Gibt es außerirdisches Leben (auf der Erde)?

Nun, es sind halt Theorien und kann nur wiederholen was ich gelesen habe. Aber es erscheint schlüssiger.
 
entstand aber in einer atmosphäre, die wir heute als höchsttoxisch erachten. eine kleinigkeit, die die meisten sucher von außerirdischem leben meist übersehen
Nuja, je nachdem aus welchem Winkel man Blickt ist unsere Atmosphäre auch heute noch recht toxisch. Der ganze Sauerstoff zerfrisst ja eigentlich alles...
Aber für die Suche nach zumindest etwas komplexerem Leben kann unsere Atmosphäre dann doch dienen. Wenn du nämlich hier Stoffe findest welche unter normalen Bedingungen aufgrund ihr Reaktionsfreude nicht vorkommen dürften dann kannst du dir recht sicher sein, dass dort was los ist. In unserem Fall der Sauerstoff. Den würde es in dieser Form und in dermaßen hoher Konzentration ohne Leben in unserer Luft nicht geben. Auf anderen Planeten könnten das andere stark reaktive Stoffe sein. Gibts ja auch hier. Viele Bakterien können mit Sauerstoff nix anfangen oder er ist sogar toxisch für sie. Sogar einige mehrzellige Organismen gibt es die dann zur Energiegewinnung Schwefelverbindungen umsetzen.
Denkt man das Spiel weiter wären Theoretisch simpelste Vorstufen von Leben sogar auf Asteroiden möglich. Kommt das Ding der Sonne nahe können Chemische Prozesse zur Reproduktion ablaufen. Verschwindet das Teil sonst wo sorgen Temps nahe dem Nullpunkt dafür, dass das "Leben" ggf. viele hundert tausend Jahre schläft.

die tatsache, dass viren fremde zellen zur reproduktion benötigen spricht ganz klar dafür, dass das bakterium zuerst dagewesen sein muss
Nicht zwingend oder? Geht man ganz weit zurück und stell sich ein Virus in Form einer dieser einfachen Verbindungen vor welche sich selbst reproduzieren konnten (Ohne das das damals schon ein richtiger Virus war!). Dann entwickeln einige Hilfsmittel zur Reproduktion und die "Proto" Vieren sind stark genug diese zu kapern. Der Rest nennt sich Evolution. So könnten sich Vieren und Bakterien wunderbar nebeneinander Entwickelt haben.
 
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Heute vormerken. N24: ab 22:05 Die Ufo Akten......Aliens, Aliens im Krieg, Superkräfte, Die erde im Visier, Starpeople

Super Programm :-))
Ergänzung ()

gaunt schrieb:
Nicht zwingend oder? Geht man ganz weit zurück und stell sich ein Virus in Form einer dieser einfachen Verbindungen vor welche sich selbst reproduzieren konnten (Ohne das das damals schon ein richtiger Virus war!). Dann entwickeln einige Hilfsmittel zur Reproduktion und die "Proto" Vieren sind stark genug diese zu kapern. Der Rest nennt sich Evolution. So könnten sich Vieren und Bakterien wunderbar nebeneinander Entwickelt haben.


Eher nicht
 
Nuja, je nachdem aus welchem Winkel man Blickt ist unsere Atmosphäre auch heute noch recht toxisch. Der ganze Sauerstoff zerfrisst ja eigentlich alles...
naja für das uns bekannt leben ist es alles andere als toxisch, aber eben infolge des anpassungsprozesses. für die neuentstehung von leben hingegen hast du wohl recht, das ist auf der erde vermutlich eher nicht mehr möglich.

Wenn du nämlich hier Stoffe findest welche unter normalen Bedingungen aufgrund ihr Reaktionsfreude nicht vorkommen dürften dann kannst du dir recht sicher sein, dass dort was los ist.
hm, interessanter gedanke... ist tatsächlich n gutes indiz da mal genauer hinzuschauen was das wohl verursacht haben könnte.
 
ist tatsächlich n gutes indiz da mal genauer hinzuschauen was das wohl verursacht haben könnte.
Das befeuert ja auch gerade die SETI Idee. Zur Zeit wird einfach wahllos im nach Radiowellen gesucht. Und da das All recht groß ist mit wenig Erfolgsaussichten.
Zumindest bei Erdnahen Sonnen kann man aber über die Spektralanalyse des Lichts erkennen ob ein Planet mit Atmosphäre vorbei fliegt und woraus sie besteht. Einhält das Licht also Bestandteile welche auf Abfallprodukte des Lebens hinweisen, so kann man die Radioteleskope speziell auf diese Punkte ausrichten. Man verkleinert so also den zu durchsuchenden Bereich massiv auf besonders vielversprechende Objekte, was die Chance fündig zu werden extrem erhöht.
Primitives Leben unter dem Eis eins Jupitermondes z.B. könnte man so natürlich nicht entdecken, aber darum geht es bei SETI ja auch erstmal nicht. Die wollen Leben finden welches in der Lage ist Radiowellen auszusenden (und das dürfte nahezu jede höher entwickelte Zivilisation). Eine Zivilisation allerdings die so hoch entwickelt ist das sie Radiowellen aussendet wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Einfluss auf ihre Atmosphäre nehmen.

Warum? Ich sage ja nicht das es so war. Aber es wäre ohne Probleme so denkbar.
 
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Mache dich bezüglich Viren einfach mal schlau. Dann wirst du erkennen dass es wohl nicht so ist dass sich Viren und Bakterien zusammen entwickelt haben. Evolution ist das eine, der dieser, wie soll ich es nennen, "Lebenserschaffungsprozess", um nicht das religiös besetzte Wort Schöpfung zu benutzen, hat auf der Erde genau ein einziges Mal stattgefunden. Das ist eine unumstößliche bewiesene und nicht widerlegbare Tatsache. Keine Theorie.
 
Mache dich bezüglich Viren einfach mal schlau.
Mir fehlt da das Hintergrundwissen. Wenn um sowas geht verstehe ich einen Wikipedia Artikel, aber darüber hinaus is Ende! Aber da habe ich eben mal geschaut wegen:
Dann wirst du erkennen dass es wohl nicht so ist dass sich Viren und Bakterien zusammen entwickelt haben.
Da steht das es in der Fachwelt einen Streit gibt, welcher genau das widerspiegelt was wir gerade Diskutieren. Bewiesen scheint mir da nix zu sein. Als Wahrscheinlichste Theorie wurde das Ausschleusen von Zelleigenem RNA und DNA Material genannt welches dann nach einer Modifikation erneut die Zellen gleichen Typs befallen kann um ihre Reproduktionsinfrastruktur zu nutzen. Aber auch die Version mit der parallelen Entwicklung wurde auf Wikipedia ähnlich meiner Idee beschrieben und zumindest dort nicht als unmöglich genannt. Fragst du natürlich einen Wissenschaftler der die "Ausschleusung" vertritt wird er die parallele Entwicklung ablehnen und anders herum wohl auch. Ergo: Für beides dürfte man im Netz Quellen finden, aber da ich keinen Plan von der Materie habe wäre ich eh nicht in der Lage sie zu bewerten. In sofern sind das für mich einfach zwei gleichwertige Theorien.
Evolution ist das eine, der ... "Lebenserschaffungsprozess", ..., hat auf der Erde genau ein einziges Mal stattgefunden. Das ist eine unumstößliche bewiesene und nicht widerlegbare Tatsache. Keine Theorie.
Wie hat man denn das beweisen können? Nach meinem Verständnis dürfte es unzählige selbstreplizierende Verbindungen gegeben haben. Gibt es ja heute auch noch. Und dann war eine davon in der Lage um sich herum immer mehr Zeugs anzuhäufen, welches die Reproduktion fördert, bis irgendwann die erste nach heutigem Verständnis lebende Zelle draus wurde. Aber dass das nur einmal passiert sein soll? Kann doch x mal passiert sein, ist nur ausgestorben. Vom Menschen gabs ja auch X verschiedene Modelle bis sich eins durchgesetzt hat. Von den anderen wissen wir nur weil wir weltweit etwa einen kleinen Umzugskarton voll Knochen gefunden haben. Und das ist erst 1-2 mio Jahre her und die Knochen sind mit bloßem Auge sichtbar. Das mit der Entstehung des Lebens dagegen ist schon einige mrd Jahre her und es blieben bestenfalls einige wenige Chemische Verbindungen zurück. Daran einen Stamm mit Herkunft erkennen zu können kann ich mir selbst mit meinem zugegebener Maßen begrenzten Chemischen Wissen kaum vorstellen.
Aber wäre mal interessant. Hast du eine Info worauf sich die Theorie das sich das Leben nur einmalig entwickelte stützt?
 
das thema hatten wir hier im thread ja schon. ich hatte damals ne primitive these aufgestellt, die mehrfahe lebensentstehung beinhaltete:
ich stelle mal einfach ganz provokativ eine these auf, die eine vielfache lebensentstehung unterstellt: die vorraussetzungen auf der erde waren ideal für die bildung von leben und so ergenzten sich die damals verfügbaren stoffe und aminosäuren immer wieder neben unzähligen fehlversuchen zu einem funktionierenden organismus. drei grundsätzliche aufbauweisen erwiesen sich dabei als funktionsfähig und bildeten sich daher teils mehrfach erfolgreich: bakterien (aquifex, thermotogae, bacteroides cythopaga, placetomyceten, cyanobakterien, proteobakterien, spirochäten, grampositive und grünen filamentösen bakterien). als zweite grundform bildeten sich die archaeen, deren vertreter wie z. b. pyrodicticum und halophile sich unabhängig voneinander aber eben vom grundsatz ähnlich aufgebaut entwickelten. die bemerkenswerteste lebensform ist aber die urzelle, die die domäne der eukaryota begründete, da sie sich grundsätzlich von den ersten beiden unterschied und sich aufgrund ihrer komplexität und wandlungsfähigkeit millionenfach verzweigte. diese lebensform ist einmalig entstanden und brachte alle komplexen lebensformen (pilze, pflanzen, tiere) hervor.
es gab auch primitivere erfolgreiche formen, die aber nicht die grundvorraussetzungen für leben erfüllen. zu nennen wären hier viren, viroide und prionen. zudem gab es möglicherweise auch noch funktionierende lebensformen, die aber in den jahrmilliarden ausgestorben sind oder womöglich noch nicht entdeckt oder klassifiziert wurden.

https://www.computerbase.de/forum/t...n-auf-der-erde.1040419/page-140#post-15953350

nehmen wir das mal an und unterstellen weiter, dass mit dem wandel der erdatmosphäre, insbesondere durch die von blaualgen verursachte sauerstoffkontamination zahlreiche einzellige lebensformen ausgestorben sind... kann man das eindeutig widerlegen oder ist das szenario möglich?
 
Du fragst wie man beweißen kann dass der "Lebensschaffungsprozess" nur einmal auf der erde stattgefunden hat. Nun, das würde den Rahmen hier weit sprengen. Ich habe mich gerade letzte Woche mit einem befreundeten Biologie Professor über dieses Thema unterhalten und er hat es mir anschaulich und einleuchtend erklärt. Hier gibt es keinerlei Zweifel.Du musst dir es ähnlich vorstellen wie ein beffuchtetes menschliches Eizelle die komplette Entwicklung oder nenne es auch Evolution durchläuft.
Bei Interesse an diesen Themen verweise ich dich wieder an spezielle wissenschaftliche Literatur oder frage deinen Arzt oder einen Biologen falls du einen kennst. er kann es dir eventuell einfach und kurz erklären. Ich muss da leider passen. mir fehlt 1. die zeit und 2. die Worte es verständlich hier in einem Forum darzulegen.
 
@lars_SHG wenn man aber dem glaubt das es unser universum erst seit 13 millarden jahre gibt und wie lange die entwicklung des lebens auf der erde gedauert hat und noch dauert. und im ganzen universum herrschen etwa die gleichen pysikalischen gesetzte dann find ich es eigentlich sogar logisch das es kein stärkeres / intellegenteres leben als auf der erde gibt also. so in etwa jedenfalls .


nachtrag jetzt scheint lars_SHG sein beitrag gelöscht zu haben kann jedenfalls sein beitrag nicht mehr finden k.a.
 
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Also hier wurden keine Beiträge gelöscht und User könnten das sowieso nicht (Im Aqua hab ich auch nichts gefunden). Es gibt nur Beiträge aus dem Jahre 2012 von diesem User in diesem Thread.

Kann es sein dass du dich auf diese beziehst oder verwechselt du gerade jemanden?
 
gaunt schrieb:
Wie hat man denn das beweisen können? Nach meinem Verständnis dürfte es unzählige selbstreplizierende Verbindungen gegeben haben. Gibt es ja heute auch noch. Und dann war eine davon in der Lage um sich herum immer mehr Zeugs anzuhäufen, welches die Reproduktion fördert, bis irgendwann die erste nach heutigem Verständnis lebende Zelle draus wurde. Aber dass das nur einmal passiert sein soll? Kann doch x mal passiert sein, ist nur ausgestorben. Vom Menschen gabs ja auch X verschiedene Modelle bis sich eins durchgesetzt hat. Von den anderen wissen wir nur weil wir weltweit etwa einen kleinen Umzugskarton voll Knochen gefunden haben. Und das ist erst 1-2 mio Jahre her und die Knochen sind mit bloßem Auge sichtbar. Das mit der Entstehung des Lebens dagegen ist schon einige mrd Jahre her und es blieben bestenfalls einige wenige Chemische Verbindungen zurück. Daran einen Stamm mit Herkunft erkennen zu können kann ich mir selbst mit meinem zugegebener Maßen begrenzten Chemischen Wissen kaum vorstellen.
Aber wäre mal interessant. Hast du eine Info worauf sich die Theorie das sich das Leben nur einmalig entwickelte stützt?
Das stützt sich darauf, dass sich die Verwandschaft in den Stämmen nachweisen lässt. Auf der Ebene der Makromoleküle kann man das schon sehen. Gewöhnlich nimmt man dafür die Enzyme her. Das Reaktionzentrum eines bestimmten Enzymes ist immer gleich,aber die Moleküle drumherum variieren und veränderten sich im Laufe der Evolution. Wenn man die Veränderungen vergleicht, kann man auch den Grad der Verwandtschaft feststellen. An der Uni Regensburg wurde versucht den Enzymstammbaum des HisF nach hinten aufzurollen. Dabei kam am Ende etwas heraus was dem Enzym HisF von LUCA (letzter gemeinsamer Vorfahre) entsprechen könnte. Eingeschleust in ein derzeit lebendes Bakterium hat HisF unauffällig seinen Dienst getan.
So bleiben ja nur 2 mögliche Szenarien: das Leben ist auf Grundlage der uns bekannten Biochemie nur genau einmal entstanden, oder andere Lebensformen in Konkurrenz wurden spurlos eliminiert.
Letzteres erscheint mir nicht wahrscheinlich. Unter der Anahme, dass der Prozess relativ zeitnah nach der Abkühlung der Erde in Gang kam, blieben auch keine Milliarden Jahre um anderes Leben zu eliminieren.
Dein Hinweis auf das Arten aussterben steht dazu in keinem Widerspruch. Die meisten Arten des uns bekannten Lebens gelten als ausgestorben, trotzdem lassen sich Abzeigungen, Verwandte und die Gemeinsamkeit des Aufbaus des Genoms und der Biomoleküle nachweisen. Das bedeutet im Umkehrschluss, das andere Lebensformen völlig spurlos ausgestorben sein müssten. Ich halte das nicht für wahrscheinlich, auch wenn wir zum Beispiel nicht genau wissen was in der Tiefsee so kreucht und fleucht.

Aber über die Vorgänge vor Einsetzen der Evolution ist nix bekannt, dass muss man fairerweise einräumen. Der wichtige Schritt von den Biomolekülen zur Zelle fehlt uns jedenfalls.
Die Entstehung von Lipidmembranen im der Ursuppe leuchtet mir noch ein, aber wo die Lipide hergekommen sein sollen ist mir unbegreiflich. Gleiches gilt für Enzyme; da hat sich zufällig ein Molekül gebildet, dass eine Reaktion katalysieren konnte. Gut, aber wozu? Und wie haben sich Enzyme zu komplexen Reaktionsketten zusammen getan.
 
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Lübke schrieb:
das thema hatten wir hier im thread ja schon. ich hatte damals ne primitive these aufgestellt, die mehrfahe lebensentstehung beinhaltete:

nehmen wir das mal an und unterstellen weiter, dass mit dem wandel der erdatmosphäre, insbesondere durch die von blaualgen verursachte sauerstoffkontamination zahlreiche einzellige lebensformen ausgestorben sind... kann man das eindeutig widerlegen oder ist das szenario möglich?
Das lässt sich nicht eindeutig widerlegen, es gibt nur keinerlei bekannte Hinweise darauf.
 
@hallo7
ich weis nicht ich hatte das bei mir neu unter abonnenten stehen in meinem konto und bin dann hier gelandet aber der beitrag von lars _shg kann den auch nicht in seinem account finden ich weis nicht er meinte halt das es vermessen sei zu glauben das wir die intellegentesten im weltall sind und darauf hab ich geantwortet

kann sein das ich mich irgentwie verklickt hab und bei den beiträgen von 2012 rausgekommen bin k.a. mehr
 
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@SydBe:
Du fragst wie man beweißen kann dass der "Lebensschaffungsprozess" nur einmal auf der erde stattgefunden hat.
genaugenommen frage ich "nur", ob es eindeutige indizien oder beweise gibt, die die von mir zugegebenermaßen etwas willkürlich aufgestellte these widerlegen können. meine these unterstellt ja, dass anderartige primitive lebensformen zwar entstanden sind, aber die anpassungen der letzten jahrmilliarden nicht meistern konnten und so wieder ausstarben
und
dass drei lebensformen auf den gleichen grundbausteinen basieren, aber unterschiedlich aufgebaut sind (eukaryota, achaeen und bakterien) die anpassung über die jahrmilliarden gemeistert haben. diese drei bestünden dann aus dem gleichen "baukasten" und haben die gleichen umweltanpassungen hinter sich, was sie im ergebnis artverwand erscheinen lassen würde.

es nicht widerlegen zu können bedeutet ja nicht, dass es dann so gewesen sein muss. es eröffnet lediglich eine weitere möglichkeit.
 
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#Massenaussterben aufgrund von freigesetztem Sauerstoff
Das lässt sich nicht eindeutig widerlegen, es gibt nur keinerlei bekannte Hinweise darauf.
Ich hab vor einiger Zeit mal ne Doku über das Thema gesehen und meine mich erinnern zu können, dass es eindeutig nachweisbar sei, dass es zu einem Massenhaften aussterben von Einzelligen Organismen kam, nachdem primitive Blaualgen (Cyanobakterien) große Mengen Sauerstoff freisetzten. Auch Wikipedia hat einen Artikel dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Große_Sauerstoffkatastrophe
meine these unterstellt ja, dass anderartige primitive lebensformen zwar entstanden sind, aber die anpassungen der letzten jahrmilliarden nicht meistern konnten und so wieder ausstarben
Und wohlgemerkt: Das wäre schwer nachzuweisen. Angenommen in irgendeinem Urtümpel haben sich entsprechende Verbindungen gebildet starben aber aus weil das Mistding vielleicht einfach ausgetrocknet ist oder ein Meteor rein fiel . Na und heute befindet sich dieser Tümpel auf dem Meeresgrund oder unter einigen km Sedimentgestein verborgen. Das müsste man erstmal finden...

@Pruritus
Das muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen. Hast du en bissel Futter für mich wo das etwas ausführlicher beschrieben ist? Gerne auch allgemeine Arbeiten/Thesen über die Themenwolke "Aus Molekülen wird ne komplette Zelle". Finde das irgendwie spannend.
Deshalb nur zwei Kommentare:
Das bedeutet im Umkehrschluss, das andere Lebensformen völlig spurlos ausgestorben sein müssten. Ich halte das nicht für wahrscheinlich
Ich schon. Biologen gehen davon aus, das heute nur etwa die Hälfte der auf der Erde lebenden Arten bekannt ist. Selbst heute würden wir es also nicht mitbekommen, wenn so eine Art ausstirbt. Das sind natürlich i.d.R. keine Elefantengroßen Säugetiere, sondern eher Insekten, Pflanzen und auch die hier viel diskutierten Bakterien.
Die Entstehung von Lipidmembranen im der Ursuppe leuchtet mir noch ein, aber wo die Lipide hergekommen sein sollen ist mir unbegreiflich. Gleiches gilt für Enzyme; da hat sich zufällig ein Molekül gebildet, dass eine Reaktion katalysieren konnte. Gut, aber wozu? Und wie haben sich Enzyme zu komplexen Reaktionsketten zusammen getan.
Wenn ich das richtig verstanden habe dann sind diese Urverbindungen in der Lage sich unter bestimmten Umständen miteinander zu kombinieren. Jetzt sind Unmengen unterschiedlicher Verbindungen entstanden, mal vielleicht weil ein Blitz einschlug, mal irgendwelche Mineralien oder Säuren eingetragen wurden und Reaktionen etwas anders abliefen... was auch immer. Die Meisten waren für nix zu gebrauchen und sind verschwunden. Einige wenige aber konnten sich nicht nur selbst Replizieren, sie konnten auch Verbindungen eingehen. Jetzt bildet sich ein katalytisches Enzym welches in der Lage ist ein Lipid zu synthetisieren. Ein weiteres könnte in der Lage sein aus den plötzlich vorhandenen Lipiden eine Membran aufzubauen.
Und jetzt fängt sich die selbstreplizierende Verbindung diese beiden Enzyme ein, und kann sie mit replizieren. Das Ergebnis könnte irgendwann ein Makromolekül sein, welches in der Lage ist sich aus den selbst hergestellten Lipiden eine Schutzhülle zu bauen. Sowas könnte dann der Vorläufer einer primitiven Zelle sein. Das wäre ein immenser evolutionärer Schritt und das zu einem Zeitpunkt zu dem man noch nicht mal von richtigem Leben sprechen kann.
Angenommen so was entsteht in einer seichten Senke, dann könnte die Lipidmembran den entscheidenden Vorteil bringen, das dieses Makromolekül das nächste austrocknen "überlebt", bei der nächsten Überschwemmung wieder erwacht, sich vermehrt und mit dem fließenden Wasser einen weiteren Tümpel erreicht.
Man muss bedenken das dieser Vorgang sehr viel Zeit und Platz zum experimentieren hatte. Vermutlich sind Abermilliarden Verbindungen entstanden und wieder zerfallen ohne Spuren zu hinterlassen, bis zufälligerweise nach millionen von Jahren alles gepasst hatte und genau die richtigen zusammen kamen um sich einen Vorteil zu verschaffen und nicht wieder zerfielen.
 
Pruritus schrieb:
Das stützt sich darauf, dass sich die Verwandschaft in den Stämmen nachweisen lässt. Auf der Ebene der Makromoleküle kann man das schon sehen. Gewöhnlich nimmt man dafür die Enzyme her. Das Reaktionzentrum eines bestimmten Enzymes ist immer gleich,aber die Moleküle drumherum variieren und veränderten sich im Laufe der Evolution. Wenn man die Veränderungen vergleicht...................
.............. Eingeschleust in ein derzeit lebendes Bakterium hat HisF unauffällig seinen Dienst getan.
So bleiben ja nur 2 mögliche Szenarien: das Leben ist auf Grundlage der uns bekannten Biochemie nur genau einmal entstanden, oder andere Lebensformen in Konkurrenz wurden spurlos eliminiert.
Letzteres erscheint mir nicht wahrscheinlich. Unter der Anahme, dass der Prozess relativ zeitnah nach der Abkühlung der Erde in Gang kam, blieben auch keine Milliarden Jahre um anderes Leben zu eliminieren.
Dein Hinweis auf das Arten aussterben steht dazu in keinem Widerspruch. Die meisten Arten des uns bekannten Lebens gelten als ausgestorben, trotzdem lassen sich Abzeigungen, Verwandte und die Gemeinsamkeit des Aufbaus des Genoms und der Biomoleküle nachweisen. Das bedeutet im Umkehrschluss, das andere Lebensformen völlig spurlos ausgestorben sein müssten. Ich halte das nicht für wahrscheinlich, auch wenn wir zum Beispiel nicht genau wissen was in der Tiefsee so kreucht und fleucht.................

Top, du triffst es quasi auf den Punkt, danke Dir.
 
gaunt schrieb:
@Pruritus
Das muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen. Hast du en bissel Futter für mich wo das etwas ausführlicher beschrieben ist? Gerne auch allgemeine Arbeiten/Thesen über die Themenwolke "Aus Molekülen wird ne komplette Zelle". Finde das irgendwie spannend.
Ja leider gibt es diese Arbeit nicht, da keine gute Theorie (jenseits der Schöpfungsgeschichte ;) ) zur Entwicklung eines Lebewesens aus Molekülen exisitiert. IdR begnügt man sich mit dem Hinweis, dass alles Millionen Jahre vor sich hin schmorte und zufällig was sinnvolles herauskam. Nicht eben befriedigend.

Ich nehme an, du hast den Wiki Artikel zur Chemischen Evolution schon gelesen, wenn nicht, würde ich damit beginnen.

Martin Neukamm hat auch ein paar interessante Dinge zusammengetragen (google mal Martin Neukamm und chemische Evolution)
Mit Blitzen in der Ursuppe lassen sich nur kurze Moleküle (Monomere) erzeugen, und da fängt das Problem schon an. Makromoleküle bilden sich nicht spontan im Wasser, vielmehr zerfallen sie unter Energieabgabe und Wasserabspaltung gerne in Monomere. Die Entropie zeigt also in Richtung des Zerfalls wenn die Moleküle in Lösung gehen. Damit ist die Theorie der Ursuppe kaum aufrecht zu halten. Ich finde Wächtershäusers Biofilmtheorie da schon plausibler.
Lipide können sich im Wasser spontan zu Kügelchen formen, da hat man ja schon eine primitive Membran, die ohne energieverbrauchende Ionenpumpen Moleküle in eine Richtung durchlässt.
Die Replikation ist da schon schwieriger zu erklären. Bei Lebewesen ist es ja so, dass ein Molekül die Erbinformation enthält, die Information aber erst durch Enzyme abgelesen werden müssen (übrigens sind selbst Bakterien in der Lage menschliches Genom zu lesen und die codierten Proteine herzustellen, die Verwandschaft der Arten wird hier deutlich).
Inzwischen glauben einige, dass lange vor der DNA und RNA auch RNS Moleküle gab. Diese RNS Moleküle sollen dazu in der Lage gewesen sein sich selbst zu produzieren. Also quasi eine Bauanleitung die sich auch gleich selbst bauen kann.
Klingt fantastisch, wäre aber eine Erklärung. Möglicherweise rückt diese Eigenschaft sie in die Nähe der Viren. Aber es sind keine
 
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Schau ich mir auf jeden Fall mal genauer an. THX!
Ich hab jetzt nur mal den Wiki Artikel zur Chemischen Evolution überflogen. Aber zum Thema "nur einmal entstanden" habe ich auf die schnelle nur ein Satz gefunden. Der sagt aber nur aus, dass sich Leben nur auf Basis eines Verbindungstyps durchsetzte. Und selbst hier wird der Konjunktiv verwendet.
Sicher zu sein scheint, dass sich nur eine Form von Leben, nämlich die auf Nukleinsäuren (RNA und DNA) beruhende, durchgesetzt hat (falls es je mehrere verschiedene gegeben haben sollte).
Ausgeschlossen wird es nicht. Man geht eben nur davon aus, dass sich auf Dauer nur eine "Lebensbasis" erhalten konnte. Nix anders sagen Lübke und ich ja auch. Aber je mehr man liest um so mehr stellt man fest das aus dieser Zeit wenig gesicherte Erkenntnisse vorliegen aber viele Theorien existieren.
Aber ein spannendes Thema wie ich finde!

Ich muss aber zugeben das, zumindest bei mir, der Wunsch ein wenig Vater des Gedanken ist! Ich würde es irgendwie gut finden wenn sich Leben in völlig unterschiedlichen Umfeldern auf disjunkten Grundlagen hätte entwickeln können. Das würde zum einen die Chance erhöhen irgendwann mal auf fremdes Leben im All zu stoßen und zum anderen könnte dieses Leben dann wirklich komplett anders funktionieren, wie wir uns das heute vorstellen.
Würde sich Leben immer sehr analog zu unserem entwickeln, dann wären auch die Aliens uns in vielerlei hinnsicht ähnlich. Sie bräuchten flüssiges Wasser moderate Temperaturen, geringe Strahlungseinflüsse, mäßigen Druck usw... Auf einer anderen Grundlage basierend wäre Leben jedoch auch bei 200Bar Druck bei -100°C in einem Methansee denkbar.

dass lange vor der DNA und RNA auch RNS Moleküle gab
Sind RNA und RNS nicht das selbe? Nur eben Deutsch und Englisch? Also "Ribonukleinsäure" = RNS (Deutsch) und "ribonucleic acid" = RNA (Englisch)
Im Prinzip das selbe wie bei DNA und DNS...
 
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