Naja, Flugzeuge müssen vor Entführung besser geschützt werden, als Züge, weil man Flugzeuge in Atomkraftwerke stürzen lassen kann, Züge nicht. Dass die Außenwände von Atomkraftwerken eine verbriefte Sicherheit gegen Flugzeugeinsturz hätten, ist ein Mythos, der so nicht ganz stimmt, denn getestet wurde Ende der 70er bis Anfang der 80er nur mit Triebwerken der damaligen durchschnittlichen Verkehrsmaschinen wie Boieng 737 (nicht 747) - dabei wird also nicht berücksichtigt, dass a) 747 und A380 wesentlich mehr Triebwerkmasse haben und b) durch die Kerosinexplosion noch zusätzlicher Druck entsteht. Ich würde nicht darauf wetten, dass Steinzeitreaktoren wie Biblis einen Einsturz überleben können - das WTC galt schließlich auch als sicher, weil bei den früheren Berechnungen niemand auf die Idee kam, dass a) der Kerosinexplosionsdruck den Feuerschutz von den Stahlträgern absprengen kann und b) der Feuerschutz entgegen der Planung gar nicht zuverlässig flächendeckend aufgetragen war - Stichwort unsichere Bolzen in Biblis, weswegen das Steinzeitdingen ein halbes jahr abgeschaltet war, bis tausende Bolzen ausgetauscht waren.
Da es Deutschland verboten ist entführte Flugezuge abzuschießen, hat man da halt ein sehr reizendes Ziel für jeden der Terror, also Angst und Schrecken bzw. "Shock and Awe" (erinnert sich noch jemand an den Operationsnamen der US Air Force?) auszulösen.
Man könnte das Problem auch lösen, indem man den Atomausstieg ernst nimmt, anstatt den Flugverkehr dermaßen unsinnig zu behindern, aber Atomausstieg wäre ja Wirtschaftsschaden, wenn Manager mittlerweile lieber mit dem Zug fahren, weil man mit dem Flugzeug zu viel Zeit zum Einchecken verplempert und im Flugzeug nicht arbeiten darf, stört das die Wirtschaft nach CDU-Logik wohl nicht.