwei 1GBit NICs und vielleicht noch einen DSP auf einem PCIe Slot mit 1x ... das alles soll über einen 1GB/s schnellen Port zur CPU? Bei AMD steht lustigerweise A III Link mit 4GB/s - meines Wissens ist es das selbe wie bei Intel: ein umgewidmeter PCIe Haken, der im Falle des DMI 2.0 oder A-Link III 2 GB/s in eine Richtung, also 4 GB/s in beide Richtungen gleichzeitig schafft. Da der SATA Verkehr nicht vollduplexfahig ist - im Gegensatz zu SAS/SCSI, kann man getrost nur eine Richtung betrachten. Insofern ist es verwunderlich, wie AMD auf die SB800 und SB900 sechs SATA 6GB Ports pappen kann. Wohlgemerkt, ich denke, daß der A-Link III eben nur 4 Lanes hat und in eine richtung 2GB/s schafft. Sollte er pro Richtung 4 GB/s schaffen, sähe das Bild anders aus und ich liege mit meiner Schlußfolgerung falsch.
Dass die PCHs teurer sein sollen als die alten MCHs+ICHs verstehe ich auch nicht, denn im Grunde sind die PCHs identisch mit den früheren ICHs, je nach Modell zusätzlich mit dem FDI. Aber sie sind keinesfalls sowas zusammengepferchts wie Nvidias MCPs es waren.
Übrigens stellen AFAIK nur die PEGs 75W zur Verfügung, alle anderen Slots nur 25W.
... das verstehe ich auch nicht, jedenfalls las ich, daß sie in etwa auf dem gleichen Niveau liegen sollen. Intel reduziert drastisch die Kosten der Produktion und verdient die Differenz. An den Kunden wird vielleicht die kaum ins Gewicht fallende niedrigere TDP weitergegeben. Mir erschien das ein wenig faul ...