Festplatte noch "ansprechbar" aber Daten .. defekt?

Towelie

Commander
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Hi,

Ich habe grade ein Problem mit einer Festplatte, genauer gesagt ist es eine WD5000AAKS (noch genauer im Screen). Und zwar kann ich sie noch ansprechen, durchs Filesystem navigieren und versuchen Daten zu kopieren, aber wenn ich letzteres dann mach benötigt er mal ewig für die Berechnung des Vorganges, versucht dann zu kopieren, aber bis auf eine Datei konnte ich bisher nichts weiter retten.

Das ganze dürfte auf einen Fehler auf der Festplatte zurückzuführen seien, jedoch kann ich nicht sagen welcher. SMART meldet bereits Fehler, einen Auszug dazu findet sich im Screen. Einige / die wichtigsten Daten sind zwar vermutlich wiederherstellbar wo ich weiß was es ist aber schöner wäre es doch, wenn ich diese retten könnte.

Ärgerlich ist nämlich, dass ich die Platte wo die Daten ursprünglich drauf waren anderwertig verwenden wollte und diese hier zuvor mit Active Killdisk ausgelöscht habe (werde aber wohl in Zukunft HDD-Erase nehmen wegen Secure Erase) um sie als Sicherungsmedium zu verwenden - SMART Fehler gabs bisdahin nämlich keine.

Btw. am Mb sollte es nicht liegen, habe es an einem Abit A-S78H und ganz neuem MSi P55 GD65 getestet.
 

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Ich kann keine wirkliche Frage erkennen! Der Screen zeigt eindeutig einen Haufen def. Sektoren, die aber noch in vollem Umfang durch Spare-Sektoren ersetzt werden könnten. Du muss also in der Tat versuchen alles zu sichern, solange es noch geht, den freien Platz wirst Du Dir dafür besorgen müssen, aber hier kann Dir keiner helfen. Wenn Du wissen möchtest welche Files von dem GAU betroffen sind, wirst Du mehrere Tools nutzen müssen, einmal die Smartmontools um herauszubekommen welche Sektoren betroffen sind, sowie ein Tool von M$ (müsste ich raus suchen, habe es nicht im Kopf und es ist Bestandteil eines Resourcekits), aber die Sicherung wirst Du ohnehin vorher machen müssen um keine Zeit zu verschenken, in der das Problem noch weiter anwächst.
 
Tja, vl. habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt oder es war einfach schon spät. Das Problem, dass das navigieren lange dauert und bei kopiervorgängen erst lange berechnet wird und der Kopiervorgang letztlich beendet wird habe ich mit dieser Platte, also kann ich die Daten nicht sichern. Das ich diese absichern muss ist mir schon klar ;) Die Festplatte wird danach eh ausgelöscht und weiß nicht ob ich noch Garantie hab - jedenfalls ausgetauscht/entsorgt.
 
Versuch mal mit recovery tools wie GetDataBack oder easyrecovery.. Kann "etwas" länger dauern aber ich konnte damit schon jede Menge von einer def. Platte retten.
 
Ja doch, Testdisk konnte Daten kopieren die ich unter Windows nicht mehr kopieren konnte. Allerdings habe ich erstmal mit einem kleinen USB Stick getestet da ich keine Disk mit Fat32 bereit habe (Testdisk kann ja glaube ich nur darauf kopieren? Zumindest hat er mir meine NTFS Platte nicht angezeigt). Werden also heute noch die Platte wohin die Daten sichern wollte entsprechend formatieren und dann soweit wie möglich absichern. Ich melde mich dann obs geklappt hat.
 
Unter Windows kann Testdisk auch auf NTFS kopieren.
Von der FreeDOS-BootCD nicht, da DOS kein NTFS kennt.

Viele Grüße

Fiona
 
Hm, also innerhalb von 4 Std. wurden nun 19GB kopiert - [EDIT] nach 10h sind es 44GB (von 191GB) [/EDIT] .... hab das ganze eh auch unter Windows gemacht, greift hier ev. irgendwas ein? Virenscanner habe ich schon deaktiviert. Oder wäre es doch unter DOS sinnvoller? [EDIT] Würde es ja testen aber dann habe ich das Problem: wie/wann breche ich ab, wie setzte ich fort wo ich einen einzelnen Ordner kopieren will? [/EDIT]

[EDIT #2]~02:00 (12h): Copy done ... 44GB von 191 wurden kopiert. Währenddessen wurden einige Fehler auf der HDD von Windows gemeldet ... was nun? DOS? Würde das was bringen?[/EDIT #2]
 
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Fehler werden nur gefunden, wenn darauf zugegriffen wird, das kann Durch Software wie OS und Anwendungen passieren oder durch die interne Diagnostik der Disk. Es ist also wahrscheinlicher, dass die def. Sektoren in belegten Bereichen liegen. Es ist schon besser unter einem Multitasking System wie Windows als unter DOS zu kopieren.

Als letzten Schritt könntest Di versuchen ein Image von der Festplatte zu ziehen, müsste wahrscheinlich unter Linux mittels dd_rescue gemacht werden, dies könnte man dann wiederum unter Linux mounten um weitere daten zu versuchen zu gewinnen (man kann Images unter Linux wie Laufwerke mounten!).

Jetzt solltest Du einfach weiter versuchen zu kopieren, bis Du alles abgedeckt hast, was auf dem Drive drauf war (also portionsweise, Verzeichnis für Verzeichnis).
 
Ich wollte mal mitteilen, dass diese 44GB alles waren, was testdisk von den 191Gb kopieren konnte, falls das nicht klar war? Ich habe dann noch einen anderen "Überordner" auf der Platte drauf, der insg. 11GB groß ist von dem 3GB kopiert wurden.

Aktuell versuche ich gerade über ne Knoppix-Boot-CD dd_rescue auszuführen, aber er meldet jede Menge input/output Fehler (aktuell 527) und es geht nur sehr langsam vorran, wird also noch ne Weile dauern. Viel Hoffnung habe ich ja nicht, dass noch weit mehr Daten getettet werden können aber mal sehen was das bringt. Btw: Wollte zwar nen Screen davon machen, aber ksnapshot gibt's auf der CD scheinbar nicht, auch ein sonstiges tool konnte ich nicht finden, gibt es vl. etwas das ich nachinstallieren kann?
 
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Mit Screendumps unter Linux kenne ich mich nicht so gut aus, da muss ich mich mal bei Gelegenheit schlau machen. Auch unter Live-Systemen kann man aber Software nachinstallieren. Die Alternative wäre eine Digi- oder Handycam. Umso mehr Sektoren def. sind, umso wahrscheinlicher ist, dass mehr Dateien betroffen sind. Bei den Smartmontools wird am Ende des SMART-Logs die physikalische Adresse der def. Sektoren mit angegeben, da kann man Rückschlüsse darauf schließen, ob das Problem abhängig vom Head oder der Lage auf den Scheiben ist.
 
Hm, offenbar hatte ich bei der letzten Suche die falschen Suchbegriffe angegeben. Nun bin ich auf http://fernmannblog.wordpress.com/2009/07/22/shutter-machtiges-screenshot-tool-fur-gnulinux/ gestoßen und werde das dann ausprobieren. Btw. für dd_rescue bin ich dieser Anleitung http://www.pcwelt.de/start/sicherhe...daten_retten_mit_dd_und_dd_rescue/index2.html gefolgt (aber zu den Optionen das logfile hinzufügen - siehe Beitrag #16) und wie man fsck.ntfs zu laufen kriegt steht hier http://siyman.de/?p=140.

EDIT #1: Ok, das hat mal nicht geklappt -sowas wie software-quellen habe ich leider nicht- bzw. habe ich generell keine Anleutung für Knoppix gefunden oder das selbst geschafft zu installieren. Nun bin ich auf http://tips.webdesign10.com/how-to-take-a-screenshot-on-ubuntu-linux gestoßen. Mit ImageMagick konnte ich nun einen Screenshot erstellen, aber aktuell kämpfe ich noch damit, dass er mir den USB Stick einbindet oder mich ins Internet lässt - was ich nun aber lösen konnte (siehe Screen). Mittlerweile (um 20:00 also nach ~18h) bin ich aber schon bei 3725 Fehlern und nur 3kB/s - das wird noch ewig dauern.

EDIT #2: Das nimmt kein Ende. Wenn ich das richtig lese (2. Screen) bin ich (nach gut 1 1/2 Tagen) erst bei 200MB! Dazu muss man sagen, dass die ersten k.A. 19XMB innerhalb der ersten Sekunden kopiert wurden. An Daten sind um die 250GB oben. Bei mittlerweile 1KB/s dauert das im wahrsten Sinne des Wortes ewig.
 

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Tja, aber jetzt abzubrechen ....

Habe schon überlegt es portionsweise durchzuführen, aber bei dd_rescue ist mir nicht bekannt, ob es eine Option wie skip kennt. Aber, dass es so lange dauert, war schon klar, habe selber mal für einen Bekannten eine Disk mit Hardwarefehlern auslesen müssen und war auch, wenn auch mit Unterbrechungen, mit mehreren Tagen dabei. Die meisten Tools steigen dabei allerdings aus und dd_rescue macht wenigstens weiter.
 
Und wie groß war die Platte da bzw. wieviel Daten waren vorhanden? Oder kopiert er sowieso die ganze Platte, auch mit Daten die naja zumindest als gelöscht markiert wurden (geschredderte Daten wird er ja nicht sofern auslesbar mit kopieren, obwoh - er kopiert offenbar jedes auslesbare byte)? Und wie lange hat's da genau gedauert?

Ich bin nämlich am überlegen, ob ich's nicht doch zumindest am HTPC nochmal neu starte das ich den PC frei hab. Ne Option zum fortsetzen wäre dann überhaupt der Hit, dann müsst es aber ne Funktion geben die das vorhandene Image prüft und nachsieht bis zu welchem byte die Platte kopiert wurde.
 
Meine Disk war 'damals' eine 160'er, ich hatte aber R-Studio genutzt, wo ich das Ergebnis speichern konnte und da dann wieder aufsetzen konnte. Habe aber auch noch einen Flash-Speicher meiner Tochter hier mit gerade einem Gigabyte, der mich insgesamt schon viel mehr Stunden gekostet hat.

Ich habe in meinem Zimmer aber diverse PC's (die genaue Anzahl verschweige ich mal lieber, sonst hält man mich noch für einen Messie :D ), so dass ich einen für derartige Zwecke ohne Probleme abstellen kann.
 
Tja, da es bei dir schon 160GB mehrere Tage gedauert hat, hab ich's nun doch umgesteckt auf den HTPC. dd_rescue bietet auch die Option zum fortsetzen, allerdings braucht man dafür ein "logfile" dass ich natürlich nicht angelegt hatte. Nun aber habe ich den Befehl entsprechend erweitert "dd_rescue -l /data1/logfile /dev/sdb1 /data1/sdb1.img" wobei unter /data1 /dev/sdc1 gemountet ist. Hab auch mal nachgeschaut und er schreibt da eh fleißig rein. Ist auch dann zum posten einfacher wenn man das logfile hochlädt. ;)

Wenn ichs nun abbrechen will und ev. gar auf nem anderen PC fortsetzen will, braucht man es nur mit STRG+C abbrechen und dann mit der gleichen Platte und selben Logfile/Image fortsetzen (dd_rescue sieht dann im logfile nach und setzt automatisch fort). Wobei ich jetzt nicht weiß, ob -wenn man das auf einem anderen PC weiterführt- die Platten auch unter einem anderen Namen gemountet sein können. Das kann man aber selbst beinflussen indem man dafür sorgt das Festplatten in der selben Reihenfolge an den Ports angeschlossen sind wie am vorherigen PC.

Den Platz für alte PC's habe ich in meiner kleinen Wohnung leider nicht sodass ich alte PC's verkaufe.

EDIT: Oh, hab ganz vergessen mich zu melden, nach knapp 2 Wochen hat er bei ~ 700MB :rolleyes: einen Fehler gemeldet und abgebrochen. Anbei habe ich noch das Logfile angehängt (mit beliebigen Text-Editor öffnen, allerdings siehts trotz Zeilenumbruch in Notepad nicht gut aus und dauert ewig, Notepad++ stellt das richtig dar und geht sehr schnell). Wie man sieht ist er zuletzt bei 40553 Fehler und <1kB/s statt ~2700kB/s wie am Anfang angelangt.

Habe es jedenfalls aufgegeben, die Daten die ich noch Anfangs mit Testdisk retten konnte genommen, und die Festplatte entsprechend gesäubert und aussortiert.
 

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Genau aus diesem Grund ist in dieser Situation ddrescue besser, weil
a) größere Anzahl an Blöcken je I/O angegeben werden kann und das schneller kopiert
b) bei Fehlern nicht auf jeden Sektor gewartet werden muss, der nicht lesbar ist, bis die HDD ihre Versuche aufgibt - was wesentlich schneller geht
c) bei größeren Fehlerstellen abgebrochen und von der anderen Seite an den Fehler herangepirscht werden kann - bei kopieren der bis dahin lesbaren Sektoren
 
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