News Entwickelt Intel den PCI-Express-x2-Slot?

Das Ganze errinert irgendwie an IRQ-Diskussionen früherer Tage. Damals haben auch viele gesagt, daß 15 IRQs doch absolut ausreichend wären.:D

Oder den Anfängen von USB 2.0. Da gab es auch MBs mit nur 1-2 USB 2.0 Anschlüßen und der Rest 1.1 Anschlüßen, mit der gleichen Begründung wie jetzt. "Braucht doch kein Mensch, Interface hat nicht genug Bandbreite, bla, bla, bla).

Mag sein, daß heute ein MB mit 96 oder 128 Lanes Utopie ist. Aber eines ist gewiß: Es kommt die Zeit wo MBs nur noch über USB 3.0- und SATA-III Anschlüße verfügen, zudem genug Lanes/Performance um alle benötigten Komponenten ohne Performance-Verlust anzubinden. Es ist weniger die Frage ob sonder wann.

Solange Intel einfach keine (ernstzunehmende) Konkurrenz hat (wobei ein Mitbewerber nicht automatisch vollwertiger Konkurrent ist), braucht sie sich mit der Entwicklung leider nicht zu beilen. Produkte werden einfach gewinnmaximiert, der Kunde wird dabei genötigt sich dem Produkt anzupassen, anstatt umgekehrt.
 
Das glaube ich nicht, eher kommt die Zeit, wo genügend SATAIII+USB3.0, evtl. noch Thunderbolt für 90% der Nutzer direkt in die Chipsätze integriert sind und plötzlich kaum mehr Bedarf an PCIe-Lanes vorhanden ist, wie es vor Verbreitung dieser Schnittstellen-Versionen war.
 
Tigerfox schrieb:
@Eisenfaust: Du beschwerst dich einerseits über das Vollpappen der ICH10R mit dem Flaschenhals DMI, andererseits hättest du gerne an einen X58 mit nF200 zwei Grakas und einen SAS-Controller angeschlossen? Du weisst aber schon noch, dass beim nF200 alle 32 Upstreamlanes weiterhin über die 16 Downstreamlanes gehen?

Ist mir klar, ich kann rechnen. Aber es ist oftmals nötig, mehr als eine TESLA Karte im System zu haben. Wenn zwei oder drei solcher Karten als GPGPU Cluster arbeiten und diese Dinger nicht in einem teuren Bladesystem untergebracht werden, sind Multiplexer verschmerzbar. Eher nicht verschmerzbar sind die weiteren Einschnitte bei Verwendung einer TESLA auf einem 8x Slot. Die Latenzen und Bandbreiteneinbrüche beim Kopieren der Kernel sind meßbar - und tun weh.

Was DMI und A-Link angeht hast du recht, sind beides im Prinzip vier PCIe2.0-Lanes, beim DMI wohl noch mit einem leicht verbesserten Protokoll, im Endeffekt aber beide mit 2GB/s pro Richtung, was natürlich für sechs SATA Ports ziemlich wenig ist.
Dennoch muss ich dir wiedersprechen, was die Verfügbarkeit der Lanes angeht. Intel hat bei Tylersburg mit seinen 40 Lanes sehr wohl 4 Lanes für Peripherie übrig gehabt, die nicht durchs Nadelöhr DMI gehen mussten. Bei AMD war das bei allen Chipsätzen der Fall, erst mit SB800 und SB900 gibt es überhaupt ein paar Lanes in der NB, die dann allerdings gleich für x4-Slots genutzt werden.
Wie es bei Patsburg bzw. SB-E aussieht, ist nicht ganz klar. Es war immer von 40 Lanes die Rede und ich hatt angenommen, dass abzgl. DMI und PCIe3.0-Uplink zum PCH keine weiteren Lanes mehr für was anderes als Grakas übrig bleiben.
Auf neuen Skizzen sieht es allerdings so aus, als hätte SB-E 40 Lanes, verteilt auf 5 Controller, und zusätzlich noch die Lanes für DMI und Uplink. Wir werden es sehen.

Ich habe bezüglich des Tyl;ersburg nichts anderes geschrieben/gesagt. Insgesamt hat der Chipsatz X58 40 PCIe 2.0 Lanes. Davon werden vier geopfert, um das DMI zu bilden. Die gegenstelle, der ICH10/R kannte aber nur DMI 1.0, also arbeitete das DMI zwar mit einem PCIe 20-ähnlichen Protokoll, aber mit der effektiven Taktfrequenz eines PCIe 1.1 Interfaces. Technisch gesehen kann man einen der PEG 16x auch als normalen Slot verwenden, das macht gar keine Probleme und wird auch so gemacht. Daß es einen 4x Slot gibt und daß dieser vom X58 auch herausgeführt wird, zeigen die Supermicro Boards. Nur: diese Serverboards führen ausschlieslich die Lanes des X58 als Slots heraus. Maximal ein PCIe 1x wird von der ICH10R angeboten. Die dort verbleibenden Lanes werden für Peripheriegeräte wie NICs etc. oder gar nicht verwendet. Aus gutem Grunde! Das gleiche Bauprinzip findet man bei den Spielzeugbrettern von ASUS, MSI, ASRock, GigaByte. Hier klemmt man auf Teufel komm heraus GErate und Slots an den ICH10 Chip. Daß dann einge Lanes 'shared' sind, fällt den wenigsten auf. Spätestens dann, wenn man sich mal den Netzwerkdurchsatz eines SuperMicro 8-weißderteufelwas im Vergleich zu einem ASUS P6T6 WS anscheut und dabei genauer auf die Latenzen achtet, weiß warum ...


Sandy-Bridge-E: Derzeit kursieren einige Blockschaltbilder durchs Netz und wie es aussieht, ist das hier gezeigte zwar aktuell, aber falsch. Ursprünglich hieß es, daß der PCH des SB-E, Patsburg, via DMI 2.0 an die CPU gekoppelt wird. Das roch schon faul, als auf der letzten Messe, was war es noch gleich ..., X79 Chipsätze gezeigt wurden, die angeblich 10 oder 12 SATA 6GB Ports oder gar 8 SAS 2.0 Ports haben sollen. Nach neuesten Kenntnissen werden wohl 4 PCIe 3.0 Lanes der CPU für ein DMI 3,0 geopfert. Damit werden Patsburg-D und -T also über ein schnelles und potentes DMI 3.0 verfügen, daß auch 8 SAS 2,0 Ports bedienen kann - das entspräche ja einem PCIe 2.0 8-fach Slot und hier sind 8-Port SAS 2,0 Controller ja zuhause.
Letztlich hatte man die selbe Situation wie ehedem bei X58: 40 Lanes, vier davon gehen für den Uplink zum PCH flöten, bleiben 36 über. Und wie werden diese wohl aufgeteilt? Zwei PEG mit je 16 Lanes sind Pflicht, schon aufgrund der Abwärtskompatibilitat. Dann bliebe ein einziger 4x Slot über.

Da Intels C600 Chipsatz für Highend Workstations und Server, also nach den jüngsten Katastrophenmeldungen eben der ursprüngliche Patsburg mit alle seinen Innovationen (jetzt Patsburg-D und -T) der einzige wirklich brauchbare Chipsatz sein wird und vermutlich nur zu hohen Preisen auf Platinen kommen wird, ist man mit der minimalistischen Lane-Zahl der Sandy-Bridge-E wirklich wieder in den A... ge...! Man kann noch nichteinmal auf vernünftige Art und Weise ein alterantives Speichersubsystem mit einem potenten SAS 2.0 JBOD Controller aufbauen, weil einfach die lanes fehlen. Graphikkarte, TESLA Karte und vielleicht noch eine Multiport Netzwerkkarte? Es rechnet sich nicht. Erst ein Zweisockelsystem, auf dem dann die doppelte Anzahl Lanes möglich wäre, hülfe aus der Patsche, aber das wären dann wiederum Kosten von mindestens 2000 Euro mehr - und das rechnet sich weder für einen mittelständischen Unternehmer noch für einen Enthusiasten noch für einen Selbststandigen, der für Gutachten geophysiklaische numerische Rechnungen anstellen muß und auf das oben genannte Szenario angewiesen ist. AMD kriegt es fertig und packt 42 Lanes auf einen Chip. Zwei mehr, welch Wonne. Intel hält scheinbar ALLES gerade ganz knapp an der Schmerzgrenze, so wie sie es schon immer machen. Bei prozessoren wird einfach etwas abgeschaltet. Damit definiert man ein Preissegment mit kaputtgemachtem Schrott, um dann die Bauteile teurer zu verkaufen, bei denen die Laseroperation (die Zeit und energie kostet!!!) nicht stattgefunden hat. Die Mär der hohen Ausfallraten und Wiederverwertungen glaube ich einfach nicht, da muß künstlich nachgeholfen werden. Das Konzept geht ja ain ermangelung der notwendigen Konkurrenz ja auch auf ...
 
Tigerfox schrieb:
Das glaube ich nicht, eher kommt die Zeit, wo genügend SATAIII+USB3.0, evtl. noch Thunderbolt für 90% der Nutzer direkt in die Chipsätze integriert sind und plötzlich kaum mehr Bedarf an PCIe-Lanes vorhanden ist, wie es vor Verbreitung dieser Schnittstellen-Versionen war.

In den Chipsatz integriert ist es doch schon (mal abgesehen von USB 3.0, kommt ja erst bei IB). Nur die Bandbreite fehlt, deshalb wird noch USB 2.0 / SATA II weiterverwendet.

Das man z.B. das SATA-III Interface für HDDs auch in 5 Jahren nicht braucht ist mir auch klar. Genau so wenig wird eine Tastatur / Maus in 5 Jahren USB 3.0 brauchen.

Es geht einfach um den Kompfort nicht darüber nachdenken zu müssen wo ich was reinstecke. Wenn der Anschluß paßt, ist es auch der richtige - das ist Einfachheit und User-Freundlichkeit.

Erklär mal einem Weib warum sie die Maus nicht in die blaue Buchse und die USB 3.0 Festplatte in die schwarze stecken darf. Und morgen hat sie es garantiert wieder vergessen. Wenn man den ganzen Tag Workstations zusammenbaut hat man es vielleicht vergessen/verlernt sein Wissen/Können soweit zu reduzieren, daß man die Fragen/Probleme des kleinen Mannes/Weibs versteht.

So mancher versteht überhaupt nicht warum Computerteile überhaupt verschiedene Verbindungsysteme benützen. Viele User hätten gern Hardware die einfach nur einen Stecker für alles hat. Egal ob Maus oder GraKa. SAS-Platte oder SSD. Handy oder Monitor.

Alles was dieses Idealziel nicht erreicht ist einfach in ihren Augen schlecht. Bevor sich jetzt irgendjemand darüber lustig macht sollte er sich klar machen, daß die Zahl solcher User mind. um den Faktor 1000 höher ist, als die Zahl derer, die überhaupt wissen was ein Chipsatz ist. Und wenn es sie nicht gäbe, wären viele die hier große Töne spucken arbeitslos.

Sorry, mußte aber mal gesagt werden. Denn viele scheinen hier von ihrem hohen und vielleicht sogar überlegenem Kenntnisstand, ein Recht auf Arroganz und Überheblichkeit ableiten zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
BlackWidowmaker schrieb:
Das Ganze errinert irgendwie an IRQ-Diskussionen früherer Tage. Damals haben auch viele gesagt, daß 15 IRQs doch absolut ausreichend wären.:D

Oder den Anfängen von USB 2.0. Da gab es auch MBs mit nur 1-2 USB 2.0 Anschlüßen und der Rest 1.1 Anschlüßen, mit der gleichen Begründung wie jetzt. "Braucht doch kein Mensch, Interface hat nicht genug Bandbreite, bla, bla, bla).

Solche "Meinungen" rühren von einem Neidkomplex. Wenn man sich die Leute anschaut, die solchen Unsinn verzapfen, weiß man, wie es bei denen im Kopf zugeht. Sobald sie namlich das nötige Kleingeld zusammen haben, um sich die entsprechenden High-End-Filetstücke zu leisten, sind die ehemaligen Schmähtechniken plötzlich absolutes unteres Maß und alles was weiter darunter liegt ist Schrott.

Wenn hart kalkulierende Unternehmer Aussagen über "brauch ich, brauch ich nicht" machen, dann sind das Spezialisten auf einem ganz klar und eng definierten Gebiet. Der Computer aber, wie wir ihn kennen, startete seinen Siegszug als "multipurpose" Computer - nicht festgelegt auf eine spezielle Zielgruppe und Funktion. Heute habe ich das Gefühle, daß sich die Industrie ihre Zielgruppen selber definiert und zwar so, daß sie am besten verdient. Da regelt nicht mehr die Nachfrage das Angebot und den Preis. Wenn 44 Lanes die gesteckten Gewinnmargen für das kommende Quartal drücken (weiter als ein halbes Jahr denken diese Troklodyten eh nicht mehr), wird instantan die allmächtige PR-Abteilung mit ihrem Bildungs- und Intelligenzmittelmaß, aber einer flinken Schreibe und großen Klappe bemüht und diese "definiert" dann, daß man eben nicht mehr als dies oder das braucht. Wer sich die sogenannten "Studien" einmal genauer anschaut und Geldgeber, Ziel und Umfeld sowie den zeitlichen Kontext solcher Studien (die nicht die Bezeichnung Studie verdienen!) ansieht, der kennt, ohne daß Pamphlet je gelesen zu haben, die "Conclusion". Traurig, aber wahr.

Und machtlos steht man dem sowieso dann gegenüber, wenn es einen Monopolisten gibt, der sowieso alles machen kann, was er will. Intel definiert dies, definiert das. ich hoffe, daß die Prognosen stimmen, die da behaupten, daß mit den PDAs und Tablet Computer endlich die RISC Architekturen wieder eine "Rinascita" erleben und den Innovationsstoppp brechen, der mit Intels Dominanz einherzog.

Mag sein, daß heute ein MB mit 96 oder 128 Lanes Utopie ist. Aber eines ist gewiß: Es kommt die Zeit wo MBs nur noch über USB 3.0- und SATA-III Anschlüße verfügen, zudem genug Lanes/Performance um alle benötigten Komponenten ohne Performance-Verlust anzubinden. Es ist weniger die Frage ob sonder wann.

Solange Intel einfach keine (ernstzunehmende) Konkurrenz hat (wobei ein Mitbewerber nicht automatisch vollwertiger Konkurrent ist), braucht sie sich mit der Entwicklung leider nicht zu beilen. Produkte werden einfach gewinnmaximiert, der Kunde wird dabei genötigt sich dem Produkt anzupassen, anstatt umgekehrt.

Tigerfox schrieb:
Das glaube ich nicht, eher kommt die Zeit, wo genügend SATAIII+USB3.0, evtl. noch Thunderbolt für 90% der Nutzer direkt in die Chipsätze integriert sind und plötzlich kaum mehr Bedarf an PCIe-Lanes vorhanden ist, wie es vor Verbreitung dieser Schnittstellen-Versionen war.
 
Es gibt den x16-Slot für Grafikkarten, einen x8-Slot, der quasi nie genutzt wird
Die Bild lässt grüßen... Die meisten High-Performance-RAID-Controller verwenden zumindest x4 und die großen x8-Anbindung. => Tellerrand!

Ein x2-Slot is aber sinnfrei... viel sinnvoller wäre es wohl im BIOS Geräten dynamisch Lanes zuweisen zu können. zB 12 für die Graka, 3 für den RAID-Controller, 2 für die TV-Karte und 1 für die Sound-Karte. Aber das wäre ja sinnvoll... :rolleyes:

MfG, Thomas
 
BlackWidowmaker schrieb:
I[...]

Das man z.B. das SATA-III Interface für HDDs auch in 5 Jahren nicht braucht ist mir auch klar. Genau so wenig wird eine Tastatur / Maus in 5 Jahren USB 3.0 brauchen.

Das glaube ich nicht! Gerade die Speichertechnologie wird in den kommenden zweo oder drei Jahren einen gewaltigen Satz nach vorn machen. Die NAND Speicher mit ihrer verhältnismäßig kurzen Lebensdauer sind keine wirkliche Alternative zur Festplatte - zumindest im Moment noch nicht. Für den heimgebrauchenden schon, aber den Markt machen eben Industrie und Behörden. Ich glaube schon, daß wir sehr bald Bausteine günstig produzieren können, die auch in puncto Langlebigkeit Festplatten ersetzen können. Mir wäre nichts lieber, als meine knappen 10 TByte an rotierender Plattenmasse gegen ein paar feine, kleine SSDs einzutauschen.

Ich weiß nicht, warum man auf diesem unsinnigen Maus- und Tastaturverbinder USB so herumreitet. USB 3.0 ist schon von den Steckern indiskutabel und als Plattenersatzanschluß sehe ich diesen überhaupt nicht. Das gute robuste SCSI- oder SAS System bietet viel bessere Möglichkeiten, auch SATA 6Gb hatte sein Potential, wenn man etwas flexiblere Controller bauen würde, die auch problemloses Hot-Plugging externer Gerate ermöglichen würde. USB hat diese Möglichkeit deutlich früher als AHCI gebracht, weshalb jetzt dieser Nimbus "Omnipotenz" über dem "Useless Serial Bus" schwebt.


Erklär mal einem Weib warum sie die Maus nicht in die blaue Buchse und die USB 3.0 Festplatte in die schwarze stecken darf. Und morgen hat sie es garantiert wieder vergessen. Wenn man den ganzen Tag Workstations zusammenbaut hat man es vielleicht vergessen/verlernt sein Wissen/Können soweit zu reduzieren, daß man die Fragen/Probleme des kleinen Mannes/Weibs versteht.

Ein "Weib" (ich verstehe Dein "Weib" an dieser Stelle im Sinne des erhwürdigen, mittelhochdeutschen Begriffes für eine rechtschaffene, ansehnliche Vertreterin des anderen Geschlechtes) denkt anders! Solange ich fast jeden tag mit Schraubendreher und Sonstigem in Meßgeräten, Computern und sonstiger Hardware hänge, weiß ich binnen Sekunden, wie was zusammengehört. Aber wehe, man macht mal ein jahr nichts, weil man sich um Diplom, Dissertation, Habilitation oder Projekt kümmern muß - wenn sich gerade in diesem Zeitfenster neue Techniken etabliert haben, glotzt man erstmal nicht schlecht und jeder Handgriff ist von einem großen Fehlerbalken begleitet ...


Alles was dieses Idealziel nicht erreicht ist einfach in ihren Augen schlecht. Bevor sich jetzt irgendjemand darüber lustig macht sollte er sich klar machen, daß die Zahl solcher User mind. um den Faktor 1000 höher ist, als die Zahl derer, die überhaupt wissen was ein Chipsatz ist. Und wenn es sie nicht gäbe, wären viele die hier große Töne spucken arbeitslos.

In Sachen Chipdesign, als aktuelles Beispiel, regt mich insbesondere diese Unverfrorenheit eines Chipgiganten auf, den Bedarf des Kunden an der kurzen Leine zu halten. Das ist ganz selbstverständlich auch nur eine enge Perspektive, meine eigene, die sich generisch aus meinem Erfahrungsbereich definiert. Aber so manches ist einfach offensichtlich. Vielleicht vertritt man auch eine Exotengruppe - aber dies negiert meine Erfahrung! Als es noch RSIC Workstations gab, konnte man sich für viel geld relativ langlebige Klötze kaufen, die auch über 5 Jahre noch unterstützt wurden und eine intensive Pflege von Ingenieuren erfuhren. In unserem Institut standen relativ alte SUNs, SGIs oder DECstation bis hin zur ehrwürdigen Alpha AXP (ein wahnsinns System gewesen). Diese Maschinen waren ab der Einstigesklasse gemessen im Verhältnis zur allgemeinen Situation und Stand der Technik gut ausbaubar. Und das trotz der Tatsache, daß es proprietare Systeme waren. heute ist angeblich alles besser, weil man kompatibel ist. Mir scheint, als sei die Kompatibilität nur das gewaltsame Zurechtstutzen eines Innovationsdranges auf den gemeinsamen Nenner - und der liegt bekanntlich niemals in elitären Höhen, sondern dümpelt dort, wo die hohle, tumbe Masse eben das meiste Geld hineinbuttert.

Sorry, mußte aber mal gesagt werden. Denn viele scheinen hier von ihrem hohen und vielleicht sogar überlegenem Kenntnisstand, ein Recht auf Arroganz und Überheblichkeit ableiten zu können.

Das "Recht" auf Arroganz hat man implizit - ob es allerdings schicklich ist und sozial vertraglich, ist eine andere Sache. Die meisten Zeitgenossen nehmen sich einfach das Recht. Sie können es auch nicht als Privileg verstehen, denn dann müsten sie ja sich selber verstehen und das können sie nicht. Denn könnten sie es, würden sie ein Einsehen haben und nicht arrogant daherquasseln.

Und laß bitte diese neudeutsche Unart, dich für Deine Meinung zu entschuldigen. Das klingt wie die schon verfassungmäßig verbriefte Pflichtapologie gegenüber dem Plästinenseranreinerstaat.
Ergänzung ()

HighTech-Freak schrieb:
Die Bild lässt grüßen... Die meisten High-Performance-RAID-Controller verwenden zumindest x4 und die großen x8-Anbindung. => Tellerrand!

Ein x2-Slot is aber sinnfrei... viel sinnvoller wäre es wohl im BIOS Geräten dynamisch Lanes zuweisen zu können. zB 12 für die Graka, 3 für den RAID-Controller, 2 für die TV-Karte und 1 für die Sound-Karte. Aber das wäre ja sinnvoll... :rolleyes:

MfG, Thomas

Das Neolithikumrelikt "BIOS" ist (hoffentlich bald) tot. U/EFI sollte mehr Möglichkeiten dieser Art bieten können. Aber überlege mal: derzeit dominieren nur zwei Hersteller den Prozessormarkt: Intel und AMD. Dabei haben beide ihre Chipsatzkonkurrenten aus dem Verkehr gezogen, Intel mit mehr Absicht, AMD eher durch Dummheit und unfreiwillig. Auch wenn die dynamische Zuweisung der Lanes technisch raffiniert wäre - es wäre einfach zu teuer, dafür Logik zu entwicklen! AMD und Intel wissen doch genau, daß man ihren Frikkelkram kaufen muß. Ja, muß! Man kann ja heutzutage nicht einfach zur Alternativen greifen.

Es ist eventuell auch einfach kostengünstiger mehr Lanes anzubieten statt sie intelligent neu zu dislozieren. Woher soll denn auch das U/EFI wissen, wieviel Lanes eine mit 16 Lanes spezifizerte GraKa beim Einschalten später mal wirklich brauchen wird? Das konkurrierende Protokoll wäre schon eine Herausforderung. nein, sowas ist wirklich Utopie ... je länger ich darüber nachdenke ...
 
Eisenfaust schrieb:
Heute habe ich das Gefühle, daß sich die Industrie ihre Zielgruppen selber definiert und zwar so, daß sie am besten verdient. Da regelt nicht mehr die Nachfrage das Angebot und den Preis. Wenn 44 Lanes die gesteckten Gewinnmargen für das kommende Quartal drücken (weiter als ein halbes Jahr denken diese Troklodyten eh nicht mehr), wird instantan die allmächtige PR-Abteilung mit ihrem Bildungs- und Intelligenzmittelmaß, aber einer flinken Schreibe und großen Klappe bemüht und diese "definiert" dann, daß man eben nicht mehr als dies oder das braucht.

4:3 *hust* in matt *keuch*

Eisenfaust schrieb:
Das glaube ich nicht! Gerade die Speichertechnologie wird in den kommenden zweo oder drei Jahren einen gewaltigen Satz nach vorn machen. Die NAND Speicher mit ihrer verhältnismäßig kurzen Lebensdauer sind keine wirkliche Alternative zur Festplatte - zumindest im Moment noch nicht.

Lesen, bitte. Es stand HDD dort. Und Platten besitzen außer ihren Cachetransfers nichts, was sie in annehmbarer Zeit überhaupt nur ans Limit von SATA 3Gb/s bringen könnte. Wenn jene aber der Performanceheilsbringer schlechthin sind, frage ich mich, warum derzeit maximal 64 MB verbaut werden.
 
HighTech-Freak schrieb:
Die Bild lässt grüßen... Die meisten High-Performance-RAID-Controller verwenden zumindest x4 und die großen x8-Anbindung. => Tellerrand!

Ein x2-Slot is aber sinnfrei... viel sinnvoller wäre es wohl im BIOS Geräten dynamisch Lanes zuweisen zu können. zB 12 für die Graka, 3 für den RAID-Controller, 2 für die TV-Karte und 1 für die Sound-Karte. Aber das wäre ja sinnvoll... :rolleyes:

MfG, Thomas

Das wäre mal eine sinnvolle Änderung, müsste doch machbar sein mit UEFI =) Noch besser wäre es wenn die Bandbreite Dynamisch auf die aktuelle Verbrauch/Belastung verteilt würde.
Vermutlich wird das aber nicht so einfach umsetzbar sein, ansonsten wäre es warscheinlich gemacht worden ;)

Zum Thema selber find ich es absolut Käse sich für einen x2 stark zu machen, bis das wirklich duch ist, gibts eh nur noch PCI-E 3.0 auf den Boards und dann reicht der x1er wieder. Wenns dann wieder weiter geht sollen se doch einfach den x4er nehmen. Meine Güte, wer sich so ne SSD kauft, wird auch ein dem entsprechendes Board kaufen und da drauf achten, ist doch total Wumpe.
 
Dabaur schrieb:
Vermutlich wird das aber nicht so einfach umsetzbar sein, ansonsten wäre es warscheinlich gemacht worden ;)
Bridge-Chips tun doch im Grunde nichts anderes, oder?
Ich würde einfach einen Bridge-Chip einsetzen, der in der Lage ist Lanes einzeln abzuschalten (dank dem Grundbausten der IT -Transistoren- sollte das ja kein Problem darstellen) und diesen an den Chipsatz mit allen verfügbaren Lanes anbinden.
So wäre auch eine "Überbuchung" der eigentlichen Lanes vom Chipsatz möglich, da eh nie alle Lanes gleichzeitig "Vollast" fahren...
EFI oder BIOS ist für den Fall eher belanglos. EFI sollte das ganze aber vlt. noch intelligent (selbst) verwalten können.
PCIe sollte dann auch dahingehend angepasst werden weitere Lanes im laufenden Betrieb dazu- und wegschalten zu können. So ließe sich dynamische (dedizierte !) Bandbreitenzuweisung realisieren.

MfG, Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Mär der hohen Ausfallraten und Wiederverwertungen glaube ich einfach nicht, da muß künstlich nachgeholfen werden. Das Konzept geht ja ain ermangelung der notwendigen Konkurrenz ja auch auf ...

Genau die selbe Diskussion hat ich erst vor kurzem bei den Intel M Quads, da sind die Leute doch 100% der Meinung das die guten CPUs teuer sein müssen wegen der "Selektion". Pure Verarsche ist das, und die Leute schlucken es, obwohl es ein und dasselbe Stück Silizium ist was da vom Wafer geschnibbelt wird.

Und dann noch der Blödsinn hier mit x2-Slot, welch Innovation:o... genauso 100% überflüssig wie die Thunderb..-Schnittstelle. Vermutlich brauchen sie die x2 nur für ne entsprechende Thunderb...-Schnittstellenkarte...:freak:
 
Eisenfaust schrieb:
Ein "Weib" (ich verstehe Dein "Weib" an dieser Stelle im Sinne des erhwürdigen, mittelhochdeutschen Begriffes für eine rechtschaffene, ansehnliche Vertreterin des anderen Geschlechtes) denkt anders!


Dann verstehst Du mich leider falsch. Ich bin (warscheinlich der letzte) bekennende Macho und Chauvinist. Trette offen für die Abschaffung des Frauenwahlrechts und vermeide bewußt das Wort "Frau" in den Mund zu nehmen. Das auch noch in Real-Life und in der Öffentlichkeit, auch gegenüber meiner Frau, nicht nur in anonymen Foren.

Vor vielen Jahren war ich mal ein junger, unerfahrener, schüchterner Mann, der dachte wenn man Frauen respektvoll behandelt und auf Händen trägt, würde "Frau" es einem danken. Doch die Weiber haben mich umerzogen.
 
@Black Widowmaker Vor vielen Jahren war ich mal ein junger, unerfahrener, schüchterner Mann, der dachte wenn man Frauen respektvoll behandelt und auf Händen trägt, würde "Frau" es einem danken. Doch die Weiber haben mich umerzogen.

Du hörst dich sehr gefrustet an. Atme einfach mal wieder tief durch die Unterhose, alles wird gut! :)
 
Commodore128 schrieb:
Du hörst dich sehr gefrustet an.

Nein, gefrustet war ich damals. Ich mußte mir sehr viel Höflichkeit wegtrainieren, was viel Mühe gekostet hat. Auch so etwas wie "Bitte". Heute bin ich eher schlauer - und wesentlich erfolgreicher. Es ärgert mich nur, daß mein früheres höfliches Ich gegenüber meinem jetzigem Ich so chancenlos war.:D

Aber um richtig verstehen zu können was ich meine, muß man Tango tanzen können. Da wird Dir vieles über das andere Geschlecht bewußt, was man vorher nie für möglich gehalten hätte.

Früher fragte mein damaliges Ich "möchtest Du vielleicht mit mir tanzen?" und kriegte ein Korb nach dem anderen. Heute schau ich einer Frau in die Augen und befehle ihr "Tanz mit mir". Sie schaut empört, lächelt aber schließlich und folgt mir.;)
 
@ComputerBase:
HSDL von OCZ wäre hier auch mal ein interessantes Thema ...
Und was Intel von 8 Lanes quatsch ist mir auch schleierhaft,
jedes Intel Board hat doch 24 o_O
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben