Entwicklung bei SSDs: Was tut sich noch?

DoS007

Lieutenant
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Historie: Mein Umstieg damals von Festplatte zu einer SATA SSD war ein sehr deutlich merkbares Upgrade.

Heute: Innerhalb der SATA SSDs ist man bei einer durchschnittlichen 850 evo sei langem gut bedient. Ein großer Entwicklungsschritt ist erst wieder zu den M.2 zu erkennen (beispielsweise einer 960 oder 970 evo).

Zukunft: Man kann auch mit den heute verfügbaren Informationen bereits versuchen, die Zukunft zu vermuten. Beispielsweise über erste angekündigte Techniken, aber auch über weitere andere Informationen. So kann, z.B. vermutet werden, dass die SSD Preise in Zukunft noch deutlich weiter fallen.

Wie sieht es denn mit der Leistung aus? Gibt es bereits eine schnellere Schnittstelle als M.2 , oder ist diese gar nicht der limitierende Faktor und es gibt vorgestellte neue Konzepte, die plausibel deutlich schneller sein sollen?

Edit: M.2 oben als PCIe interpretieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht M.2 ist hier schnelle Schnittstelle, sondern PCIe. M.2 ist lediglich eine Anschlussart, die genauso auch mit dem SATA Standard angebunden sein kann.
 
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M.2 ist ja erst mal nur ein Formfaktor, bei NVMe SSDs kommen als Schnittstelle 4 PCIe Lanes zum Einsatz. Und PCIe 4 steht ja schon in den Startlöchern, damit sollte wieder eine Verdoppelung der Datenrate gegenüber PCIe 3 kommen. Ansonsten könnte man auch über Steckkarten bis zu 16 Lanes als Anbindung nehmen, wenn es unbedingt sein muss.
 
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es gibt SATA und PCIe. und es gibt 2,5" und M.2. das eine ist die schnittstelle, das andere ein formfaktor. hier mal ne SATA-M.2 und hier ne PCIe-2,5".
 
Klugscheiß: Genauer ist das letzte eine SSD in 2,5" Bauform mit NVME Protokoll und einem U.2-Anschluss. U.2 ist die Kabel/Stecker-Variante zu M.2, welches direkt gesteckt wird. ;)
https://de.wikipedia.org/wiki/U.2

Einen Sprung wie von HDD zu SSD wird es so vermutlich nicht mehr geben. Aktuell wird versucht Flash-SSDs so schnell wie RAM zu machen. RAM ist noch flüchtig. Intels 3D XPoint geht in diese Richtung.
https://www.computerbase.de/news/arbeitsspeicher/intel-optane-dc-persistent-memory-modes.65534/
https://de.wikipedia.org/wiki/3D_XPoint
https://www.computerbase.de/news/3d-xpoint/
 
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Falls Deine Frage darauf abzielt, ob es von SATA zu NVME nochmal so einen "gefühlten" Geschwindigkeitsboost gibt wie bei HDD zu SSD, kann ich aus praktischer Erfahrung sagen: nein. Außer Du kopierst die meiste Zeit große Dateien hin und her.
Für den Hausgebrauch und Gamer lohnen sich die Mehrkosten nicht.
 
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Die Storage Technik wird sich noch lange weiterentwickeln, allerdings wird auch die Architektur der Systeme dadurch sehr stark beeinflusst, schau dir mal 3D-XPoint als NV-DIMM Module an, oder auch die Konzepte von HPE The Machine.
 
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Für Privat gibt's eigentlich für 90%+ der Anwender nicht mal einen wirklichen Vorteil von Pcie bei SSDs. das wichtigste waren/sind die Zugriffszeiten. Ich denke das das ganze Thema Bandbreite in den nächste Jahren stagniert ( ich meine die tatsächliche Anwendung / nicht die technischen Möglichkeiten ).

Ein paar Beispiele:

4K Filme:
Es gibt keinen praktischen Nutzen mehr, eine höhere Auflösung als 4K zu verwenden. Hier erwarte ich kaum noch Steigerungen pro Film. 3D und so Spielereien jetzt mal außen vor.

Spiele:
Sobald wir annähernd Fotorealistische Texturen (die wir teilweise schon) haben wird die Datenmenge auch bei Spielen stagnieren.

Musik:
Hier ist man seit ein paar Jahren schon an einem Punkt an dem mehr Daten keinen Sinn mehr machen.
Im Gegenteil, neue Codecs ( z.B. Opus ) verkleinern komprimierte Musik sogar noch bei Quasigleicher Qualität.


Meine Vermutung:

Im privaten Umfeld wird die Datenmenge stagnieren.

Im gewerblichen Umfeld wird es noch eine Weile nach oben gehen. Thema Streaming, Spielestreaming.
 
NVME ist hier das was mehr bandbreite den ssd´s gibt. die latenzen bewegen sich immer noch in kaum spürebaren bereichen der steigerung
 
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Wenn SSD mit QLC :( schon jetzt so schlecht sind und die Verwaltung immer aufwendiger wird dürfte die technische Gränze langsam erreicht sein von SLC , MLC , TLC , MLC , QLC ... OLC -SSD und was ist dann mittelfristig zuerwarten ?

Und da die M2 SSD ehr sehr nachteilig sind,
was kommt da ähnlich flexsibles,robustes,einfach zunutzendes wie die heutigen bewährten SATA SSD in 2.5 Format ?

frankkl
 
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Chesterfield schrieb:
NVME ist hier das was mehr bandbreite den ssd´s gibt. die latenzen bewegen sich immer noch in kaum spürebaren bereichen der steigerung

Aber warum ist der Unterschied dann bei 4KiB von z.B. einer 970 evo gegenüber einer 850 evo so groß (cb-Artikel)?
 
Ich hab's schon oft hier gesagt.
Ich hab im Gaming PC eine Samsung NVMe System-SSD und bei meinen anderen PCs überall "normale" Crucial / Samsung SSDs in verschiedenen Größen...
Der Gaming-PC fühlt sich einfach viel direkter, schneller und reaktionsfreudiger an.
Also ich bin der Meinung, dass man es schon "merkt".
Ob es einem das Wert ist, bleibt ne andere Sache.
 
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Mit meinem 8700K merke ich persönlich keinen Unterschied in Windows, ob es auf einer 970Pro (NVME) oder einer MX500 (SATA) läuft. Hatte es mal ausprobiert.

Hatte vor längerer Zeit auch mal geschrieben, was der Unterschied beim laden eines Civ V-Lategamespielstandes ist. Das waren glaube ich 42 zu 39 Sekunden...
 
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Chesterfield schrieb:
NVME ist hier das was mehr bandbreite den ssd´s gibt.
Nicht NVMe, sondern PCIe bringt die größere Bandbreite, denn NVMe ist nur ein Softwareprotokoll für SSD mit PCIe Anbindung, so wie AHCI das Protokoll für SATA SSDs ist: Es gab am Anfang aber auch PCIe SSDs die das AHCI Protokoll genutzt haben. NVMe hat weniger Overhead und ermöglich daher etwas geringere Latenzen als AHCI, aber im Vergleich zu Latenz von NAND Flash spielt dies kaum eine Rolle.
 
Klar, als Consumer wird es wohl nicht so schnell nochmal dieses Wow-Erlebnis geben. Im gewerblichen Bereich und in der Forschung sind aber auch kleinere Schritte bei Kapazität, Datendichte, Energieverbrauch und Transfergeschwindigkeit gern gesehen.
Die anfallenden Datenmengen werden nicht kleiner und Energie-/ Standortkosten sind schon aus Prinzip zu hoch. ;)
 
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