Festplatte nicht lesbar

Sigi_VII

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Ich habe ein Problem, welches ich evtuell noch verschlimmert habe. Folgendes ist passiert:
wegen einer Systemumstellung habe ich meine 320mB Hitachi Platte (IDE) ausgebaut. Auf ihr sind Fotos und Videos, teilweise sehr alte und für mich wertvolle Videos.
Um die Daten auf meine neue Festplatte zu bekommen, kaufte ich mir also einen Adapter mit Netzteil. Leider ist der 12V Stecker aus weichem Kunststoff, so das ich ihn einmal verpolt einsteckte - Qualm war die Folge. Die Schutzdiode verbrannt. Da ich technisch Bewandert bin, habe ich die Diode einfach entfernt und den Stecker richtig eingesteckt. Leider konnte ich die Festplatte nicht mehr lesen und das Format wurde anstatt mit NTSF in LBA oder so ähnlich angezeigt. Den Hinweis, ich solle die Festplatte formatieren befolgte ich natürlich nicht. Ich versuchte also mit testdisk 7.0 (in Englisch) die Daten zu retten (leider ohne jede Vorkenntnisse) Ich weiss inzwischen nicht mehr, was ich alles gemacht habe....auf jeden Fall habe ich nichts gelöscht. Zwischendurch konnte ich auch mal die Ordner der Festplatte sichern...leider ohne Inhalt.......soweit die Vorgeschichte:
Wer kennt sich aus und wäre bereit, mir zu helfen, die Daten zu retten ?
 
so wie es ausschaut brauchst du ein profi-recover-dienst wie z.b. ontrack.
 
Eine Ex-Interne Platte mit USB Adapter an USB? Die meisten SATA-USB Konverter/Controller bringen ein anderes Format auf die Platten als es ein nativer SATA Controller macht (Blockgröße Unterschiedlich). Solang du nicht schreibend auf die Platte zugegriffen hast, sollte es möglich sein, sie noch intern anzuschliessen und auszulesen. Viel Erfolg!
 
Da dürfte mehr flöten gegangen sein als "nur die Schutzdiode"! Du hast allen ernstes +12V auf den +5V Anschluss der Festplattenplatine gejagt?

Das dürfte das Ableben der Bauteile auf der Platine immens beschleunigt haben. Da kann Dir hier keiner weiterhelfen!

Da bleibt nur ein Profi Dienst für Datenrettung! ...und hör auf selber daran rum zu pfuschen damit wird alles nur noch schlimmer!
Ergänzung ()

Samurai76 schrieb:
...sollte es möglich sein, sie noch intern anzuschliessen und auszulesen. Viel Erfolg!
Das das ne IDE Platte war hast Du aber schon gelesen!?
 
Ob nun SATA auf USB oder IDE auf USB ist im Grunde egal, bei beiden gibt es die Problematik mit dem unterschiedlichem Format.
 
hm....wie könnte ich die IDE-Platte anders anschliessen, ausser über USB ?
Ich hatte vorher Win 7 /32 Bit mit IDE-Festplatten.
Jetzt habe ich auf Win10 /64 Bit aufgerüstet, mit neuem Motherboard und neuer CPU.
1 SSD Platte und 1 Sata Festplatte.

Gibt es wirklich keine Möglichkeit, einzelne Videos oder Clips zu retten ?

Gruss, Sigi_VII
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ein anderes Format vorliegt, als erwartet wird? Nein, einzige Möglichkeit, wieder an einen IDE Anschluß oder einen USB Konverter ohne dieses Formatwirrwarr. Meines Wissens kann man es vorher meist nicht lesen, welches Format auf den Diks dann ist.
 
Meines Wissens nach gibt es die Formatprobleme nur wenn du HDDs aus einem externen USB-Gehäuse intern anschließen willst.
Die Adapter -zumal wenn es welche mit IDE-Schnittstellen sind- sind normalerweise darauf ausgelegt, interne HDDs lesen zu können. Ich hatte in den letzten 6 Jahren keine einzige HDD, die nicht mit meinem Adapter lesbar war.

@TE: Wenn du 12V auf dem 5V Anschluß hattest, werden etliche Halbleiterbauteile auf der HDD das Zeitliche gesegnet haben. Du kannst versuchen, dir eine identische Platine zu besorgen und sie auszutauschen. Evtl. geht das bei älteren IDE-Festplatten noch. Aber ohne Garantie.
Besser ist ein Profi ranzulassen und die investierte Summe als Lehrgeld anzusehen, sich vorher ein Backup zu ziehen.
 
Eine identische Platte habe ich mir gekauft.
Da ich aber die alte Platte bei richtiger Polung des Anschlusses auch ohne Schutzdiode laufen lassen kann, habe ich die Elektronik noch nicht getauscht.....hielt es bisher nicht für nötig.
Kann es denn sein, dass durch weitere Fehler auf der Elektronik die Platte icht mehr lesbar wird ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Holgip schrieb:
Ich hatte in den letzten 6 Jahren keine einzige HDD, die nicht mit meinem Adapter lesbar war.
Bei Platten mit mehr als 2TB wirst Du das Problem dann bekommen, wenn der USB-SATA Bridgchip des Adapters entweder Platten solche Kapazität gar nicht unterstützt oder dann eine 4k Sektoremulation macht. Das ist aber bei IDE Platten keine Gefahr, da sind eher uralte Platten die noch CHS und keine LBA Adressierung unterstützten ein Problem.
 
Ja, Holt, ich lese mit dem Adapter auch hauptsächlich alte IDE-Platten aus, wenn mal ein Rechner-Update bei mir oder bei Bekannten ansteht.

@TE: Wenn die Schutzdioden nicht schnell genug ausgelöst haben kann es sein, dass noch mehr Bauteile defekt sind und ja, die Daten können dann nicht mehr lesbar sein. Wenn du die Platine tauschst hast du vielleicht die Chance, dass du die Daten auslesen kannst. Ich weiß allerdings nicht, ob es bei IDE-Platten schon üblich war, die Kalibrierdaten in ein EEPROM zu schreiben, so wie es bei den modernen Platten üblich ist. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Falls es nicht funktionieren sollte:
Ich habe mir mal ein paar Bilder von Hitachi IDE Platten bzw. den Platinen angeschaut. Man kann nicht viel erkennen, aber ich vermute, dass eines der 8-Pol-ICs auf der Platine ein EEPROM ist. Da die Platte schon älter ist und die ICs größer als heutzutage, kann man mit viel Geschick, einer ruhigen Hand und einem regelbaren SMD-Lötkolben das alte EEPROM auf die neue Platine setzen und so die original Kalibrierdaten erhalten.
Das setzt allerdings voraus, dass das ursprüngliche EEPROM nicht durch die Überspannung zerstört wurde.
 
Holt schrieb:
Das ist aber bei IDE Platten keine Gefahr, da sind eher uralte Platten die noch CHS und keine LBA Adressierung unterstützten ein Problem.
Ich gehe mal davon aus, dass der TE nicht 320 MB sondern 320 GB meint. Und hier wäre das kein Thema, da die Platte per CHS nicht adressierbar wäre. Sprich, die Platte wird definitiv per LBA angesprochen.

Siggi_VII, um was für eine Platte handelt es sich denn? Um eine 2,5" Notebook-Platte oder um eine 3,5" Desktop-Platte? Nur 2,5"-Platten arbeiten mit 5V Betriebsspannung. 3,5"-Platten benötigen 12V. Lass dich also nicht verunsichern. Denkbar wäre natürlich auch, dass das Netzteil des Adapters von sehr schlechter Qualität ist oder eventuell beim ersten, falschen, Anschließen beschädigt wurde. Bei fehlender Schutzdiode ist Festplattenelektronik dem Netzteil natürlich schutzlos ausgeliefert.

Hast du die Hitachi Festplatte für den Anschluss per USB anders gejumpert? IBM/Hitachi-PATA-Festplatten kennen Jumperstellungen für 15 und für 16 logische Köpfe. Ich bin mir jetzt nicht sicher was das für Auswirkungen hat, wenn man die Platte beispielsweise die ganze Zeit mit einer 16-Kopf-Jumperstellung betreibt und sie dann auf eine 15-Kopf-Konfiguration umstellt. Möglicherweise kann dann auf die Daten nicht mehr zugegriffen werden. Falls du sie umgejumpert hast, überprüfe das mal. Standard ist die Einstellung mit 16 Köpfen. Allerdings, wenn du mit Testdisk oder sonst irgendeinem Programm bereits schreibend auf die Platte zugegriffen hast, können wichtige Daten bereits überschrieben worden sein.

Das mit dem Platinentausch solltest du dir gut überlegen. Zum einen muss die Platine exakt zu diesem Modell und deren Revision passen. Zum anderen können wichtige Betriebsparameter der Platte auch auf der Platine gespeichert sein. Tauscht du die Platine einfach aus und passen die auf der neuen Platine gespeicherten Parameter nicht zu dieser Platte, wird es nicht funktionieren. Oder schlimmer noch. Das kann die Platte komplett unbrauchbar machen, was dann auch nicht mehr reparabel ist. Es kann gut gehen, es kann aber auch der endgültige Todesstoß sein.
 
Madnex schrieb:
Ich gehe mal davon aus, dass der TE nicht 320 MB sondern 320 GB meint. Und hier wäre das kein Thema, da die Platte per CHS nicht adressierbar wäre. Sprich, die Platte wird definitiv per LBA angesprochen.
Das ist klar und es ging mir auch nicht um diesen konkreten Fall, sondern ich wollte nur nicht das ein unbedarfter Leser aus der Aussage von Holgip herausliest, es würde generell nie Probleme geben können. Daher habe ich ja auch von den HDDs mit mehr als 2TB gesprochen, obwohl es hier um eine mit 320GB geht und eben auch das andere Extrem erwähnt und extra uralt geschrieben.

Madnex schrieb:
Nur 2,5"-Platten arbeiten mit 5V Betriebsspannung. 3,5"-Platten benötigen 12V.
Und weil Du so kleinlich warst: Nein, das ist komplett falsch, die 3.5" Platten brauchen auch alle zusätzlich 5V und die 2.5" können auch 12V brauchen, wie es bei den Enterprise HDDs mit über 7200rpm üblich ist.
Madnex schrieb:
IBM/Hitachi-PATA-Festplatten kennen Jumperstellungen für 15 und für 16 logische Köpfe. Ich bin mir jetzt nicht sicher was das für Auswirkungen hat, wenn man die Platte beispielsweise die ganze Zeit mit einer 16-Kopf-Jumperstellung betreibt und sie dann auf eine 15-Kopf-Konfiguration umstellt. Möglicherweise kann dann auf die Daten nicht mehr zugegriffen werden.
Das wäre aber doch doch nur bei einer CHS Adressierung relevant, bei einer LBA Adressierung gibt es nur einen durchgehenden Adressraum von LBA 0 bis LBA x, ohne Lücken. Du hast mir doch gerade vorgehalten, dass es hier um eine 320GB und nicht eine 320MB Platte geht, also eine die schon die LBA Adressierung unterstützt. Nun dreht Du Dich selbst um den Punkt wie die adressiert wird, was aber eben vom USB Adapter abhängt und der sollte es eben so machen wie es vorher auch war.
 
@Madnex
Sorry,ja, ich meinte 320gB, es ist eine 3,5" Desktop-Platte, ich habe nicht umgejumpert (Platte steht auf 16 Köpfe,Slave)
Ich habe exakt die gleiche Platte gekauft.
Zum Fall:
ich habe jetzt mit Ontrack EasyRecovery10 Enterprise ein Image erstellt und auf die baugleiche Platte gespiegelt.
An ihr werde ich jetzt einiges versuchen, was mir bisher vorgeschlagen wurde.
Zum Schluss würde ich dann mal die Platine tauschen, wenn alles andere nicht klappen würde.
Habe vorhin gesehen, dass das System auf der defekten Platte mit RAW angegeben ist. Vielleicht sollte ich das erstmal ändern ?
 
Konnte denn beim Klonen mit EasyRecovery überhaupt etwas kopiert werden? Zwar kenne ich das Tool nicht, aber eine Ausgabe wie viele Sektoren kopiert werden konnten und bei wie vielen es Probleme gab, müsste es ja haben. Wenn da eine bestimmte Anzahl an Sektoren ohne Fehler gelesen werden konnte, spricht das gegen ein Problem mit der Elektronik und der Platinentausch wäre damit nicht sinnvoll.
 
@Holt
Es tut mir Leid, dass du dich angepisst füllst. Es sollte kein Angriff auf dich sein. Ich wollte das nur allgemein klarstellen. Ich war mir aber auch nicht sicher, von was für einer Platte du ausgegangen bist, da du von uralten IDE Platten geschrieben hast und der TE eine Platte mit 320 MB Kapazität genannt hat. Das hat auch keiner hinterfragt.

Bezüglich Betriebsspannung. Ich sehe keine Fehler in meiner Aussage. 3,5" Festplatten benötigen 12V oder etwa nicht? Bei den 2,5" Festplatten habe ich einen Satz zuvor von Laptop-Platten gesprochen und die arbeiten nun mal ausschließlich mit 5V. Du wirst sicherlich nicht auf die Idee kommen eine 2,5" Enterprise-Platte in ein Laptop einzubauen. ;) Von daher sollte meine Aussage präzise genug sein.
 
Voller Erfolg !!!

Voller Erfolg !!!
Ich freue mich sehr…habe alle meine Dateien und Filme gerettet !!
Will mal kurz schildern, was ich gemacht habe – vielleicht hilft es ja anderen auch.
Nachdem ich meine Festplatte durch falsches anschließen des Stromanschlusses gekillt hatte, las ich erst mal einige Tipps. Anschließend kaufte ich mir genau die gleiche Platte nochmal (falls ich die Platine wechseln müsste)
Besonders aufmerksam las ich die Anleitungen von jemandem, die sich „Fiona“ nennt. Da ich keinerlei Kenntnisse von Datenrettung und Festplattentechnik habe, schien mir das angezeigt.
Ich benutzte zuerst das Tool Testdisk und probierte rum, jedoch ohne etwas auf die defekte Platte zu schreiben, machte lediglich eine Analyse und experimentierte mit dem Dateisystem – ohne etwas auf die Platte zu schreiben. Durch andere Foren wurde ich auf verschiedene Tools aufmerksam, die ich der Reihe nach ausprobierte – um mir die Verständlichste rauszusuchen. Da ich durch die Datenträgerverwaltung des Windows-Systems erfahren hatte, dass die defekte Platte nicht das Dateisystem NTFS sondern RAW auswies, bildete ich mir ein, dem Fehler auf die Schliche zu kommen.
Eine Analyse mit den verschiedenen Programmen brachen mit Fehlermeldung mittendrin ab. Bei dem Tool „ontrack Recovery“ wurde ich nach der abgebrochenen Analyse aufgefordert, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich rief also dort an und erkundigte mich nach den Kosten für professionelle Datenrettung – sobald ich mich von dem Schock erholt hatte, gab ich mich ans Werk, es selbst zu versuchen. Bevor ich aber die Reparaturversuche vornahm, um bei Nichterfolg letztendlich die Platine zu tauschen, bemerkte ich die Option „Imagedatei erstellen“ und „Imagedatei zurückschreiben“. - Dies funktionierte scheinbar. Ich war insofern überrascht, da die Platte von Windows vorher nicht erkannt wurde und ich immer zum formatieren aufgefordert worden bin – was ich aber ignorierte.
Also erstellte ich eine Imagedatei. Anschließend schrieb ich diese Imagedatei auf meine baugleiche Platte zurück – hierdurch erhoffte ich mir Sicherheit, um jetzt mit der defekten Platte zu experimentieren. Nachdem dies beendet war, schaute ich aus Neugierde auf die neue Festplatte und mir stockte der Atem: alle Dateien waren original zurückgeschrieben – als wäre nie etwas gewesen. Sogar die temporären Dateien und eine versteckte Datei waren wieder vorhanden. Ganz Glückseelig schreibe ich jetzt diesen Bericht und bedanke mich bei allen, die mir mit Rat zu Seite standen !!!!!!
(jetzt werde ich morgen Imagedateien von allen wichtigen Festplatten erstellen)
 
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