Eure Lieblings-TV Serien

belajboy schrieb:
Prison Break.

In dieser Serie geht ALLES schief was schief gehen kann. Im Endeffekt läuft sie wie folgt ab:

(Gute) Idee -> Zuversicht -> Kurz vor Beendigung -> IRGENDWAS geht schief (gerne auch mit Zufall des Jahrhunderts) -> ausweglos -> neue Idee -> Zuversicht...

kampion schrieb:
Das ist doch nahezu normal bei fortlaufenden Serien, sonst gäbe es nicht mehrere Staffeln. Es muss was passieren, Spannung erhalten werden, schief gehen. Und dann nochmal, und nochmal, und nochmal....ich hab schon lang aufgehört mich darüber zu ärgern. Wenn der Cast stimmt und der Spannungslevel oben bleibt ist doch alles bestens. Das ist z.B. bei Breaking Bad, TWD und Prison Break der Fall, aber für mich persönlich nicht bei FTWD und Mr. Robot.

Dass das normal ist, ist ja Teil des Problems. Das leitet sich - wie du das auch schon angedeutet hast - aus der marktförmigen Logik ab, die eben bestimmend ist. Das macht die meisten Serien - Prison Break inklusive - ja auch so schlecht.

Ich bin meistens dann auch dankbar, wenn an sich gute Serien im Mini-Format geplant sind (d.h. es gibt nur eine Staffel mit in sich geschlossener Handlung) oder nach ein, zwei Staffeln abgesetzt werden. Das spart mir viel Zeit, weil die Hoffnung, dass es doch noch originell weitergeht, zuletzt stirbt (ich also weitergucke), aber idR enttäuscht wird.

Bei Breaking Bad sehe ich diese Logik nicht walten. Da ist das eine schleichende Eskalation vom Kleinkriminellen, der aus Existenznot handelt zum Drogen-Kingpin mit entsprechender Charakterwandlung.

Wie das bei Mr. Robot ist, kann ich nicht sagen, ich habe nur die erste Folge der zweiten Staffel geguckt, weil mir die Schauspieler bzw. vielmehr ihre Rollen viel zu schlecht waren.

Und bei Prison Break fängt es ja schon mit dem grotten schlechten Hauptdarsteller an. Ist der überhaupt mal zur Schauspielschule gegangen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Puh, habe den noch gar nicht von der schauspielerischen Leistung bewertet. Die Serie ist natürlich was fürs (weibliche) Auge ;-) Lincoln trägt aus Prinzip kein Hemd dass über dem Bauchnabel zugeknöpft wird usw. Ist für mich einfach keine Serie die dem "Hype"/"Ruhm" gerecht wird. Vielleicht kommt es noch.

Für mich die größte Enttäuschung aller Zeiten: Lost.

Sons of Anarchy fand ich ganz gut. Habe mich lange gewehrt, weil ich keine Lust auf Rocker Zeug hatte. Aber dort sehr gut verpackt und dargestellt! Mit den üblichen Problemen zu kämpfen, aber trotzdem sehr gute Serie! Am meisten gefällt mir die (gezwungenermaßen mit der Rocker Szene einhergehende) Kompromisslosigkeit. Wenn man sich denkt "Boah jetzt hau dem mal in die Fresse", passiert es auch :D
 
Für mich die größte Enttäuschung aller Zeiten: Lost.

:eek:

Wie jetzt.... Lost war doch der Hammer. Ich kenne keine Serie über die sich die Leute & auch meine Freunde so stark/extrem unterhalten haben.

Hast du Lost nicht verstanden, oder findest du den Religiösen (hauch:D) zu viel? oder weil nicht alles bis ins letzte Detail erklärt wurde?

Ich schaue immer noch: TWD, FTWD, Orphan Black & Better Call Saul

LG
 
@ PRAXED

Die erste Staffel war mit das genialste was an TV Serien bisher gezeigt wurde. Danach hat man irgendwann den Punkt verpasst, Bzw. Man hat sich vorher keine Gedanken gemacht, das alles schlüssig zu konstruieren.

Lost Schema:

Etwas krasses passiert -> Wieso? -> Mist, wie klären wir das auf? -> etwas NOCH krasseres passiert -> Wieso? -> Mist...

Und es gibt so vieles das nicht logisch ist. Dieses religiöse Zeug wirkt so unfassbar deplatziert und notwendigerweise dahin geklatscht damit irgendeine Erklärung hat. Habe mich Echt zwingen müssen, die Serie zu Ende zu schauen.
 
Jupp, Lost ist ein weiterer Kandidat, dem Absetzung nach der zweiten Staffel gut getan hätte.

Ich hoffe, Westworld wird nach der zweiten abgesetzt. ;)
 
efferman schrieb:
Habe vorhin auch the grand tour angesehen. Ist Top Gear ohne die BBC, die drei spinner sind immer noch spinner. Ich bin erstmal zufrieden.

Nach der zweiten Folgen bin ich jetzt leider nicht mehr so überzeugt. Zumindest habe ich die gewohnten elemente sehr stark vermisst bzw ist mir der Ersatz schlicht als unzureichend aufgefallen.

Der ganze Teil mit mit den Einsatztruppen war für mich totaler Blödsinn den es so vorher nicht gab (und es gab schon einige Filme mit/um Sondereinheiten). Das Drift-Event war inhaltslos und witzlos. Die Uralten Meme und Bildchen kennt man aus jahrealten picdumps. Das digitale Lap Board ist Mist und der neuen Strecke fehlt einfach der bekannte Charme (für mich steht da auch zu viel herum obwohl es ja eigentlich um das Auto gehen sollte oder mal ging), die Kurvennamen versuchen zu angestrengt lustig zu sein, der neue Fahrer ist einfach komplett unlustig und nervt mich. Der Witz mit dem berühmten Gast wird auch schnell alt werden und der "star in a reasonably priced car" war hier zwar nicht immer bekannt, aber halt ein fester und lustiger bestandteil von TG.

Das beste, weil bekannte, waren noch die ersten Minuten (abgesehen von den Bildchen) und der Aston Martin Film die anderen 40 Minuten fand ich tatsächlich fast schlimmer als das neue Top Gear mit den bekannten Elementen aber ungewohnten, mitunter unpassenden, Moderatoren.

Natürlich werd ich es weiter angucken, aber falls es nicht besser wird oder ich mich nicht daran gewöhnen kann, wird es in der Liste durchrutschen.


Nachtrag 3.12.:
Die dritte Folge war wesentlich mehr mein Geschmack und für mich die bisher beste der neuen Serie.
Auch, weil fast alle meiner Kritikpunkte diesmal weggelassen wurden.

Ob der lange Filmbeitrag jetzt an die Qualität von TopGear herankommt oder zu sehr gestellt/erzwungen komisch war mag ich (noch) nicht abschließend beurteilen. Auf jeden Fall freue ich mich nach der dritten Folge deutlich mehr auf die vierte als es nach der zweiten der Fall war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll daran nun Schwachsinn sein, Tourgott? Wenn du die Serie supi fandest und das ewige Genudel aus "Enthüllung offenbart noch weitere Rätsel..." toll fandest, dann um so besser für dich.

Wenn man ein bisschen darüber palavert, wie man sich gute Serien so vorstellt und du dich da als Fan auf den Schlips getreten fühlst, scheinst mir eher du der mit den schwachen Sinnen (i.S. von Nerven) zu sein.

Ich bin da mittlerweile als interessierter Seriengucker eher froh, wenn schnell abgesetzt als fortgesetzt wird - aus o.g. Gründen.

Es gibt ja auch immer mehr Mini-Serien, was sehr zu begrüßen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
@legan
Text könnte von mir sein. Ich kannte zwar TG nicht, finde aber, wie schon oben geschrieben, dass in der Sendung zu viel Quatsch ist (mit oft wiederholten, gescripteten, wenig spontanen Pointen) und viel zu wenig Auto, worum es ja gehen sollte. Was der Mist in Jordanien sollte hab ich mich auch gefragt, hat fast die halbe Sendung eingenommen und war total langweilig.
 
Ich muss legan auch voll zustimmen.
Die 2. Folge von TGT fand ich auch deutlich langweiliger als die 1.

Blödes Militärtraining...
Was soll der Mist mit dem 'Celebrity Braincrash'? In der 1. Folge fand ich das noch ganz lustig, aber jetzt war es schon nervig. Wieder der gleiche Kommentar wie letztes mal: "does that mean she's not coming on stage then?"

Ich hoffe das bleibt nicht so, sonst verliere ich die Lust dran.
 
Abe81 schrieb:
Was soll daran nun Schwachsinn sein, Tourgott? Wenn du die Serie supi fandest und das ewige Genudel aus "Enthüllung offenbart noch weitere Rätsel..." toll fandest, dann um so besser für dich.

Es geht nicht darum, ob man eine Serie persönlich gut oder schlecht findet - das ist immer abhängig von den eigenen Vorlieben. Wer allerdings behauptet, dass Lost abgesetzt werden hätte müssen, hat einfach keine Ahnung von der Serienlandschaft Mitte des letzten Jahrzehnts. Lost war ein Rettungsanker für ABC sowie für die gesamte Branche, die damals auf ihrem kreativen Tiefpunkt war. Lost haben wir es zu verdanken, dass wir heute Serien wie Game of Thrones, Breaking Bad, Westworld, Mr. Robot usw. usf. schauen können.
 
@TG: Ich fands lustig, vor allem weil sie eine Menge Filme parodiert haben, wenn auch mehr schlecht als recht aber das machts ja lustig, weil sie wissen es selbst bzw. machens absichtlich.

Das es bei Top Gear nur selten um Autos gegangen ist (bzw. meist nur in einem der Teile) ist ja allgemein bekannt. Bezüglich Star und Lap board. Sie dürfens rechtlich einfach nicht machen. Das händische aufschreiben von Rundenzeiten und aufhängen auf einem Board ist rechtlich gefährlich und könnte von der BBC geklagt werden, deswegen machens des nicht.
Genauso wie sie bestimmte Sätze nicht wiederholen dürfen, irgendwo wurde das mal erklärt (wenn sie z.B. schonmal in einer Wüste waren, dann dürfen sie da nicht nochmal das selbe oder ähnliches sagen).

Ich seh da jetzt kein Problem mit der Qualität, es gab immer Sendungen die etwas schwächer waren, vor allem wenn man an die ersten Staffeln zurück denkt.
 
Tourgott schrieb:
Lost war ein Rettungsanker für ABC sowie für die gesamte Branche, die damals auf ihrem kreativen Tiefpunkt war. Lost haben wir es zu verdanken, dass wir heute Serien wie Game of Thrones, Breaking Bad, Westworld, Mr. Robot usw. usf. schauen können.

Inwiefern hängen Lost und die Folgeproduktionen zusammen?

Bei Breaking Bad weiß ich es zufällig genauer: Die Serie verdankt es nur einem Glücksfall von einem Nischensender angenommen worden zu sein, die großen Studios haben das Konzept vorher als nicht rentabel abgelehnt.

Aus ökonomischer Perspektive magst du vielleicht sogar Recht haben, von daher kann man sagen: Gesetzt, du hast mit deiner Behauptung Recht, ist es gut, dass sich genug Menschen so lange für diese nach der zweiten Staffel miese Serie interessiert haben. Aber wir haben ja auf ganz anderer Ebene darüber diskutiert, nämlich eben die Qualität der Serie an sich, unabhängig davon, inwiefern sie den Markt geebnet hat für gewagtere Folgeprodukte.

Zudem könnte man über andere Serien, die vor Lost anliefen, das gleiche behaupten. West Wing - die den Weg für episch erzählte Polit-Thriller gebahnt hat - oder The Wire.
 
Abe81 schrieb:
Inwiefern hängen Lost und die Folgeproduktionen zusammen?

Lesen und verstehen: http://www.thewrap.com/5-ways-lost-changed-tv-13764/

Abe81 schrieb:
ist es gut, dass sich genug Menschen so lange für diese nach der zweiten Staffel miese Serie interessiert haben.

Mich beschleicht das Gefühl, dass du die Serie entweder überhaupt nicht gesehen, oder sie einfach nicht verstanden hast, denn eine solche Aussage ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Immerhin hat es einen guten Grund, warum Lost so ziemlich in jeder Bestenliste auftaucht.
 
Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden aber der ein oder andere scheint damit wohl ein Problem zu haben?
Ich fand die Serie ebenfalls nicht schlecht. Die ersten beiden Staffeln waren wirklich spitze und alle folgenden konnten dem nicht standhalten aber ich würde die Serie keinesfalls als "Mies" betiteln
Die komplette Box steht auch in meiner Sammlung und schaue die mir immer wieder mal gern an
 
Trotz der hemdsärmligen Bescheidwisser-Attitüde ("Lesen und verstehen") kann ich dem Artikel nichts entnehmen, was meinen Aussagen widersprechen würde. Im Gegenteil, unterstreicht es das nur. Einzig die Einschätzung über den Zeitpunkt der Absetzung ist anders, aber die Einstellung, dass Serien einen 'natürlichen Tod' sterben sollten und nicht den "miese Quoten"-Tod, ist ja genau das, was ich schrieb und der Artikel auch über den Lost-Produzenten erzählt.

Die Behauptung, Lost habe den Weg für serielles Erzählen mit abgeschlossener Handlung nach n Staffeln geebnet, ist auch im Artikel nicht mehr als das - eine Behauptung. Das ist dem Artikel jetzt nicht anzulasten (so funktioniert diese Art von Entertainment-Presse, fixiert auf einzelne Helden- und Macher-Typen; gesellschaftliche Tendenzen werden personalisiert), aber ihn als Quelle für eine etwas steile These zu nutzen, ist da schon seltsamer. Ich habe ja bereits vor dieser Quelle Gegenbeispiele genannt. Sowas zeichnet sich als Trend ab, als gesellschaftliche bzw. kulturindustrielle Tendenz, nicht durch einen Superman (Darlton), der als Ein-Mann-Avantgarde-Bewegung alles geändert haben soll.

Wenn man schon so ein etwas protziges Kenner-Verhalten an den Tag legt, sollte man vielleicht ein wenig mehr Mühe in Argumente stecken, anstatt das ganz einsilbig mit "Schwachsinn" zu bewerten und dann aber nur dünne Belege zu liefern. :P
Ergänzung ()

CyberdyneSystem schrieb:
Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden aber der ein oder andere scheint damit wohl ein Problem zu haben?
Ich fand die Serie ebenfalls nicht schlecht. Die ersten beiden Staffeln waren wirklich spitze und alle folgenden konnten dem nicht standhalten aber ich würde die Serie keinesfalls als "Mies" betiteln
Die komplette Box steht auch in meiner Sammlung und schaue die mir immer wieder mal gern an

Ich fand Lost auch 'nicht schlecht', habe ja auch alle Staffeln geguckt. Ich piesake ja auch nur die Fans. Ich weiß nicht, wie es den meisten geht, aber bei Lost war es bei mir so, wie bei einer Myriade anderer Serien auch: Während des Guckens ist man drin im Geschehen - Immersion ist ja auch ein Qualitätsmerkmal, wenn auch bei Serien nicht unbedingt so positiv wie bei Videospielen - guckt sich alle Staffeln an. Nach ein bisschen Distanz sieht man das anders und ich frage mich dann oft, warum ich mit sowas meine Zeit verschwendet habe. Aus der Ernüchterung heraus lässt es sich m.E. besser bewerten, was ganz okay ist (wie Lost) und es nur geschafft hat, sich von Staffel zu Staffel zu hangeln und was wirklich gut zu nennen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben