@Freak-X:
hmm... (lange Denkpause).
Ein wenig muß ich Dir recht geben - manchmal tauchen ausgelagerte Sektoren nicht unter "05: Wiederzugewiesene Sektoren" auf, sondern zuerst unter "196: Wiederzuweisungsereignisse". Warum das so ist, habe ich noch nicht ganz verstanden.
Aber ansonsten bleibe ich bei meinen Ausführungen. Warum sollte denn ein Festplattenhersteller schwache Sektoren im S.M.A.R.T.-Protokoll unterdrücken, oder erst eintragen, wenn die G-Liste ("growth", d.h. "gewachsene" Defekte) überquillt? Sinn der
S.M.A.R.T.-Funktion ist es ja, kleine Defekte (1 gekipptes Bit) selbständig zu reparieren, und bei Erreichen gewisser Schwellwerte Alarm zu schlagen. Ok, die Schwellwerte sind meines Erachtens etwas zu hoch angesetzt; das liegt wohl daran, daß sie der Hersteller selbst festlegen darf. Aber prinzipiell ist das alles sehr vernünftig umgesetzt.
Während der Low-Level-Formatierung im Werk werden übrigens schon viele schwache Sektoren ausgeblendet, diese landen dann in der sog. P-Liste. Der Benutzer bekommt sie niemals zu sehen, und hat trotzdem vielleicht schon tausende defekte Sektoren auf seiner Platte. Daher bitte nicht gleich überreagieren, wenn einer hinzukommt.
Nur wenn die Schreib- / Leseköpfe bei einem leichten Head Crash mal kurz die Scheibenoberfläche berührt haben, kann es sein, daß die Platte langsamer wird. Sie versucht dann, jeden Sektor solange zu lesen, bis sie ihn mithilfe der Fehlerkorrektur fehlerfrei auslesen konnte, oder bis der Timeout diesen Vorgang stoppt. Aber dort stehen dann plötzlich mindestens 199 Sektoren (in diesem Beispiel der "Fußabdruck" eines Kopfes einer WD2500BEVS) in der S.M.A.R.T.-Liste, und das sind wesentlich mehr als der von mir genannte 10-er Grenzwert.
Gruß
Thomas