News Fairphone 3: Modulare Nachhaltigkeit in dritter Generation

dakR

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
407
Dann solltest Du Dich mal auf die Fairphone-Seite begeben...
[au
Ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich diese faire Geschichte einfach auf einen zu geringen Bereich des gesamten Herstellungsprozesses bezieht. Die Zulieferer aus Fernost werden und können sie nicht beeinflussen.... Und da liegt nunmal der große Übeltäter.

Empfehlen kann ich die Netflix Doku "American factory". Da bekommt man einen guten Eindruck über chinesische Fairness und Arbeitsbedingungen bzw. deren Arbeitseinstellung.

Also fair hergestellt wird es daher wohl nur zu einem winzigen Prozentsatz.

Ich konnte auf der Website nirgendwo etwas konkretes finden. Weder dazu wie faire Arbeitsbedingungen sichergestellt werden bei den Zulieferern, noch darüber zu wieviel Prozent das Gerät aus recycelten Materialien besteht. Immer nur Ansätze und Ideen wie man dazu beitragen will, dass sich etwas ändert.

Das ganze Fairphone Konzept erscheint mir eher dazu zu dienen, in den Köpfen der Menschen etwas auszulösen, was grundsätzlich richtig ist. Aber wieso ausgerechnet über ein Geschäftsmodell das Smartphones vertreibt?! Da gibt es doch nun wirklich bessere Produkte bzw. Stellschrauben.

Das es Modular ist, finde ich super, das man Dinge tauschen und Upgraden kann ist ne Klasse Sache. Ich bezweifle nur das sich dadurch was ändert.....

Effektiver fände ich es, Provider in die Pflicht zu nehmen und schlicht zu verbieten, alle 2 Jahre den Kunden mit nem neuen Smartphone für geringe Zuzahlungen zu ködern. Die Mehrheit der Leute dadraussen denkt ja immer noch ihr IPhone hätte nur nen euro gekostet. Das sie für ihre Allnet flat mit 2 GB Datenvolumen 60 euro im Monat zahlen und dadurch das Gerät quasi finanzieren sehen viele nicht.
Zusätzlich sollte man mehr forschen und Entwickeln in Bezug auf Recycling, um wirklich nachhaltig zu sein.

Ist grundsätzlich kein schlechtes Produkt, aber die Umsetzung und der tatsächliche Erfolg in Bezug auf Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen sehe ich nicht.
 

Mihawk90

Lt. Commander
Dabei seit
Jan. 2008
Beiträge
1.773
Die Zulieferer aus Fernost werden und können sie nicht beeinflussen.... Und da liegt nunmal der große Übeltäter.
Genau dort setzen sie aber an, bis hin zu den Minen wo die Rohstoffe herkommen... Vielleicht können Sie sie nicht alle beeinflussen, aber dann den Zulieferer wechseln.

Ich konnte auf der Website nirgendwo etwas konkretes finden.
https://www.fairphone.com/en/impact/
Dort unten sind diverse Beispiele und auch die Verfolgung der Supply Chain für die verschiedenen Modelle.

Das ganze Fairphone Konzept erscheint mir eher dazu zu dienen, in den Köpfen der Menschen etwas auszulösen, was grundsätzlich richtig ist.
Exakt. Fairphone ist sich auch bewusst, dass nicht alles "fair" geht. Es geht primär darum, auf die Umstände aufmerksam zu machen und soviel zu tun wie geht.

Aber wieso ausgerechnet über ein Geschäftsmodell das Smartphones vertreibt?!
Warum denn nicht? Das ist nunmal das Gerät das viele Menschen heute am häufigsten verwenden und ersetzen, warum also nicht dort ansetzen?

Zusätzlich sollte man mehr forschen und Entwickeln in Bezug auf Recycling, um wirklich nachhaltig zu sein.
Fairphone ist aus einem Forschungsprojekt der gemeinnützigen Waag Society entstanden und dort wird auch weitergeforscht...

Ist grundsätzlich kein schlechtes Produkt, aber die Umsetzung und der tatsächliche Erfolg in Bezug auf Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen sehe ich nicht.
Andererseits ist es aber auch der Wille es überhaupt mal zu versuchen, und Abnehmer gibt es dafür offensichtlich genug damit es sich finanziell lohnt.
 
Zuletzt bearbeitet:

dakR

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
407
Unter deinem Link steht doch genau das was ich beschreibe, sie versuchen dies und jenes, klären auf und Engagieren sich.

Aber wie konkret, in Zahlen auf das Produkt bezogene Daten kann ich keine sehen....

Mich würde einfach Mal interessieren zu wieviel Prozent fairer ein Fairphone hergestellt wurde, im Vergleich zu anderen Smartphones.

Engagement und Aufklärungsarbeit sind gut, aber machen das Produkt nicht automatisch fair.
 

dakR

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
407
Naja, wenn man sich damit schmückt ein faires Produkt zu verkaufen, wäre es doch interessant zu wissen was sie anders als andere machen.

Spiegelt der Begriff "Fair" die Haltung und das Engagement der Firma wieder. Also wird Umsatz generiert um nachhaltige Projekte zu finanzieren und Aufklärungsarbeit zu leisten oder ist es das Produkt selbst das fairer ist als andere... ?

Also ein direkter Vergleich könnte da helfen
 
G

Genscher

Gast
Ich finde man sollte zu "Greta-Zeiten" sich auch trauen ein Zeichen zu setzen.

Deswegen haben wir uns auch gerade einen SUV als Neuwagen bestellt. Allrad, viel zuviel PS und über 10 Liter Super.

Da ist für uns das Smartphone Fairphone nicht das richtige, passt nicht zum Image.

Fehlt noch ein Aufkleber für das Auto, den ich letztens gesehen habe: " Feinstaub-Dreckschleuder" 👍

Wegen Smartphone: Hat das Fairphone wirklich noch eine Taste? 2010 will sein Smartphone zurück?

PS: Wer Ironie findet, darf sie behalten. 😁
 

Mihawk90

Lt. Commander
Dabei seit
Jan. 2008
Beiträge
1.773
Naja, wenn man sich damit schmückt ein faires Produkt zu verkaufen, wäre es doch interessant zu wissen was sie anders als andere machen.
Klar verstehe ich worauf du raus willst, es ist aber nunmal schwierig sowas in Zahlen auszudrücken.
Viele Erfolge oder "langen Wege" findet man allerdings auch in deren Blog:
https://www.fairphone.com/en/blog/
Vielleicht ist da ja was für dich dabei ;)

Diese zwei wurden auch im Greenpeace Report erwähnt:
https://www.fairphone.com/en/2017/02/27/recyclable-fairphone-2/
https://www.fairphone.com/en/2016/01/27/how-we-got-fairtrade-certified-gold-in-the-fairphone-2-supply-chain/
 

fahr_rad

Lieutenant
Dabei seit
Juni 2018
Beiträge
694
Aber wieso ausgerechnet über ein Geschäftsmodell das Smartphones vertreibt?! Da gibt es doch nun wirklich bessere Produkte bzw. Stellschrauben.
Welche Produkte/Stellschrauben würden dir denn einfallen? Bei Verkehr und Ernährung bewegt sich doch auch viel in die nachhaltigere Richtung bzw. wird es zumindest versucht. Warum dann nicht auch bei so etwas wie dem täglichen Begleiter?

Provider in die Pflicht zu nehmen und schlicht zu verbieten, alle 2 Jahre den Kunden mit nem neuen Smartphone für geringe Zuzahlungen zu ködern.
Ich würde es für effektiver halten, wenn Hersteller verpflichtet würden, Sicherheits und Versionsupdates für mindestens XY Monate (zB 36 oder noch besser gleich 48?!) zur Verfügung zu stellen.
Da würden sich die Portfolio der Hersteller auf wenige Kategorien beschränken und es gäbe nicht mehr dutzende Smartphones unter 200€, die ihr ganzes Leben nicht ein einziges Android-Versionsupdate sehen.
 

dakR

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
407
Welche Produkte/Stellschrauben würden dir denn einfallen? Bei Verkehr und Ernährung bewegt sich doch auch viel in die nachhaltigere Richtung bzw. wird es zumindest versucht. Warum dann nicht auch bei so etwas wie dem täglichen Begleiter?


Ich würde es für effektiver halten, wenn Hersteller verpflichtet würden, Sicherheits und Versionsupdates für mindestens XY Monate (zB 36 oder noch besser gleich 48?!) zur Verfügung zu stellen.
Da würden sich die Portfolio der Hersteller auf wenige Kategorien beschränken und es gäbe nicht mehr dutzende Smartphones unter 200€, die ihr ganzes Leben nicht ein einziges Android-Versionsupdate sehen.
Naja wie schon beschrieben, diese köderei sollte man unterbieten. Gefühlt rennt jeder 2te mit nem Smartphone darum, welches er jeden Monat über nen Vertrag abstottert. Müsste er nach 2 Jahren 1200 Euro auf den Tisch legen um ein neues Smartphone zu erhalten, überlegt er/sie es sich mit Sicherheit zweimal ob er es nicht einfach weiter nutzt.

Es gibt auch durchaus in der 200 Euro Klasse Geräte welche regelmäßig Updates erhalten, Stichwort Android one, also das wäre jetzt für mich kein Argument. Aber klar, 48 Monate gesetzlich vorgeschrieben wären eine Verbesserung. Ist nur die Frage wie das global umzusetzen ist....
 

Bigfoot29

Lt. Commander
Dabei seit
Juni 2007
Beiträge
1.405
Die 48 Monate Sicherheitsupdates wären DAS Argument schlechthin. Es würde übrigens - wie auch die DSGVO - ein Leuchtsignal senden. Nicht umsonst diskutieren gerade viele Länder - darunter die USA - darüber, ob man das System, welches die wichtigsten Anbieter jetzt ohnehin umsetzen mussten, nicht auch für ihre Länder aktivieren sollte. Man stelle sich vor... man könnte bei einem 200 Euro-Smartphone einklagen, dass auch 3 Jahre nach Kaufdatum noch regelmäßig Updates kommen...

Regards, Bigfoot29
 
H

HornyNinja69

Gast
Finde das Handy als zweit oder Drittgerät garnicht mal so schlecht.
Überlege es mir für Bank und Authentificator Handy zu holen, mit der Modularität ist auch eine gewisse Lebensdauer garantiert
Leider ist der Preis schon stark, man bekommt für fast das selbe Geld Samsung galaxy s9 und s10 im Angebot, da lohnt es sich eigentlich mehr
günstige China Handys zu kaufen.
 

Justuz

Lt. Commander
Dabei seit
Sep. 2007
Beiträge
1.362
Nur 17500 vorbestellungen... Das ist doch etwas wenig wenn man auf der anderen seite die tausenden unternehmen mit ihren firmenhandys sieht... Die darüber hinaus auch immer etwas von nachhaltigkeit reden und so grün werden wollen der Umwelt zu liebe... Bei so simplen dingen wie einem handy wo man direkt etwas fuer die umwelt tuen könnte, hört da scheinbar schon in den meisten unternehmen die nachhaltigkeit auf...
 

Bigfoot29

Lt. Commander
Dabei seit
Juni 2007
Beiträge
1.405
@Justuz: Und Du meinst, dass man nach Präsentation vor 3 Tagen in einem Betrieb mit 1000+ Mitarbeitern mal eben vorbestellt?
1) Ein Bestellprozess dauert - je nach "Wasserkopf" einer Firma Wochen bis Monate bei größeren Chargen.
2) VORBESTELLEN werden die garantiert nix. Da werden erstmal Probeexemplare geordert und getestet, ob/wie die Qualität ist
3) Selbst das dauert üblicherweise einige Tage bis Wochen
4) Oft beobachtet man auch erstmal den Markt, um als Firma nicht "Beta-Tester" zu spielen.

Unabhängig davon:
Firmen müssen wirtschaftlich arbeiten. Dort wird nur in einigen Fällen besonders auf Nachhaltigkeit Wert gelegt. Meist geht es drum, einen optimalen Preis für ausreichend gute Qualität zu bekommen. (Das von Wirtschafts-Lehrern immer wieder und mit Leidenschaft als nicht existent verschrieene "Mini-Maxi-Prinzip".) Da würden höchstens die Außendienstler so ein Gerät bekommen, wenn es für das Image sein soll.

Sorry, aber realitätsnah ist Dein Ausbruch leider nicht gerade... :/

@HornyNinja69 : Bei mir ist es anders herum... ich hoffe, dass das FP3 nach einer Eingewöhnungsphase das Hauptgerät werden kann und das Librem5 irgendwann als Zweitgerät etabliert werden kann... (Im unwahrscheinlichen Fall, dass das Librem5 irgendwann mal ein funktionierender Allrounder ist, wäre dann das FP3 doch wieder das Backup-Gerät... hmmm... grübel ... okay, deutlich, bevor das passiert, gibt es - in 3 oder 4 Jahren? - das FP4. :D )

Regards, Bigfoot29
 

Justuz

Lt. Commander
Dabei seit
Sep. 2007
Beiträge
1.362
Bigfoot29 sie muessen ja nicht vorbestellen, es wuerde auch langen es bei release oder das vorgängermodell zu kaufen. Und wenn man wirklich so grün werden will wie man es propagiert. Gehört es doch zum guten ton ein fairphone zu haben... Das waer genau so wie wenn ein grünen politiker kein fairphone haette oder nicht mit dem fahrrad zur Arbeit faehrt... Wie soll man so jemanden dann noch ernst nehmen... Der noch nicht einmal eine klare linie verfolgt ? Das erinnert dann eher an wasser predigen und wein saufen...Wenn ich z.b. grün wählen würde. Ist es doch selbstverständlich fuer mich keine flugzeuge mehr zu benutzen ein fairphone zu besitzen und es sogut es geht nur noch öffentliche verkehrsmittel oder das fahrrad zu benutzen uvm. Ich arbeite in der logistik hier hört man soviel von gogreen, sauberen lkws usw... Und die spediteure schaffen es noch nichteinmal ihren Fahrern ein fairphone in die hand zu druecken... Wollen aber auf der anderen seite so grün sein..
 

tb4ever

Commodore
Dabei seit
Okt. 2013
Beiträge
4.739
Ich arbeite in der logistik hier hört man soviel von gogreen, sauberen lkws usw... Und die spediteure schaffen es noch nichteinmal ihren Fahrern ein fairphone in die hand zu druecken... Wollen aber auf der anderen seite so grün sein..
Nur ist es leider nicht ganz so einfach wie: "Oh, neues nachhaltiges Phone draußen, lass mal kaufen!" Gerade für große Firmen. Wenn ich überlege wie viel Zeit manchmal einfach nur 'verloren' geht von 'Hm, wir bräuchten mal sowas' bis hin zu 'Entscheidung ist gefallen, wir informieren uns mal eingehender über sowas.'

Hinzu kommt, dass so etwas wie Nachhaltigkeit bei Smartphones bei einem Spediteur jetzt nicht unbedingt tag täglich auf dem Radar erscheint. Da muss man erst Mal ... wie heisst es denglisch so schön: Awareness schaffen.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt: Ich hab mir privat ein shiftphone6m geholt. Hab davon auch meinem Chef erzählt (warum und wieso und warum trotzdem noch 'so teuer für so wenig Smarphone'), deshalb würde ich es aber nicht unterstützen, wenn der Chef jetzt alle gerade neu gekauften LG G6 Firmentelefone (ein Jahr alt) sofort durch FP3 oder ähnliches ersetzt. Das wäre ja jetzt auch nicht sonderlich nachhaltig.

Ist letztlich alles grau und kein schwarz-weiß.


MfG tb
 

Zero_Point

Lt. Commander
Dabei seit
Feb. 2017
Beiträge
1.553
Interessantes Konzept, aber der Preis für die Mittelklassehardware vermiest es und ein Tablet will ich eigentlich auch nicht.

Und? Wo ist jetzt bitte der Unterschied zu allen anderen phones? Die meisten Hersteller lassen dich nach kürzester Zeit sowieso im Regen stehen, da müssen die nicht mal für Pleite gehen, gehört einfach zur Strategie...
Der Preis ist der Unterschied. Bei der Konkurrenz kannst du dir für das Geld 2 oder 3 vergleichbare Telefone kaufen, v.a. wenn du es erst nach ein paar Jahren ersetzen musst. Die Idee hinter dem Fairphone ist super, aber für ein "eventuell kann man es in ein paar Jahren noch reparieren" zahlt man nicht den doppelten oder dreifachen Preis. V.a. weil es schon heute nur Mittelklasse ist.
Ergänzung ()

Man stelle sich vor... man könnte bei einem 200 Euro-Smartphone einklagen, dass auch 3 Jahre nach Kaufdatum noch regelmäßig Updates kommen...
Klar, wenn du heute ein neues 2014er Modell auf der Resterampe für 50€ findest, soll der Hersteller noch bis 2022 Updates bereitstellen... :freak:
Man muss auch mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben und realistische Forderungen haben. Beispielsweise Majorupdates des OS innerhalb der ersten 2 Jahre müssen vom Hersteller bereitgestellt werden und danach nochmal 2 oder 3 Jahre Sicherheitsupdates. Also 4 bis 5 Jahre Support ab VÖ.
Ergänzung ()

Es gibt auch durchaus in der 200 Euro Klasse Geräte welche regelmäßig Updates erhalten, Stichwort Android one, also das wäre jetzt für mich kein Argument. Aber klar, 48 Monate gesetzlich vorgeschrieben wären eine Verbesserung. Ist nur die Frage wie das global umzusetzen ist....
Da musst du gar nicht global denken. Wenn das Vorschrift in der EU wäre, dann würden die Hersteller das auch umsetzen, wenn sie sich den wichtigsten(?) Markt nicht aus den Lappen gehen lassen wollen. Wahrscheinlich sogar global, weil die Unterschiede nur gering sind, sie aber beim Kunden günstig punkten können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Diablokiller999

Commander
Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
2.670
Einen Gruß an die fridays for future.....

Fleißig Fairphones kaufen und mit 18 Jahren nach der Führerscheinprüfung kein gebrauchtes Bezin oder Dieselauto kaufen.
Weil das Fahren eines alten Autos auch schlechter ist als das sofortige verschrotten.....das wissen die meisten Teens aber auch und es geht nicht um das nötige Übel (Diesel in der Landwirtschaft, pendeln zur Arbeit) sondern um überschwelligen Luxus (WE-Shopping in Paris, Kurzurlaub in London, Import von teurem Quinoa statt lokaler Buchweize, das Menschenrecht auf 5x täglich Fleisch) und Vorhalten des Spiegels über die Gleichgültigkeit der letzten Jahrzehnte wider besseren Wissens. Ich hab' die Kinder in meiner Umgebung nie sagen hören, der Typ auf dem Land soll gefälligst die 50km mit dem Rad zur Arbeit fahren, eher der fette Typ mit dem SUV von Nebenan soll die 5km mit Rad/Bus/Tram zurücklegen.
Abseits davon sollten die mal zu sehen, dass die Preise sinken. Der schreckt denke ich so Manchen ab.
Ich denke das wird schon knapp kalkuliert sein, viel Luft ist da nicht. Man könnte natürlich bei Foxconn fertigen lassen und pro Smartphone eine Erweiterung eines Fangnetzes für suizidale Mitarbeiter wegen übermäßiger Sklaverei finanzieren, aber das geht doch eher am Sinn und Zweck vorbei. Für Leute, denen es egal ist, dass für ihre Metalle Menschen für Warlords in Minen versklavt werden oder Chemikalien bei der Herstellung Land und Wasser der lokalen Bevölkerung kontaminieren, ist dieses Smartphone auch nicht gedacht. Gibt schließlich genug Alternativen für Kunden, die Blutrabatt mitnehmen wollen.
 

WhyNotZoidberg?

Rear Admiral
Dabei seit
Aug. 2014
Beiträge
6.137

Diablokiller999

Commander
Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
2.670
Jap, die bösen Leute die selbst ihr Essverhalten reflektieren, rette dich besser. Es gibt nun mal Konsumenten, die Grünzeug lieber selber futtern, statt es verlustbehaftet in ein Vieh zu stecken das noch Treibhausgase wie'n PKW erzeugt.
Das Traktoren Unmengen an Diesel versaufen um Essen auf den Tisch zu bringen, kommt man halt nicht drum herum solange vertikal Farming in den Kinderschuhen steckt. Man kann sich aber an den Niederländern orientieren, die haben teilweise 1/3 des Ressourcenbedarfs für die gleiche Menge Nahrungsmittel.
 

WhyNotZoidberg?

Rear Admiral
Dabei seit
Aug. 2014
Beiträge
6.137
Das Traktoren Unmengen an Diesel versaufen um Essen auf den Tisch zu bringen
Es gibt nun mal Konsumenten, die Grünzeug lieber selber futtern
solange das grünzeug irgendwo auf einem feld wächst, wird auch der der traktor kommen müssen.
[…]statt es verlustbehaftet in ein Vieh zu stecken das noch Treibhausgase wie'n PKW erzeugt.
was ist daran wieder verkehrt? wohnt nicht jeder in einer großstadt, und nicht für jeden gibts öffi-anbindungen.
 
Top