Garantiefall, Händler will Windows Passwort

cuthbert. Oft im Freundeskreis (gerade Frauen) die mich Anrufen und sagen mein Laptop wird sehr heiß oder extrem Laut. Wenn ich die Laptops deswegen alle eingeschickt hätte, Prost Mahlzeit.

Aufschrauben, Reinigen (Meistens sehr schöne Staubwände, selbst bei Neugeräten!) bis zur Demontage der Kühleinheiten und verbau von besserer WLP usw.

Arbeitsaufwand 2 Stunden wenn überhaupt. Kein Einschicken ^^
 
@cuthbert:
"- Bitte entfernen Sie alle eingerichteten Passwörter,wie Festplatten- ,BIOS- und Windowskennwörter, falls das aufgrund des Defektes des Gerätes nicht möglich ist, bitten wir Sie, uns die Passwörter mitzuteilen. "
So was freches habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Selbst wenn der Händler das in seinen AGB als Voraussetzung nennt, ist dass ungesetzlich.
Ohne Erlaubnis des Kunden darf der Händler keine persönlichen Daten des Kunden abrufen.
Um das Gerät zu testen, muss der Händler eine eigene Festplatte einbauen.
Das versucht dieser "ominöse" Händler damit zu umgehen.
 
stockduck schrieb:
Du kannst es ihm prinzipiell geben. Weil er könnte genauso dein PW zurücksetzen (gibt genug live-cds die das können), die daten kopieren und dann eine neue einbauen und behaupten, dass die platte defekt ist.

Und falls du die platte verlangen solltest, dann würd ich sie im betrieb einfach 2-3x runterwerfen und fertig. Dann ist sie wirklich hinüber.

Klasse tipps, man man man. Wer ist denn bitte so doof und gibt sein PW an Händler damit dieser auf Private Daten zugreifen kann, falls er das PW zurücksetzt macht er sich damit strafbar ...

Solche leute sollten am besten garkeine Tipps geben ...
 
matty2580 schrieb:
So was freches habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Selbst wenn der Händler das in seinen AGB als Voraussetzung nennt, ist dass ungesetzlich.
Ohne Erlaubnis des Kunden darf der Händler keine persönlichen Daten des Kunden abrufen.
Um das Gerät zu testen, muss der Händler eine eigene Festplatte einbauen.
Das versucht dieser "ominöse" Händler damit zu umgehen.

Das macht man in den Fällen auch in denen keine OS Passwörter/HDDs vom Kunden geliefert werden.

Variante 1 ist meistens ein mit Tools bestückter USB Stick.

Variante 2 ist eine HDD mit sauberer OS Installation + Tools. Hier kommt dann immer noch die Beschaffung und Installation der spezifischen Gerätetreiber hinzu. Für Notebooks gibt es im Gegensatz zu Desktops keine allgemein gültigen Treiberpakete, meistens nicht mal innerhalb der Produktserien eines einzelnen Herstellers. Ist also zeitaufwendiger und damit teurer.

Somit ist die beste Variante ein Notebook wenn möglich mit frischer OS Installation bzw. durchgeführten Recovery einzuschicken.

Es handelt sich hierbei damit auch nicht um einen Zwang sondern um ein Angebot des Händlers gegenüber dem Kunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Windows-Passwort ist nicht der geringste Schutz der persönlichen Daten, da diese eh völlig unverschlüsselt auf der Platte liegen.
Das Passwort des Betriebssystems bringt nur so lange etwas, wie das System läuft. Da der Hash in einer Datei auf der Platte gespeichert ist, lässt es sich selbstverständlich problemlos zurücksetzen, indem man die Festplatte mounted und den Hash löscht/verändert. Bei Windows ist es durch die nicht besonders gute Verschlüsselung häufig sogar möglich, das Passwort auszulesen (allerdings seit Vista deutlich schwerer).

Daran ist auch nicht das geringte illegal, auch wenn Trackerus das hier herumposaunt. Wer seine persönlichen Daten völlig unverschlüsselt an dritte weitergibt, ist selbst schuld. Man sollte niemals eine solche Platte mit einschicken, da sie für das Problem eh nicht relevant ist!
 
Wow, erst mal danke, für die vielen Antworten, da kommt man ja mitm Lesen nicht mehr hinterher.

Freak_On_Silicon schrieb:
Ich behaupte mal, ich schaffe es in 5min dein Windows-Passwort zu löschen, also deine ach so wichtigen Daten sind so und so nicht sicher.
Es geht einfach um das Prinzip, dass die einfach nichts in persönlichen Dateien zu suchen haben. Diese Dateien sind nicht "ach so wichtig", aber eben etwas, was niemand sonst etwas angeht, fertig, da braucht man nicht zu diskutieren.
Z.B. Thunderbird ist da drauf mit allen Emails, und du fändest es ok, wenn irgend so ein Heini da deine Mails durchforstet? Bewerbungsschreiben, Lebensläufe, Fotos sollen die sich dann auch mal genüsslich reinziehen, ja? Ich glaube net...

Und dass die nebenbei nach persönlichen Dateien suchen, haben genügend Reportagen gezeigt.

chr1zZo schrieb:
cuthbert. Oft im Freundeskreis (gerade Frauen) die mich Anrufen und sagen mein Laptop wird sehr heiß oder extrem Laut. Wenn ich die Laptops deswegen alle eingeschickt hätte, Prost Mahlzeit.

Aufschrauben, Reinigen (Meistens sehr schöne Staubwände, selbst bei Neugeräten!) bis zur Demontage der Kühleinheiten und verbau von besserer WLP usw.

Arbeitsaufwand 2 Stunden wenn überhaupt. Kein Einschicken ^^
Ich wohne mit meiner Freundin zusammen (daher hab ich auch den Laptop für sie gekauft damals, Garantie läuft also über mich ;)). Und ich hab mir das Teil natürlich selbst angeschaut. Der Lüfter ist tot, da kommt nix. Er wird schnell warm (60°C), aber immer noch kein Lüftergeräusch und auch kein spürbarer Luftstrom. Die Folge ist, dass sich die CPU (wie im ersten Post bereits geschildert) von 2Ghz auf 400 MHz runtertaktet, um nicht zu überhitzen.
Da ich noch Garantie drauf habe und so Laptop-Lüfter (bzw Kühlungen) nicht gerade günstig sind, gibt's für mich nur die Möglichkeit, auch von der Garantie Gebrauch zu machen.


Also ich denke ich werd es so machen, wie die meisten hier empfehlen und ein komplettes Backup von der Platte bei mir auf dem PC speichern. Dann formatier ich die ganze Geschichte. Und wenn ich nett bin, installier ich vllt noch Ubuntu (ohne PW) oder gebe denen die (Live-)CD mit. Das sind dann zwar ein paar Minuten Rumgeklicke und ewig viel Datenrumgeschiebe im Hintergrund, aber was soll's.
 
Also bei Lenovo wird immer darauf hingewiesen, dass man das Gerät ohne Festplatte einschicken soll.
Das wäre hier auch am einfachsten.
Würde dort anrufen und fragen ob das in Ordnung geht.
Denn wenn eh kein OS dabei war, dann können die ja bei nem defekt nicht davon ausgehen, dass der Endkunde ein funktionierendes OS zur Verfügung stellt. Die werden dann eh eigenes Testequipment einbauen.

Gruß
 
Hm ja, das wäre vllt ne Möglichkeit... Genug Festplatten sollten die ja eigentlich da haben.
 
@YforU:
Es war nicht erkennbar das "cuthbert" seine persönlichen Daten freiwillig an den Händler senden soll.
"- Bitte entfernen Sie alle eingerichteten Passwörter,wie Festplatten- ,BIOS- und Windowskennwörter, falls das aufgrund des Defektes des Gerätes nicht möglich ist, bitten wir Sie, uns die Passwörter mitzuteilen."
"Es handelt sich hierbei damit auch nicht um einen Zwang sondern um ein Angebot des Händlers gegenüber dem Kunden."
Woran erkennst Du das?
Das der Händler von einem Stick aus Booten kann, wollte ich nicht extra nennen.
Findest Du das Verhalten des Händlers nicht merkwürdig?
 
Also ich habe den Händler gerade angeschrieben, dass ich beabsichtige das Gerät ganz ohne Platte einzusenden.

Dann muss ich kein Backup machen und auch nicht formatieren... Mal schauen was der sagt, werd mich dann nochmal melden :).

Ergänzung
Die Antwort kam sofort:
da es sich nicht um einen Festplattenfehler oder einen Betriebssystemfehler handelt ist das kein Problem. Den Lüfter können wir auch so tauschen und mit unseren Testfestplatten durchtesten.

Dann ist ja alles klar. Trotzdem danke für die vielen Antworten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist doch mein Reden gewesen.

Gruß Uwe
 
Trackerus schrieb:
Klasse tipps, man man man. Wer ist denn bitte so doof und gibt sein PW an Händler damit dieser auf Private Daten zugreifen kann, falls er das PW zurücksetzt macht er sich damit strafbar ...

Solche leute sollten am besten garkeine Tipps geben ...

[ ] Du hast meinen ganzen post gelesen
 
Uwe F. schrieb:
Ist doch mein Reden gewesen.

Gruß Uwe

Sorry, das waren wie gesagt so viele Posts auf einmal, da hab ich einiges nur überflogen.
 
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