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Was sollte man da „einweben“? Die Myriade an anderen Ungereimtheiten, die schlicht historisch falsch sind, werden ja auch nicht narrativ eingeholt. Es ist ja schließlich auch Fiktion und keine Dokumentation.
 
Eine Afrikanerin als Anführerin von Kattegat passt aber so gar nicht, selbst wenn es insgesamt historisch nicht so korrekt ist. Mir ist das auch Wumpe, ob Mann oder Frau, wenn die Charaktere überzeugen.
Lagertha war auch Anführerin und das fand ich sogar sehr passend. Aber hier sieht man wieder dieses gezwungen Diverse von vielen Netflix Serien.
 
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Abe81 schrieb:
Was sollte man da „einweben“? Die Myriade an anderen Ungereimtheiten, die schlicht historisch falsch sind, werden ja auch nicht narrativ eingeholt. Es ist ja schließlich auch Fiktion und keine Dokumentation.
Aus demselben Grund warum in Königreich der Himmel Saladin nicht von Tom Hanks sondern von Ghassan Massoud und Moritsugu Katsumoto nicht von Til Schweiger sondern von Ken Watanabe in Last Samurai gespielt wird und das "Whitewashing" in vielen älteren Filmen zurecht kritisiert wurde.

Jeder weiss das Filme und Serien im besten Fall historische Anleihen nur bedienen können, niemand hat behauptet Vikings wäre eine historische Doku, doch jede Fiktion bedient sich eine inneren Logik um Glaubwürdigkeit bei dem Zuschauer zu erzeugen. Im Fall von Vikings Valhalla ist hier einfach nur stumpfes "Blackwashing" betrieben worden, hast du die Klagen über die Anführering Lagertha in Vikings gehört? Jemand sich über das "falsche Geschlecht" beschwert? Nein, warum? Ganz einfach, gut und glaubhaft erzählt und noch besser geschauspielert.

Eine Afrikanerin als Vikingleader? Mir solls recht sein, dann aber erzählt es mir bitte wie es dazu kam, das müssten derart extrem und interessante Umstände gewesen sein, macht doch eine Geschichte daraus anstatt einfach nutzloses virtue signaling.
 
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The_waron schrieb:
eine Anführerin und natürlich eine Afrikanerin (ja wirklich).
WTF, das ist historisch ja kompletter Mumpitz O.o
Und ich fand Vikings immer deswegen gut, weil es die damalige Atmosphäre so gut rübergebracht hat und auch einigermaßen glaubwürdig war.
 
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@The_waron @strempe
Danke für eure Rückmeldungen. Ich werde es trotzdem mal versuchen und mir ein eigenes Bild machen. Vikings hat, wie hier schon angemerkt, große Fußstapfen hinterlassen. Mal schauen, wie sich meine eigenen Eindrücke dann mit euren so vergleichen lassen.
 
Einige Punkte an der Besetzung im neuen Vikings sind ja oberflächlich nachvollziehbar, bricht sie doch stark mit der eigenen Sehgewohnheit. Das Undurchschaute bleibt hierbei, wie sehr diese „innere Logik“ schon vorher nicht existierte. Nur störte man sich nicht daran, weil die Serie eben einfach im überschaubaren Bedürfnishaushalt des Zuschauers auf Affekte setzte. Nicht nur dass Schauspielkunst, Dialoge und zeitliche Kohärenz nicht vorhanden waren, es wurde beliebig am Narrativ gedoktert, wie es gerade versprach am spannendsten zu bleiben - unabhängig von Konsistenz von entwickelten Figuren oder der Geschichte.

Verräterisch an dieser oberflächlich nachvollziehbaren Kritik, die ich hätte auch einfach so abknicken können, ist aber dieser eingeübte Umgang mit dem ressentimentgeladenen Vokabular gegenüber dem Ansatz des sozialen Fortschritts durch Repräsentation („Woko Haram“).

Ich bin auch kein Freund von Identitätspolitik, aber dass man sich bei dieser Katastrophe von Serie nun auf die Neubesetzung stürzt, lässt vermuten, das dort Ressentiment herrscht, wo Argumente vorgeschützt werden. Also wirklich, „innere Logik“ in Vikings - lol.
 
E:
Ich drücke es mal diplomatischer aus.
Das ist wieder die typische selbstgerechte Überheblichkeit der linksliberalen Fraktion.
Natürlich durchdringt jeder mit einer anderen Meinung die Thematik nicht oder ist schlicht ignorant.

Vikings Valhalla muss sich auch an der Originalserie messen lassen. Und da waren die Charaktere vielschichtiger und nicht so schablonenhaft.
Jetzt hat man mehr oder minder die aktuell generische Hollywood-Ware. Die wird von der Kritik auch oft gelobt. Das könnte auch die Differenz zu Bewertung der Kritiker und des Publikums erklären.
Und es nickt eben nicht jeder diese Entwicklung einfach ab.
Mehr oder minder immer dieselbe Moralkeule und dieselben politischen Statements, teils stumpf in Serie/Film implementiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thane schrieb:
Vikings Valhalla muss sich auch an der Originalserie messen lassen.

Meine obige Kritik meint die Originalserie.

Die immanente Kritik habe ich bereits vor der ganzen Diskussion um eine Schauspielerin mit falscher Hautfarbe hier im Thread erwähnt wie auch die Erwähnung, dass ich Identitätspolitik für falsch halte, das Abspulen der eingeschliffenen Abwehr läuft hier also ins Leere.

Und wie herbeigezaubert folgte gleich ein Kommentar, der meine Einwände Pars pro toto untermauerte: Dass sei „historischer Mumpitz“ unter Absehung von den unendlich vielen anderen historischen Fiktionen, die mehr mit der Projektion eigener Bedürfnisse auf eine Vikingervergangenheit zu tun hat, als mit der Darstellung dieser Vergangenheit.
 
Thane schrieb:
Ich drücke es mal diplomatischer aus.
Das ist wieder die typische selbstgerechte Überheblichkeit der linksliberalen Fraktion.
Natürlich durchdringt jeder mit einer anderen Meinung die Thematik nicht oder ist schlicht ignorant.
Man kann mal ein fiktives Experiment machen: Stelle dir vor ein hochwertig produzierter Faketrailer einer kommenden ML-King Verfilmung wird auf den üblichen Plattformen veröffentlicht, in der Hauptrolle: Tom Hanks. Was meinst du wieviele "fortschrittliche" und "progressive" Kommentare da aus der linksliberalen Bubble kommen werden? :D

Selbst wenn wir bei Vikings Valhalla den extrem lähmenden Woke-Ballast mal weg lassen: Leider ist der Rest auch nur Durchschnitt, es wirkt auch allgemein das die Produktion weniger hochwertig abgedreht wurde, es fällt beispielsweise bei den Überfahrten sehr stark das Greenscreening auf, im Original war ich teilweise erstaunt wie realitätsnah diese Szenen wirkten, wenn man vorallem bedenkt das gerade Wasser bis heute eine Herrausforderung darstellt im Bereich CGI.

Die Schauspieler sind halt auch sooo..... Durchschnitt, das Schauspiel ist nicht schlecht aber man hat eben die Messlatte Fimmel/Winnick/Skarsgard und da kommt man leider nicht heran, man ist eher schon stark davon entfernt. Hier kann man sich selber mal ein Bild machen und auf Youtube eine "Kriegsrede" von Travis Fimmel und Sam Corlett vergleichen, da liegen teilweise schon Welten dazwischen.
 
Ich fand, dass Boba Fett nicht an Mando heran kommt. Trotzdem eine tolle Serie.
Die Vespa Biker Kids passen aber mMn überhaupt nicht ins Bild und reißen mich jedes mal raus.
 
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Ich weiß nicht woran es lag, aber Boba Fett war produktionstechnisch miserabel. Das Set sah aus, als hätte man es aus der Mottenkiste der alten Star-Wars-Filme entstaubt, die Kampfszenen wirkten wie bei der alten Enterprise und die Western-Elemente wirken aufgesetzt. Die Dialoge sind nur Vehikel zu Einleitung der Actionszenen und scheinen den Produzenten ansonsten egal.

Schade, dass man Mandalorian-Inhalte verpasst, wenn man Boba Fett nicht guckt, sonst wäre mir die Serie keine Minute Wert.
 
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@Abe81
Also waren die schlechten Dialoge dafür da, um die miserablen Kampfszenen einzuleiten? Klingt ja nach ner tollen Serie.
Abe81 schrieb:
Ich weiß nicht woran es lag
Mit geringen Produktionskosten vom Mandalorian-Image profitieren?
 
Geschmäcker sind halt verschieden, das ist nicht schlimm und gut so. :)
 
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Keks2me schrieb:
Gibt es da draußen keine Boba Fett Fans es kann ja nicht sein oder?

Gibt es, die Serie hat mir mal wieder einen alten, liebgewonnene Charakter kaputt gemacht. Das beste an der Serie sind die Folgen wo Boba nicht drin vorkommt.

Die Handlung der Serie ist einfach hundsmiserabel in meinen Augen :(
 
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MoinKffee schrieb:
Mit geringen Produktionskosten vom Mandalorian-Image profitieren?

Ja, snowiest das. Das Geld für die teuer eingekauften Rechte möglichst schnell wieder einfahren.

Keks2me schrieb:
…und es hagelt Kritik.

Wenn eine Serie schlecht ist, hagelt es idR Kritik. Gucken kannst du sie ja dennoch. hält dich ja keiner davon ab - auch wenn ich es gerne würde 😉
 
Ich bin jetzt fertig mit Battlestar Galactica. Am Ende war ich doch etwas überrascht und gleichzeitig auch enttäuscht - über das abrupte Ende der Serie. Dabei fing Staffel 4 doch wirklich so super an (für mich bis dahin eigentlich die beste Staffel). Deswegen frage ich mich jetzt, ob es vielleicht ähnlich wie bei GoT gelaufen ist. Serie wird abgesetzt, schnelles Ende, Punkt und fertig? Schade, das Ende fand ich wirklich extrem öde. Na ja, vielleicht ist das auch Geschmacksache.:D
 
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Sneaky Pete
Ein Trickbetrüger (Giovanni Ribisi) auf der Flucht vor einem bösartigen Gangster (Bryan Cranston) versteckt sich vor seiner Vergangenheit, indem er die Identität seines Zellengenossen aus dem Gefängnis annimmt, Pete. Er „versöhnt“ sich mit Petes entfremdeter Familie, ein dysfunktionaler Haufen schillernder Charaktere. Doch der Clan zieht ihn in eine Welt, die genauso gefährlich ist wie die, der er zu entkommen versucht – und wird vielleicht auch zu der liebenden Familie, die er selbst nie hatte.

Gut gemacht, kann ich nur empfehlen.


Treadstone
Aus (In) der Welt von Jason Bourne ist „Treadstone" ein(e) actionreiche(r) Thriller(-Serie) inmitten des CIA-Geheim-Programms Operation Treadstone. Die Ursprünge des berüchtigten verdeckten Programms werden ebenso ergründet, wie die Verbindungen zu heutigen Spezialoperationen. „Treadstone" folgt der Action über den gesamten Globus –von DC über Berlin, nach Paris und darüber hinaus. Treadstone verwandelt seine Rekruten aus aller Welt mit Hilfe eines Verhaltens-Modifikations-Protokolls in nahezu übermenschliche Attentäter. Sie erschaffen Schläfer-Agenten, die auf mysteriöse Weise „erweckt" werden, um ihre gefährlichen Missionen auszuführen.

Fand ich gar nicht mal schlecht, nur leider nach der 1. Staffel abgesetzt.


Taken
Executive Producer Luc Besson („96 Hours", „Das fünfte Element") liefert ein actiongeladenes, modernes Prequel zur international erfolgreichen „96 Hours" Reihe ab. Clive Standen (Vikings") spielt Bryan Mills, eine jüngere Ausgabe der Kultfigur aus den „96 Hours" Filmen. Der ehemalige Elitesoldat wird in einen Rachefeldzug hineingezogen, nachdem er dabei versagt hat, einen geliebten Menschen zu beschützen. Als er von einer Gruppe von CIA-Agenten rekrutiert wird, fängt Mills an, seine tödlichen Fähigkeiten zu verfeinern, während er sich kopfüber in gefährliche Missionen stürzt, die seinen Mut auf die Probe stellen und ihn an seine Grenzen bringen.

Bin jetzt Mitte der 2. Staffel und find es recht gut umgesetzt.
 
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