Glasfaser-Router rentabel?

Kabelsalat? Also ich habe in meinem Kasten nur kurze Patchkabel, keine Spur von Kabelsalat. Man muss es halt auch vernünftig verkabeln.
Und auch wie du, habe ich eine Fritzbox (bei mir 7590) hinter dem Glasfasermodem geschaltet, läuft einwandfrei. Ich kann den Wunsch nur ein Gerät zu installieren eigentlich nur aus Platzgründen nachvollziehen. Das bisschen mehr an Strom durch zwei Geräte ist bei den FTTH-Grundkosten lächerlich. (im übrigen weiß ich auch nicht wie man da drin auf 5 Stromstecker kommt, so wie du - was hast du noch alles im Kasten untergebracht?)

Im Gegenteil: ich finde es sogar gut, dass falls ein Gerät kaputt geht, nicht gleich das gesamte Heimnetz brach liegt. Und ein Ersatzrouter sollte eh immer zur Hand sein. :D

Schließ dir doch einfach einen 10GBit Switch an deine Fritzbox und gut ist. ;)
 
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UweP44 schrieb:
Glasfasermodem vom Anbieter plus eigenem Router finde ich sehr praktisch.
Aus Gründen werde ich auch erstmal damit leben ;) UND: ich gebe ja zu, dass es Jammern auf hohem Niveau ist. Ich wollte nur mal Eure Meinung wissen. Danke.
 
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Wenn ich so zusammenrechne, was mich der Anschluss alleine in den kommenden zwei (verpflichtenden) Jahren kosten wird, wären ~500 Euro extra für einen guten Router(mit 10GbE) aus meiner Sicht völlig in Ordnung..
Das ist ja grad so ein Ding: Im Router selber wäre ein typischer 4-Port-Switch mit 10G für die breite Masse relativ sinnlos, da 10G mmt. im LAN nur von Prosumern aufwärts benötigt wird, und die werden eben auch kein Problem damit haben sich einen separaten Switch hinzustellen, zumal bei Prosumern die typischen 4 LAN-Ports tendenziell sowieso nicht ausreichen werden.
Die breite Masse will möglichst schnelle Downloadraten aus dem Internet haben, und da darf der Router-eigene Switch nicht der Flaschenhals sein. Wär halt so richtig sinnlos wenn der Uplink eines Routers/Switches eine geringere Bandbreite hat als die Downlinks.

WLAN ist eh noch mal ein anderes Thema.

===

Persönlich (!) hätte ich nicht wirklich ein Problem damit wenn mir die Telekom ein aktives Modem hinstellt - sofern das Teil nur der Abschluss auf Layer 2 ist und nicht Layer 3 (im eigentlichen Sinne ist ein Modem immer nur für Layer2 zuständig und Router erst ab Layer 3, aber die Begrifflichkeiten lassen wir jetzt mal außen vor).
Das würde eben auch die Routerfreiheit erfüllen.

Noch viel besser würde ich es finden, wenn der Netzabschluss wirklich "offen" ist, ich also meinen eigenen Medienkonverter anschließen kann. Dann kann ich auch meine Sophos mit einem SFP+GPON-/AON-Modul direkt an die Wand stöpseln.
Und den Gerüchten nach ist das bei den GPON-Anschlüssen der Telekom auch der Fall, auch wenn das vielleicht nicht so gut kommuniziert wird. Die Aussage vom Techniker dass das Ding an der Wand so sein muss, halte ich für unhaltbar.
 
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t-6 schrieb:
da 10G mmt. im LAN nur von Prosumern aufwärts benötigt wird
Hm, also irgendwie finde ich es halt seltsam, dass man seit über 20 Jahren auf der Stelle tritt: die 1000Base-T-Spezifikation ist von 1999, erste Geräte seit 2000; mein erstes Haus-Lan mit GbE habe ich so 2001 installiert, der DrayTek Vigor hat mich damals so 100 Euro gekostet(wenn ich recht erinnere). Ich verstehe einerseits nicht, dass es da überhaupt keine Angebote gibt und andererseits, dass sich die Preise hier offenbar linear zur Leistungssteigerung entwickeln. Oder gar logarithmische Inflation? :D
t-6 schrieb:
Das würde eben auch die Routerfreiheit erfüllen.
Genau meine Meinung, doch faktisch informiert die Telekom gezielt falsch(wie beschrieben). Die tun ja fast so, als wäre es ihre Wohnung! Naja, ich fürchte wir kommen da nicht weiter...
 
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Wenn ich Vermieter wäre, wäre mein Ziel ganz klar alle Wohnungen mit einem ONT auszustatten. Somit braucht man nur ein Netzwerkkabel und jeder Mieter kann aus einer Vielzahl von passen Routern auswählen. Mieterwechsel ohne großes Umbauen möglich. Wenn jetzt nur ein optischer Anschluss da wäre nach einem Mieterwechsel, dann kann man hier schon fast auf einen Beitrag waren: "Hilfe mein Router hat keinen Netzwerkanschluss oder ich will mir keine so teuere Fritze kaufen."

Ansonsten bräuchte ich genau das Gegenteil von deinem Wunschrouter. Kein WLAN weil da hängen bei mir Access Points, nur einen Netzwerkport denn den Rest erledigt ein großer Switch. Bei mir läuft noch eine Fritzbox, aber wenn die die Grätsche macht wird alles schön auf einzelne Geräte umgebaut und die Kabel noch ganz schön geordnet im Netzwerkschrank.
 
UweP44 schrieb:
So kann das Modem irgendwo im Schrank oder Keller sein Funktechnisch recht abgeschirmtes Leben fristen
Sicherheitstechnisch ist das nicht ganz ungefährlich da man das Netz per WLAN kappern kann wenn es ungeschützt funkt auch Keller oder dem Schrank.
UweP44 schrieb:
Die paar Watt extra Verbrauch durch zwei Geräte stören mich nicht.
Einer Umweltbewussten Person stört das aber schon.
 
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ModellbahnerTT schrieb:
Sicherheitstechnisch ist das nicht ganz ungefährlich da man das Netz per WLAN kappern kann wenn es ungeschützt funkt auch Keller oder dem Schrank.
Das 0815 Modem von Telekom funkt aber auch nicht und is (zumindest meines Wissens nach, man möge mich berichtigen wenn ich falsch liege) einfach nur ein Optisch zu Digital Converter, das wars. Die Magic der Anmeldung, WLAN und co regelt allein der angeschlossene Router/die Access Points, die ich selber aufstelle. Damit auch kein Sicherheitsrisiko.
ModellbahnerTT schrieb:
Einer Umweltbewussten Person stört das aber schon.
Ob der Strom nun vom externen Modem gezogen wird oder vom Modem im Router ist aber auch ziemlich schnurz. Meine Fritze hat ja auch nicht die ganze Zeit das DSL Modem unter Volllast, wenn sie nur noch als Router und nicht mehr als Modem eingerichtet ist.
sidewinderpeter schrieb:
Es lebe die Vielfalt!
Amen :D Hoffentlich findest du noch ne Lösung, die für dich funktioniert :)

sidewinderpeter schrieb:
Hm, also irgendwie finde ich es halt seltsam, dass man seit über 20 Jahren auf der Stelle tritt.(die 1000Base-T-Spezifikation ist von 1999
Ja darüber hab ich auch schon öfter nachgedacht. Freu mich ja schon, dass 2,5Gb mittlerweile immer mehr Verfügbarkeit im Endverbrauchermarkt erlangt. Für 10Gb holt man sich sonst zu Not günstig ein paar alte Server-Netzwerkkarten von eBay, dann kommt man da auch super günstig mit hin :D
 
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ModellbahnerTT schrieb:
Sicherheitstechnisch ist das nicht ganz ungefährlich da man das Netz per WLAN kappern kann wenn es ungeschützt funkt auch Keller oder dem Schrank.
Da funkt nix, wenn das Modem im Keller gar kein WLAN Modul besitzt. Und selbst wenn, warum sollte man das ungeschützt konfigurieren?
Ein Router mit WLAN würde im Keller halt wenig Sinn machen.

ModellbahnerTT schrieb:
Einer Umweltbewussten Person stört das aber schon.
Wenn ich Keller einen Router mit WLAN und integriertem Glasfasermodem hätte, dann würde ich schon im Erdgeschoss einen zusätzlichen WLAN Accesspoint benötigen, wegen recht funkdichter Betondecke. Da würde ich mit dem Energieverbrauch bei der gleichen Geräteanzahl bleiben.
Stattdessen steht der Router mit seinem WLAN halt im Erdgeschoss und im Keller hängt nur das Glasfasermodem.

Hat halt auch den Vorteil, dass wenn eines der beiden Geräte ausfällt nicht gleich das ganze Netzwerk stillsteht
Ohne Modem läuft zumindest NAS<->WLAN weiter und bei kaputtem Router nimmt man halt den eingelagerten alten Router (mit langsamerem WLAN) aus dem Schrank.
 
Was hast du denn für ein Modem bekommen?

Hat deine Fritzbox jetzt die öffentliche IP Adresse erhalten oder hat diese tatsächlich dein "Modem"?

Auf welchem Layer brauchst du denn wie viel Durchsatz? Es macht einen erheblichen Unterschied ob auf L3 (IP-Router) oder L2 (Switch). Mikrotik CCR1072-1G-8S+ vs. CRS312-4C+8XG-RM
 
Kiso schrieb:
Was hast du denn für ein Modem bekommen?

Hat deine Fritzbox jetzt die öffentliche IP Adresse erhalten oder hat diese tatsächlich dein "Modem"?

Auf welchem Layer brauchst du denn wie viel Durchsatz? Es macht einen erheblichen Unterschied ob auf L3 (IP-Router) oder L2 (Switch).
Bezüglich Modem: siehe Foto. Eine Nummer lässt sich nicht erkennen, und ich will den professionellen Kabelbinder nicht runter machen...

Ich gehe davon aus, dass die FritzBox die IP bekommen hat. Ich habe, wie der Techniker mir gesagt hat, die FritzBox am LAN1-Anschluss mit dem Modem verbunden und in den Einstellungen "externes Modem" angegegeben. Den Login macht dann aber tatsächlich die FritzBox über die Eingabemaske, wenn man "Telekom" als Anbieter ausgewählt hat. Ich muss dann allerdings die gewünschte Verbindungsgeschwindigkeit selbst angeben. Da sollte ich 540 Down und 120 Up angeben(laut Techniker). Ich habe sowohl IPv4, als auch IPv6-Adressen erhalten, was mich etwas wundert, weil ich kürzlich irgendwo mal gelesen hatte, dass die Telekom nur IPv4 (für Telefonie) vergibt. Auch mein letzter Anbieter (easybell) hatte mir nur eine IPv4 zugeteilt. Wie auch immer, alles klappt, sogar das VPN über MyFritz läuft schon wieder.

Bezüglich Layer 2 oder 3 muss ich gestehen, dass ich das noch nicht ganz verstanden hab, was ihr da meint: also ich habe in der FritzBox weder NAT nocht sonstwas konfiguriert, sondern alles Auto per DHCP. Ich hatte für bessere Sicherheit auch mal manuell alles installiert, das war aber nicht so günstig, wegen Gästen...Gastzugang ist übrigens in der FritzBox in der o.g. Konfiguration(mit externem Modem an LAN 1 nicht möglich) Insofern keine Ahnung, was da routet oder switcht. Einen zusätzlichen Switch habe ich in dem Haus nicht. Habe aber bei meinen Eltern einen 5-Port-Zyxel hinter einer 7412 installiert. Klappt hervorragend.
 

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Wenn die Fritzbox die externe IP hat, dann ist doch alles super. Dann tut das Modem genau das was es soll und ist damit auch flexibler, als es wenn es eingebaut wäre.

sidewinderpeter schrieb:
Bezüglich Layer 2 oder 3 muss ich gestehen, dass ich das noch nicht ganz verstanden hab, was ihr da meint:

Ja so dachte ich mir das schon. Aber schön, dass du deinem Ärger mal Luft machen konntest.

Aber ohne konkrete Anforderungen lässt sich da nichts empfehlen.
 
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Kiso schrieb:
Aber ohne konkrete Anforderungen lässt sich da nichts empfehlen.
Also die konkrete Anforderung ist, dass ich auf mindestens vier Dosen(ich brauche im Wohnzimmer keine 2) 10GbE-LAN liegen haben will, wenn sowieso CAT 7 Kabel verbaut wurden. Ich habe zwar noch nicht mal eine einziges 10GbE-Netzwerkgerät, aber was man hat, das hat man. Überlegenswert wäre bei 100Mbit Upload zum Beispiel, ob ich mir nicht ein passendes NAS mit 10GbE kaufe und endlich meine eigene Cloud fahre und nicht dies hier und anderes dort gesichert habe. Das soll dann natürlich allen anderen Geräten(darunter 2 PC) als Netzlaufwerk und zur (täglichen?) Sicherung dienen etc. Deswegen 10GbE: streamen hin und her und so weiter.
 
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sidewinderpeter schrieb:
Deswegen 10GbE: streamen hin und her und so weiter.
Einfach passenden 10Gbit Switch kaufen (wenn man keine Golddublonen ablässt am besten mit SFP+ Steckplätzen), Fritzbox per RJ45 ran und los gehts. Und wenn was Internet braucht läufts dann einfach weiter zum Router. Dann muss die arme Fritzbox auch nicht den ganzen Traffic managen, die schmilzt ja weg, wenn da ordentlich 10Gbit Verkehr durchfließen würde :D
 
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Ist man mit dem Telekom-Modem dann nicht immer an die Telekom gebunden?

Was ist wenn man mal den Anbieter wechseln will? Offiziell dürfen die anderen Anbieter doch mittlerweile den Telekom Anschluss mitnutzen oder?
 
Nask schrieb:
Offiziell dürfen die anderen Anbieter doch mittlerweile den Telekom Anschluss mitnutzen oder?

Bei DSL-Anschlüssen über Kupfer ist das durch die Bundesnetzagentur reguliert und verpflichtend für die Telekom, jo. Da sind sogar die Preise für die TAL-Miete vorgegeben.

Bei FTTB/H ist das noch nicht der Fall. Da hat man aktuell noch ein Monopol, weswegen das ziemlich attraktiv für Telkos ist, solange die Wirtschaftlichkeit in einem Ort erreicht wird. Die erste und bisher einzige Ausnahme stellt die Kooperation der Telekom mit Telefonica dar. Viele FTTB/H-Bauer stehen vor dem Problem, für die Infrastruktur ordentlich was ausgegeben zu haben, jetzt aber kaum Kunden drauf bekommen. Irgendein paar BWLer haben dann ausgerechnet, daß es wirtschaftlicher ist, andere diese Kronjuwelen mitbenutzen und Miete zahlen zu lassen, anstatt die Leitung ungenutzt im Boden versauern zu lassen.
 
DeusoftheWired schrieb:
Bei DSL-Anschlüssen über Kupfer ist das durch die Bundesnetzagentur reguliert und verpflichtend für die Telekom, jo. Da sind sogar die Preise für die TAL-Miete vorgegeben.

Bei FTTB/H ist das noch nicht der Fall.
Ja, bei FTTB/FTTH sind die Preise noch nicht vorgegeben.

DeusoftheWired schrieb:
Da hat man aktuell noch ein Monopol

Nein, man hat kein Monopol. Denn die Verpflichtung zum Vermieten der Leitung besteht unabhängig vom Trägermedium. Ein Mitbewerber der sich mit Telekom nicht über die Preise einig wird könnte die BNA anrufen und eine Klärung erzwingen. Aus dem Ausbleiben derartiger Anrufe könnte man den Schluß ziehen, dass die bis in jüngere Vergangenheit ausbleibenden Kooperationen auch auf mangelndes Interesse der Mitbewerber zurück zu führen ist.
 
Hayda Ministral schrieb:
Denn die Verpflichtung zum Vermieten der Leitung besteht unabhängig vom Trägermedium. Ein Mitbewerber der sich mit Telekom nicht über die Preise einig wird könnte die BNA anrufen und eine Klärung erzwingen. Aus dem Ausbleiben derartiger Anrufe könnte man den Schluß ziehen, dass die bis in jüngere Vergangenheit ausbleibenden Kooperationen auch auf mangelndes Interesse der Mitbewerber zurück zu führen ist.

An Interesse der Mitbewerber sollte es nirgendwo mangeln, Gigabit über FTTB/H anzubieten, es sei denn, sie sind selbst schon damit irgendwo vertreten. Bleibt eigentlich nur, daß man sich nicht auf einen Preis einigen konnte. Ist die FTTH-Kooperation zwischen DTAG und Vodafone also nicht auf Großzügigkeit der Telekom zurückzuführen, wenn ich das Nicht-Monopol richtig verstanden hab, sondern hat sie damit nur das umgesetzt, wozu man sie via BNetzA sowieso hätte zwingen können?
 
DeusoftheWired schrieb:
An Interesse der Mitbewerber sollte es nirgendwo mangeln

Ockhams Rasiermesser? Versuche eine alternative Erklärung zu finden...

DeusoftheWired schrieb:
Ist die FTTH-Kooperation zwischen DTAG und Vodafone also nicht auf Großzügigkeit der Telekom zurückzuführen, wenn ich das Nicht-Monopol richtig verstanden hab, sondern hat sie damit nur das umgesetzt, wozu man sie via BNetzA sowieso hätte zwingen können?

Genau so würde ich das sehen.
 
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