Bulletchief schrieb:
- Bibliothek nach Linux gefiltert, um auf Nummer sicher zu gehen.
- Schon mal 2/3 der Bibliothek weg, ok.
- eins der übrigen 'kompatiblen' Spiele genommen und installiert (Total War, Warhammer 3)
Indem du genau das nicht machst, würdest du dir sehr wahrscheinlich die ganzen Probleme ersparen, über die du dich im weiteren Text auslässt.
Denn mit dieser Einschränkung bietet dir Steam nur Spiele an, die eine native Linux-Version haben und installiert dann folglich auch diese. Nur sind die Linux-Builds der Spiele meist schlicht Mist. Denn bei den nativen Linux-Versionen haben die entsprechenden Spiele meist zwei Probleme:
Sie sind vom Entwickler kaum bis gar nicht gepflegt und entsprechend veraltet und/oder schlecht getestet, wodurch sie mit aktuellen Distributionen Probleme machen können bzw. gar inkompatibel sind. Der Entwickler hat halt zum Release mal einen (halbgaren) Linux-Port mit veröffentlicht und sich dann nur noch um die Windows-Version gekümmert.
Der Entwickler hat beim Linux-Ports meist nur eine bestimmte Distributionen - in der Regel eine Ausgabe von Ubuntu, die zum Release des Spiels mal aktuell war - berücksicht und bei allen anderen Distributionen auf sich gestellt, was Abhängigkeiten angeht. Selbst bei neueren Ubuntu-Version & -Derivaten hat man dann mitunter Probleme, weil das Spiel gegen mittlerweile veraltete Abhängigkeiten gebaut wurde.
Einfach Steam auf default lassen, so dass für jedes Spiel prinzipiell die Windows-Version installiert und über Proton ausgeführt wird. Das nimmt dann nämlich die Linux-Distribution und deren Pakete komplett aus der Gleichung raus. Steam hat hinsichtlich Abhängigkeiten eigene "Linux Runtime" Bundles. Die braucht man auch nicht selber installieren, sondern Steam automatisch kümmert sich da selbstständig drum.
Ich spiele praktisch alle meine Steam-Spiele in der jeweiligen Windows-Version per Proton unter Linux und musste bisher genau 0 frickeln oder mit irgendwelche Abhängigkeiten rumkaspern - bei Steam auf "Installieren" klicken und Spiel starten hat bisher bei mit bei praktisch jedem Spiel funktioniert. Gibt vielleicht hier und da mal ein Spiel, wo ich für das Spiel eine andere Proton-Version auswählen muss, aber mehr gebastel ist da praktisch nicht.
Kurz gesagt, Valve hat sich bei Steam für Linux (und logischerweise auch SteamOS) durchaus Gedanken gemacht, damit im Auslieferungszustand (also generell Windows-Versionen mit Proton nutzen) möglichst viele Spiele unter Linux komfortabel, also ohne Gebastel durch den nutzer spielbar sind. Selber irgendwas dahingehend anders konfigurieren, sorgt dann eher für Probleme als dass es etwas besser macht.
Bei einer älteren Steam-Installation könnte man ggf. in den Einstellungen noch gucken, es darauf eingestellt ist, prinzipiell Proton zu verwenden. Das wurde irgendwann zwar die Default-Einstellung unter Linux, aber bei älteren Installationen kann die halt noch anders gesetzt sein. So sollte die im Optimalfall aussehen: